Florentine
Mitglied
- Beiträge:
- 4930
- Themen:
- 9
- Danke erhalten:
- 13566
- Mitglied seit:
Diese ständige Selbstbeobachtung macht einen auf Dauer ganz kirre, ehrlich.
Vielleicht hilft dir auch eine Paar-/Trennungsberatung? Die begleiten da den Prozess und das würde es vielleicht für dich übersichtlicher machen. Du hättest jemanden zum Reden und jemanden, der sich möglicherweise auch aufhält, wenn du den Rückzieher wieder machen willst?
Ich denke auch, dass ihr Abstand voneinander braucht.
Du schreibst, dass er IMMER zuhause ist: das kenne ich zu gut.
Da kann ich dir auch ein mehrstrophiges Lied von singen.
Fakt ist: auch gute Freunde und die Familie liebt man auf eine bestimmte Art und Weise. Diese Art von Liebe eigenet sich aber wohl nur in Ausnahmefällen für eine Partnerschaft und eure Ehe erscheint mir nicht als Ausnahmefall.
Das macht es aber schwer, weil - abgesehen von der Leidenschaft und der Zärtlichkeit - ja durchaus noch Liebesgefühle da sind. Auch die gemeinsame Zeit und vor allem natürlich das Kind sind Bindeglieder.
Stell es dir wie ein großes Netz vor: viele Knoten sind da, aber mindestens ein großes Trageseil ist abgerissen. Das Netz wird über kurz oder lang von selber aufdröseln.
Edit:
Vielleicht schaust du auch nochmal darauf, wie du mit deinen Eltern Konflikte lösen "geübt" hast und welche Denkmuster dem zugrunde liegen.
Ich habe über mich z.B. gelernt, dass ich total unter Leistungsdruck stehe, auch familiär: Probleme werden gelöst. Scheidung=Scheitern usw.
Das macht für mich zumindest einen Teil der Problematik etwas Greifbarer.
