Tee-Freundin
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Derzeit kann ich mich viel besser, als mir lieb ist in dein Mädel versetzen.
Zur Klärung hier ein paar Hinweise:
Auch wenn die Oma in einem anderen Land lebte lässt das keine Aussage über ihr Verhältnis zu.
Es könnte näher gewesen sein, als Du glaubst.
Wie lange würdest Du denn brauchen, um den Verlust von Großeltern oder Onkel /Tante zu verarbeiten?
Bitte eine ehrliche Einschätzung.
Deine Bekannte muss jetzt vielleicht auch viel für jemanden aus der Familie da sein, wie ihre Mutter.
Sie wird mit der eigenen Sterblichkeit konkret konfrontiert, mit 25 ist das nicht unbedingt so oft der Fall gewesen.
Vieles muss jetzt auch getan werden:
Beerdigung organisieren (Feier, Feuer, Wasser, Erde?), Wohnung leerräumen, Testament verlesen, hinreisen, Absprachen /Einigungen mit weiteren Verwandten, ein Haufen Ämter, Leute und Verwandte informieren.
Alles unter Corona...
Und sollte es bei irgendwas Meinungsverschiedenheiten zw. den Verantwirtlichen geben...nicht schön.
Möglicherweise muss sie derzeit ständig weinen und weiß nicht, ob es momentan angemessen ist jemanden zu daten.
Mitten im Alltag in Tränen auszubrechen ist nicht schön.
All dies weist Du nicht.
In dieser Situation Dich mit ihrem ganzen Kummer zu belasten, wo ihr euch kaum kennt würde ich auch nicht tun.
Ihre Reaktionen werden Dir zeigen, wie nah es ihr ging.
Du kannst sie nach einer Woche durchaus kurz unverbindlich fragen, wie sie zurecht kommt, ohne Druck.
Warte ab und lebe dein Leben weiter, alles weitere wird sich zeigen.
Tee-Freundin