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Tagebuch meiner Trennungstage

Hoffnungsvoll20

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Zitat von Heffalump:
Somit diese Beobachtung für dich durchaus wichtig war. Er kann es nicht und er hinterlässt verbrannte Erde, wo er ging.


Sehr richtig, liebe @heffalump,

ich gehöre zwar auch zu den Trennungstypen die nicht ohne Schmerz und Streit gehen können, aber mit Ausnahme meines Ex-Ehemannes ist alles dann später ausgesprochen und verstanden worden und man hat noch ein Small-Talk-WhatsApp-Gruß-Verhältnis. Bei Manchem denke ich heute noch "Gott sei Dank ist DER Kelch an mir vorbeigegangen "

Meine Scheidung war aber nicht fair und das ist es auch, weshalb ich meinen Exmann auch heute noch überfahren würde, würde ich die Chance dazu bekommen. Ich bin ihm mal begegnet und da kam der Horst doch tatsächlich freudestrahlend mit geöffneten Armen auf mich zu . . .
Hand hoch - halt - und "hau ab du *Schimpfwort*" war alles was ich 8 Jahre später auch nach 20 Jahren Ehe noch für ihn übrig hatte.

Aber solche Trennung wie jetzt habe ich noch nie erlebt. Ich finde auch irgendwie keine gedankliche Ruhe. Ich bin so sehr auf dem Kurs verstehen zu wollen, dass mich das in der tatsächlichen Trennung behindert und er sich dadurch jeden Tag, bei jedem Spaziergang in meine Gedanken schleicht. Nicht selten, dass ich auch noch heute dabei weine.
Mein Ex hat mich im Übrigen auch zu Heiligabend eingeladen ... ganz kurz habe ich überlegt, ob ich ihm etwas Rattengift ins Essen steuen sollte. Geantwortet habe ich ihm aber trotzdem nicht!

29.12.2020 07:02 • x 1 #46


Heffalump

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Zitat von Tieftraurig2020:
ob ich ihm etwas Rattengift ins Essen steuen sollte.



Ja schon seltsam. Manche Trennung schmerzt, aber lässt uns bei weitem nicht so dramatisch leiden, wie eben andere. Weinen ist wichtig, es reinigt die Seele.
Und man kann ja sogar vor Glück weinen.


Zitat von Tieftraurig2020:
Meine Scheidung war aber nicht fair und das ist es auch, weshalb ich meinen Exmann auch heute noch überfahren würde

Kann ich verstehen, sogar nachvollziehen. Für mich jedoch, wie wäre es, er wäre dir schnurzpiepe? Das nicht Faire bleibt ja als Tatsache stehen, hat für dich die Tragweite, es immer noch ein Stück weit persönlich zu nehmen. Was würde sich ändern, wenn es dir egal wäre?

Hast du über solches schon mal nachgedacht?

29.12.2020 07:57 • x 1 #47



Tagebuch meiner Trennungstage

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Liebe @heffalump,

du hast natürlich recht. Er wird mir niemals! "egal" sein. Das hat aber gar nichts mit mir als Frau zu tun oder unserer Ehe, mehr mit mir als Mutter und den Verrat und seine Misshandlungen an unseren Kindern. Das werde und kann ich ihm niemals verzeihen.

Meine Kids haben sehr viel durch, die Jüngste hatte es am Schwersten, weil sie gerade in der Pupertät steckte und noch bei mir wohnte. In einer Gerichtsverhandlung hat er sie als Zeugin benannt. Angesichts seiner verletzenden Lügen ist sie verzeifelt schreiend und weinend zusammengebrochen. Der Einzige der sitzen blieb und lächelte, war er denn er wusste, ich gebe nach und zahle was er will damit meine Kids das nicht weiter ertragen müssen. Ja, und so zahlte ich nach einem Vergleich monatlich über viele Jahre mehr als 1.000 Euro an ihn und wurde jeden Monat neu daran erinnert, was meine Kids durchstehen mussten.

Ich weiß nicht mehr in wievielen Nächten in ihre Hand hielt, wenn sie nachts von Alpträumen geplagt schreiend aufgewacht ist.
Diesen Menschen wünsche ich mein Leben lang alles Schlechte dieser Welt!
Auch meine 3 Kids haben seit 11 Jahren trotz Bemühungen seinerseits keinen Kontakt und sie haben auch klar formuliert: Wenn ich jemals Kontakt zu ihm hätte wäre auch ich für sie gestorben. Zu Recht!

29.12.2020 08:17 • x 3 #48


Heffalump

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Zitat von Tieftraurig2020:
mehr mit mir als Mutter und den Verrat und seine Misshandlungen an unseren Kindern. Das werde und kann ich ihm niemals verzeihen.

Nicht verzeihen, aber es als gegeben hinnehmen. Du kannst ja nicht ändern, was war.

Du bist ja die "gute" geblieben. Er hat bestimmt ne verschobene Sichtachse.

Dein Umgang mit diesem extrem Unerfreulichem ist trotzdem ein Motor, den man nähren muss, dir Energie entzieht, die du aber vielleicht gerade für diese Trennung bräuchtest

29.12.2020 08:25 • #49


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Mag sein liebe @heffalump,

aber manche AltlastenBaustellen müssen nunmal hinten anstehen. Erstmal muss ich in die aktuelle Trennung Grund reinkriegen. Ich habe aber auch das Gefühl, dass ich längst nicht mehr so kopflos und desolat unterwegs bin wie anfangs.
Hoffe, das bleibt jetzt erstmal so und geht weiter bergauf!

29.12.2020 18:43 • #50


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Liebes Tagebuch,

gestern rief mich eine Freundin an und ich konnte mich über 1 Stunde! wirklich auf ihr Thema einlassen. Nix Gedanken an Trennung und nix Gedanken hin zu "wann ist das Gespräch endlich zu Ende". Das war endlich mal wieder ein sehr schönes Gespräch.

Ich habe mich jetzt sehr lange eingeigelt, war am liebsten mit mir und meinen Gedanken alleine, habe Verabredungen abgesagt oder verschoben und war Corona sehr dankbar, dass ich immer eine gute Ausrede parat hatte. Habe mir ein Fahrrad gekauft, mit dem ich stundenlang durch die Straßen gedüst bin damit mich ja niemand wie bei meinen Spaziergängen ansprechen kann.
Eigentlich bin ich eher der gesellige Typ; gerne unter Menschen, gerne im kurzen Smalltalk-Gespräch mit Sapziergängern und Nachbarn. Deshalb habe ich schon etwas kritisch auf meinen Rückzug geblickt. Man liest ja viel über Depressionen und Co und ich persönlich habe Riesenrespekt vor diesen Themen.
Deshalb - Juhuuu, es scheint langsam zu werden.

In diesem Forum habe ich etwas über eine ehrenamtliche Tätigkeit gelesen, die mir so gar nicht bekannt war. Das bedarf einer besonderen Ausbildung, die in Form eines Abendstudiums absolviert werden könnte. Ich bin mir sicher, dass ich mich nicht auf eine neue Beziehungsuche konzentrieren möchte. Meine freie Zeit muss ja aber auch gefüllt werden. Das scheint mir eine gute Möglichkeit zu sein. Da bleibe ich mal dran.

Ich bin sooooo froh, dass ich dieses Forum gefunden habe. Es gibt mir so viel hier zu lesen und ab und an meine Gedanken niederzuschreiben. Hier sind soviele wertvolle Tipps versteckt oder werden direkt gegeben.
Sehr hilfreich!

30.12.2020 06:53 • x 2 #51


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Liebes Tagebuch,

Post sollte man vor dem neuen Jahr niemals öffnen - das nehme ich mal als WICHTIGSTEN Vorsatz mit ins neue Jahr.

Nur an dich, mein Lieber:
"UNSER Bauantrag wurde abgelehnt, bzw. muss aufgehübscht werden. Nichts problematisches und doch überkommt mich diese entsetzliche Angst. Ich will das einfach nicht alleine ändern müssen.
Es war für UNS geplant, mein Lieber. Ich habe dir vertraut das wir das gemeinsam Wuppen. Nun stehe ich alleine da. Okay, du sagst, du lässt mich DAMIT nicht im Stich, ich kann anrufen wann ich will, du wirst mir bei allem helfen. Aber will ich das? Will ich dich jemals nochmal sehen?"

Was hast du dir bloss dabei gedacht? Was habe ich mir bloss dabei gedacht?
Ich wollte mir und habe mir auch mein Leben lang meine Selbständigkeit erhalten und jetzt hocke ich drin ... in diesem Schlamassel. Kann mir im Moment noch nicht mal vorstellen, dort überhaupt jemals einzuziehen. Ich habe ehrlich gesagt schon Angst den neuen Nachbar, denen wir uns ja schön als Paar vorgestellt haben, zu erzählen - ich bin jetzt alleine! Alleine dieser Dedanke versetzt mich schon in Panik.

Erstmal wieder zurück zu meinen 24 Std Gedanken. Schritt für Schritt!
Erstmal Silvester hoffentlich gut erleben. Einige Telefonkontakte haben sich ja schon netterweise angeboten. Wie bedürftig und verletzbar ich mich fühle ...

Hat das irgendwann mal ein Ende.

31.12.2020 08:36 • x 1 #52


Heffalump

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Zitat von Tieftraurig2020:
UNSER Bauantrag wurde abgelehnt

Willst du das Bauvorhaben denn noch durchführen?

31.12.2020 09:26 • #53


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Zitat von Heffalump:
Willst du das Bauvorhaben denn noch durchführen?


Ich muss

aber damit befasse ich mich wenn es soweit ist.
Ich will nicht verdrängen, aber zuviele Baustellen kicken mich ins Aus.

step by step
erstmal Silvester ohne Dummheiten überstehen

31.12.2020 12:49 • #54


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Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr 2021,

von mir gibt es ein DANKE für alles und jeden hier und eine große Umarmung.
Wir alle haben uns durch die Zeit des Herzschmerz getragen. Was für eine schöne Sache dieses Forum doch ist. Dadurch bekommen wir Kraft weiterzumachen.

Ich bin auch noch nicht angekommen, aber euer Teilen hat mir Trost und Zuversicht gegeben. Auf ins Jahr 2021, dass dann hoffentlich singend und lachend von mir verabschiedet werden kann

01.01.2021 06:28 • x 1 #55


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Ganz, ganz seltsam,

er wird "fair".

Mir düngt, ob er nicht doch einfach nur warm gewechselt hat und in der "Zwischenphase" einfach der Sicherheit wegen festhalten wollte. Oder er wollte die Neue aus der Schusslinie bringen.

Kann es sein, dass solche Spiele auf Internetseiten fingiert werden um jemanden von sich "abzunabeln"?
Stimmt schon, dass wir gerade Anfang des letzten Jahres finanziell sehr gewichtige Ziele verfolgt haben und damit eine Trennung nicht gerade leichter wird. Auch nicht für denjenigen, der sich aus dieser Verantwortung schälen will. Er hat ja auch von Anfang an gesagt, er ließe mich damit nicht im Stich. Und jetzt beginnt er seine Schulden bei mir abzuzahlen? Einfach so? Ohne Absprache? Und das obwohl es ihm auf jeden Fall nicht leicht fallen dürfte.

Ich bin verwirrt aber ich schreibe ihn nicht an und frage nicht nach. Die Zeit der Klärung wird schon kommen.

Ich weiß gerade nicht ob ich mich freuen oder traurig sein soll. Ist der Gedanke, dass er warm gewechselt hat, jetzt wirklich erträglicher und tröstender als meine bisherige Vermutung, er sei der Internetsucht erlegen?

03.01.2021 09:36 • #56


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Natürlich habe ich dich angerufen ... NATÜRLICH
Selbstbetrug ist mein größter Feind!

Es hat gut getan, deine Stimme zu hören.
Es hat gut getan, mit dir über dies und das zu plaudern. Ganz vorsichtig das eine Thema umschiffend!
Es hat gut getan, mich für einen kleinen Augenblick nicht mehr ganz so einsam und verloren zu fühlen.

Manchmal hasse ich dich und manchmal - so wie gestern - freue ich mich, dass wir "normal" miteinander umgehen können.
Ich habe ja akzeptiert, dass wir kein Paar mehr sind und es auch nicht mehr werden. Auch wird es noch lange dauern, bis ich dir alles verzeihen kann und wohl auch wieder mal über oder mit dir lachen kann.
Aber trotzdem fühlte es sich so verdammt vertraut an mit dir zu reden. Danke, dass du für einen kleinen Augenblick "der Alte" warst. Das hat mir Mut und Kraft gegeben.

Alles wird gut!

05.01.2021 06:27 • x 1 #57


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Gestern haben wir wieder telefoniert, ich glaube, es waren so um und bei 3 Std.

Es war schön, vertraut und "vorsichtig". Du hast mir von Weihnachten und Silvester mit deinem Sohn erzählt und von deinem Lieblingsthema "Arbeit" und ich habe dir von meinem Fahrradausflug am Sonntag erzählt. Stundenlang bin ich ziellos durch den kalten Wind gebraust, habe entgegenkommende FahrradfahrerInnen lächelnd zugewinkt und wurde zurückgegüßt, habe Häuser und Gärten bestaunt und mich frei und unbeschwert dabei gefühlt - es war einfach ein wundervoller Tag.

Deinen allerletzten Satz: "Vielleicht wird es ja doch nochmal was" habe ich diesmal umkommentiert stehen lassen und es hat mir auch nicht mehr weh getan. Du kannst wohl nicht über deinen Fehler reden und dich entschuldigen oder es mir erklären. Ich will es auch nicht mehr erzwingen. Wir hatten 6 sehr schöne Jahre mit so vielen super Erlebnissen die mir keiner mehr nehmen kann. Wir waren wie Kinder die sich ausgetobt haben, haben soviel Blödsinn getrieben, einfach herrlich. Aber nichts ist auf dieser Welt von Ewigkeit.

Eine Beziehung wird es für mich mit dir nicht mehr geben. Aber das muss ich dir auch nicht mehr sagen. Das habe ich sooft ausgesprochen und wollte unbedingt, dass du es bestätigst. Das du zugibst "Ja, ich habe unsere Beziehung zerstört". Warum? Wem nützt es denn noch, wer der "Schuldige" ist. Du wirst irgendeinen Grund gehabt haben und dieser Grund ist eigentlich auch egal.

Jetzt heißt es, dass Jahr 2021 zu planen. Was will ich erleben, was muss ich schaffen.
Eine Jahreskarte für den hiesigen Wildpark habe ich mir schon mal gekauft. Seltsam, dass ich mich auf solche Kleinigkeiten wieder total freuen kann wo ich doch noch vor ein paar Tagen kaum aus meinem Trübsal herausblicken konnte.
Ich fühle mich befreit!

06.01.2021 05:41 • x 1 #58


Heffalump

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Zitat von Tieftraurig2020:
"Vielleicht wird es ja doch nochmal was"

Dieses "in Aussicht" stellen. Hoffnung schüren.

Würde er dies unterlassen, wäre es ehrlicher. Kann er ehrlich sein?

06.01.2021 05:49 • #59


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Zitat von Heffalump:
Dieses "in Aussicht" stellen. Hoffnung schüren.

Würde er dies unterlassen, wäre es ehrlicher. Kann er ehrlich sein?


Liebe @heffalump,

anfangs habe ich auch gedacht es ginge ihm darum weiter mit mir in einer Beziehung zu bleiben. Ich habe mich ausgenutzt, belogen und betrogen gefühlt. Ich habe aus einem tiefen Schmerz heraus um mich gebissen und ihm Vorhaltungen gemacht. Ein ganzes Jahr lang. Er ist nicht gewichen aber hat auch keine Anstaltungen gemacht, diese Beziehung zu "retten".

Ich schließe nun eigentlich aus, dass er noch ein Beziehung mit mir leben möchte. Er spricht mit mir wie ein Freund, nicht wie ein interessierter Mann.
Sehr behutsam, betont immer wieder, dass er die letzten Jahre wirklich keine finanziellen Absichten verfolgt habe und es für ihn völlig selbstverständlich sei, geliehenes Geld im möglichen Rahmen zurückzuzahlen. Auch hat er mir sehr glaubhaft vermittelt, dass er mich in meinem Bauvorhaben wie geplant unterstützen würde. Ich habe natürlich abgelehnt weil es sich für mich nicht gut anfühlt, wenn er mir außerhalb einer Partnerschaft noch hilft, dafür habe ich Freunde und Familie. Aber Fakt bleibt, er hat sich angeboten und das kam aufrichtig bei mir an.

Ich glaube, es tut ihm ehrlich leid wie sehr ich unter dem Beziehungsende gelitten habe und er hat sich nicht aus der Verantwortung schälen wollen. Und ich glaube, ich habe so extrem gelitten, weil ich getriggert worden bin. Wieder habe ich viel Geld investiert und verliehen, wieder habe ich vertraut und wieder wurde ich betrogen. Da kam viel Altes in dieser Trennung hoch, was gar nicht in diese Trennung gehörte.

Es fiel in einem der Telefonate auch der Satz:
Ich bin viel zu schnell ins Internet gegangen. Nicht, es war ein Fehler mich auf einer Partnerbörse angemeldet zu haben.

Es stimmt schon, ich habe ihm Dinge nicht geben können, die er sich für seine Art von Partnerschaft erwünscht hätte.
(Und für einige Vollidioten hier im Forum sei gesagt, dass es sich hierbei keinesfalls um sechsuelle Dinge gehandelt hat).
Der wichtigste Punkt war das Zusammenleben. Das war ihm von Anfang an ein großes Bedürfnis und ich konnte es mir niemals vorstellen. Er hat es gehasst morgens mit mir telefonieren zu müssen statt mit mir gemeinsam aus dem Bett zu kriechen. In den 6 Jahren musste er fast immer nachts noch nach Hause fahren, selbst wenn wir am nächsten Tag gemeinsame Unternehmungen geplant hatten. Ich glaube, er hat sich einfach nur entliebt, weil ich es eben doch nicht bin, die seine Bedürfnisse an ein lebenslange Beziehungen befriedigen kann.

Ich habe mich ja schon die ganze Zeit gefragt, warum seine Bemühungen mich nicht zu verletzen so sehr dem widersprechen, was ich erlebe. Beziehungsaufbau zu anderen Frauen, Portalanmeldungen und trotzdem steht er bei mir vor der Tür, wenn ich weinend bei ihm anrufe, nimmt mich tröstend in den Arm. Er hat Panikattaken von mir miterlebt, vielleicht fühlte er sich einfach nur schuldig.

Ich glaube, ich kann jetzt aufhören Angst vor dieser Trennung zu haben, denn das, was mir vor 12 Jahren widerfahren ist, wird sich nicht wiederholen.
Ich schreie nicht juhu, aber ich möchte auch niemanden an meiner Seite haben, für ich den ich mich oder eben er sich für mich verbiegen muss.

Und wenn es doch so sein sollte, dass sich unsere Wege noch einmal treffen, dann sei es so. Nur jetzt ist einfach nicht die Zeit dazu. Ich gehe erst einmal alleine weiter und ich freue mich nach diesem wirklich sehr, sehr schweren, sehr tränenreichen Jahr sogar dadrauf. Es war schön auf dem Fahrrad die Häuser und Bäume endlich wieder sehen zu können, die Kälte im Gesicht spüren zu können und nicht nur weinend gerade aus starren zu müssen.

Ein Anfang!

06.01.2021 07:36 • x 1 #60



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