Hansim
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meine Frau und ich sind knapp 5 Jahre verheiratet, beide 29 und haben zwei knapp 2 jährige Söhne (Zwillinge). Sie ist jetzt nach ihrer Elternzeit wieder Teilzeit am arbeiten, ich weiterhin in Vollzeit, werde wohl bald auch in Teilzeit wechseln.
Meine Frau ist mit den Kindern völlig überfordert und lässt sich gleichzeitig nur bedingt helfen. Es ist leider kein gemeinsames Tun, sondern sie ,,macht ihr Ding". Neben den Kindern ist sie sehr belastet, da ihre Eltern beide an MS leiden, im Rollstuhl sitzen und nicht helfen können. Die Krankheit ging parallel zur Geburt der Kinder sehr schnell voran. Die Kinder sind bis Mittags bei der Kindertagespflege.
Ich habe in einem vorherigen Post schonmal geschrieben, dass meine Frau jegliche Hilfe ablehnt. Nach meiner Drohung zum Jugendabend zu gehen, hat sie sich tatsächlich selbstständig an eine Beziehungsberatung gewandt. Da geht sie auch alle 1-2 Monate hin, was ich persönlich gut finde und das sage ich ihr auch mehrfach.
Nichtsdestotrotz hat sich in den knapp 4-5 Monaten nach der Drohung mit dem Jugendamt nur sehr wenig getan. die Kinder werden zwar nicht mehr in der Häufigkeit angeschriehen und grob angefasst, es ist aber von morgens bis abends ein ständiges anmotzen und es gibt nur Konflikte. Sie weiß, dass sie immer wütend und aggresiv ist und die Kinder ständig anmotzt. Dazu gerate ich mit meiner Partnerin ständig aneinander, da ich dieses ständige Anmotzen der Kinder und ihr passiv aggressives Verhalten im Haushalt nur noch sehr schwer ertrage. mich macht das wahnsinnig. Zudem bekommt meine Frau ständig Panik, weil sie Angst vor irgendwelchen Situationen hat, die an dem und dem Tag auftreten können (z.B. Kind wird krank, sie kann die Kinder nicht rechtzeitig abholen, sie muss mit beiden Kindern zum Arzt usw.). Sie geht deswegen auch nie mit den Kindern raus, oder nur ganz selten jemanden besuchen (1x im Quartal vielleicht), die Kinder im Wohnzimmer zu lassen macht sie nicht, weil zu viel Stress usw. Sie sind dann meistens im Kinderzimmer. Ich versuche das natürlich zu kompensieren. ich habe aber sehr oft das Gefühl, dass sie will, dass ich mich um die Kids primär kümmere und sie sich aus vielen Situationen was die Kinder angeht rauszieht.
Ich habe schon lange den Zugang zu meiner Frau verloren, sie hat eine riesige Mauer um sich aufgebaut und am Ende des Tages oder wenn sie wieder in Tränen ausbricht geht es immer um ihren Vater und Mutter, weil sie so schnell krank geworden sind und nicht da sind. Ich habe wirklich das Gefühl, dass sie in einer Art Depression ist, um eine Verhaltenstherapie kümmert sie sich aber leider nicht, auch nach häufigen Gesprächen.
Ich habe jetzt knapp 4 Wochen Urlaub gehabt und auf die beiden Jungs bis Nachmittags gekümmert, nächste Woche muss ich wieder arbeiten ( Kinder sind in der Tagespflege) und mich graust es jetzt schon wegen der starken Doppelbelastung von Beruf und Frau. Ich habe wirklich sehr sehr viel versucht, aber irgendwann werde ich das mit meiner Frau einfach nicht mehr schaffen und davor habe ich große Sorge, denn ich möchte auf keinen Fall, dass die Kinder leiden.
Welche Handlungsoptionen habe ich noch? Habt ihr vielleicht noch ein paar gute Tipps für mich?