FrauDrachin
Mentorin
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Zitat von EmilyS__:Und schwups vergehen die ersten Jahre und man sitzt zusammen mit diesem Eisklotz irgendwo in der Pampa im Einfamilienreihenhaus und ist wie in einem Spinnennetz verwoben und verklebt in Bindungen, Verpflichtungen und Alltagsdingen. So eine Affäre hätte dann theoretisch die Kraft, einen da raus zu reißen. Aber wenn der Affärenpartner da keine Ambitionen hat, weil ihm das zu aufwendig und zu unsicher ist, dann fällt man eben zurück ins Spinnennetz und wird aufgrund der Schuldgefühle nur noch tiefer darin verstrickt.
Der Punkt ist, du stellst das als Naturgesetz dar.
Aber:
Menschen schaffen es, sich aus dem Spinnennetz ohne Affaire zu befreien.
Menschen schaffen es, eine Affaire als Weckruf zu sehen, dass es so die nächsten Jahrzehnte nicht weitergehen kann.
Wenn dem Eisklotz wirklich an einem liegt, dann kann man es auch oftmals schaffen, mit dem Eisklotz einen neuen, für beide passenderen Status quo zu verhandeln.
Kein tückisches Spinnennetz, keine hilflose Fliege.
Die Situation ist das Ergebnis der Enscheidungen, die man bis hierher getroffen hat, und es besteht jederzeit die Möglichkeit neue Entscheidungen zu treffen.
Und ja, auch alles so zu lassen, wie es ist, ist eine Entscheidung. Für die man dann allerdings die Verantwortung übernehmen sollte, und nicht alles auf den Eisklotz und das Spinnennetz schieben.
Und hier halte ich mich so gut ich kann an einen meiner Lieblingsleitsprüche:
"Let your hopes, not your fears guide the way"
Sinngemäß: Triff deine Entscheidungen aus Hoffnungen heraus, und nicht aus Angst heraus.
