Zitat von Violaaa:3 Monaten habe ich (w, 35) via Datingapp jemanden (m, 33) kennengelernt.
Ihr wart also noch mitten in der Kennenlernphase, auch wenn vielleicht beiderseits die ehrliche Absicht bestand, bei weiterem Gefallen eine Festbeziehung einzugehen.
Zitat von Violaaa:Prinzipiell fand ich unseren Kontakt zu wenig zwischen den Treffen. Ich habe es nie thematisiert und schnell von mir aus, mich zurückgehalten, weil ich ihn nicht bedrängen wollte und kein Drama veranstalten.
Zitat von Violaaa:Nun zum Knackpunkt. Ich hatte mich schon vor unserem Kennenlernen auf eine Stelle beworben, die 450 km weit weg ist. Er wusste recht bad davon und war natürlich nicht begeistert von der eventuellen Aussicht, dass das eine zeitliche Begrenzung haben könnte. Wir haben beide nicht das Gespräch über die zukünftigen Optionen gesucht.
Zitat von Violaaa:Wir hatten noch kurz angedacht, ob wir die Zeit bis zu meinem Weggehen miteinander verbringen sollten, es dann aber verworfen.
Offene und vertrauensvolle Kommunikation geht anders.
Und Partnerschaft lebt nun mal davon.
Zitat von Violaaa:Sein Hauptargument dagegen war, dass er schon einmal eine Fernbeziehung über 100 km geführt hat und das nicht klappte. Er hätte Angst.
Zitat von Violaaa:Ich würde beispielsweise gern wissen, wovor er konkret Angst hat.
Du hast ernsthaft erwartet, daß ein Mann seine inneren Ängste vor Dir ausbreitet? Nee, ne?
Ich finde es ja schon total bemerkenswert, daß ein Herr der Schöpfung dieses Wort
überhaupt in den Mund genommen hat...
Zitat von Violaaa:Auch hatte ich immer mal wieder das Gefühl, dass für ihn das Körperliche im Vordergrund stand, obwohl er das verneinte. Er hat nur wenige persönliche Fragen gestellt, was ich schon als gewisses Desinteresse interpretiert habe. In meiner Welt kann man eine zeitlang die Distanz überbrücken, wenn es einem wichtig genug ist. Es ist nicht für immer angelegt.
Da hast Du doch Deine Analyse. Brauchst Du wirklich noch mehr?
Wozu? Willst Du Dich geißeln?
Zitat von Violaaa:Mir geht es um etwas ganz Grundlegendes. Ich bin immer bestrebt, mein Gegenüber ganz zu verstehen und zu erfassen. Ein Ende mit Interpretationsspielraum finde ich unbefriedigend, schon allein für meine eigene Entwicklung und die Fähigkeit, Menschen einschätzen zu können.
Was meint ihr? Die Fragen stehen lassen oder noch einmal das Gespräch suchen?
Jeder Mensch ist ein Abgrund, in dessen Schlund man nur begrenzt hineinschauen kann.
Schon deshalb würde ich die Fragen stehen lassen, zumal die relevanten Antworten Dir längst vorliegen.
Aber letztlich ist es seine Entscheidung, ob er sich auf so ein Gespräch einlassen will oder nicht.
Wenn es Dir also wirklich noch so wichtig ist, dann bitte halt darum.
Mehr als ein "nein, für mich ist die Sache beendet" kann Dir doch nicht passieren.