maltmk
Gast
Das Problem fing bereits in früher Zeit unseres Zusammenseins an, als ich durch Zufall feststellte, das sie heimlich trinkt. Darauf angesprochen gab es natürlich Konflikte, wie sie vielleicht der eine oder andere kennt. Ich sagte zu ihr und das sage ich heute noch, das ich jeden Weg mit ihr gehen würde, das wir da gemeinsam raus kommen. Sie sagte zwar zu, brachte aber nur fingierte Dinge auf den Weg. Zeit ging ins Land, ein guter Freund riet mir damals sie zu verlassen, was ich aber ablehnte.
Wir heirateten, zogen nochmal um, unsere Tochter wurde geboren, das war 2015. Ich war und bin in Vollzeit beschäftigt. heftigste Situation diesbezüglich, ich komm nach Hause, Frau sturzbetrunken, 4 Monate alte Tochter eine Verletzung am Kopf, die sich meine betrunkene Frau nicht erklären konnte. Ich verwies sie der Wohnung, sie wollte nicht gehen, ich rief die Polizei, die sie dann aus der Wohnung entfernte. Ich mit dem Kind ins Krankenhaus, eine Woche Aufenthalt. Danach. .das Jugendamt vom Krankenhaus mit ins Boot geholt. Die sagten. Therapie für die Frau oder das Kind kommt in eine Pflegefamilie. Widerwillig ging meine Frau mit unserer Tochter drei Monate in eine Klinik, die aber völlig am Problem vorbei therapierten, weil meine Frau sich auch nicht öffnete, sondern nur brav alles mit machte. Eine schwierige Zeit für alle, aber wir haben es irgendwie geschafft.
Erst viel später sagte sie mir, das sie Stimmen hören würde, die sie zwingen Alk. zu trinken, weil sonst jemanden etwas passieren würde. Zuerst dachte ich. .ne is klar. dann aber mit dieser Thematik auseinander gesetzt und festgestellt, das gibt es wirklich. dieses Stimmen hören. Und da ist die Auswirkung Alk. zu trinken wohl noch das geringste Ausmaß. Lange Rede kurzer Sinn ich bat meine Frau darum ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, keine Chance. Sie geht zu keinem Arzt.
Mittlerweile ist unsere Tochter 2 Jahre und im November letzten Jahres bekamen wir erneut Nachwuchs. Das Problem mit den Stimmen ist geblieben. . das mit dem trinken auch
Heißt im Umkehrschluss das man es sich so vorstellen muss, das ich nach der Arbeit nach Hause komme und meine Frau betrunken mit den beiden kleinen Kindern allein ist. Ich weiß das sie ihnen nichts antun würde, aber wir wissen alle wie sich Alk. auf den Körper auswirkt. Sie brauch ja bloß mal mit der vier Monate alten Tochter die Treppe in unserem Haus nach oben gehen und das Gleichgewicht aufgrund des Alk. zu verlieren. Hinzu kommt, das ich mittlerweile permanent irgendwo leere Flaschen finde. Am schlimmsten war in der Vergangenheit, das ich sie sogar versteckt im Kinderzimmer gefunden habe. Stellenweise mit einem Rest Flüssigkeit. Ich will mir gar nicht ausmalen was gewesen wäre, wenn unsere Zweijährige eine dieser Flaschen gefunden und davon getrunken hätte. Wir wohnen zwar mittlerweile auf dem Land, aber meine Frau schafft es doch tatsächlich 10 km hin und zurück zum nächsten Ort zu laufen, um sich dann was zu holen.
Erneute Gespräche, erst gestern Abend, und der Versuch sie wenigstens dazu zu bringen mal zu einem Arzt zu gehen. Sie hat Angst davor das er dann sagt, das sie in eine Klinik muß und ihr im schlimmsten Fall noch Medikamente verabreicht werden. Ich habe absolut keine Chance sie dazu zu bringen, zudem, wenn sie es nicht selbst will, was bringt es dann?
Aber der Druck der Verantwortung für die Kinder wird für mich immer größer. Wenn etwas passiert weiß ich schon heute, dann wird es heißen, aber das hätten sie doch wissen müssen, das so was passieren kann, warum haben sie nichts gemacht? Und das ist genau der Punkt. . was soll ich machen. Ich liebe diese Frau nach wie vor, aber es kann so nicht weitergehen. Ich hab ihr gesagt, das ich sie mit den Kindern nicht mehr allein lassen kann, weil die Gefahr das etwas passiert einfach zu groß ist. Sie sagt, dann geh ich ebend. Ich hab nicht das Problem plötzlich als allein erziehender Vater da zu stehen, aber ich bin 54. In 10 Jahren bin ich 64 und unsere älteste dann erst 12. in 15 Jahren bin ich 69 und sie erst 17. Weiß ich wie es mir dann körperlich geht, schaff ich das dann alles noch? Eine Pflegefamilie ist für mich keine Option, es sind meine/unsere Kinder für die ich /wir die Verantwortung trage. Alternativ. .die Kinder bleiben bei ihr. ich gehe. Dann aber nur wenn sie mit den Kindern in ein betreutes wohnen geht. Ich kann sie mit den Kindern nicht allein lassen, wobei ich es ihm Augenblick tun muß, da ich Vollzeit beschäftigt bin. Klar könnt ich jetzt zum Sozialpsychatrischen Dienst gehen und mir Hilfe holen, es gibt diverse Betreuungsangebote für Kinder in diesem Alter, sodass ich meiner Arbeit wenn auch nur zum Teil weiter nach gehen kann. Aber wenn ich bei denen erstmal aufschlage, wird ich sie wohl auch so schnell nicht wieder los. Und ich hätte auch kein Problem, ganz zu Hause zu bleiben, als alleinerziehender, sehe allerdings die o.a. Altersproblematik. Und auch sie zwangsweise aus der Wohnung per Gerichtsbeschluß zu bekommen wäre nicht das Problem, alles schon gelesen. Über all diese Dinge habe ich bereits nachgedacht. Aber will man das alles. . was sind die Alternativen? Und noch sind die Kinder klein, aber sie werden größer und verstehen mehr und mehr.
Aber alles so weiter laufen lassen und mal schauen was passiert? Das kann nicht der Weg sein. Ganz zu schweigen davon, wie sie mit mir umgeht, wenn sie betrunken ist, beleidigend, provozierend etc. . Aber das nur am Rande. Wenn sie wieder nüchtern ist, tut ihr das natürlich alles leid und alles ist ganz fürchterlich. Was sie aber nicht daran hindert bei ihrer Meinung, das sie keinen Arzt aufsuchen will, zu bleiben.
Ich würde mich freuen wenn der eine oder andere mir einen Denkanstoß geben könnte, welchen Weg ich gehen kann. Und bitte keine Moralapostel, die mir sagen, boah das war doch abzusehen, wie konntest Du mit dieser Frau Kinder in die Welt setzen etc. . Laßt Euch gesagt sein, Kinder sind etwas wunderbares und unsere Zukunft!.
Ich danke jedem der sich die Muße genommen hat bis hierher zu lesen und freue mich über Eure Denkanstöße.
LG
maltmk