Zitat von NurBen:Ich denke es kommt stark auf den Geldbeutel an. Partneragenturen sind für mich nichts.
1. Die Suche komplett aus der Hand zu geben wäre nicht meins.
2. Habe ich schon öfters von Abzocke gelesen.
Habe mich die Tage mal online nach Real Life-Partneragenturen umgeschaut. Was mir auf den ersten Blick ins Auge sprang war, daß die Angebote sich ausdrücklich an gutsituierte Menschen richten. Wobei auffällt, dass unter den männlichen Kurzprofilen auffallend viele Unternehmer, angestellte Führungskräfte und Ärzte sind, wohingegen es bei Frauen auch die Chefsekretärin oder Pharmareferentin tut.
Sympathisch ist mir der Gedanke, daß hier erst mal ein persönliches Gespräch mit den Betreibern der Agentur samt Beratung stattfindet, wie das eigene Profil aufgesetzt werden und welche Kontakte in der Datenbank am ehesten dazu passen könnten. Auch, daß die Hintergrunddaten geprüft und relativ zügig persönliche Kontakte angebahnt werden, hat was für sich. Hinzu kommt, daß Diskretion speziell für diesen Personenkreis sicher ein Thema ist.
Die Frage ist natürlich, welche Qualität der konkrete Beratungsinhalt letztlich aufweist, wieviel Kontakte tatsächlich in der Datenbank geführt werden und dann auch so Geschichten wie: Wird die Gebühr erst im Fall einer erfolgreichen Vermittlung fällig, oder schon aufgrund von Vorschlägen bzw. Treffen, die über die Agentur arrangiert worden sind? Falls letzteres, dann kann ich mir gut vorstellen, daß unseriöse Betreiber mit Lockv.ögeln arbeiten und sich den Erlös mit denen teilen...
Auf jeden Fall scheinen hier vorrangig Menschen unterwegs zu sein, die ernsthaft eine Festbeziehung oder auch Ehe suchen und bereit sind, sich das auch ordentlich was kosten zu lassen - aber monetär, nicht zeittechnisch - und die ganz bewußt jeglichen Kontakt mit Leuten meiden, die schon aus sozialen Gründen nicht in ihr Raster passen.
Die von mir in Beitrag #136 weiter oben erwähnte Dame, die auf diesem Weg vor vielen Jahren ihren Gatten kennenlernte, sie hatte einen ganz normalen Beruf (Krankenschwester, wenn ich recht entsinne) - was ihr Mann machte, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht hatte sie (damals) noch das Glück, eine Agentur zu finden, die anspruchstechnisch eine breitere potentielle Kundschaft im Visier hatte oder für Frauen niedrigere Gebühren ansetzte. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, daß jemand mit einem 08/15-Gehalt ernsthaft mehrere Tausend Euronen in sowas investiert - dafür gibt es zuviel andere Möglichkeiten.
Ein junger Menschen wie die TE braucht sowas IMO nicht - es sei denn, sie stammt aus vermögendem Elternhaus und ist entsprechend vorprogrammiert (klingt aber nicht so). In der Tat wurden junge Damen mit speziell diesem Hintergrund auf einer Seite tatsächlich konkret als Zielkundengruppe angesprochen.
Würde mich interessieren, wie die Erfolgsquote solcher Agenturen letztlich ist; obwohl: wenn sie schon seit Jahren existieren, dann scheint das Geschäft aber zumindest irgendwie zu laufen.
Fazit: Ein Nischenprodukt auf dem Beziehungsmarkt, aber warum nicht.
Wenn überhaupt, würde ich jedenfalls nur so suchen und nicht anders.
Aber wie gesagt: ich lasse mich lieber finden.