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Trennung meines Mannes von mir nach über 20 Jahren

Violettsloth
Zitat von Maura:
Er möchte also alles was die Kinder betrifft, mit oder über die Kindern regeln?

Ach das kenn ich auch. Letztes Jahr stand der Ex in der Tür und meinte nur, warum ich ihm nicht gesagt hätte, dass Elternabend war. Hab nur entgegnet, dass er sich noch nicht einmal erkundigt hätte, was in der Schule so läuft, was er also auf dem Elternabend wolle? Darauf fuhr er mich an, dass er mit mir sowieso nicht redet, er würde alles über unseren Sohn regeln. Nun gut, fein, sagte ich, dann beschwer dich aber bitte nicht, wenn dein Sohn dich nicht rechtzeitig über den Elternabend informiert 🤷‍♀ Und dann ist er angeschwirrt.
Zitat von SonnenschWein:
Da würde ich mir halt mehr Zusammenarbeit wünschen.

Das bleibt wohl ein Wunsch. Der Kindsvater fühlt sich hier einfach für viele Dinge gar nicht zuständig. Und mir ist das auch zu blöd, ihn immer wieder an seine Pflichten zu erinnern. Ist halt so, wie es ist. War ja in der Ehe auch nicht anders, also kann ich da nichts erwarten.

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S
Zitat von Violettsloth:
Der Kindsvater fühlt sich hier einfach für viele Dinge gar nicht zuständig.

Ja, sowas gibt es natürlich auch.
Bei mir ist das etwas anders geartet.

Mein Exmann wäre eigentlich ein guter und engagierter Vater.
Aber er kann MIR einfach nicht gegenübertreten. Ich denke, wegen Schuldgefühlen.
Er selbst interpretiert das anders.
Für ihn bin ich die "Böse", die ganz allein daran Schuld ist, dass er gehen "musste", weil ich ihm zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet habe.
(Jap, total selbstreflektiert, der Gute 😛).
Er hat richtiggehend Angst vor mir (vermutlich, weil ich einfach nur ein Spiegel seines Verhaltens bin...ER ist ja schließlich gegangen).
Er geht auch bei jeder Kleinigkeit von mir gleich in die Luft, denkt, ich will ihm immer nur böses....
Hach....
Naja.
Anstrengend.

Ich find's allerdings blöd, dass es ihm wichtiger ist, dass es IHM gut geht (nämlich, wenn er mich nicht sehen oder sich mit mir auseinandersetzen muss), als dass er die Belange der Kinder darüber setzt.

Aber was soll's.
Damit werde ich leben müssen.
Wahrscheinlich für immer.

x 3 #362


A


Trennung meines Mannes von mir nach über 20 Jahren

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C
Zitat von SonnenschWein:
Ja, sowas gibt es natürlich auch. Bei mir ist das etwas anders geartet. Mein Exmann wäre eigentlich ein guter und engagierter Vater. Aber er kann ...

Das Thema "Erziehungspartnerschaft" habe ich hier auch irgendwann aufgegeben. Nicht wegen meines Ex - ich selbst habe den Kontakt irgendwann auf das Nötigste beschränkt, aus folgenden Gründen:
1. Interaktion für mich unangenehm und dadurch maximal anstrengend
2. Von ihm kam nie wirklich tatkräftige Unterstützung - immer nur so ein Gesäusel wie "Ich bin betroffen.", wenn man irgendein Teenagerproblem geschildert hat.
3. Mit dem Alltag der Kinder hat(te) er nichts mehr zu tun.
... und ...
4. Er war und ist nicht mehr mein Vertrauter - Gespräche mit ihm über die Kinder haben sich für mich völlig anders angefühlt als zu Paarzeiten und daher meinem Gefühl nach auch nichts mehr "gebracht" - ich weiß allerdings, dass das nicht immer so ist und dass es Elternpaare gibt, die weiterhin konstruktive Gespräche hinbekommen.

Ich finde aber, dass man als Verlasser/in dahingehend mehr eine Verpflichtung hat - also nach Möglichkeit versuchen sollte, einen regelmäßigen Austausch hinzubekommen, zumindest dann, wenn der/die Expartner/in offen dafür wäre. Auch ich selbst als Verlassene hatte und habe noch oft ein schlechtes Gewissen, dass ich das im Sinne unserer Kinder nicht hinbekommen habe. Aber vor allem wegen Punkt 1. ging es einfach nicht.

Edit: Was wirklich gar nicht geht, ist, die Kinder als Sprachrohr zu benutzen. Versucht mein Ex immer wieder. Da schalte ich mich immer sofort ein und wiederhole gebetsmühlenartig, dass er diese Dinge über mich klären soll.

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M
Zitat von SonnenschWein:
Da würde ich mir halt mehr Zusammenarbeit wünschen.
Mal was unter Eltern besprechen können.
Aber dieser Wunsch geht leider seit Jahren ins Leere

Man möchte ja auch mal eine zweite Meinung haben, weil Kindererziehung nun mal eine große Verantwortung ist - aus der er sich dann wohl rausnimmt.

x 2 #364


M
Zitat von Violettsloth:
Und mir ist das auch zu blöd, ihn immer wieder an seine Pflichten zu erinnern. Ist halt so, wie es ist. War ja in der Ehe auch nicht anders, also kann ich da nichts erwarten.

Über die Zeit während der Ehe kann ich mich diesbezüglich nicht beschweren. Jetzt merkt man, dass er entweder sein Niveau gern hoch halten möchte, es aber nicht schafft, oder im anderen Extrem, sich komplett rausnimmt.
So oder so ist kein Verlass. Wenn ich mich von vorn herein nicht auf ihn verlasse, bin ich nicht enttäuscht.

#365


M
Zitat von Caecilia:
Das Thema "Erziehungspartnerschaft" habe ich hier auch irgendwann aufgegeben. Nicht wegen meines Ex - ich selbst habe den Kontakt irgendwann auf das Nötigste beschränkt, aus folgenden Gründen:

Genau wie bei mir. Alle vier Gründe kann ich komplett bestätigen.
Hinzu kommt, dass auch meine Jungs nicht so richtig mit ihm reden können. Neulich war der Große stinkig auf seinen Papa und wollte ihn am liebsten sofort anrufen und das mitteilen (er ist wie ich, Konflikte sollen nicht lange brodeln.) Dann war er noch böser, weil sein Papa nicht mehr bei uns ist und er es nicht sofort direkt klären kann, und ein Anruf dazu führt, dass "diese Frau" das mitbekommt.
Mein Kleiner meinte, er könne seinem Vater nichts sagen, was ihn stört, weil er nie seine Ruhe mit ihm hat. Sein Kumpel geht ihm mittlerweile auf die Nerven.

x 1 #366


S
Zitat von Caecilia:
Da schalte ich mich immer sofort ein und wiederhole gebetsmühlenartig, dass er diese Dinge über mich klären soll.

Genauso war es bei mir auch.
Bis ich eben dieses Jahr die Gebetsmühle in den Schrank gestellt habe 😬

#367