Zitat von Nepomuk: Es ist, gemessen an moralischen und ethischen Maßstäben falsch, aber es fühlt sich nach so vielen Jahren nicht mehr falsch an.
Nach abendlisch moralischen ja, die ja als besonders Merkmal nach einer Scheinheiligkeit funktionieren, die jedem wahrhaftigen Menschen ohnehin nur ein Kopfschütteln verursachen kann.
Aber nach ehtischen Maßstäben? Kommt halt auf die jeweilige Ehnie an. Nicht überall geht es dermaßen verlogen und halbseiden zu wie in dieser abendländischen Scheinmoralsumpfigkeit, die ja nicht das Geringste mit Moral zu tun hat, sondern mit Vorlieben und Empfindlichkeiten, die sich dann ihre - ohnehin nur für andere gültige - Moral zusammenstoppeln. Und nicht zuletzt auch mit den eigenen Möglichkeiten. Wenn jemand eine Attraktivität aufweist wie ein verlotterter Hund, lässt sich natürlich leicht moralisch sein und noch leichter Moral predigen.
Ich finde nach wie vor und habe es auch viel früher schon so gesagt, Du machst das gut, genießt für Dich und lässt alle anderen vor. Es berührt deren Leben eben gar nicht.
Und dabei erscheinst Du mir ja sogar vergleichsweise noch "harmlos".
Ich weiß auch von Frauen, die einige Liebhaber haben. Und ich finde das auch gut so! Es gibt nur Weniges, das die Langeweile des Lebens vertreiben kann, und dazu gehört eben das Lustleben.
Und mir ist es schleierhaft, warum diesem nicht mehr frönen. Welcher Mangel mag dem zugrunde liegen? Ich weiß es nicht. Aber finde es jedenfalls gut, wie Du das machst!
Es gibt, z. B., eine in Ö ziemlich bekannte Moderatorin, die, wie sie selber offen bekennt, seit undenklichen Zeiten eine Affäre lebt. Pro Jahr ein paar Wochen Lust- und Glücksferien mit ihrem Geliebten. Und das, wie gesagt, über Jahrzehnte. Ist doch wunderbar!
Und bei allen, denen das den Moralschweiß aus allen Poren treibt, habe ich den Verdacht, dass ihnen eben die Voraussetzungen zu einem namhaft glücklichen Leben fehlen und sie ihr Glück im moralischen Herumgesudere finden, das ihnen offenbar auch etwas wie einen Org... beschert, wenn auch einen umgekehrten.