Janni80
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ich schreibe heute hier, weil ich mit niemandem mehr darüber reden kann – und gleichzeitig das Gefühl habe, innerlich zu zerbrechen.
Ich war mit einem Mann zusammen, der mir über 24 Monate hinweg glaubhaft gemacht hat, er sei geschieden und frei für ein gemeinsames Leben mit mir.
Er zeigte mir angebliche Scheidungsdokumente aus Albanien – mit Gerichtssiegeln, Unterschriften, allem, was offiziell aussieht. Ich habe geglaubt, was ich sehen wollte.
Heute weiß ich: Die Unterlagen waren höchstwahrscheinlich gefälscht.
Ich habe inzwischen Anzeige erstattet, mit Anwälten gesprochen, mich an Behörden und sogar Gerichte gewandt. Der angebliche Anwalt auf dem Dokument distanziert sich.
Aber dieser Mann, der mich belogen hat, behauptet bis heute, dass alles echt war.
Und obwohl ich es besser weiß – fehlt er mir. Und das macht mich fertig.
Ich war bereit, mit ihm ein Leben zu beginnen. Ich habe Gefühle investiert, Pläne gemacht, vertraut.
Jetzt sitze ich da mit offenen Fragen, mit Scham, mit Wut – und dem unfassbaren Gefühl von Verlust.
Nicht nur eines Menschen, sondern meiner eigenen Wahrnehmung. Ich zweifle an mir selbst, obwohl ich die Fakten kenne.
Hat jemand von euch etwas Ähnliches erlebt?
Wie habt ihr euer Vertrauen in euch selbst zurückgefunden?
Wie verarbeitet man eine Beziehung, wenn man am Ende nicht einmal mehr weiß, was echt war?
Danke, dass ich das hier schreiben darf.