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Morgens, Abends und am Wochenende

Tomte38


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Weil wir nicht so einfach loslassen k├Ânnen, Du magst es geschafft haben, wir noch nicht

22.11.2020 09:18 • #316


Karenberg


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Ihr schafft das auch. Wollte euch ein wenig rausrei├čen, damit ihr euch nicht gegenseitig weiter runter zieht, weil ihr gerade so stark im Trauermodus seid.

Heute ist Sonntag. Bl├Âder Tag f├╝r Singles. Wenigstens Jacke an und mal um den Block.
Blo├č nicht im Novemberblues + Liebeskummer total verfallen.

22.11.2020 09:25 • #317



Morgens, Abends und am Wochenende

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Tomte38


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Ich zwinge mir jeden verdammten Tag Aufgaben auf, aber die Kraft ist nur m├Ą├čig. Wie der Titel schon verr├Ąt, ist es an den genannten Zeitr├Ąumen am schlimmsten. Ich kann mir vorstellen das Du uns nur helfen willst, aber diese Art kommt von aussen immer schlecht an, denn sie muss von selbst in unseren Kopf, dann k├Ânnen wir auch loslassen.

22.11.2020 09:31 • #318


Tomte38


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Hallo zusammen, nach all dem negativen, gibt es nun endlich auch mal was gutes zu vermelden, leider noch nicht so gut, aber ein Anfang ist gemacht, den ich hoffentlich noch weiter ausbaue.
Gestern war mein Geburtstag, ich habe meine Schwiegereltern und meine Ex eingeladen, da ja die Kontaksperre schon seid 2 Wochen gel├Âst werden wollte, es aber noch nicht war und ich den Kontakt zu ihrer Familie und ihr sowieso nicht verlieren m├Âchte
Tats├Ąchlich kam meine Ex mit den Schwiegereltern, was mich sehr gefreut hat. Es gab zwar nur einen Gutschein als Geschenk, aber vom wert her war er nicht niedrig. Ich konnte mich mit ihr seid 5 Wochen sogar vern├╝nftig unterhalten, allerdings nur ├╝ber allgemeine sachen, sobald das Thema richtig Wohnung oder uns allgemein ging(Sie hat immer noch keine gefunden) da merkte man ihr eine gewisse K├Ąlte und Gleichg├╝ltigkeit an. Nat├╝rlich ist Sie auch noch mit ihrem neuen zusammen, was ich nach wie vor nicht verstehe, aber hinnehmen muss. Ich hoffe das sie von jetzt an so langsam weiter den Kontakt zu mir halten wird, auch wegen der Hunde und dem was noch kommt. Nat├╝rlich muss jch auch wenn es mir schwerf├Ąllt, jetzt die F├╝├če still halten und wieder abwarten was und ob was kommt. Mein Wunsch sie zur├╝ck zu bekommen, ist nach wie vor sehr Stark und ich werde nat├╝rlich nichts unversucht lassen, weiter und n├Ąher so nach und nach an Sie heran zu kommen. Noch siehtnsie nur das sch├Âne in ihrem neuen, aber das endet ja auch irgendwann und ich bin ja auch dabei mich zu ver├Ąndern innerlich und ├Ąu├čerlich , was sie hoffentlich gestern schon unterbewusst registriert hat.
Ja es w├Ąre besser sie loszulassen, aber es klappt einfach nicht. Vielleicht falle ich wieder auf die Fresse bei ihr, aber ehrlich, was soll ich denn machen, ich Liebe sie halt immer noch und von daher halte ich es f├╝r "normal" so zu agieren. Dr├╝ckt mir alle vorhandenen Daumen und sendet mir soweit ihr k├Ânnt etwas Gl├╝ck, damit ich euch allen irgendwann vielleicht wirklich die eine sehr sehr gute Nachricht verk├╝nden kann.

25.11.2020 05:42 • #319


Tomte38


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Heute ist wieder ein richtig schlimmer Tag. Bis eben war mein Onkel da, dessen Besuch richtig gut tat, da ich in dieser Zeit nicht so einsam war. Nun ist er wieder weg und ich bin mal wieder unter Tr├Ąnen zusammengebrochen. Es f├╝hlt sich so an, als w├Ąren alle Wunden wieder komplett aufgerissen,denn jetzt habe ich nichts mehr hier, oder etwas worauf ich mich freuen kann, da dieses Jahr kein weiterer Besuch mehr angek├╝ndigt ist. Die Frau war beim Geburtstag da, der Onkel war da, und nun ist nur noch wieder diese Leere da mit der Einsamkeit. Ich dachte es wird langsam besser, doch siehe da, es wird gef├╝hlt wieder schlimmer. Warum kann dieser Alptraum nicht endlich enden? Ich will doch nur mein Leben zur├╝ck haben und wieder dieser Mensch sein, der gl├╝cklich und zufrieden war. Warum muss das alles so sein wie es ist?

26.11.2020 11:52 • #320


Bumich

Bumich


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Zitat von Tomte38:
Warum muss das alles so sein wie es ist?


Das habe ich mich auch schon oft gefragt. Aber die Frage ist bescheuert. Ich frage mich warum nicht? Warum sollte es nicht so sein? Leid geh├Ârt zum Leben. Warum sollte es mir nicht auch schlecht gehen? Warum nicht? Im Ernst, warum sollte ich verschont werden, w├Ąrend alle anderen ihr P├Ąckchen zu tragen haben? Nur weil ich es anders will? Weil ichs nicht verdient habe? Was qualifiziert mich dazu, nur Friede, Freude, Eierkuchen, ein Leben lang? Weil ich etwas besseres bin?
Ausnahmslos jeder muss auch Leiden, warum denn ausgerechnet ich nicht? Das ist albern. Es gibt keinen Grund um vom Leid verschont zu werden. oder f├Ąllt dir einer ein?
Das ist schon mal das Erste. Das Leiden zu akzeptieren.

Es ist nunmal wie es ist, da machste nix dran. Das es so ist wie es ist, ist nicht das Problem. Unser Umgang damit ist das einzige Problem. Ein anderes Problem gibt es nicht. Wir sind das Problem und gleichzeitig die L├Âsung. Soweit habe ich es f├╝r mich erkannt. Man meint, wenn in unseren Inneren etwas defekt ist, m├╝sse im Au├čen etwas repariert werden. So ist es nicht. Dieses und jenes im Au├čen muss geheilt werden, dann bin ich gesund. Leider nein. Leider gar nicht. So ist es nicht. Wir selbst m├╝ssen die Medizin nehmen um gesund zu werden. Nicht jemand anderes. Wenn jemand anderes die Medizin f├╝r uns nimmt, hilft sie uns nicht. Das Problem kommt aus dem Inneren und muss auch genau dort geheilt werden. Sonst ergibt das f├╝r mich pers├Ânlich keinen Sinn.

Zitat von Tomte38:
Warum kann dieser Alptraum nicht endlich enden?


Meine pers├Ânliche Antwort: Nie wird er enden. Weil er nie wirklich begonnen hat. Der Alptraum ist ja nicht real existent. Darum hei├čt es Traum. Auch Maja genannt. Er existiert ausschlie├člich in unserem Kopf.

Und wenn man sich Traum und Wirklichkeit dialektisch mal genauer anschaut, erkennt man das sie keine Gegens├Ątze sind, sondern eng miteinander verbunden. Nur so k├Ânnen Tr├Ąume zur Wirklichkeit werden. W├Ąren sie nicht kompliment├Ąr, w├╝rden Tr├Ąume immer Tr├Ąume bleiben und Wirklichkeit immer Wirklichkeit.

Alptraum bedeutet- unser Verstand arbeitet gegen uns. Und solange man es nicht schafft seinen Verstand f├╝r sich arbeiten zu lassen, endet der Alptraum nie. Leider wurde bei Geburt keine Bedienungsanleitung mitgeliefert. Und so weiss man nicht wie der Verstand richtig bedient wird und er macht was er will. Er entartet.
Ja, wir sind schon bedauernswerte Wesenheiten. Da haben wir einen unvorstellbar hoch komplexen K├Ârper, einen gro├čartigen Verstand, der zu allem f├Ąhig ist, aber keinen Plan wie man sie benutzt.

26.11.2020 14:10 • x 1 #321


Tomte38


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Danke f├╝r deine Meinung. Leider schaffe ich es nach wie vor nicht, mich aus dem Gedankenkurussel zu befreien. Solange dies nicht geschehen ist, werde ich nat├╝rlich weiter leiden. Ja ich kenne viele Tipps aber kann sie f├╝r mich nach wie vor nicht anwenden da ich noch zu sehr von meinen Gef├╝hlen beherrscht werde,daher kann ich auch nicht loslassen. Einfach die Daumen dr├╝cken das sich irgendwann in mir dieser"Schalter"von selbst umlegt, ist das beste was grad geht.

26.11.2020 14:23 • #322


Angel09

Angel09


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Irgendwie l├Âst es bei mir ein Unbehagen aus, wenn ich lese, wie sehr Du Dich Deinem Schicksal hingibst.....

26.11.2020 20:57 • x 1 #323


Tomte38


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Inwiefern? Wenn ich selbst nicht in der Lage bin, dann bleibt mir doch nur die Chance, das das Schicksal entscheidet.

26.11.2020 21:06 • #324


Angel09

Angel09


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Genau so siehst Du das und das macht Dich so passiv! Das erweckt h├Âchstens Mitleid! Aber das macht nicht Dich nicht attraktiv.....
Wenn Du es nicht schaffst aus dem Tief herauszukommen, brauchst Du Hilfe!
Ich habe eine Zeit lang auch Beruhigungstabletten genommen. Damit ich schlafen konnte und mich dann nicht mehr ganz so fertig f├╝hlte. Ich kenne auch das Gef├╝hl morgens nicht aufstehen zu wollen, aber ich wusste nach der Dusche geht es schon besser.
Und ich habe mich irgendwann entschieden wieder gl├╝cklich werden zu wollen und daf├╝r kann ich etwas tun. Wenn Du glaubst, das geht nicht, dann hole Dir Hilfe! Auch andere haben sich ein Leben nach der Trennung wieder aufgebaut. Auch wenn jede Trennung individuell ist, so ist sie auch kein Einzelschicksal
Nat├╝rlich gibt es dunkle und helle Tage. Die dunklen Tage d├╝rfen auch sein. Deine hellen Tage sind nur von deiner Ex abh├Ąngig. Sie hat was gesagt, getan oder vielleicht hast du es auch nur so interpretiert, was Dich auf Ex- zur├╝ck hoffen l├Ąsst.
Wie lange willst du hoffen und mit warten Lebenszeit verschenken?

26.11.2020 21:36 • x 1 #325


Tomte38


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Danke f├╝r die offene und ehrliche Meinung.
Leider wird es dieses Jahr keine professionelle Hilfe mehr geben, da zu wenig Therapeuten f├╝r zu viele Patienten in meiner Gegend sind. Wie Du selbst geschrieben hast, ist jede Trennung individuell, genau wie meine. All die Faktoren, die bei mir vorhanden sind, wie die gemeinsamen Hunde, die tatsache das sie noch ihre sachen bei mir hat weil sie keine eigene Wohnung hier findet, ich keine weiteren sozialen Kontakte finde oder aufbauen kann wegen des Lokdowns, und das ich jetzt bis ende Dezember nicht ins Fitnessstudio gehen kann, all das setzt mir nat├╝rlich zus├Ątzlich zu und wird von mir als zus├Ątzlichen Stein auf dem Weg empfunden. Ich f├╝hle mich selber nicht wohl, ich merke selber das ich kurz vorm Abgrund stehe, doch k├Ąmpfe ich mich bis jetzt trotzdem jeden Tag irgendwie durch. Nat├╝rlich darf ich mich von meiner Ex nicht so abh├Ąngig machen, doch ich habe ja den Teufelskreis in dem ich mich befinde schon beschrieben. Du solltest wissen wie schwer es ist, den zu durchbrechen. W├╝rde ich mehr zuversicht statt Mitleid bekommen, dann w├╝rde es vielleicht die sache etwas oder vielleicht auch nur ein wenig erleichtern, doch auch das, bekomme ich grad nicht. Ja ich habe selbst eine gro├če Mitschuld, dies muss ich mir jeden Tag neu eingestehen, glaube mir, die Schuldgef├╝hle die ich mir deswegen mache, sind schon sehr gro├č. Da ich am ende meiner Kr├Ąfte bin, da bleibt mir nichts anderes ├╝brig als mein Schicksal in andere H├Ąnde zu geben, genau die, die mich in all das gef├╝hrt haben. Vielleicht merke ich ja bald, f├╝r was das alles gut ist, denn ich sehe dies auch irgendwie als eine Art Lektion. Mittlerweile habe ich meine Hausaufgaben diesbez├╝glich soweit es mir m├Âglich war, gemacht. Jetzt warte ich ab, ob es was bringen und wof├╝r es was bringen wird.

27.11.2020 00:17 • #326



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