verho
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vor genau 4 Tagen wurde mir der Boden unter den Füßen weggezogen, als ich meine langjährige Partnerin fragte, was denn mit ihr los sei und sie endlich reden soll.
Ich dachte nur nicht, dass es scheinbar so schlimm und (fast) schon zu spät ist.
Wäre schön, wenn mir hier vielleicht wer einen Rat geben könnte, wie ich mich denn nun Verhalten bzw. was ich machen soll.
Nun hier eine Kurzfassung meiner Geschichte:
Meine Partnerin und ich sind nun seit bisschen mehr als 12 Jahre zusammen.
Wir haben keine Kinder, leben seit 11 Jahren gemeinsam in einer Wohnung, sind verlobt und hatten auch Zukunftspläne (Selbstständigkeit usw.)
In den letzten paar Jahren lief es leider nicht mehr so Rund. Es geschah sehr viel unschönes in unserem gemeinsamen Leben. Viele Schicksalsschläge haben uns begleitet.
Leider haben wir auch viel zu wenig oft darüber gesprochen, was uns denn bedrückt bzw. auf der Seele liegt. Keiner von uns hatte, vermute ich, den Mut dazu, gewisse Dinge anzusprechen. Leider ist das jetzt nicht mehr rückgängig zu machen
Letzten Sonntag sprach ich sie dann an, denn in den letzten paar Wochen, wurde die Situation für mich immer unerträglicher.
Ich fühlte mich, als leben wir gemeinsam in einer WG und nicht in einer Partnerschaft.
Sie gestand mir dann daraufhin, dass sie nicht mehr wüsste, ob sie noch Gefühle für mich hat. Sie hat Angst davor, dass ich mehr für sie fühle als wie sie für mich. Es kommt noch das Problem hinzu, dass sie vor ein paar Wochen jemand kennengelernt hat. Sie sagte mir, dass sie für diese Person Gefühle hat, die sie normal für mich haben sollte und das sie nun nicht wüsste was sie tun soll. Im gleichen Atemzug aber sagt sie auch, dass es mit dieser Person keine Zukunft geben wird bzw. kann. Sie sagt selbst von sich, dass sie nicht mehr weiß was sie will und wie die Zukunft aussehen soll. Ich habe ihr gesagt, dass ich uns nicht aufgeben möchte und diese Krise als einen Neustart sehe um unser gemeinsames Leben nun endlich neu zu ordnen. Aber darauf bekomme ich nicht viel Reaktion, einzig, dass ihr es auch nicht leicht fällt, einfach 12 Jahre so hinter sich zu lassen.
Jedenfalls werde ich aus ihrem Verhalten nicht ganz schlau.
Wir unterhalten uns völlig normal, dieses Thema wird von ihrer Seite her aber noch nicht angesprochen, sie sagt, sie ist blockiert um was dazu sagen zu können, einzig eben, dass sie nicht mehr weiß was sie noch will. Dann bekomme ich aber zB.: trotzdem jeden Tag in der Früh einen Abschiedskuss, bevor wir beide zur Arbeit gehen. Doch weiß ich genau, dass sie sich trotzdem mit dieser Person trifft und das schmerzt mich schon sehr. Auf meine Fragen wie es weitergehen soll, ob wir getrennte Wege gehen sollen, bekomme ich auch keine Antworten. Ich versuche jetzt mal, so gut wie es geht, mich einfach ruhig zu verhalten, aber das ist wirklich total schwer und schmerzt so sehr. Oder soll ich den Schritt machen und gehen?
Nun Frage ich euch, was ihr zu meiner Lage meint und wie ihr das ganze seht.
Gibt es noch Hoffnung für uns oder geht es nun tatsächlich dem Ende zu?
Vielen Dank euch auf Jeden Fall für meinen jetzt doch längeren Text zum Lesen.
Liebe Grüße,
Verena