Zitat von Katzenmosaik:So, ich koch mir jetzt leckeres Hack mit roter Paprika und Basmatireis

Sag mal Katze, ich habe da ne Frage, bzw einen Gedanken...
Als ich das gelesen habe, dachte ich mir so, aha und nun?
Versteh mich richtig, jeder kann hier alles und immer schreiben und vielleicht meinst Du das auch im Rahmen von Selbstfürsorge. Du machst Dir etwas gutes zu essen und sorgst so für Dich selbst.
Ich habe mich nur gefragt, ob da nicht eigentlich mehr dahinter steckt. Eher so ein, hallllllloooooo. Vielleicht auch ein hallo, ist da jemand?
Wenn es letzteres ist, dann wäre es vielleicht ein Gedanke, daß ein bißchen besser wahrzunehmen, damit Du es dann anders formulieren kannst. Weißt Du, was ich meine?
Wenn wir nicht lernen unsere Bedürfnisse klar wahrzunehmen und zu formulieren, geraten wir immer wieder in so eine, ich will, daß Du weißt, was ich meine Spirale, die dann auch immer in einem ungefragt Dinge für andere machen mündet. Beides ist recht unproduktiv, weil es letztlich immer in die Frustration führt. Entweder weil der anderer, der ja wissen müßte, nicht reagiert oder nicht so reagiert, wie man es selbst braucht oder weil wir im vermeintlichen Austausch dann eben Dinge für andere tun und frustriert sind, wenn diese gar nicht wahrgenommen werden. Stichwort: Dankbarkeitsproblem.
Weißt Du, ich habe bei Dir schon auch oft das Gefühl, daß Du Dich noch immer sehr schwer damit tust, Deine Bedürfnisse wahr und erst nehmen. Nur so lässt sich diese Spirale durchbrechen. Sonst bleibt man für ewig derjenige, der vermeintlich alles gibt und nichts bekommt. Was eben so gar nicht stimmt, weil man im Grunde ja nur gibt, in der Idee, daß auch der andere dann gibt. Und alles geht ganz fürchterlich schief, weil man selbst ja nicht genau weiß, was man will, aber dem anderen so viel vermeintliches gibt in der Hoffnung, daß dann der andere schon irgendwie wissen würde und auch tut, was man selbst möchte.
Hier mal die Demonstration:
Heute mache ich mir xyz zum Essen.
Meine Reaktion: aha. (oder eben @Fidschicat ein lass es Dir schmecken, ich allerdings würde das wohl eher denken.)
Ich bin stolz auf mich, weil ich mir heute gut tue und nicht blöden Kram esse, sondern etwas schönes für mich selbst koche.
Meine Reaktion: Ein Gedachtes: Ach, das ist aber ein schöner kleiner Schritt.
Ich versuche stolz auf mich zu sein, weil ich mir selbst gut tue und etwas schönes koche, aber gleichzeitig fühle ich mich auch seltsam. Kann ich grad nicht einordnen, aber es geht mir irgendwie gut und gleichermaßen mies.
Meine Reaktion: Ein Geschriebenes: Servus die Katze, wat wissen los.
Also wenn es nur so ein Tagebucheintrag war, dann ist eh alles gut. Ich wollte Dir nur mal erzählen, wie das bei mir so ankam und welche Gedanken ich dann dazu gehabt habe.
Hab einen schönen Abend.