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Meine letzte Beziehung und wieso tut es weh

ElGatoRojo
Zitat von den4iiik:
Umso mehr ärgert und enttäuscht mich mein Rückfall.

Mach dir weniger daraus -- kann passieren. Vermeide daher einen höheren Pegel des Alk., wenn du dann für irrationales Handeln anfällig bist. Ansonsten bleibe bei deinem Nicht-Kontakt, auch wenn sie wohl deinen Versuch der Kontaktaufnahme bemerkt haben kann. Kollateralschaden, nicht mehr. Das muss dich nicht beirren, deinen Weg weiter zu gehen..

x 2 #166


PapaEmeritus
@den4iiik

Du kannst dich deswegen schlecht fühlen, solltest du vielleicht sogar, aber Vorwürfe solltest du dir keine machen. Dein Gehirn arbeitet da nicht logisch und rational, sondern teilweise emotionsgetrieben. Selbst wenn du Dinge rational längst weißt, emotional hängst du hinterher. Das wird wahrscheinlich leider auch noch so eine Weile so gehen. Sei gut zu dir, verurteile dich nicht und achte auf dich. Weniger Alk. ist immer gut!

x 2 #167


A


Meine letzte Beziehung und wieso tut es weh

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A
Der Rückfall zeigt dir, dass du noch sehr mit zwiespältigen Gefühlen kämpfst. Gerade unter Alk spricht das Unterbewusstsein mehr. Was sie denkt, ist doch egal. Interessanter ist, dass du sie scheinbar manchmal doch wieder gern zurückhättest. Oder was hast du ihr vorgelallt?

#168


D
Ich glaube, in dem Moment, als ich betrunken war, war genau das auch der Fall. Als ich heute Morgen aufgewacht bin, war mein erster Gedanke nur: Oh mein Gott, warum? Warum hast du das getan?
Unter dem Einfluss von Alk. habe ich einfach alles ausgeblendet. Ich hatte unzählige Gedanken im Kopf, habe mir die schlimmsten Szenarien (bezogen auf die Sie und den Neuen) ausgemalt und mich unglaublich allein gelassen gefühlt.
Aber jetzt, wo ich wieder klar denken kann, wird mir bewusst, dass ich damit nur alles hinausgezögert habe.

x 3 #169


D
Danke euch nochmal für alles. Schade nur, dass ihr mit praktisch allem recht hattet.
Am Ende stellte sich heraus, dass vieles, was mir erzählt wurde, schlicht nicht der Wahrheit entsprach. Aussagen wie, dass sie den Neuen gewählt habe, damit es für mich leichter wäre, sie zu vergessen, oder dass sie sich durch mein Instagram hintergangen fühlte, waren nur nachträgliche Rechtfertigungen. Inzwischen glaube ich eher, dass sie unbedingt diejenige sein wollte, die zuerst jemanden Neues hat und die Beziehung beendet.
Sie hatte den Kontakt bereits schon gehabt als ich mich für meinen besten Freund entschieden habe. Ob das Wut einer so verlorenen Seele ist oder Hass nicht die Nr. 1 zu sein, das weiß nur der Gott. Wahrscheinlich war sie sich nur noch nicht sicher, ob er sie ebenfalls wollte. Eine Frage hat mich dabei schon damals beschäftigt: Obwohl sie so viele Möglichkeiten hatte, warum entschied sie sich immer wieder für Menschen, die sie bereits länger kannte? Vermutlich, weil es einfacher und sicherer ist.
Was ich ebenfalls nie verstehen werde: Warum entscheidet man sich direkt für jemanden, den man kaum wirklich kennt unter 4 Wänden? Ohne echte Anziehung, ohne dass dieser Mensch wirklich dem entspricht, was man sich immer gewünscht hat – Hauptsache nicht allein sein, Hauptsache permanente Bestätigung, Aufmerksamkeit und der nächste Dopaminschub.
Bei solchen Menschen frage ich mich manchmal, ob sie überhaupt jemals wirklich lieben können. Was ist am Ende der Sinn des Ganzen?
Was mir heute am meisten weh tut, ist nicht einmal der Neue. Es ist die Erkenntnis, dass die Trennung nicht einfach nur eine Trennung war. Mir wurde über lange Zeit eingeredet, ich sei an allem schuld gewesen, obwohl vieles offenbar genau auf dieses Ergebnis hinauslief.
Traurig ist vor allem, dass man einen Menschen zerstört, der jemanden mit all seinen Problemen und Mustern so lange begleitet, unterstützt und in vielen schweren Situationen getragen hat.
Und wenn ich ehrlich bin, trauere ich nicht um den neuen Mann an ihrer Seite. Ich trauere um weitere zwei Jahre voller Kampf, Hoffnung und dem Versuch, meine Gesundheit und die Beziehung zu retten. Ein Kampf, den ich wahrscheinlich von Anfang an niemals hätte gewinnen können – egal, was ich getan hätte.
Game Over.

x 3 #170


M
@den4iiik

Man kann vieles nicht verstehen, wie manche Menschen handeln. Viele gehen von einer Beziehung in die nächste. Hauptsache nicht alleine sein. Ob es Liebe ist, einfach nur der wunsch danach oder um einfach jemanden zu haben. Das muss jeder für sich entscheiden.

Du solltest einfach nur an dich denken. Das du nach vorne guckst. Sie ist krank. Du kannst froh sein das es vorbei ist. Auch wenn es schmerzt. Meistens auch noch sehr lange. Aber irgendwann kommt der Tag, wo du drüber weg sein wirst. Wieder glücklich sein wirst. Auch wenn es noch dauert.

x 2 #171


D
Ich möchte zu dem Ganzen noch etwas ergänzen, auch weil ich mir diese Dinge selbst immer wieder vor Augen halten möchte. Vielleicht habt ihr dazu auch noch eine Meinung.

Letztes Jahr sind wir mit ihrem Sohn nach Kroatien gefahren. Da sie keinen Führerschein hat, bin ich die komplette Strecke hin und zurück selbst gefahren. Bereits auf der Hinfahrt, etwa auf halber Strecke, fing sie wieder damit an, über ihr Aussehen zu klagen. Dabei wusste sie selbst genau, dass sie attraktiv ist. Sie hatte über 2.000 Follower auf TikTok und erzählte mir regelmäßig von Männern, die ihr Aufmerksamkeit und Bestätigung schenkten.
Da ich diese Aussagen bereits seit Jahren hörte, reagierte ich irgendwann genervt und zog sie ein wenig damit auf. Als sie wieder anfing, sagte ich mit einem Grinsen sinngemäß: „Ja stimmt, du hast recht.“ Für sie war das jedoch ein riesiges Problem. Ab diesem Moment war der Urlaub eigentlich schon gelaufen. Es folgten stundenlange Diskussionen darüber, was für ein Unmensch und Monster ich sei, weil ich ihr angeblich nicht genug Bestätigung gebe und ihr nicht ständig sage, dass sie die schönste Frau der Welt sei.
Die Situation eskalierte so sehr, dass ich während der Autofahrt eine Panikattacke bekam und sie mehrfach bat, endlich damit aufzuhören. Insgesamt verloren wir etwa vier Stunden, weil sie dauerhaft schlechte Laune hatte und immer wieder Themen aus der Vergangenheit, meine Ex-Freundinnen oder andere Vorwürfe hervorholte.
Als wir schließlich ankamen, beruhigte sich die Lage für einige Tage. Jeden Morgen schaute sie mit ihrem Sohn ihre Serien, während ich das Auto für unsere Ausflüge belud und ständig hin und her lief. Dabei blickte ich irgendwann auf den Fernseher. In der Serie stritt sich eine Frau lautstark mit einem Mann. Ohne groß nachzudenken sagte ich: „Die ist aber sympathisch. Was will die eigentlich von dem?“
Ich sagte weder, dass die Frau hübsch noch schön sei. Trotzdem explodierte sie vor Wut. Sie schrie mich an, beleidigte mich und fragte, wie ich so jemanden sympathisch finden könne. Dann nahm sie sogar eine Bratpfanne in die Hand und wollte sie anheben.
Diesmal reagierte ich anders als sonst. Ich stellte mich direkt vor sie und sagte: „Dann schlag doch zu. Schlag doch. Diesmal werde ich mich wehren.“
Daraufhin legte sie die Pfanne wieder weg und sprach mehrere Tage kein Wort mehr mit mir. Später gab sie mir dennoch die komplette Schuld an der Situation und verlangte, dass ich mich bei ihr entschuldige.
Zwei Tage später war plötzlich alles wieder wie vorher. Sie war liebevoll, aufmerksam und verhielt sich, als wäre nichts passiert. Ich hatte einen Ausflug geplant und wir fuhren los. Während der Fahrt fragte sie mich aus Neugier, ob ich während unserer Streitphasen oder als ich Corona hatte, SB betrieben hätte. Ich antwortete ehrlich mit Ja.
Anschließend fragte sie, ob ich dabei ihre Bilder oder Videos benutzt hätte. Auch hier antwortete ich ehrlich: Ja, manchmal, aber nicht ausschließlich. Gelegentlich waren es auch Filme ab 18 Jahren, allerdings nur ein- oder zweimal.
Auch damit war die Situation sofort eskaliert. Es folgten lautes Anschreien, Beleidigungen und Trennungsdrohungen. Für sie war das bereits Fremdgehen. Wieder bekam ich eine Panikattacke und musste mehrfach mit dem Auto anhalten.
Nur zwei Tage später fand sie einen alten Instagram-Account von mir, auf dem weder Bilder noch sonstige Inhalte vorhanden waren. Sofort konfrontierte sie mich damit und war überzeugt, dass ich dort mit anderen Frauen schreiben würde. Den restlichen Tag und die gesamte Rückfahrt verbrachte ich damit, mich zu rechtfertigen und ihr zu beweisen, dass das nicht stimmte.
Währenddessen sagte sie immer wieder, dass ich sie nicht lieben würde. Ein Satz ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: Sie meinte, sie bereue manchmal, mich nie richtig manipuliert zu haben, so wie angeblich meine Ex-Freundin damals.
Das Thema Aussehen zog sich durch unsere gesamte Beziehung. Fast täglich hörte ich, wie schlecht es ihr gehe. Sie klagte über Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Müdigkeit oder andere Beschwerden. Gleichzeitig war ihr Aussehen und ihre Attraktivität etwas, das nicht nur mich, sondern praktisch jeden beeindruckte.
Trotzdem begann nahezu jeder Tag mit Aussagen wie: „Ich sehe schrecklich aus“, „Ich habe kaum geschlafen“, „Mir geht es schlecht“ oder ähnlichen Beschwerden. Das war nicht nur gelegentlich so, sondern wirklich täglich – morgens nach dem Aufstehen, wenn ich sie abholte oder einfach im normalen Alltag.
Anfangs versuchte ich immer, sie aufzubauen und ihr gut zuzureden. Irgendwann fragte ich mich jedoch, was das Ganze eigentlich soll. Deshalb reagierte ich gelegentlich ironisch und bestätigte ihr mit einem Lächeln Aussagen wie: „Ja, du hast recht.“ Nicht weil ich das ernst meinte, sondern weil ich diesen ständigen Druck, ihr immer wieder dieselbe Bestätigung geben zu müssen, irgendwann nicht mehr aushielt.
Wenn es um ihre gesundheitlichen Beschwerden ging, bot ich ihr regelmäßig konkrete Hilfe an. Ich schlug vor, ins Krankenhaus zu fahren, einen Arzt aufzusuchen, Medikamente zu besorgen oder in die Apotheke zu gehen. Ihre Antwort war fast immer dieselbe: Ich sei kalt und gefühllos. Sie sagte, was sie eigentlich brauche, sei, dass ihr geliebter Mensch sie streichelt, in den Arm nimmt und ihr Nähe gibt. Dann würden die Schmerzen verschwinden.
An einen Streit erinnere ich mich besonders deutlich. Aus dem Nichts begann sie, sämtliche meiner Ex-Freundinnen als hässlich zu beleidigen. Das ging stundenlang. Sie wollte wissen, warum ich überhaupt jemals mit solchen „hässlichen Frauen“ zusammen gewesen sei.
Ich bat sie mehrfach, damit aufzuhören und Menschen generell nicht aufgrund ihres Aussehens abzuwerten. Doch sie machte immer weiter. Schließlich verteidigte ich mich und sagte: „Wenn ich mit ihnen zusammen war, dann waren sie für mich offensichtlich nicht hässlich.“
Auch diese Antwort war für sie falsch. Ihre Wut kannte keine Grenzen. Sie kam mir immer näher, und ich hatte das Gefühl, sie könnte gleich zuschlagen. Deshalb sagte ich irgendwann: „Versuch es doch. Dann wirst du sehen, was passiert.“
Der Streit zog sich über Stunden. Eigentlich hätte ich schlafen müssen, doch sie verlangte ständig weitere Antworten, beleidigte mich mit den schlimmsten Worten und akzeptierte nicht, dass ich mich weigerte, alle meine Ex-Partnerinnen als hässlich zu bezeichnen.
So ging es Monat für Monat weiter. In ihrer Sichtweise waren praktisch alle Frauen, die ich kannte, „Schlampen“. Dasselbe galt teilweise sogar für meine Schwester. Sie erwartete nicht nur, dass sie das so sieht, sondern auch, dass ich diese Sichtweise übernehme.
Gegen Ende der Beziehung begann ich allgemein, mich stärker zu wehren und Grenzen zu setzen. Das führte immer häufiger zu Konflikten. Bis schließlich der 28.03. kam.
An diesem Tag stellte sie mich vor die Wahl: Entweder ich gebe meinen Freund auf beziehungsweise stelle sie über alles andere, damit ich ihr endlich beweise, dass sie der wichtigste Mensch in meinem Leben ist, oder die Beziehung sei vorbei.
Ich habe es nicht getan. Obwohl ich wusste, wie stark diese Trauma-Bindung inzwischen war und wie sehr mich das alles zerstörte.
Entschuldigt den langen Text. Das sind nur einige Situationen, die mir im Nachhinein besonders negativ auffallen. Vielleicht auch deshalb, weil ich die negativen Dinge oft viel zu schnell vergesse. 😊

x 1 #172


Blindfisch
Zitat von den4iiik:
Vielleicht habt ihr dazu auch noch eine Meinung.

Au Backe....
Zitat von den4iiik:
Sie hatte über 2.000 Follower auf TikTok und erzählte mir regelmäßig von Männern, die ihr Aufmerksamkeit und Bestätigung schenkten.

Das ist eine Frau mit geringen Selbstwert.
Wenn Sie mit TikTok Geld verdient, sind die Follower okay.....wenn nicht, ist das eine riesige RedFlag. Ein Aufmerksamkeitsjunkie. Nicht nur das, es ist der Plan B - die Pforte die offen ist, sodas andere Männer in ihr Leben treten können. Auch wenn es heutzutage teilweise als "normal" angesehen wird, aber das ist keine loyale Frau.
Eine RedFlag kommt selten allein. Ich lese Kopfschmerzen und Drama:

Zitat von den4iiik:
Es folgten stundenlange Diskussionen darüber, was für ein Unmensch und Monster ich sei, weil ich ihr angeblich nicht genug Bestätigung gebe und ihr nicht ständig sage, dass sie die schönste Frau der Welt sei.

Zitat von den4iiik:
Trotzdem explodierte sie vor Wut. Sie schrie mich an, beleidigte mich und fragte, wie ich so jemanden sympathisch finden könne. Dann nahm sie sogar eine Bratpfanne in die Hand und wollte sie anheben.

Zitat von den4iiik:
sprach mehrere Tage kein Wort mehr mit mir.

Zitat von den4iiik:
Auch damit war die Situation sofort eskaliert. Es folgten lautes Anschreien, Beleidigungen und Trennungsdrohungen. Für sie war das bereits Fremdgehen.

Zitat von den4iiik:
Aus dem Nichts begann sie, sämtliche meiner Ex-Freundinnen als hässlich zu beleidigen. Das ging stundenlang.

Zitat von den4iiik:
Ihre Wut kannte keine Grenzen

Zitat von den4iiik:
Der Streit zog sich über Stunden.

Zitat von den4iiik:
Eigentlich hätte ich schlafen müssen, doch sie verlangte ständig weitere Antworten, beleidigte mich mit den schlimmsten Worten und akzeptierte nicht, dass ich mich weigerte, alle meine Ex-Partnerinnen als hässlich zu bezeichnen.

Zitat von den4iiik:
So ging es Monat für Monat weiter. In ihrer Sichtweise waren praktisch alle Frauen, die ich kannte, „Schlampen“. Dasselbe galt teilweise sogar für meine Schwester. Sie erwartete nicht nur, dass sie das so sieht, sondern auch, dass ich diese Sichtweise übernehme.


Ich frage mich, wie du es geschafft hast, so lang bei Ihr zu bleiben? Was ist los mit dir? Brauchst du Drama und Respektlosigkeiten? Spätestens beim "2. Vergehen" hättest du dich verabschieden sollen.Ich stelle mir gerade vor, DU als Mann würdest dich so gegenüber deiner Frau verhalten. Du würdest öffentlich auf dem Marktplatz .......werden.
Zitat von den4iiik:
Sie meinte, sie bereue manchmal, mich nie richtig manipuliert zu haben, so wie angeblich meine Ex-Freundin damals.

Sie manipuliert dich schon von Anfang an:
Zitat von den4iiik:
Da ich diese Aussagen bereits seit Jahren hörte

Du bist geblieben. Und das ist dein Anteil an der Geschichte.
Wo ist das Patriachat wenn man es mal braucht.... Am Kopf kratzender Smiley - Kleiner Scherz am Rande.

x 2 #173


ElGatoRojo
Zitat von den4iiik:
Das sind nur einige Situationen, die mir im Nachhinein besonders negativ auffallen.

Nur ein paar davon würden mir gelangt haben ........ Wütendes Gesicht

x 2 #174


S
@den4iiik
Sei froh, dass es zu Ende ist, wirklich.

x 1 #175


A
Zitat von den4iiik:
Die Situation eskalierte so sehr, dass ich während der Autofahrt eine Panikattacke bekam und sie mehrfach bat, endlich damit aufzuhören. Insgesamt verloren wir etwa vier Stunden, weil sie dauerhaft schlechte Laune hatte und immer wieder Themen aus der Vergangenheit, meine Ex-Freundinnen oder andere Vorwürfe hervorholte.

Es ist dir aufgrund deiner noch existierenden Verstrickung und weil du noch mitten im Heilungsprozess von diesem Irrsinn bist noch nicht bewusst: Aber du hast großes, großes Glück das die Frau aus deinem Leben gegangen ist.

War eigentlich ihr schon Zeuge von Euren Auseinandersetzungen?

#176


Wollie
Zitat von den4iiik:
Entschuldigt den langen Text. Das sind nur einige Situationen, die mir im Nachhinein besonders negativ auffallen. Vielleicht auch deshalb, weil ich die negativen Dinge oft viel zu schnell vergesse

sei froh, dass du diese Trulla los bist, sorry für den Ausdruck, aber die hat echt einen Vollschaden......warum hast du diesen Wahnsinn so lange mitgemacht ? die hätte ich längst vom Acker gejagt......

x 1 #177


D
@Akelei76 der Sohn hat die Beleidigungen und das laute Anschreien seiner Mutter leider oft mitbekommen. Bereits zu Beginn unserer Beziehung, nach etwa drei Monaten, habe ich versucht, auf solche Situationen möglichst nicht zu reagieren und ruhig zu bleiben. Ich habe ihr auch immer wieder gesagt, dass sie damit aufhören sollte – allein schon wegen ihres Sohnes.
Sie erzählte mir selbst, dass die Beziehung zum Kindesvater sehr konfliktreich gewesen sei. Laut ihren Schilderungen habe er sie häufig vor dem Kind beleidigt, woraufhin sie ihn zurückbeleidigt habe, um sich zu verteidigen. Außerdem habe er sie geschlagen, wenn auch nach ihren Aussagen nicht besonders schlimm, nur so an Haaren gezogen oder rumgeschupst (fand Sie nicht schlimm). Das Kind habe von diesen Auseinandersetzungen vieles mitbekommen. Für ihn schien dieses Verhalten leider bereits ein Stück weit normal geworden zu sein, aus meiner Sich.
Was mich immer wieder erschreckt hat, war die Tatsache, dass sie sich kaum noch bremsen konnte, sobald sie einmal angefangen hatte. Es wirkte oft, als würde sie sich komplett verändern. Viele dieser Streitigkeiten fanden nachts statt, wenn ihr Sohn bereits schlief.
Irgendwann war ich leider selbst so sehr damit beschäftigt, mich gegen die ständigen Vorwürfe und Angriffe zu verteidigen, dass ich den Jungen nicht mehr so wahrgenommen habe, wie ich es eigentlich hätte tun sollen. Das ist etwas, das ich heute kritisch an mir selbst sehe.
Zum Ende der Beziehung war es für mich fast schon vorhersehbar. Alle zwei bis drei Tage wusste ich bereits, dass es wieder einen Streit geben würde – völlig unabhängig vom Anlass. Es war immer dasselbe Muster: angeblich zu wenig Bewunderung, zu wenig Aufmerksamkeit, zu wenig Nähe oder irgendwelche Vorwürfe im Zusammenhang mit anderen Frauen. Es schien, als würde ständig ein neuer Grund gesucht werden, um einen Konflikt auszulösen.

#178


D
@Wollie Durch ihr ständiges Blockieren und Entblockieren, die Beleidigungen, Drohungen, wiederholten Trennungen mit anschließendem Zurückrudern, die Phasen von intensivem Love Bombing sowie den extremen und leidenschaftlichen Sex – den ich rückblickend teilweise eher als Mittel zur Bindung und Kontrolle wahrnehme – entstand ein permanenter emotionaler Ausnahmezustand.

All das geschah in einem rasanten Tempo und wiederholte sich immer wieder. Rückblickend muss ich mir eingestehen, dass ich sehr wahrscheinlich emotional abhängig geworden war. Es fühlte sich zeitweise fast wie eine Sucht an: Nach den schlechten Phasen wartete ich auf die guten, nach den Verletzungen auf die Versöhnung und nach dem Chaos auf die kurzen Momente von Nähe und Zuneigung. Genau dieser ständige Wechsel hat es mir so schwer gemacht, die Situation klar zu erkennen und mich davon zu lösen.

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PapaEmeritus
@den4iiik

Du beschreibst ziemlich gut das, was man „Trauma Bonding“ nennt. Es dauert leider eine Weile, sich davon zu lösen. Aber irgendwann wirst du froh sein, den Menschen los zu sein. Viel Kraft.

x 2 #180


A


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