Alcena
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Momentan spreche ich nur das nötigste mit ihm, halt nur organisatorische Dinge. Ich will ihm nicht mehr die Chance geben mich noch mehr zu verletzen.
Ich beschäftige mich sehr viel mit meinen inneren Mustern und mir ist durchaus bewusst dass da sehr viel im Argen liegt,
Vor allem durch meine Kindheit. Ich bin nur Momentan nicht in der Lage zu handeln, ich fühle mich wie erstarrt.
In den letzten 3 Jahren habe ich versucht Einiges zu ändern, ich habe es z. B. geschafft mit dem Rauchen aufzuhören, habe abgenommen und habe versucht mit Leuten in Kontakt zu kommen um mir einen Freundeskreis aufzubauen.
Das hat leider nicht geklappt, es waren nur oberflächliche Bekanntschaften die sich auch recht schnell wieder verflüchtigt haben. Leider. Vor einem Jahr hatte ich dann erneut einen Bandscheibenvorfall der recht heftig war, ich konnte wochenlang kaum gehen. In der Zeit habe ich dann auch wieder zugenommen was mich noch zusätzlich frustriert hat.
Und natürlich die Beziehung zu meinem NM, ich habe ja gespürt dass er innerlich nicht mehr bei mir war wollte es aber nicht wahrhaben.
Ich werde jetzt mal schonungslos ehrlich sein, auch wenn es wehtut. Ich gebe niemanden die Schuld an meinem aktuellen Zustand, mir ist schon klar dass ich dafür selbst verantwortlich bin.
Ich habe Angst vor Menschen, insbesondere vor Ärzten und anderen "Autoritätspersonen".
Ich verlasse das Haus nur wenn ich muss. Das wurde mit den Jahren immer schlimmer.
Ich ziehe mich völlig in mich selbst zurück und bin dadurch von allem isoliert.
Mein NM war der einzige Mensch auf der Welt dem ich vertraut habe.
Es hat mich schon eine große Überwindung gekostet mich hier in diesem Forum anzumelden und hier zu schreiben. Ich bin irgendwie total verkorkst.
Wenn es mir einigermaßen gut geht, kann ich das überspielen und mit Leuten sprechen aber nicht über persönliches sondern halt berufliche Dinge oder belanglosen Smalltalk.
Mit meinem NM zusammen war das anders, mit ihm zusammen konnte ich rausgehen, reden, lachen, er war immer mein sicherer Anker.
Früher hat ihn das auch nicht gestört, im Gegenteil er fand es wohl gut das ich so abhängig von ihm war.
Er hatte ja auch seine Probleme mit der Spielsucht und ich war auch immer für ihn da.
War so ein bisschen "wir beide gegen den Rest der Welt "
Die letzten Jahre war es ihm dann auch zuviel, was ich vollkommen verstehen kann.
Ich hatte ja auch nie etwas dagegen das er alleine etwas unternimmt und habe auch versucht irgendwie Kontakte mit anderen Menschen aufzubauen. Hat leider nicht geklappt, ich glaube die merken alle das ich nicht normal bin.
Mir ist schon klar dass das nicht gesund ist, aber solange ich im Alltag funktioniert habe konnte ich das verdrängen.
Ich hatte auch nie viele Freundschaften, mein bester Freund ist leider schon sehr früh verstorben.
Und die anderen Freundschaften haben sich im Laufe der Jahre verflüchtigt.
Die Frau, die mal meine beste Freundin war hat mich so sehr verletzt dass ich den Kontakt abgebrochen habe.
Familie habe ich auch keine mehr, eigentlich hatte ich auch nie wirklich eine. Ich weiß das viele Ursachen für meine Probleme in meiner Kindheit liegen, aber das Wissen hilft mir auch nicht weiter.
Jetzt gibt es natürlich Niemanden mit dem ich mal reden oder rausgehen kann und ich weiß nicht wie ich mir Hilfe suchen soll. In meinem momentanen Zustand bin ich zu nichts in der Lage, den Alltag zu überstehen kostet mich all meine Kraft.
Ich will hier kein Mitleid erregen, mich muss niemand bedauern ich bin selbst schuld an meiner Situation.
Ich hoffe dass ich, wenn ich wieder etwas stabiler bin, es nochmal schaffe irgendwo Hilfe zu suchen.

