In meinen alten Threads kannst du ganz nachlesen, was ich gemacht habe.
Erstmal habe ich mich informiert was man bei einer Trennung und Kindern beachten sollte. Es gab da so einen Leitfaden, der hat mir damals eine erste Orientierung geboten.
Ich habe auch meinen Ex zu einem Infoabend geschleppt der Eltern darin Schulen soll wie man die Kinder am besten heil dadurch bringt.
Nunja, sagen wir mal so: wenn auch nur einer von Beiden die Ratschläge beherzigt dann kommt es nur halb so schlimm für die Kinder.
Meine drei Kinder waren fünf Monate, zwei und vier Jahre alt, als die Trennung los ging. Bis Alles halbwegs in geregelte Bahnen kam verging ein ganzes Jahr. Und dann ging es erst richtig los.
Es War als ob sie sich vorher zusammen gerissen hätten und nun nachdem alles ruhiger wurde, den Gefühlen freie Bahn gebrochen wurde.
Ganz besonders mein ältester Sohn hatte damit zu kämpfen. Er lief aus dem Kindergarten weg, terrorisierte seine Schwester und hatte oft tobsuchtsanfälle. Er War einfach emotional völlig haltlos.
Da half auch einfach nur zuhören und für ihn da sein. Ihm helfen herauszufinden warum er so wütend ist...
Aber das blieb nicht so, sondern er wurde wieder ruhiger und ausgeglichener.
Mittlerweile haben sich alle drei völlig daran gewöhnt, bzw für die jüngste kennt es nicht mehr anders.
Mein Sohn findet immernoch, dass am Besten seine Eltern wieder zusammen sein sollten und hat auch die jeweils neuen Partner skeptisch aufgenommen.
Meine Mittlere hingegen wünscht sich einfach nur dass noch ein Erwachsener bei uns einzieht, einfach weil sich zwei besser kümmern können. Sie hat immer wahnsinnig Angst mir könnte etwas passieren und dann seien die drei auf sich allein gestellt.
Ich hab ihr schon erklärt, dass es da genug Alternativen gibt. Aber sie ist eben erst fünf und versteht noch nicht so viel.
Neuerdings droht mein Sohn damit zu seinem Vater zu ziehen, da dürfe er Computers spielen so viel er mag usw..
Loyalitätskonflikt und Ränkespiel lässt grüßen...
Leider hat er diese Option gar nicht und es tut mir jetzt schon leid dass er das eines Tages herausfinden muss.
Ihr Vater will die drei gar nicht bei sich haben.
Den Umgang sieht er als Pflicht um die man sich nach Möglichkeit drücken kann. Muss er zB mal für mich einspringen streicht er dafür seinen nächsten Umgangsnachmittag. Das sagt eigentlich schon Alles über sein Verhältnis zu seinen Kindern.
Die Lieben ihn aber bedingungslos und darin bremse ich sie auch nicht aus. Ein Punkt den ich mir mühsam anerziehen musste, um sie vor dem Loyalitätskonflikt zu schützen.
Nunja. Mir selbst hat geholfen zu akzeptieren dass es das Leben der Kinder ist und dieser Punkt nunmal schlecht gelaufen ist.
Das was ich tun konnte habe ich getan und tue es weiterhin. Aber wenn es nicht reicht für eine schöne Kindheit, dann ist das leider so. Ich bin jedenfalls darauf gefasst mich eines Tages vor drei Teenagern rechtfertigen zu müssen.
Nunja, ich möchte hier nicht zu ausschweifend von mir erzählen, wie gesagt, ich habe meine eigenen Threads da habe ich halbe Romane verfasst

Was aufjedenfall ein Vorteil ist und auch bei euch sein wird:
Wir vier geben uns auch gegenseitig Halt.
Die Geschwister haben einander und das macht ALLES erträglicher. Und wenn ich die drei zusammen toben sehe, dann weiß ich das sie alle Mühe wert sind!