Zitat:Ich bin 35 Jahre alt und seit 9 Jahren verheiratet.
Dasselbe wie bei mir.
Zitat:Wir haben vor unserer Ehe gar nicht zusammen gewohnt und das erste Ehejahr war fast schon die Scheidung.
Er wurde arbeitslos, depressiv, hat viel getrunken. wieder getrennt gewohnt, gependelt. es war schwer, aber es ging weiter.
Das sind schwierige und auch kontraproduktive Voraussetzungen. Allerdings erkenne ich in diesem Satz nirgendwo das er ordentlich, strukturiert ist und klare Linien fährt, ganz im Gegenteil.
Zitat:Haus gekauft, schwanger geworden. wir dachten: wow, jetzt ist der Knoten geplatzt!
Entschuldigung wenn ich das so schreibe aber das halte ich für sehr naiv! Schon so eine schwierige Ausgangssituation mitbringen und das mit noch mehr Veranwortung und finanziellen Hürden zu belasten wo ihr mit euch selbst schon nicht gut zurecht kommt das kann langfristig nur nach hinten losgehen.
Zitat:1. Das leidige S. Thema. seit der Geburt läuft praktisch nichts mehr. Was nicht an mir liegt. Mein Mann schläft seit 1 Jahr auf dem Sofa, weil das Baby mit im Ehebett schläft. Dazu: ich habe voll gestillt und habe 1 Jahr lang JEDE (!) Nacht allein gemacht, weil er meinte, er könne das Geweine nachts nicht aushalten usw. (unser 1. Kind hatte schnell prima durchgeschlafen, der Kleine nun mal nicht) und es mir schlicht zu mühsam war, 6 mal pro Nacht aufzustehen und ihn dann wieder ins Bett zu heben (wobei er jedes Mal aufwachte und dann erstmal wieder brüllte).
Wir haben ein Gästezimmer . nachdem wir 2 (!) mal durch Babygebrüll den S. unterbrechen mussten, meinte er: "ok, das war's dann auch erstmal. So geht das nicht." - danach ging dann auch erstmal gute 7 Monate nichts mehr. Die letzten 3 Monate waren es dann immerhin mal wieder 3 mal. aber mir ist das einfach zu wenig.
Zu dem Absatz finde ich das euch Struktur fehlt. Das ist nicht notwendig das ein 1-jähriges Kind nach wie vor im Elternschlafzimmer ist und der Mann auf dem Sofa schläft. Ein Kind muss lernen alleine zu schlafen und je länger du das aufrecht erhältst umso schwieriger wird für das Kind die Umgewöhnung.
So wie du das Gemüt deines Mannes schon in den ersten Sätzen beschrieben hast wundert mich auch der Umgang mit den Kindern nicht. Er scheint heillos überfordert zu sein. Das jemand mit Depressionen und einem - ich mutmaße Schreikind - nicht zurecht kommt, kann ich nachvollziehen.
Zitat:Ich habe neulich mal ein drittes Kind angesprochen (in einer guten Phase) und er hat bloß gelacht und gesagt "auf keinen Fall." das hat mich ziemlich getroffen.
Nachdem was du bisher beschreibst musste ich an der Stelle vermutlich genauso auflachen wie dein Mann. Verzeih bitte aber du bist doch nicht ganz bei Trost! Ihr kommt mit dem was ihr habt hinten und vorne nicht klar, beschwerst dich von oben bis untern nur über deinen Mann und denkst dann über ein 3. Kind nach. Als hättest du keine anderen Sorgen. Eure Beziehungsqualität - so wie du sie beschreibst - lässt nicht mal ein Kind zu geschweigedenn drei.
Zitat:Ich sollte doch jetzt grade glücklich sein, dass alles einigermaßen im Lot ist?
Ich finde nicht, dass bei euch irgendwas im Lot ist sondern das ihr vor dem Aus der Ehe steht. Ihr passt nicht zusammen, ihr habt verschiedene Lebensmodelle, überfordert euch gegenseitig am laufenden Bande. Es wirkt als müsstest du bei jeder Gelegenheit noch eins oben drauf setzen. Lies dir das was du geschrieben hast nochmal selbst in Ruhe durch und dann denk nochmal über deine Sätze nach das zwischen euch alles im Lot ist und deinem Kinderwunsch. Hier muss dir selbst auffallen, dass da etwas nicht stimmen kann.