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Spielsucht Trennung

J
@CanisaWuff Ja ich war auch schockiert über die Aussage und seine Panikattacke die er angeblich den ganzen Tag hatte, war auch nach 2 Minuten vorbei als ich oben war.

#181


J
Zitat von Scheol:
Wenn du vorher 70,80,90 % am Tag an ihn gedacht hast , ist die leere nach solch Trennung meinst enorm , weil man diese Leere erstmal mit sich wieder füllen muss.

Genau das, ist das Problem denke ich. Nichtmal das ich ihn vermisse als Person, sondern alles fühlt sich leer an. Und sobald ich denke, ok nach vorne schauen, jetzt wird es besser dann kommt er einfach wieder um die Ecke. Ich muss mir neue eigene Hobbys suchen, ich möchte wieder im Fitness Studio anmelden aber im Moment bin ich etwas kraftlos.

#182


A


Spielsucht Trennung

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Wulf
Zitat von Jenna15:
@CanisaWuff Ja ich war auch schockiert über die Aussage und seine Panikattacke die er angeblich den ganzen Tag hatte, war auch nach 2 Minuten vorbei ...

Halt Ausschau nach einem mit diagnostizierter Männergrippe. 😂

x 1 #183


J
Ich bin euch allen so dankbar. Jedes Mal wenn ich zweifle, lese ich eure Beiträge und ich fühle mich bestärkt. Vor allem hat es mir geholfen zu hören, dass ich mir das nicht einbilde. Also danke an euch 😊

x 3 #184


GreenTara
@Jenna15
Zitat von Jenna15:
Er meinte dann das er überfordert damit ist sich Hilfe zu holen

Da würde ich ihm zusprechen, dass ich vollstes Verständnis hätte, weil ich ja schon allein von mitschleppen seiner Probleme überfordert wäre, und deshalb beschlossen hätte, mich um meinen eigenen Kram zu kümmern. Das sei genug für dich.
So ist es ja auch.
Auf der anderen Seite hast du ihm soviel Raum gegeben, so dass nur noch Leere in dir herrscht. Das ist eigentlich keine so schlechte Ausgangsbasis, wenn man sich innerlich neu einrichten möchte. Du kannst dir ja mal eine Liste machen, und priorisieren. Wenn das Fitnessstudio zuviel ist, gehst du halt spazieren. Die Natur tut gut. Es zeigen sich schon ein paar Knospen, und die Vögel fangen an.
Zu Hause suchst du dir Musik aus, und tanzt dazu. Das ist sehr befreiend. Und beschäftige dich mit Farben und Düften, das ist gut für die Selbstwahrnehmung.

x 2 #185


Catalina
Zitat von Jenna15:
Und sobald ich denke, ok nach vorne schauen, jetzt wird es besser dann kommt er einfach wieder um die Ecke.

Menschen, die so ticken wie er, riechen das leider einen Kilometer gegen den Wind. Und er will ja auch gar nicht, dass es dir besser geht, er will, dass du in seinem Orbit bleibst, damit er dich weiterhin für seine Zwecke nutzen kann, um es mal auf den Punkt zu bringen.

Das heißt für dich, du musst dich wappnen dafür, wenn er wieder auftaucht, damit du dann nicht umkippst. Denn besser wird es mit ihm nicht werden, sondern nur immer schlimmer.

x 1 #186


J
@GreenTara Auf der Arbeit haben wir heute mit den dementiell veränderten Bewohnern einfach nur eine Frucht aufgeschnitten, die Sinne sollten angesprochen werden, Erinnerungen geweckt durch Geschmack und Aussehen. Es war eine Pampelmone, keine Pampelmuse und die Frucht kannte ich nicht, aber die Bewohner konnten sich wirklich plötzlich erinnern und ich fand das selber so schön, alleine durch den Geruch und den Geschmack. Ich werde mich auf jeden Fall mit ähnlichen Dingen selbst beschäftigen. Musik habe ich immer geliebt, hat mir immer gegeben, habe ich das Interesse in den letzten Jahren auch verloren, werde ich bestimmt wieder für mich entdecken. Wellness und spazieren sollte ich in nächster Zeit wirklich öfter mal machen. Das Wetter wird ja hoffentlich bald besser.

x 2 #187


J
@Catalina In den letzten 3 Monaten ist es so schlimm geworden, wie es in den 12 Jahren niemals war, ich bin jetzt schon am Ende meiner Kräfte, ich glaube ich würde wirklich in den Abgrund schauen demnächst. Es ist wirklich so, als ob er fühlt das es mir etwas besser geht und dann denkt er sich, oh nee da muss ich schnell etwas tun.

#188


Kampfschnake
Hallo @Jenna15

Deine Geschichte geht mir nahe. Ich kenne die Problematik. Nicht aus der direkten Erfahrung der Partnerin, sondern aus dem Erleben der Tochter. Mein Vater war spielsüchtig. Im Familienjargon: ein Zocker.

Schwieriger Typ, cholerisch aber auch "erfrischend unkonventionell" (bisweilen jedenfalls, also bei guter Laune). Letzteres war eher die Ausnahme, weil er überzeugt war, dass alle Menschen gegen ihn waren. Es war nie klar, in welcher Stimmung der Mann war, wenn er nach Hause kam. Und seine Launen waren Gesetz. Meine Mutter hat die ganze Chose ausgehalten und sich irgendwie auch mit dem destruktiven Typen arrangiert. Auf so eine ganz merkwürdige Weise, die ich nie verstanden habe und die mich stinkwütend gemacht hat. Der Vorteil dieser Wut war der Energieschub für das Abhauen. Räumlich und mental.

Mein Vater ist im letzten Jahr reich an Jahren gestorben. Meine Mutter hat ihn, bis es nicht mehr ging, gepflegt. Die Pflege lief nicht unbedingt liebevoll ab, hatte aber schon eine Tendenz zum Heldinnentum.

Ich habe mich seitdem vermehrt gefragt, was meine Mutter bewogen hat, ihren Gewalttäter zu lieben. Denn wenn ich ehrlich bin, dann war mein Vater genau das. Auch wenn er uns nie "verhauen" hat. Aber er war - aus welchen Gründen auch immer - eine destruktive Person, die es nicht geschafft hat oder nicht nötig hatte, von der Zerstörung abzulassen.

Ich kann das jetzt nicht besser ausdrücken. Ich möchte festhalten: Hau da ab. Du bist nicht verantwortlich für den Mann,

Viele Grüße

x 4 #189


J
@Kampfschnake Hallo, deine Geschichte bewegt mich auch. Hört sich ja ganz genau gleich an der Mann. Es ist glaub ich für Außenstehende nicht nachzuvollziehen, wieso man an derartigen Beziehungen fest hält. Wie geht es deiner Mutter nun? "Seine Launen war Gesetzt" , kenne ich leider nur zu gut. Schwierige Menschen und traurig, ein ganzes Leben mit so einem Menschen zu verbringen. Und wie geht es dir jetzt, nach dem Versterben deines Vaters?

#190


Plague
Zitat von Jenna15:
Er meinte dann das er überfordert damit ist sich Hilfe zu holen und das er ganz alleine ist und niemanden hat.

Mimimi ...
Kann-nicht wohnt in der Will-nicht-Straße.
Das ist die übliche MItleidstour, um dich weiter einzuwickeln.

Aus meiner Erfahrung heraus würde ich sagen, der Herr ist noch nicht am Nullpunkt angekommen, wo er so viele negative Konsequenzen erlebt, dass sich auch eine nachhaltige Veränderungsmotivation entwickeln kann.
Es hilft nur eins: Langsam aber sicher immer weiter den sozialen Druck erhöhen und konsequent aus den co-abhängigen Strukturen raushalten.
Er klingt hart, aber er muss erst ganz hart auf dem Boden der Realität aufschlagen, bevor sich irgendwas ändern kann.

x 3 #191


Cagy
Guten Morgen Jenna....
Zitat von Jenna15:
Und er wohnt ja auch über mir in der Wohnung, er könnte auch einfach klingeln.


Zitat von Jenna15:
damit hätte ich dann mein Drama und Eifersucht ja wieder bei ihm abgeladen,


Zitat von Jenna15:
also hätte ich denen wohl nicht deutlich gesagt wie es ihm geht.

dein Beitrag macht mich traurig .Ich lese deine Hilflosigkeit, deine halbherzigen Bemühungen dich mehr abzugrenzen und ihm gleichzeitig die Tür doch offen zu lassen.
Die Hoffnung ,daß er eines Tages einsieht das er für seine Misere selbst verantwortlich ist und etwas unternimmt -- um wieder Boden unter den Füßen zu bekommen -- hält dich vermutlich (auch) dort.
Solange du weiter für ihn verfügbar bist und er sämtliches Misslingen auf dich ,deine Kinder, deine Eifersucht etc. projezieren kann ,ohne das er Konsequenzen erfährt ,wird sich gar nichts ändern.
Ich denke du trennst dich nicht konsequent weil du auf das *Wunder* seiner Einsicht hoffst..aber .solange er wie jetzt unterstützt wird ....wird das nicht passieren.
Obwohl du weißt das seine Anschuldigungen absurd sind, zweifelst du an DIR und versuchst immer wieder ihm *zu helfen*.
Das mittlerweile dein Leben ,das schön sein könnte , unwiederbringlich an dir vorbeizieht blendest du aus.
Nun ist dieses Thema auch schon auf deiner Arbeitsstelle präsent und wird deinen Leidensdruck erhöhen.
Der einzige dem du helfen kannst bist DU SELBST und das solltest du unbedingt und mit allen Mitteln und aller Kraft tun.
Ich denke du solltest umziehen, weit weg von ihm und den Kontakt völlig abbrechen. Auch wenn es dir jetzt *unmöglich* erscheint...der Mensch schafft alles wenn es sein MUSS.
Man findet für alles Hilfe egal ob sie finanziell, mental oder sonstwie aussehen muss..aber du musst den Fokus auf DICH legen und beginnen dir endlich DEIN Leben aufzubauen.
Suche Beratungsstellen auf..wenn die eine Therapeutin *erst in 3 Monaten einen Termin hat*..dann suche dir eine andere..oder versuche andere Beratungsstellen.
Unterstützung gibt es auch bei karitativen Trägern ..Diakonie, Parität. Wohlf...etc...lege deine Energie darein DIR Hilfe zu suchen und nicht darauf zu warten wann der nächste Hilferuf,die nächsten haltlosen Beschuldigungen und Demütigungen aus der Wohnung über dir kommen.
Ich wünsche dir viel Kraft und gute Unterstützung.

x 4 #192


J
@Cagy Guten Morgen,
Danke für deinen Beitrag. Ich bin schon auf Wohnungssuche und hoffe das ich schnell etwas finde. Die Frau ist von der Diakonischen Sucht und Dro., sie kennt uns beide und unsere Geschichte, deshalb wollte ich gerne zu ihr. Sie hat jetzt kurzfristig einen Telefontermin morgen vormittag für mich eingeräumt, ansonsten Anfang März dann einen normalen Termin. Falls ich vorher dringend mit jedermann reden möchte würde sie mich an ihre Kollegen der Lebensberatung weiterleiten, hat sie mir angeboten. Caritas hätten wir auch vor Ort, ich glaube aber die machen nur Familienhilfe mit kleinen Kindern und solche Sachen hier vor Ort. Da muss ich mich erkundigen. Ich warte den Termin morgen früh ab, vielleicht hilft ein Telefonat ja erst schonmal weiter. Ein Umzug würde mir auf jeden Fall weiter helfen, dann noch eine neue Handynummer und dann kehrt schon Ruhe ein. Ich werde mit meiner Tochter nächsten Monat ein Wochenende weg fahren, das bringt dann wenigstens für 2 Tage schonmal Ruhe für mich.

#193


A


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