Dass ich einen weiteren Eintrag so schnell schreibe, dachte ich nicht.....
Warum Du mich so abgeschmettert hast und nicht mir geredet hast den ganzen Tag, weiss ich seit gestern. Du bist sauer - enttäuscht. Irgendetwas ist passiert. Ursache wird mein Verhalten oder eine Äußerung gewesen sein. Ich weiss es nicht.
Ich schrieb schonmal über eine Challenge mit Dir letzte Woche, die ich verloren habe. Der Deal war, der Verlierer besorgt ein bisschen Weihnachtsdeko für den Schreibtisch. Seit Montag steht sie bei Dir, Du hast Dich gefreut, fandest sie schön.
Und seit gestern oder vorgestern ist sie weg. Das passt zu Deinem Verhalten heute. Du hast also ein Problem mit mir. Ich glaube auch, es war so einschneidend, dass Du heimlich geweint hast.
Seitdem es mir aufgefallen ist, geht es mir schlecht und ich habe Schuldgefühle. Ich grüble darüber nach, was der Auslöser war. Irgendein Spruch von mir? Nein, mir würde keiner einfallen.... die Hospitation vorgestern? Nein, kann ich mir nicht vorstellen. Das kann nicht der Grund sein. Eine weibliche Kollegin sass 2 Stunden neben mir. Wie es schon x-mal vorgekommen ist. Niemals kannst Du denken, ich hätte Interesse, würde Dich eifersüchtig machen wollen oder sonstwas. Scheidet also auch aus. Doch bestimmt übersehe ich was.....
Den ganzen Nachmittag und den Abend grüble ich darüber. Ich stellte mir die Frage, ob ich das sollte. Ob ich nicht besser meinen Kopf abschalte. Wir sind nicht mehr zusammen, viele würden sagen - lass sie, ist doch egal. Schau auf Dich. Aber Du bist mir nicht egal und ich will nicht, dass es Dir schlecht geht. Du bist nicht nur meine Kollegin und wirst nie wieder nur meine Kollegin sein. Ich will ein gutes Verhältnis zwischen uns beiden und auch, wenn das ein hartes Stück Arbeit wird, irgendwann wirklich mit Dir befreundet sein.
Und Freunde machen sich Sorgen. Freunde wollen nicht, dass es dem anderen schlecht geht. Daher denke ich, es ist richtig, wenn ich mir den Kopf zermartere..... wie kann ich Dir helfen? Wie erreiche ich, dass es Dir besser geht?
88x wollte ich Dich gestern anschreiben. 88x hab ichs verworfen. Ich wollte Dir sogar schreiben, dass ich das nicht auf dem Textweg machen will, aber wir uns vielleicht nochmal treffen und reden sollten. Wie wir das auf der Arbeit harmonisch hinkriegen können. Ich hatte meine Downtime und funktioniere mittlerweile einigermassen gut auf der Arbeit. Das war es was Du wolltest. Ein normales Verhältnis. Jetzt bist Du, wie ich war und ich möchte es ändern..... aber Du bist 3x7 Jahre alt, so sagt man hier, hast Rückgrat, bist stark und selbstbewusst. Und kannst mich, ohne dass ich Dich dazu auffordern muss, konfrontieren.
Aber ich gebe zu, beigetragen zur Entscheidung, Dich nicht anzuschreiben hat auch, dass ich weiss, was von Dir als Antwort kommt. Entweder nichts, weil Du nicht reden willst, wahrscheinlicher ist aber, dass Du aus welchem Grund auch immer sauer bist. Es kommen Vorwürfe, Vorhaltungen.... da bin ich mir sicher. Und die würde ich mir zu Herzen nehmen, gekränkt sein und mich falsch verstanden fühlen. Wie es schon mehrfach vorgekommen ist. Deine letzten Nachrichten an mich sagten aus, wie Du über mich denkst. Und die Erfahrung und die Gefühle die ich damit verbunden hatte, waren massiv. So massiv, dass ich mich jetzt scheue, wieder mit Dir in die Diskussion zu gehen. Also habe ich es gelassen, obwohl ich mit der Entscheidung nicht glücklich bin.
Während ich das hier schreibe merke ich, wie sehr mir daran liegt, dass es Dir gut geht. Und wie viel Wert ich auch darauf lege, dass Du eine hohe Meinung von mir hast. Hast Du aber schon lange nicht mehr. Ich merke es ja. Ich muss mich schützen, mir verdeutlichen, dass Du falsch liegst. Nicht ich. Wahrscheinlich werden wir dahingehend nicht mehr zusammen kommen. Zu unterschiedlich sind die Ansichten. Aktuell bin ich down, wünschte mir, ich wäre die letzten Tage im HO geblieben.
Ich mache mir nun weiter Gedanken und hoffe, dass es nächste Woche besser ist, Dir besser geht. Evtl. wird sich auch zeigen, ob meine Entscheidung, nichts zu tun, richtig war.