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Trennung meines Mannes von mir nach über 20 Jahren

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Zitat von Skyflye:
Das alles geht nicht innerhalb weniger Monate.


Ist das ein feststehender Fakt?
Festgelegt von dir? 🤔

Oder könnte es vielleicht doch sein, dass es verschiedene Menschen mit verschiedenen Charakteren, verschiedenen Erfahrungen und Verarbeitungsstrategien gibt?

Ich kann gern mal kurz meine Zeitachse vorlegen:

Dezember '21 Trennung.
Ein Jahr lang habe ich sehr gelitten, aber jeden Monat Fortschritte gemacht.
Ich hatte wirklich sehr viel Unterstützung von meiner Familie und meinen Freunden.
Dieses Jahr habe ich gebraucht, um die Paarbeziehung im Kopf abzuhaken.

Dann habe ich noch einige Monate gebraucht, um das Konzept der Kernfamilie, also Vater/Mutter/Kinder zu betrauern und loszulassen.

Nach einem Jahr und sieben Monaten lief mir dann mein jetziger Partner über den Weg.
Ich kannte ihn schon länger oberflächlich, weil unsere Kinder zusammen zur Schule gingen.
Aber erst dort bemerkte ich, was er für ein toller Mann ist! 😄😍😁

Geschieden wurde ich ca. 2 Monate nachdem wir uns trafen.

Kontentrennung und das ganze Organisatorische haben mein Exmann und ich im ersten halben Jahr nach der Trennung durchgezogen. Wir haben beide tatkräftig mitgeholfen. Jeder aus anderen Gründen sicherlich, aber 4 Hände schaffen schnell ein Ende 🤷🏻‍♀


Also. Joa.
Tatsächlich sind Menschen wohl unterschiedlich.
Einer braucht vielleicht nen Monat, einer vielleicht 3 Jahre.
Ich finde alles legitim.

Bei mir ist es wohl eine Kombination aus:
Alles intensiv reflektieren, durchleiden, tausend Mal durchkauen.
Und überschütterlichem Optimismus 😃☀

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Violettsloth
@Maura
Also erstmal möchte ich dir sagen, dass es mir sehr leid für dich tut, was du da alles mitmachen musst. Dass das weh tut, müssen wir nicht drüber reden. Ist Mist. Richtig großer. Ich bewundere wirklich deine Entschlossenheit, dein sofortiges Handeln und auch deine Erkenntnis, dass du mit diesem Lauch keine Zukunft mehr hast. Da brauchten die meisten hier, inklusive mir, dann doch ein wenig länger. Ich mache mir da um dich keine Sorgen, was die Zukunft betrifft. Du hast Power. Aber achte auch immer wieder auf deine Grenzen.
Zitat von Maura:
Mein Ex spricht immer davon, wir müssten nicht immer "Dritte" ins Boot holen.

Kuriose Aussage von einem, der sich ne Affäre angelacht hat.
Zitat von Maura:
Von Exklusivzeit für seine Söhne hat er noch nie gehört.

Zitat von Maura:
An Vatertag saß der Kleine weinend bei mir. Mein Ex hat seine Zeit mit ihr zu zweit genossen, weil ihre Kinder sehr wohl beim Papa waren.

Da kann ich leider auch ein Lied von singen. Der Vater meines Sohnes ist vom gleichen Schlag. Nach der Trennung interessierte er sich fast ein ganzes Jahr kaum für seinen Sohn. Alle paar Wochen ging er mal mit ihm was essen. Er fuhr ihn auch lediglich viermal im Monat zum Sport. Und nannte das dann kümmern. Er sagte mir tatsächlich, dass er sich ja bemühen würde, möglichst viel Zeit mit seinem Kind zu verbringen, aber da er Schicht arbeitet, wäre das halt nicht so möglich. Da stand ich auch nur kopfschüttelnd daneben. Am Vatertag geht er übrigens auch lieber mit seiner neuen zum brunchen.

Inzwischen sind wir immerhin soweit, dass mein Sohn alle 14 Tage, von Freitag Abend bis Sonntag Abend zu seinem Vater geht. Darüber hinaus findet allerdings nichts statt. Keine Feiertage, keine Ferien, wo sich der Herr mal anschickt, seinen Fürsorgepflichten nachzukommen. Ich habe mich am Anfang da auch Mega drüber aufgeregt. Was dazu geführt hat, dass er das Spiel dann immer idiotischer trieb. Hier ist die Situation allerdings so, dass auch mein Sohn nicht nach mehr Zeit mit seinem Vater fragt. Also habe ich das für mich so akzeptiert. Ich kann den Vater nicht ändern, er sieht viele Dinge eben nicht. Verantwortungsbewusstsein ist so gut wie nicht vorhanden. Warum auch? Es läuft doch auch so. Und was soll ich mich da ständig aufregen. Es ist seine Beziehung zu seinem Kind, dafür ist er verantwortlich. Er kann nicht erwarten, dass ich alles für ihn regele. Mein Sohn wird allerdings dieses Jahr auch 14, also bei uns ist das daher mit Betreuung nicht mehr nötig.

Das Problem mit Schlüssel abgeben hatten wir hier auch. Wollte er nicht. Und ich habe es anfangs auch so gelassen, falls mein Sohn seinen Schlüssel mal vergessen sollte, dass noch jemand öffnen kann. Als ich dann allerdings feststellte, dass er während meiner Abwesenheit ins Haus stiefelte, in meinen Unterlagen wühlte und Dinge entwendete, habe ich das Schloss ausgetauscht.

Versuche wirklich, die Kommunikation zu ihm auf das allernötigste herunterzufahren. Du regst dich sonst nur unnötig auf. Dein Großer kann ohne dich mit ihm kommunizieren, beim neunjährigen ist es natürlich schwierig. Bis der kleine soweit ist, alles selbst mit seinem Vater zu regeln, musst du leider noch etwas durchhalten. Ich kommuniziere auch nur noch über Mail, und auch nur das nötigste. In unserem Fall also fast nichts, da ich mich primär um alles kümmere und er damit super leben kann, dass andere seine Aufgaben übernehmen. Wir sind jetzt seit über zwei Jahren getrennt und er hat bis heute nicht einmal gefragt, wie es in der Schule läuft. Seine Handy Nr. habe ich gelöscht. Er hat sowieso ein zweites Handy, sein Haupthandy inzwischen, mir die Nummer davon nicht gegeben und ich würde ihn im Notfall auch gar nicht erreichen, da das andere nur daheim liegt.
Zitat von Maura:
Jetzt habe ich wieder soviel geschrieben. Das wird besser. Bald hab ich alles geschrieben, was mir auf der Seele brennt.

Lass das hier ruhig raus. Da kannst du ein bisschen über ihn abledern, das erleichtert dich dann auch.

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