Uranus
Mitglied
- Beiträge:
- 32
- Themen:
- 2
- Mitglied seit:
wir sind seit 20 Jahren verheiratet und plötzlich 'fordert' meine Frau eine Trennung...auf Zeit (..auf Zeit? Wer weiß das?)
Seit März dieses Jahres versuchte ich(55) an meine Frau, 51, heranzukommen. Sie zog sich mehr und mehr zurück, sprach kaum, und wenn ich sie fragte, was los sei, sagte sie (diesen Satz kann ich kaum noch hören!) ...Ich brauche Zeit. Ich muss zu mir selbst finden.
Dann , im September, nachdem wir fünf Sitzungen bei einer Paarpsychologin gemacht hatten, stellte sich heraus, dass sie eine Einzeltherapie machen wollte. OK., nun macht sie eine, und ich lebe seit dem 21. September in einem gemieteten Zimmer, meine Frau mit unserer Tochter(17) in unserem Haus.
Mensch, ist das schwer!
Mir ist eigentlich jede Kommunikation untersagt. Manchmal 'darf' ich ins Haus. Sie legt mir den Schlüssel unter die Matte, und dann tanke ich in der alten-vertrauten Umgebung ein paar Stunden ... um 15 Uhr verlässt du bitte das Haus ... auf.
Ansonsten soll ich alle Kommunikation unterlassen - also: keine Anrufe, keine sms - nichts!
Vor ca. drei Wochen kam ich unangemeldet ins Haus (ich klingelte, weil ich ihr meinen Schlüssel gegeben hatte, damit sie keine Angst hat, ich 'überfalle' sie) und fragte sie, ob es denn nun wirklich eine Trennung auf Zeit sei und wir wieder zusammenkommen? Sie: Ich weiß nicht!
Das zehrt...Ich weiß nicht!
Ja, ich glaube nicht, dass sie einen Lover hat -genau so wenig wie ich selbst.
Nun habe ich alles getan, was sie von mir velangte, u.a. die Kommunikationsstille, die sehr schwer fällt.
Und jetzt?
Wie lange soll ich diese furchtbare Ungewissheit noch aushalten?
Und außerdem: Weihnachten steht vor der Tür ...ein Greul, wenn ich daran denke, hier in diesem Zimmer zu hocken.
Allein die Wochenende kann ich schon schwer ertragen. Ich lenke mich ab und fahre oft Autobahn.
Ich bilde mir nicht ein, da gibt es einen Zauberspruch, der die Probleme aus der Welt schafft. Aber da gibt es euch, die ihr vielleicht ähnliches erfahren habt.
Was kann ich tun? Wie kamt ihr darüber hinweg? Wie habt ihr das zumindest etwas verkraftet?
Von meinem Schmerz, eine wunderbare Frau (vielleicht) zu verlieren und eine genauso wunderbare Tochter, sehe ich da mal ab.
Klar, bleibe ich immer ihr Papa. Aber das gemeinsame Leben fehlt doch ... und damit fast alles andere.
Leute, war schön euch zu schreiben. Danke.
Alles Gute
Uranus