Zitat von Lily55: Wir waren 13 Jahre zusammen. Es gab mehrere Gründe sich zu trennen und sicher auch mehrere um zusammen zu bleiben. Es ist halt ein Problem, wenn man Vollzeit arbeitet,
Zwei Pferde selbst versorgt, eine Tochter hat die das Partyleben noch meidet und eine Mutter die Unterstützung braucht. Dann einen Partner der 40 Minuten entfernt lebt.
Du zählst Dinge auf die dein Leben ansich gut füllen, die Zeit in Anspruch nehmen und sicherlich in einer Partnerschaft diverse Planung nötig machen. Aber wenn es zwischen zwei Menschen passt und sie sich wirklich wollen schafft man das. Ergo kannst du aus deiner Aussage und dem Ist-Zustand ableiten das es einfach nicht passt zwischen euch. Derjenige der wirklich will sieht die Möglichkeiten, der der nicht will nur die Hürden und Probleme.
Zitat von Lily55: Ich versuche es eigentlich immer allen recht zu machen. Daran scheitere ich regelmäßig.
Und da kommst du nicht auf die Idee da mal anzusetzen und deinen Fokus umzulenken? Du wirst es nie allen Recht machen können und vielen wird das Beste was du geben kannst nie genug sein. Es ist an dir diese Menschen nach Möglichkeit auszusortieren. Das du deine Tochter nicht allein lassen kannst ist mir bewusst, ebensowenig deine Mutter, das rate ich dir auch nicht, aber es wird in deinem Leben sicher die eine oder andere Stellschraube geben an der du drehen kannst. Aber welche das sind musst du selbst herausfinden. Wichtig ist aber: Es ist dein Leben. Sei die Gestalterin desselben und lass es weniger von anderen bzw äußeren Einflüssen bestimmen. Das geht, glaub mir.
Zitat von Lily55: Ich habe eine Überweisung zur Psychotherapie bekommen und evtl nächsten Freitag einen Termin.
Ob das hilft weiß ich nicht.
Das geht ja schnell, super! Aber du liest dich hier wieder so pessimistisch, du hast scheinbar keinen wirklichen Glauben daran. Es wäre wichtig das du offen bist dafür das sie dir hilft und das du aktiv etwas an deiner Situation verändern willst. Der Psychologe wird dich nicht aus der Misere heraustragen, der kann nur soweit mit dir arbeiten wie du dazu bereit bist. Die Frage ist ob das der Fall ist...
Zitat von Lily55: Im Grunde sind mir diverse Entspannungs Werkzeuge bekannt. Ich kann/will grad einfach nicht loslassen. Ein Funke Hoffnung ist noch da auch wenn ich davon ausgehe dass der vergeht.
Und da haben wir auch die Antwort. Du konservierst den Liebeskummer bewusst. Das ist auch ein Stück weit normal, das macht fast jeder nach einer Trennung (auch wenn es ungewöhnlich ist das es derjenige ist der sich trennt), aber das wird dich weiter auszehren. Und um ehrlich zu sein ist er dadurch in der besten Position: Er kann sich mit seiner neuen Freundin austoben und weiß doch das er jederzeit zu dir zurück könnte wenn das nicht klappt, er weiß nach 13 Jahren sicher welche Knöpfe er drücken muss. Wenn du dich komplett rar machen würdest wäre die Chance auf eine Rückkehr seinerseits ungleich höher, ich tu mich aber schwer dir das zu wünschen weil das dann so weitergehen würde...