Zitat von Nastja: Vielleicht schätze ich es komplett falsch ein aber ich habe das Gefühl, dass viele der Meinung sind, dass es jetzt auch mal vorwärts gehen sollte.
Dein Umfeld meint das wahrscheinlich nicht böse, aber der erste Schock oder die Überraschung über eure Trennung ist weg und andere Dinge rücken wieder in den Vordergrund. Ich vermute, dass auch viele Menschen um dich herum sehen, wie gut du mit der Situation umgehst und dann glauben, dass schon alles ok sei.
Wer noch nicht in deiner Situation war, hat vielleicht auch keine Idee, an welcher Stelle du Hilfe benötigst. Vielleicht fragst du ja mal aktiv nach Unterstützung. Ich weiß, das ist auch immer irgendwie unangenehm, aber für diejenigen, die dir wirklich zur Seite stehen wollen, ist es hilfreich zu wissen, was du brauchst.
Zitat von Nastja: In meinem Freunde- oder Bekanntenkreis gibt es auch keine Alleinerziehenden Mamas, sondern nur Familien.
Kennst du auch keine Leute ohne Kinder?
Gibt es in deiner Nähe Gruppen, in denen sich Alleinerziehende austauschen können?
Die Zeit nächste Woche, wenn deine Schwiegereltern da sind, wird dir sicher gut tun, weil du auch mal ohne Kinder raus kommst und dich nur auf dich konzentrieren kannst. Hast du dir schon etwas Schönes vorgenommen?
Wenn dein Exmann zurück ist, wird er ja dann wohl auch mal die Kinder nehmen, oder? Ich denke auch, dass er sich dann noch umgucken wird, in vielerlei Hinsicht. Erst einmal wird er sicherlich erstaunt über deine persönliche Entwicklung sein, besonders darüber, dass du dir nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen lässt. (Wie war das eigentlich so in eurer Ehe?)
Dann muss er ja die Wohnung organisieren und dort alleine leben. Vielleicht macht ihm das am wenigsten aus, aber die finanzielle Belastung wird er merken.
Und die Ernüchterung kommt dann beim Dating, wenn er merkt, dass sich die Frauen vielleicht nicht so um einen Mann reißen werden, der eine Menge Gepäck (besonders in Form von Kindern, die regelmäßig da sind) mitbringt.
Aber wenn das alles eintritt, bist du wahrscheinlich schon so weit, dass es dir egal ist oder du sogar froh bist, dass du ihn los bist. Meistens kommt ja die Genugtuung zu einem Zeitpunkt, an dem man nichts mehr davon hat, weil man sowieso schon weiter ist.