So-What
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Was hier passiert ist doch menschlich. Die Rollen verschieben sich mit den Kindern, der Alltag frisst einen auf. Irgendwie läuft es und man ist aber trotzdem schleichend unzufrieden. Sagt sich aber selbst noch, dass man doch auch endlich mal zufrieden sein sollte. Man kann es schließlich nicht mal genau fassen, was fehlt. Und dann steht da ein anderer vor ihr und sie spürt plötzlich, was sie vermisst. Immerhin schließt sie eine Affäre aus, was richtig ist. Ob das nicht doch in einer endet, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Aber Spekulationen und Unterstellungen sind nicht in Ordnung. Und der Kuss…ja, ist schei@e, aber herrje…! Wenn es dabei auch bleibt!
Was hier passiert ist ehrlicher als es in sehr vielen Beziehungen passiert. Oft wird nur gedacht, dass es öder Einheitsbrei ist und dass man beim Anblick des anderen nicht mehr ekstatisch juchzt. Sie hat es wohl genau so angesprochen. Auch alles andere.
Es ist nicht in Ordnung von ihm das einfach so abzutun, sie nicht ernst zu nehmen und ihre Wünsche zu ignorieren. Weder er kann ihr sagen, dass sie doch zufrieden sein MÜSSE, noch kann ihr hier jemand sagen, dass sie ihn gefälligst anziehend finden SOLL.
Anziehung ist doch nicht verhandelbar. Sie verschwindet manchmal leider, Menschen verändern sich, Trennungen passieren. Menschen verbocken Beziehungen, nicht einer allein, sondern beide. Das ist schei@e, für die Kinder sowieso und wahrscheinlich sollte man für diese mehr Energie für die Reparatur investieren, aber manchmal ist halt Ende Gelände, weil es einer allein nicht schafft.
Was natürlich nicht geht, ist der permanente Kontakt zu einem anderen. Aber auch das scheint den Ehemann nicht sonderlich zu stören, was ich auch schon bedenklich finde. Er scheint sich ihrer sehr sicher und geht davon aus, dass sie sowieso nicht gehen wird und alles leere Phrase sind, weil sie wieder Lamentier-Tag hat. Nicht wenige Männer denken so. Und die dann meinen, die Trennung kam völlig aus dem Nichts. Gestern waren wir noch glücklich wie nie zuvor.
Aber es ist natürlich ihre Pflicht zuerst die Ehe für sich zu definieren, bevor sie ihre Energie in eine dritte Person steckt.
Aber ich muss mich den anderen anschließen. Der andere ist nicht der Super-Hero, sondern Du projizierst nur Deine Sehnsüchte auf ihn.
Wenn ich Deinem Ehemann einen Tipp geben müsste, würde ich sagen, dass er Dir signalisieren sollte, dass bald Schicht im Schacht ist. Nicht Klammeräffchen spielen. Das würde Bewegung in die Sache bringen, denke ich.
Ihr zu unterstellen, dass er Mittel zum Zweck war und nun ausgetauscht wird, weil der andere schon immer der Eine war, finde ich übrigens auch nicht in Ordnung. Sie verliert sich in Tagträumen abseits der Realität. Was natürlich hier seeeeeehr brisant ist, weil sie diese jederzeit ohne weiteres umsetzen könnte.
Hier musst Du sehr sehr aufpassen und der Kontakt sollte tatsächlich völlig eingestellt werden.