aquarius2
Mitglied
- Beiträge:
- 8010
- Themen:
- 9
- Danke erhalten:
- 10981
- Mitglied seit:
Mit Montessori hat das einiges gemeinsam, aber meine Schwester würde sagen, Kinder brauchen Strukturen und manches muss man ihnen vorgeben und das war zum Beispiel beim Kleinen das er früh genug ins Bett geht.
Er war manchmal erst um 22:30 Uhr im Bett, war am Morgen nicht wachzukriegen, hat nichts runterbekommen und wurde dann schnell angezogen (mit 8! Jahren) in die Schule geschleift ohne Pausenbrot.
Er war meist gegen 19:30 Uhr müde, da habe ich ihn für die Nacht fertig gemacht, mich ans Bett gesetzt, ihm was vorgelesen und er ist meist schnell eingeschlafen. Morgens war er dann schnell wach, konnte in Ruhe frühstücken und und und.
Die Strukturen habe ich ihm vorgegeben, das war auch nicht verhandelbar. Er hat sich da sehr schnell drauf eingestellt und hat das später auch von selbst so gemacht.
So habe ich ihm auch Essen mit Messer und Gabel beigebracht und viele andere Dinge. sobald ein Kind etwas kann darf es das nämlich auch selbständig machen, sogar Kerzen anzünden oder mit der Schere schneiden, etc.
Hausaufgaben hat er auch nicht gerne gemacht, aber als er gemerkt hat, dass er wenn er fertig ist, weitestgehend das machen kann, wozu er Lust hat war das kein Problem. Er hatte auch wenig Lust, immer Ärger in der Schule zu bekommen, weil er den Unterricht stört, oder immer keine Hausaufgaben hat.
Sein Handy oder stundenlang fernsehen hat er gar nicht vermisst, als er jeden Tag auf den Abenteuerspielplatz gehen konnte und er sich da auspowern konnte, ohne Angst zu haben, sich dreckig zu machen.
Viele Kindergärten (nicht nur die Kinderhäuser) nutzen Montessorimaterial. Das Konzept finde ich gut, es ist auch sozial integrativ lange bevor es alle Schulen gemacht haben.
Meine Schwester hat ihre Kinder nach dem Vorbild erzogen und es sind alles tolle Jungs, die im Leben gut klarkommen. Mein Ex nennt es manchmal "artgerechte Kinderhaltung"