KlausHeinrich
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Ich fang an mit dem Kennenlernen. ganz vorne. .
ca. 2016. . Du fingst bei uns an. Ich sah Dich das erste Mal und dachte nur. wow. Hübsche Frau. Ich fragte direkt, wer sie ist. Es stellte sich heraus, dass Du verheiratet bist, Kinder hast. So oder so war das für mich schon wieder erledigt. Ich bin sowieso eher der schüchterne Typ. Habs noch nie geschafft, eine Frau anzusprechen, die ich toll finde. Aber in eine Familie bricht man auf keinen Fall ein. Spätestens dort ist Schluss. Ausserdem sind wir Kollegen, das ist der nächste Stolperstein. Wir kamen sehr gut miteinander aus. Du sasst lange Zeit nicht an meiner "Büroinsel", sondern weiter weg im Raum. Ich erwischte mich immer wieder, wie ich mich freute, wenn Du auf die Arbeit kamst. Immer wieder, wenn Du aufgestanden bist, um Kaffee zu holen, oder was auch immer, sah ich Dich an, bedacht darauf, dass mich dabei keiner erwischt, erkennt, was ich denke. Aber dabei blieb es. Und ich hab nie was versucht.
Wenn Du irgendein Problem hattest, hast Du mich schon damals direkt angeschrieben. Privat oder beruflich. Ich half Dir gerne ohne Hintergedanken. Ich hätte auch niemals vermutet, dass Du an mir irgendein Interesse hättest. Damals war das wahrscheinlich bei Dir auch nicht so.
So verging die Zeit. Ich weiss noch, wie Du gekündigt hast. Und ich machte mir Gedanken um Dich. Warum Du das tust und ob ich Dich jemals nochmal wiedersehe. Den Grund hab ich erfahren. Und ich machte mir nur noch umso mehr Sorgen. Wie oft hab ich mich gefragt, ob Du drüber reden willst. Ich fand, mich geht es nichts an. Und über Dein Privatleben haben wir bis dahin nie viel gesprochen. Aber ich wusste, dass Du in einer Notsituation stecktest und keinen anderen Ausweg sahst. Für mich war´s schlimm, konnte ich mir doch nicht vorstellen, dass das Leben Dir so böse mitspielt.
Viel Zeit verging nicht. Heute weiss ich nicht mehr, wie lange es genau gedauert hat, bis Du wieder anfingst. Aber ich hab mich sehr gefreut. Mein Chef hat Deine Situation verstanden und Dich wieder eingestellt. So ging es dann weiter. Wir hatten wieder den üblichen Kontakt, grösstenteils geschäftlich, privat nur, wenn ich Dir wegen geschäftlichen Belangen helfen konnte.
Irgendwann 2020, ich müsste genau nachschauen. ich war im Urlaub glaube ich, jedenfalls war ich nicht im Büro. Du schriebst mir, dass es schöner wäre, ich wäre im Büro, es wäre lustiger. Ich schrieb Dir, dass ich mich auch immer freuen würde, Dich auf der Arbeit zu sehen. Ein Schalter legte sich bei mir um. Ich wusste ja, was privat bei Dir los ist, wenn auch nicht im Detail. Du würdest Dich trennen. Auch da habe ich mich nicht getraut, in die Offensive zu gehen. Was will eine Frau wie Du von einem Typen wie mir? Es sollte sich später herausstellen, dass meine Denke auch mein Problem würde. Ich fing an, Dich mehr zu kontaktieren. Mit lustigen Videos - mit scherzhafter Chatterei. Dir hat es gefallen.
Dann kam der Oktober 2020. Du hast es mir gesagt. Auf einer Familienfeier kam die Whatsapp, Du würdest Dich zu mir hingezogen fühlen. Ich weiss noch, dass ich vor Freude fast vom Stuhl gefallen bin. Mein Glück kaum fassen konnte. Wir verabredeten uns für ein Telefonat. Ich war aufgeregt, meganervös. Jahrelang war ich entschieden allein. Glücklich und nicht bedürftig. Doch Du hast mich euphorisch gemacht, ich wusste nicht mehr ,wie mir geschah. Das Telefonat war toll. Es war klar, wir müssen uns sehen. Am 07.11. war es soweit. Du kommst angefahren in Deinem Auto, mein Puls war fühlbar. Ich freute mich so auf Dich.
Wir hatten ein tolles erstes Date. Wir haben uns unterhalten auf einem Level, den ich noch ewig vermissen werde. Von Feixereien bist tiefgründig konnten wir reden, als gäbe es kein Morgen. Stundenlang lief das so. Ich war so schüchtern. Und Du hast das sicherlich gemerkt. Dank Corona war kein klassisches Date möglich. Es war auch sehr kalt. Wir gingen spazieren, aber die meiste Zeit sassen wir im Auto - bei laufendem Motor und Heizung. Es war einfach nur schön.
Die Folgetreffen liefen genauso. Ich vergass die LED-Teelichter, die Du mitbrachtest. Die weihnachtliche Version. Es war romantisch in der Dunkelheit.