Zitat: . ich sehe einen Mann, der seine Träume verloren hat.
Für welchen Traum sollte man sich denn entscheiden, wenn man keinen mehr hat?
Auch hatte ich nicht den Eindruck, die TE wollte ihren Mann lediglich ermutigen, mit anderen intim zu werden (solche "Ermutiger" sind in der Regel Männer), sondern es ging ihr, nach meinem Empfinden, um wesentlich mehr, nämlich um ein besseres, erfreulicheres Leben insgesamt. Ginge es tatsächlich lediglich um S., wären doch gelegentliche Besuche bei Professionistinnen die wesentlich bessere und einfachere Lösung. Dazu bräuchte man wahrlich nicht etwas wie eine Partnerin zu suchen.
Und ja, um es nochmals zu sagen, wenn die TE damit keine Probleme hat, warum sollten nicht drei unter einem Dach wohnen, noch dazu in getrennten Wohnungen? Nicht alle müssen gleich alles niederreißen, wenn es da und dort nicht stimmt.
Auch habe ich nicht gelesen, daß die TE so unbedingt die Trennung will. Sondern das Einzige, was ich gelesen habe, war, daß sie ihrem Mann ein erfüllenderes Leben wünscht. Und das muß nicht einmal in einer Beziehung unbedingt etwas Schlechtes und Verwerfliches sein.
@whynot60
1. Soll Mann den Traum eines anderen leben, wenn Mann keinen eigenen hat? Wissen wir, dass der Mann keine eigenen Träume hat?
2. Das mit dem Sex war ein Beispiel, das verdeutlichen sollte, wie grenzüberschreitend das Anliegen ist, für einen anderen Menschen auf diese Art und Weise einen Partner zu suchen bzw. diesen dazu "zu ermutigen". Mir ist klar, dass es hier nicht vorrangig um die Vermittlung von Sex geht. Es gibt nur keine anderen Beispiele, in die Dritte involviert sind. Sonst hätte ich auch schreiben können, es ist grenzüberschreitend, jemanden einen anderen Klamottenstil aufzudrängen oder ihn zu zwingen vegan oder nicht vegan zu leben. Hier geht es darum, sich auf merkwürdige Weise frei zu kaufen. Die "guten" Absichten der TE will ich gar nicht in Frage stellen, aber vorrangig geht es darum, sich ihrer Verantwortung einer konsequenten Trennung zu entziehen. Damit nimmt sie dem Mann auch die Möglichkeit der Trauerarbeit. Wissen wir nicht alle, wie wichtig das ist?
3. Um es das erste Mal zu sagen: ich habe keine Zweifel daran dass alternative Wohn- und Beziehungsformen funktionieren können. Es gibt derer reichlich. Aber wenn sie funktionieren sollen, müssen sie auf Freiwilligkeit der Beteiligten beruhen, denn sonst leidet immer mindestens eine/r. Ich lese auch nirgends, dass die TE zu diesem Punkt aufgerufen hätte.
4. Um es das letzte Mal zu sagen, weil es offenbar nicht vermittelbar ist: ich finde die Art und Weise der "Zuführung" einer neuen Partnerin vollkommen grenzüberschreitend. Etwas anderes wäre eine möglicherweise angestrebte Wohnform, sofern
beide Eheleute eine Trennung bereits
akzeptiert haben und irgendwann neue SELBST AUSGESUCTHE Partner hinzu kämen. Aber weiß man denn überhaupt, ob der Mann nach einer tatsächlichen Entflechtung dieses Konstruktes überhaupt wieder eine Partnerin will? Ob er mit beiden Frauen leben will? Nein!
5. Um es das erste Mal zu bemerken, weil ich diesen Punkt mittlerweile für obsolet halte (sowie das ganzen Hirngespinst) und eh keine Antwort bekomme: Ich frage mich bzw. die TE welche Frau sich auf diese Art und Weise dem Mann zuführen lassen wollen und mit ihr gemeinam ihre Probleme mit einer konsequenten Trennung lösen sollte. Und warum?
Falls es Dir entgangen ist, haben die TE und ich hier gestern Abend sehr persönliche Erfahrungen geteilt und ihre Offenbarungen haben mir sehr deutlich gezeigt, dass es wohl weitaus vordringlichere Probleme für sie selber in der Bearbeitung von Problemen gibt als die Abgabe ihres Mannes "in treue Hände". Dann regelt sich vielleicht auch Letzteres von ganz allein. Der kann sich auf seine Art um sich selber kümmern.
Falls das das vordringlichste Problem zu sein scheint, empfehle ich die Einstellung von Profilen auf SB, die Anmeldung zum Speeddating, das Schicken zu Ü-irgendwas-Parties, das Buchen von Singlereisen usw durch die TE für ihren Mann. Am besten immer mit der TE an seiner Seite, damit sie aussuchen kann. Und bevor Du mir jetzt schreibst, aus welchen Gründen das alles nicht schlau oder angemessen wäre: ich überzeichne extra, weil ich das Ganze so absurd finde.
Oder aber sie gibt eine Anzeige auf und führt ihrem Mann dann verschiedene Modelle von klein bis groß, über dick bis dünn und von blond bis schwarzhaarig alles vor. Praktisch wäre, wenn sie kurz die wichtigsten Skills der Damen umreißen würde. Es gibt bestimmt derer reichlich, die sich nur darum reißen, in so eine Situation zu kommen. Er muss dann nur noch zugreifen und die Liebe und das Glück kehren von ganz allein ein, weil dann wie von Zauberhand ihre und seine psychischen Probleme gelöst sind.
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btw.: Selbst für Besuche bei Professionellen bedarf einer Freiwilligkeit der Kunden.
Wovon willst Du mich eigentlich überzeugen?