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Morgen zieht meine Frau nach 17j aus - verhindern?

richtungssuchen.


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Zitat von Beta2Alpha:


Was will ich eigentlich: Ich will eine erfüllte Beziehung, mit Zuneigung, Nähe, S., Begehren und Loyalität. Und ich merke wie ich mich von Tag zu Tag leerer fühle. Es ist da schon etwas in mir zerbrochen als sie mir sagte, dass sie es auf jeden Fall mit ihm versuchen will (auch wenn sie das schlussendlich nicht getan hat). Und die Frage bleibt einfach im Raum stehen: Werde ich irgendwann wieder in der Situation sein, dass sie jemand anderes liebt - und dann doch geht? Jetzt wo ich meine eigenen Gefühle total unterdrücke um auf heile Welt zu machen, steigt natürlich meine Unzufriedenheit.

Ich weiß noch nicht was das mit mir macht - ob ich mich auch gerade entliebe? Desillusioniert bin ich im Moment schon sehr. Und traurig, dass sie das besondere dass wir mal einfach hatten weggeworfen hat. Aber das habe ich ja auch getan.


Lieber Beta2Alpha,
ich kann Dich unglaublich gut verstehen. Ich bin zwar längst noch nicht so weit wie Du, was die "Rückkehrwilligkeit" des Prtners anbetrifft, aber die Grundfrage bleibt natürlich, wie man damit umgeht, dass man nicht so geliebt wird wie man dachte und es sich wünscht.
Ich glaube, ihr braucht jetzt einfach ZEIT. Und Du musst versuchen, Dir und ihr die Zeit zu geben. Auch wenn es Monate sind. Ich kenne auch Menschen, die tatsächlich durch diese "Hölle" durch sind und schlussendlich Beziehungen führten, die "besser", tiefer, reifer, erfüllter waren als zuvor. Das ist also eine sehr reale Möglichkeit.
Pass auf Dich auf!

22.08.2017 11:47 • x 1 #61


Random


Da gibts noch ne Chance, klar.

Momentan aber bist Du -Alpha- nicht das heiße Steak sondern die haltbare Dosenwurst.
Und allein der rationale Gedanke, dass es gut ist so einen wie dich im Keller zu haben, mach dich nicht attraktiver.


Ist deshalb viel zu früh für irgendwelche Rettungsgedanken oder -aktionen.

22.08.2017 12:28 • #62


Beta2Alpha

Beta2Alpha


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@DerMitfuehlende

Danke für Deine Worte - gerade dass mit dem Zeitrahmen hat mir jetzt gerade sehr geholfen. 6 Monate... kommt mir sehr realistisch vor.

Auch dass ich jetzt am liebsten ständig mit ihr schlafen will ist sogar typisch, während meines Morgenlaufs (die Zeit, in der ich die meisten Dinge des Vortages ver-bzw. aufarbeite) fiel mir auch auch auf, dass es durchaus ein Problem werden kann wenn sie irgendwann will und ich bereits wieder aus dieser "Sucht nach S. mit dem untreuen Partner" (dafür gibt es sogar einen Fachbegriff, den ich gerade wieder vergessena habe) wieder heraus bin. Danke, dass Du mir gezeigt hast, dass ich damit nicht alleine bin.

Update Mittwoch 22.08.2017
Gestern haben wir angefangen die kurzen (englischsprachigen) Filme auf Youtube zu schauen um unsere Sichtweisen zu synchronisieren bzw. unterschiedliche Sichtweisen des anderen transparenter zu machen (Darf ich hier Hyperlinks posten?).
Dabei wird mir immer klarer, dass wir an zwei ganz anderen Punkten der Verarbeitung sind: Ich muss erstmal diesen massiven Treuebruch verarbeiten - den Verlust meiner Zukunft wie ich sie mir ausgedacht hatte. Sie möchte an den Beziehungsproblemen arbeiten. Immerhin erzählt sie mir (relativ) bereitwillig Dinge, die ich wissen möchte.

Ich wollte lange nicht wissen, was tatsächlich im Bett gelaufen ist. Aber wie soll ich irgendwann verzeihen, wenn ich nicht weiß was ich verzeihen soll? Sie erzählte mir also mit etlichen Nachfragen was alles passiert war und wie lange es gedauert hat. Wichtig war ihr, dass er ihr die gesamte Zeit gezeigt hat, dass er sie will. Zusätzlich fand fand ich überraschend (zunächst) die Gesamtdauer von über 3 Stunden Auf Vor- und Nachspiel entfiel dabei irgendwie 2,5h oder mehr. S. soweit normal.
Ich dachte mir gestern so: Könnte ich auch wenn ich wollte... .

Aber heute morgen fiel mir der Denkfehler auf. Zunächst fiel mir während ich so beim Laufen darüber nachdachte auf, dass sie die ganze Zeit erzählt hat, was er alles mit ihr gemacht hat ... aber wo waren ihre Aktionen um ihm etwas gutes zu tun in dem Bild? Genau - da waren keine. Ich vermutete also, dass sie das einfach genossen hat, was er alles mit ihr angestellt hat. Und dann habe ich mich gefragt, ob ich das eigentlich für mich so will. Das ich auch da wieder Dienstleister sein muss, neben Hauswart und Fuhrparkbetreuung auch noch der Liebesjunge der der Prinzessin maximale Befriedigung und Erfüllung verschafft.
In mir kam also der Gedanke hoch, dass wir uns eigentlich beide als unfreiwillige Dienstleister gesehen haben.
Sie erzählte mir gestern, dass sie überall Komplimente bekommt nur von mir nicht ... .

Und dann wurde mir auch klar, ich hätte das alles garnicht gekonnt, selbst wenn ich gewollt hätte, Für 3 Stunden Vorspiel und S. war einfach keine Zeit (und nerv). Komplimente gebe ich jemandem, in dessen Nähe ich mich geliebt (oder wenigstens wohl) fühle.
Durch die schlechte Behandlung war das Bedürfnis ihr Komplimente zu machen aber bei -11 (auf einer Skala von 0 bis +10).

Heute morgen war ich natürlich nach dem Lauf mal wieder nachdenklich und verschlossen. Habe ich sie darauf angesprochen - und tatsächlich: Sie hat sich da im Bett wie vermutet so richtig verwöhnen lassen und einfach genossen - ihm eigentlich nichts gutes getan. Ich habe ihr dann auch gesagt, dass im Moment von meiner Seite da nicht mit Komplimenten zu rechnen ist und dass es ziemlich schwierig werden dürfte, wenn sie erwartet dass ich mir in Zukunft (immer) so viel Mühe gebe, wie er das getan hat UND dass das meiner Meinung nach auch auf Gegenseitigkeit beruhen sollte (Ich kann mir ja durchaus vorstellen, dass ich das ab und zu mal mache - aber dann will ich nicht nur so eine Art Dienstleister sein.

Kurz davor gab es von ihr mal wieder eine Standardbemerkung (das war eigentlich der Gesprächseinstieg) als sie meine Tagesplanung gehört hat (ich will mich über SportKurse bei meinem Fitnessverein informieren und mich über die Ausbildung zum Piloten (Segelflugplatz) am Flugplatz erkundigen. Sie sagte "Ich habe das Gefühl Du willst aussteigen - wenn Du das ganze beenden möchtest, ist das für mich auch in Ordnung". Lustigerweise habe ich bereits gestern gesagt, dass es nicht hilfreich ist, wenn sie jede Selbstverwirklichung von mir als elementare Bedrohung unserer Beziehung sieht. Ich habe sie dann auch noch einmal darauf hingewiesen, dass ich den Weg zu ende gehe und nicht versuche aus der Ehe auszubrechen.

Tatsächlich glaube ich, dass meine Frau nach 17 Jahren in denen ich immer der sich-selbst-auflösende-lieb-Sklave war, jede Bewegung in Richtung Selbständigkeit (unbewußt) als Angriff auf ihr Lebensmodell sieht. Aber damit wir Gemeinsamkeiten nicht völlig verlieren - dafür haben wir ja morgen wieder Ehetherapie. Ich möchte gerne meinen Traum testen/verwirklichen (fliegen). Dann kann ich mir wenigstens nicht vorwerfen es nie probiert zu haben. Es ist nämlich tatsächlich so: Dass ich das Fliegen immer vor mir her geschoben habe, hat meine Ehe auch nicht gerettet.

23.08.2017 09:02 • x 2 #63


DerMitfuehlende

DerMitfuehlende


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Aber da siehst du jetzt mal durch die Gespräche wie ihr nebeneinander her gelebt habt.

Mit meiner Frau habe ich das gleiche durch im Bett, ist jetzt auch gar nicht solange her das ich mich beschwert habe, dass sie nur so da liegt und sich verwöhnen lässt. Es kam heraus das sie keine Phantasie hat etwas auszuprobieren. Wenn man im Bett liegt meint sie spontan zu handeln, aber da kam nichts. Immer nur Standard !

Das hat jetzt nichts mit dem Betrug meiner Frau zu tun der viel länger zurück liegt. Mir ist es halt aufgefallen vor drei Jahren das nur ich die Initiative übernehme und sie sich fallen läßt. Ich hätte es auch gerne anders herum gehabt. Hatten da auch knatsch!

Alltag funktioniert super was Entscheidungen betrifft aber im Schlafzimmer nada.

Aber ich sag Dir gleich wir sind schon über 25 Jahr zusammen und es hat noch anderthalb Jahre gedauert bis da was mehr von ihr kam. Das heißt wenn Prinzessin es nie brauchte zu tun und jetzt mal mehr Phantasie von ihr kommen soll, vergiß es auch diese Baustelle wird ein langer Prozess werden.

Schaut erst einmal ob ihr die Beziehung wieder auf ein neues Fundament stellen könnt. Eine gute Beziehung ist harte Arbeit permanent.

Es ist ja schon sehr gut wie du das analysierst, der Nebenbuhler ist nicht besser ist halt der Trottel der die Prinzessin bedient.

So wie man das heraushört ist es halt aufregend für sie so umgarnt zu werden. Würden Beide zusammen kommen und eine gemeinsame Zukunft planen ist das schon bald wieder gescheitert, weil er dann wohl auch irgendwann merken wird, dass er nur der Butler von seiner Süßen ist.

Die Frage ist jetzt in den kommenden Gesprächen unter euch und der Therapie, wie sieht es deine Frau?
Wäre sie bereit auch daran zu arbeiten?
Sieht sie denn auch selbst Fehler die sie gemacht hat?
Oder hat sie nur einseitig eine Erwartungshaltung an Dich?
Wird sie lernen zu verstehen auch mehr in die Beziehung zu investieren?

Da du deinen Traum vom Fliegen verwirklichen willst, kann ich in der momentanen Situation deine Frau schon verstehen ob du nicht schon alles aufgegeben hast.

Deine Frau hat Dich betrogen, hintergangen, war fast weg, ist doch noch geblieben!
Alles ist in Scherben und sie registriert schon sehr genau wie du damit umgehst. Klar möchtest du die Beziehung retten und sehen ob es noch eine Möglichkeit gibt. Gleichzeitig forcierst Du deine Unabhängigkeit.

Bei deiner Frau kommt ganz langsam an was sie für einen Mist veranstaltet hat, du sagst ihr ja auch deine Sichtweise und sagst ihr auch was es für Konsequenzen hat wenn. . !

Sie merkt das du kämpfst aber gleichzeitig sieht es für sie so aus als wären das nur heiße Luft und hast schon Plan B am laufen.

Ich sagte schon, ihr belauert euch noch. Stell das bitte noch zurück die Aktivitäten.

Ich weiß das du dich auch ablenken musst, den Kopf frei kriegen.
Das ist halt nicht so eine Aktivität "Ich geh jetzt Fallschirm springen"

Das ist eine Ausbildung die Zeit und Ressourcen verschlingt, da kommt bei ihr das Gefühl an das sie keine Rolle mehr spielt!

Es ist schön wie du Dich mit allen beschäftigst, alles reflektierst. Soweit ist sie noch gar nicht,du bist ihr da überlegen. Es ist nichts böse gemeint, aber sie empfindet es halt so.

Sie blockt jetzt und denkt sich wohl war das die falsche Entscheidung zu bleiben.

Es klingt jetzt bescheuert, sie hat den Karren so richtig in den Dreck gefahren und Du musst ihn jetzt herausziehen.
Du musst jetzt die Kraft aufbringen das Ganze wieder in Spur bringen und sie dabei mitnehmen auf dem Weg obwohl du es jetzt gerne hättest das mehr von ihr kommt.
Du musst in die Rettung jetzt am Anfang viel mehr investieren, den Weg vorgeben. Die Gespräche führen, auf sie zugehen und viel reden so das sie sich immer mehr öffnet. Das was Geschehen ist kennst du ja.
Was ist mit ihren Wünschen ?
Wie hat sie das all die Jahre gesehen?

Es wird dauern bis sie es versteht. Im Beruf da hat sie die uneingeschränkte Kompetenz. Aber es ist erschrekend wie ein intelligenter Mensch so privat ein Brett vor dem Kopf haben kann.

Versuche ein Weg zu finden das sie sich nicht angegriffen fühlt sonst treibst du sie in seine Arme.
Geduld ist wichtig und sie muss es auch wollen an euch zu arbeiten, man sieht leichte Ansätze aber die Affäre vernebelt ihr noch die Sinne klar und rational das Problem anzugehen.
Sie ist noch voll auf der Emotionalen Ebene gefangen.

Und sie testet Dich die ganze Zeit. . Uhr Ring! Sie kann es halt nicht anders, sie ist es gewöhnt Leistung Gegenleistung!

LG

23.08.2017 11:02 • x 1 #64


Beta2Alpha

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@DerMitfuehlende

Vielen Dank dafür, dass Du mich so sehr unterstützt.

Was S. angeht - ich fand es ja früher im Bett o.k. Ich bin halt der falschen Annahme erlegen, dass wenn beide gekommen sind, dass dann im Bett schon alles in Ordnung ist. Ich habe ja auch keine Probleme mir im Bett Mühe zu geben. Nur will ich nicht immer der "Bediener" sein. Ab und zu ist das schon o.k. für mich. Aber da sind wir ja noch lange nicht. Es wäre halt schon cool gewesen, wenn sie mir das irgendwie mal mitgeteilt hätte. Und in meiner Prüfungsphase wäre es auch super gewesen, wenn sie mir mal den Rücken massiert hätte (anstelle eine Affäre zu haben). Ich hatte da überhaupt keine Kraft mehr, nicht mal mehr fürs tägliche Duschen. Es war einfach alles viel zu viel - ich habe nur noch (sehr mäßig) funktioniert.

Zu den Fragen:
Zitat:
Wäre sie bereit auch daran zu arbeiten?

Wenn Du das Bedienen lassen meinst - dass ist ja gerade erst hochgepoppt. Ich habe das heute salopp als Prinzessinnen-Syndrom bezeichnet. Ehrlich gesagt glaube ich das eher nicht. Da gibt es einfach Asymmetrien, die sie nicht hinterfragt. Ov. mag sie nicht so gerne geben, aber empfangen schon. Auch wenn mich das nicht unmittelbar stört, die zugrundeliegende Einstellung ist schon nicht so optimal.

Zitat:
Sieht sie denn auch selbst Fehler die sie gemacht hat?

Zwischenzeitlich tut sie das teilweise. Aber es schleicht sich immer wieder ein, dass sie den Zustand der Beziehung vor zwei Jahren als Grund für die Affäre anführt - wenn ich sie dann darauf hinweise, dass sie da einem Denkfehler unteliegt sieht sie das auch sofort ein. Aber dieser Denkfehler (Rechtfertigung?) taucht halt schon immer wieder auf.

Zitat:
Oder hat sie nur einseitig eine Erwartungshaltung an Dich?

Sehr schwierig zu beurteilen. Sie artikuliert relativ klar was sie will: Ein Mann der selbständig (also auch Sachen für sich selber unternimmt) ist, ihr immer zeigt dass er sie heiß findet, sich viel Zeit mit dem S. läßt, Verantwortung (und aktivitäten) für Kind, Haus und Garten übernimmt, renoviert, sich weiterentwickelt durch ihre Unterstützung (kein Scherz), der gut aussieht und gepflegt ist und intelligent natürlich auch und kreativ und finanziell unabhängig. - Ich glaub ich merke da gerade was: Du hast recht sie scheint da eine sehr einseitige Erwartungshaltung zu haben.

Zitat:
Wird sie lernen zu verstehen auch mehr in die Beziehung zu investieren?
Tja, was soll das bedeuten? Das sie sich Mühe gibt? Sie hat schon gesagt, dass sie MAL früher nach hause kommen will, aber meinen Vorschlag unser Kind wochenweise abwechselnd abzuholen fand sie jetzt nicht soooooo toll. Da müßte man erst einen KiTa wechsel machen (stimmt) und das ist für unseren Sohn überhaupt nicht so toll. Aber das ist wieder eine autonomie-bewegung von mir - dass wird nicht so gerne gesehen.

Zitat:
Ich sagte schon, ihr belauert euch noch. Stell das bitte noch zurück die Aktivitäten.

Ich habe mir das auch schon gedacht - spielt eigentlich auch keine Rolle, wenn ich damit erst nächstes Jahr starte - dann könnte ich das evtl. auch gleich in einer Flugschule im Sommer machen (dann wäre ich sogar noch viel früher damit fertig, als im Verein) - und unser Sohn wäre auch ein halbes Jahr älter.

Man kann aber auch eine Schnupper-Mitgliedschaft für 30 Tage machen - dann kann ich mal reinschnuppern und hänge da nicht gleich mit der ganzen Ausbildung fest. Dabei fällt mir ein - sie hat z.B. den Sonntag bereits für sich mit Ihrer Mutter und unserem Sohn verplant - da dachte ich es wäre ganz nett, wenn ich fliegen gehe....
Ansonsten gehe ich halt zum Yoga - Kostet nichts und wird von meinem Fitness-Verein angeboten.

Zitat:
Versuche ein Weg zu finden das sie sich nicht angegriffen fühlt ...

Schwierig - sie fühlt sich jeden Morgen angegriffen wenn sie mich fragt wie es mir geht. Ich kann mich da momentan ziemlich schlecht verstecken.

Zitat:
Geduld ist wichtig und sie muss es auch wollen an euch zu arbeiten, man sieht leichte Ansätze aber die Affäre vernebelt ihr noch die Sinne klar und rational das Problem anzugehen.

Ja, das glaube ich auch. Ich war ziemlich geschockt, als sie auf den (versuchten) Rauswurf eher emotionslos reagierte. Lustigerweise redet sie immer noch darüber, dass sie die Drohungen (eher Realitätsabgleich) und Beleidigungen (Das Schlimmste was ich gesagt habe war "verdammte Lügnerin" und "elende Feiglinge") in den ersten zwei Wochen verarbeiten muss - wobei sie die ja erst verursacht hat.

23.08.2017 12:00 • #65


DerMitfuehlende

DerMitfuehlende


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Es gibt Karrierefrauen die sich wünschen ein Mann kümmert sich um alles wie Kind und Haushalt.

Gleichzeit wollen Sie aber nicht den Versorger spielen. So wie es aussieht bringt sie sozusagen das Haupteinkommen nach Hause.
Es gibt da immer die Spezie von Frau die immer zum Mann heraufschauen muss, der efolgreicher im Beruf ist und noch mehr Geld Nachhause bringt. Schon ist der Mann attraktiv und stark, alles andere wird ausgeblendet an Qualitäten. Ich weiß das das Steinzeitdenken ist, erlebe es aber selber immer wieder.

Ich sehe durchschnittlich aus, habe Übergewicht und die Haare werden auch weniger. Habe eine Mitarbeiterin im Unternehmen die gut aussieht, erheblich Jünger ist als ich, in einer Beziehung ist. Aber über drei Ecken hat durchklingeln lassen dass sie sich gerne von mir durchnudeln lassen würde.
Sie könnte jeden gutaussehenden Typen haben, steht aber wohl auf etwas was Macht ausübt. . Sowas primitives kann ich nicht ernst nehmen. Ich finde das widerlich.
Ist das immer noch so? Macht und Geld gleich attraktiv!

Deine Frau braucht wohl eine harte Hand und möchte dominiert werden. (Das bitte jetzt ohne Wertung, nur mal als Gedankenanstoß)

Sie hätte sich ja in jeden verknallen können, ausgerechnet der Vorgesetzte !

Aber wie schafft man es sich bei deiner Frau mal durchzusetzen? Sie versucht immer die Hose anzuhaben und die völlige Kontrolle?

Ist sie auch fähig das privat mal abzulegen?

LG

23.08.2017 12:54 • #66


Beta2Alpha

Beta2Alpha


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Zitat:
Es gibt Karrierefrauen die sich wünschen ein Mann kümmert sich um alles wie Kind und Haushalt.

Gleichzeit wollen Sie aber nicht den Versorger spielen. So wie es aussieht bringt sie sozusagen das Haupteinkommen nach Hause.


Stimmt - aber auf beide LSK IV wollte sie sich lieber nicht einlassen (haben LSKIII/VI) - Das haben wir noch nicht zu Ende diskutiert.

Zitat:
Deine Frau braucht wohl eine harte Hand und möchte dominiert werden.

Das glaube ich eigentlich weniger, sie will hauptsächlich Aufmerksamkeit und Anerkennung. Und sie möchte gleichzeitig zu ihrem Mann auch aufblicken können.

23.08.2017 13:57 • #67


unbel Leberwurs.


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Zitat von Beta2Alpha:
Das glaube ich eigentlich weniger, sie will hauptsächlich Aufmerksamkeit und Anerkennung. Und sie möchte gleichzeitig zu ihrem Mann auch aufblicken können.


Das ist doch nichts ungewöhnliches, das will doch im Prinzip jede Frau. Männer natürlich auch.

Und das mit dem "zu ihm Aufblicken können" muss auch nicht immer sein. Nur eben hin und wieder...

23.08.2017 14:21 • #68


DerMitfuehlende

DerMitfuehlende


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Zitat von Beta2Alpha:
Das glaube ich eigentlich weniger, sie will hauptsächlich Aufmerksamkeit und Anerkennung. Und sie möchte gleichzeitig zu ihrem Mann auch aufblicken können.


Wie könntet ihr das wieder so hinbekommen, sie muss lernen müssen dich attraktiv zu finden ohne Business Anzug.

Versuch mal alles auf den Tisch zu bringen wie sie dich sieht oder lauf mal in stylischen Klamotten Zuhause herum. Sachen die sie nicht kennt.
Teste mal worauf sie anspringt, halt ihr mal einen Spiegel vor wie Oberflächlich sie Menschen beurteilt.

23.08.2017 14:22 • #69


Random


In dieser Phase der Beziehung läuft es so einfach:
Findet sie ihn mega heiß, kommt sie ihm in Allem entgegen ohne wenn und aber.

Wenn nicht, dann lamentiert sie, labert rum, Mach dies nicht und das nicht und findet Gründe.

Ein Teil von ihr wehrt sich gegen diese Anziehung, weil es ein Stück weit (manchmal heftig) Kontrollverlust bedeutet.

Die Frauen mögen das schon sehr, nur viele nicht so gerne zu Hause.
Da haben sie doch lieber das Heft voll in der Hand.

Deine hat es in der Hand.

Klingt einfach.
Ist es ja auch.

23.08.2017 15:30 • #70


Beta2Alpha

Beta2Alpha


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Bin gerade am Flugplatz, morgen habe ich einen Termin für die Unterzeichnung der 1-Monats-Schnuppermitgliedschaft. Am Sonntag geht dann direkt die Ausbildung (=Flugunterricht) los.

Ich finde, das habe ich mir mit den jahrelangen Entbehrungen verdient.

Sie wollte doch immer einen unabhängigen Mann - kriegt sie!

23.08.2017 16:05 • x 1 #71


juliet

juliet


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wie geht es eurem Sohn? Das ist eigentlich das einzige, was mich bei euch interessiert!
ihr beide scheint euch ja ausführlich um euch selbst und einander zu drehen. Euer Kind ist wirklich in einer extrem bemitleidenswerten Situation, zumindest gemessen an dem, was ich hier gelesen habe ...
es würde mich wundern, wenn es aus diesen Geschehnissen nicht massive Behinderungen für sein weiteres Leben mitnimmt.
wäre schön, wenn die Sorge unbegründet oder widerlegbar ist - nur zu!

23.08.2017 17:01 • #72


Beta2Alpha

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@juliet

Zitat:
wie geht es eurem Sohn?
Besser als zu der Zeit, als er sie nicht gesehen hat. Für ihn ist das schon eine große Hilfe, das Vater und Mutter da sind und auch in einem Bett schlafen und er dazu-kommen kann. Wir führen die Gespräche ja nicht vor unserem Sohn von daher: Wird schon. Er hat seine Spiel-Kameraden, sein gewohntes Umfeld und seine Eltern - und letzten Endes sind die jetzt gerade dabei sich wieder zusammenzuraufen. Er lernt dadurch natürlich auch Rollenverhalten: Nämlich welche Rolle Vater und Mutter einnehmen und (wenn es gut geht) dass auch schwere Krise als Paar zu durchstehen sind. Massive Behinderungen? Eher nicht.

Update

Beim Morgenlauf ist mir klar geworden, dass möglicherweise ich das Problem bin. Wir haben immer wieder wechselnde Phasen der Annäherung und dann einen Tag später totales Abblocken und schlechte Laune meinerseits. Tatsächlich lasse ich meine Frau emotional an mich ran, die erzählt was Ihr auf der Seele drückt ich höre zu und einen Tag später kommt mir das dann alles hoch, was sie als Psychoterror empfindet. Heute habe ich erkannt, dass es tatsächlich so ist.

In der Paartherapie haben wir genau darüber gesprochen. Während der Streitphasen mache ich ihr Vorwürfe wegen der Affäre und sie macht mir Vorwürfe weil sie mich im Referendariat so unterstützen musste. So ein Streit kochte dort tatsächlich hoch.

Lustigerweise habe ich dann schneller verstanden wie die Lösung ist als sie: Die alten Sachen ruhen lassen. Es hilft uns auch nicht wirklich weiter darüber zu sprechen. Es gibt diesbezüglich auch keinen echten Nenner. Wenn ich wieder schlechte Laune (wegen der Vergangenheit) habe, werde ich das so kommunizieren und dann das Gespräch abbrechen. Habe ich in der Paartherapie heute bereits 2x erfolgreich gemacht. Mir ging es dabei ganz gut - mal schauen wie sehr ich das durchhalte.
Bezüglich der Segelflug-Ausbildung hat der Therapeut grünes Licht gegeben - ich muss mir ja erst einmal eine eigen Freizeitgestaltung bzw. einen eigenen Freundeskreis aufbauen.

Mir fällt es jetzt gerade irgendwie leicht mit der Affäre abzuschließen und nach vorne zu schauen. Vielleicht auch weil ich heute Verstanden habe, dass es nichts bringt. Meine Gedanken kreisen auch schon nicht mehr ganz so sehr. Meine Frau konnte heute ganz schlecht loslassen, sie musste wieder loswerden wie sehr sie mich unterstützt hat (hat sie) und dass ich ihr nicht erzähle, was ich Lovers Frau erzählt habe. Aber - es soll jetzt keine Rolle mehr spielen, weil nur noch konstruktive Diskussionen geführt werden sollen (Wie wird das finanzielle geregelt, wie die Freizeit). Und ich glaube, ich komme damit ganz gut klar. Mal sehen, ob meine Frau dass auch schafft - im Moment muss sie fast zwanghaft die ollen Kamellen wieder hervorkramen. Aber aus diesen Diskussionen ziehe ich mich jetzt konsequent raus. So bleibt noch die Problematik, dass sie scheinbar ein ziemlich schlechtes Bild von mir hat (und das auch äußert). Da kann ich nicht wirklich etwas dran tun, außer mich aus solchen Diskussionen ebenfalls rauszuziehen.

Traurig wurde ich heute allerdings auf die (eigentlich rhetorische Feststellung, dass wir uns ja schließlich noch lieben (das war vor einer Wochen noch der Konsens zwischen uns) diesmal nur ich gesagt habe "ja!". Aber da kann ich jetzt nichts dran ändern, ihre negativen Emotionen kann meine Frau fast überhaupt nicht verbergen - und offensichtlich hat es ihr nicht so überhaupt nicht gepasst, dass sie jetzt das Thema mit dem Referendariat alleine verdauen muss.

Da für mich jetzt der Blick nach vorne geht, weil ich erkannt habe dass der Blick zurück mir nicht weiterhilft, werde ich vermutlich ab heute nur noch unregelmäßige bzw. seltene updates posten. Es geht halt jetzt darum die gemeinsame Basis zu schaffen. Wichtige Ereignisse (Erfolge, Rückschritte) werde ich aber ergänzen.

Ich danke allen die mir weitergeholfen haben. Bei fragen stehe ich natürlich gerne jederzeit zur Verfügung.

24.08.2017 10:20 • x 2 #73


juliet

juliet


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sich als vierjähriger einkoten und einnässen und mitbekommen, wie der gesamte Campingplatz vom völlig der Kontrolle verlustiggegangenen Vater unterhalten wird, WIRD fürchte ich nachhaltige Folgen für den Jungen haben.

ich hoffe für euch alle, dass diese bereits erlittenen Traumata die einzigen bleiben, die er in seinen jungen Jahren durchzustehen hat.
und dass ihr ab jetzt eine Stabilität anbieten könnt, die ihm im optimalen fall unbeschwertes Kindsein ermöglicht.

natürlich trennen sich auch andere Paare und niemals geht das wohl spurlos an Kindern vorbei. aber wenn, wie du das sagst, der Vater am Rande der stationären Einweisung steht und die Mutter aus anderen Gründen nicht vollumfänglich verfügbar ist, ist das für ein Kind " lebensbedrohlich"

ich hoffe wirklich, dass dem Jungen weitere Erfahrungen oder auch nur Ängste in diese Richtung erspart bleiben

24.08.2017 22:28 • #74


Beta2Alpha

Beta2Alpha


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@juliet
Ich finde es toll dass Du (ganz zurecht) anmerkst, dass unser Sohn unter der Situation leidet. Aber der Schwerpunkt dieses Threads liegt auf der Beziehung zwischen meiner Frau und mir. Daher mache ich hier unseren Sohn ausdrücklich nicht zum Thema.

Update
Was für eine Achterbahnfahrt! Es musste wohl richtig schlimm werden bevor es besser wurde.

Natürlich lag der Fehler nicht bei mir. Und es war auch nicht meine Schuld, dass immer wieder Streitereien hochgekocht sind. Mir ist das erst Tage nach dem Besuch beim Therapeuten klar geworden: Sie trägt die Schuld an der Affäre und damit auch an der Änderung meines Verhaltens. Das Verhalten zeige ich erst seit sie mir alles vor etwa 8 Wochen erzählt hat.

Also, was ist passiert?
Am Tag 1 nach der Therapie (Freitag) wollten wir die Finanzen klären - die wollte sie ja unbedingt trennen. nachdem mir nach Abzug aller Kosten etwa 350 EUR pro Monat übrig blieben und ihr 1000 - und sie das völlig in Ordnung fand hatten wir uns wieder richtig krass in den Haaren - Sie wollte finanziell alles so geregelt haben wie im Trennungsjahr. würg.

Am Samstag wollten wir für ein paar Stunden zur Sauna fahren und haben meinen Sohn bei meinem Neffen abgegeben. Ich hatte keine Geldbörse dabei und bat meine Frau darum ihm ein paar Euro zu geben, damit die beiden etwas essen gehen konnten. Danach war sie erstmal superschlecht gelaunt, da ich wieder "über ihr Geld verfügt" habe. Ich habe fast eine 3/4 Stunde mit gut zureden verbracht, bis sie sich wieder beruhigt hatte.

Am Sonntag war ich dann zum ersten Mal beim Segelfliegen und bin um 21:15 zurückgekommen. Danach knallte sie mir ernsthaft den Ehering auf das Sideboard mit dem Kommentar, dass ich ja nur den Ausstieg aus unserer Beziehung suchen würde. Ich hatte meinen Ehering dort ja auch liegen und realisierte, dass ich den Ehering wieder tragen will und zog ihn wieder an. Sie schmollte und lies den Ehering liegen bis zum nächsten Tag liegen, obwohl ich ihr sagte, dass ich es wichtig fände, dass sie ihn anzieht (da kam ich mir schon irgendwie blöd dabei vor).

Am Montag gab ich mir auch Mühe, damit die Emotionen nicht hochkochen - der Tag war nett aber eigentlich irgendwie nebeneinander her-gelebt (nach der Arbeit gemeinsam zu Abend gegessen und einen Film gesehen). Emotional (und körperlich) war sie aber immer noch irgendwie distanziert.

Am Dienstag Morgen nach meinem 10km Lauf sagte ich ihr, dass ich keine heile Welt schauspielern kann und dass ich auch nicht ignorieren kann was früher passiert ist - genausowenig wie sie alles was sie für den anderen gefühlt hat hinter sich lassen kann und so tun kann als ob nichts gewesen wäre. Ehrlich gesagt frage ich mich immer noch, wie der Therapeut auf die Idee kommen konnte, dass man einfach nicht mehr über die Affäre spricht.

Abends nach der Arbeit stand sie dann wieder in einer Zimmertür und stellte fest, "dass ich ja gar nicht um sie kämpfen würde".
Ich sagte ihr, dass ich dass auch nicht tun würde.

Späte an dem Abend habe ich Ihren Icloud Account wieder mit meinem verbunden, so dass sie wieder alle Fotos und Filme von uns sehen kann. Da stand sie so komisch hinter mir. Ich fragte sie, ob sie mich beobachtet, damit ich ihre Nachrichten nicht lese.
Sie sagte ja!

Daraufhin fragte ich sie, was sie denn mit den Nachrichten will! Ob das ihre kleine "Schatztruhe" ist, in die sie schauen kann, wenn es bei uns wieder schlecht läuft. Und ich fragte sie ob sie den Schmuck, den sie zu den beiden Weihnachtsfesten vermutlich von ihm geschenkt bekommen hat auch herausholt, wenn es ihr schlecht mit uns geht.

Außerdem sagte ich ihr, sie sollte mal darüber nachdenken, warum sie diese Sachen aufhebt - und ob sie erst alles verlieren muss (Mann, Kind, Haus, WoMo, Autos) bevor sie begreift, dass diese Dinge NICHTS wert waren im Vergleich zu dem was sie an uns hatte.

Irgendwie hat sie dann verstanden, dass sie um die Beziehung kämpfen muss - da ich es nicht tun werde.

Es wurde aber erstmal schlimmer - letzten Endes aufgrund eines Missverständnisses. Kommenden Freitag ist eine Firmenfeier, bei der der Andere auch eingeladen ist und sie eine Rede halten muss. Doch als sie mir das sagte rastete ich aus. Ich sagte ihr, wenn sie ihn da sieht, würde ich die Scheidung einreichen. Und ich meinte es auch so. Ich habe wortlos das Haus verlassen, war bei meiner Schwägerin und habe mich dann erst im Laufe des Abends beruhigt und bin dann nach Hause gefahren. Glücklicherweise hat ihre Freundin ihr auch gesagt, dass sie nicht wollen würde, dass sie den Anderen auf einer Feier sieht.

Am nächsten Tag hat sie ihm dann eine Nachricht geschrieben, dass er bitte nicht kommen soll und er hat dem auch zugestimmt.

Sie ist seitdem wieder (fast) wie früher. Sie scheint tatsächlich wieder aus dem Nebel hervorgetreten zu sein.
Wir sind wieder sehr vertraut miteinander und waren auch wieder intim. Ich hoffe nur das es da nicht noch einen Rückfall geben wird. Sie hat aber (endlich) verstanden, dass sie wie unter einem Bann stand - und jeder Kontakt zu ihm absolut für unsere Ehe gefährlich ist (ich glaube auch nicht, dass ich da noch einen Fehltritt verzeihen würde).

Jetzt fällt es ihr allerdings nicht gerade leicht mit den Veränderungen bei mir klar zu kommen. Ich baue mir jetzt gerade Freizeitaktivitäten und Freundschaften wieder auf - Zeit die ich früher immer für sie reserviert hatte.

Fliegen werde ich jetzt erstmal nur halbtags und nicht ganztags.

Wie es weitergeht - ich halte Euch auf dem Laufenden.

04.09.2017 16:28 • x 1 #75




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