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Trennung meines Mannes von mir nach über 20 Jahren

Violettsloth
Zitat von Maura:
Er möchte also alles was die Kinder betrifft, mit oder über die Kindern regeln?

Ach das kenn ich auch. Letztes Jahr stand der Ex in der Tür und meinte nur, warum ich ihm nicht gesagt hätte, dass Elternabend war. Hab nur entgegnet, dass er sich noch nicht einmal erkundigt hätte, was in der Schule so läuft, was er also auf dem Elternabend wolle? Darauf fuhr er mich an, dass er mit mir sowieso nicht redet, er würde alles über unseren Sohn regeln. Nun gut, fein, sagte ich, dann beschwer dich aber bitte nicht, wenn dein Sohn dich nicht rechtzeitig über den Elternabend informiert 🤷‍♀ Und dann ist er angeschwirrt.
Zitat von SonnenschWein:
Da würde ich mir halt mehr Zusammenarbeit wünschen.

Das bleibt wohl ein Wunsch. Der Kindsvater fühlt sich hier einfach für viele Dinge gar nicht zuständig. Und mir ist das auch zu blöd, ihn immer wieder an seine Pflichten zu erinnern. Ist halt so, wie es ist. War ja in der Ehe auch nicht anders, also kann ich da nichts erwarten.

x 6 #361


S
Zitat von Violettsloth:
Der Kindsvater fühlt sich hier einfach für viele Dinge gar nicht zuständig.

Ja, sowas gibt es natürlich auch.
Bei mir ist das etwas anders geartet.

Mein Exmann wäre eigentlich ein guter und engagierter Vater.
Aber er kann MIR einfach nicht gegenübertreten. Ich denke, wegen Schuldgefühlen.
Er selbst interpretiert das anders.
Für ihn bin ich die "Böse", die ganz allein daran Schuld ist, dass er gehen "musste", weil ich ihm zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet habe.
(Jap, total selbstreflektiert, der Gute 😛).
Er hat richtiggehend Angst vor mir (vermutlich, weil ich einfach nur ein Spiegel seines Verhaltens bin...ER ist ja schließlich gegangen).
Er geht auch bei jeder Kleinigkeit von mir gleich in die Luft, denkt, ich will ihm immer nur böses....
Hach....
Naja.
Anstrengend.

Ich find's allerdings blöd, dass es ihm wichtiger ist, dass es IHM gut geht (nämlich, wenn er mich nicht sehen oder sich mit mir auseinandersetzen muss), als dass er die Belange der Kinder darüber setzt.

Aber was soll's.
Damit werde ich leben müssen.
Wahrscheinlich für immer.

x 4 #362


A


Trennung meines Mannes von mir nach über 20 Jahren

x 3


C
Zitat von SonnenschWein:
Ja, sowas gibt es natürlich auch. Bei mir ist das etwas anders geartet. Mein Exmann wäre eigentlich ein guter und engagierter Vater. Aber er kann ...

Das Thema "Erziehungspartnerschaft" habe ich hier auch irgendwann aufgegeben. Nicht wegen meines Ex - ich selbst habe den Kontakt irgendwann auf das Nötigste beschränkt, aus folgenden Gründen:
1. Interaktion für mich unangenehm und dadurch maximal anstrengend
2. Von ihm kam nie wirklich tatkräftige Unterstützung - immer nur so ein Gesäusel wie "Ich bin betroffen.", wenn man irgendein Teenagerproblem geschildert hat.
3. Mit dem Alltag der Kinder hat(te) er nichts mehr zu tun.
... und ...
4. Er war und ist nicht mehr mein Vertrauter - Gespräche mit ihm über die Kinder haben sich für mich völlig anders angefühlt als zu Paarzeiten und daher meinem Gefühl nach auch nichts mehr "gebracht" - ich weiß allerdings, dass das nicht immer so ist und dass es Elternpaare gibt, die weiterhin konstruktive Gespräche hinbekommen.

Ich finde aber, dass man als Verlasser/in dahingehend mehr eine Verpflichtung hat - also nach Möglichkeit versuchen sollte, einen regelmäßigen Austausch hinzubekommen, zumindest dann, wenn der/die Expartner/in offen dafür wäre. Auch ich selbst als Verlassene hatte und habe noch oft ein schlechtes Gewissen, dass ich das im Sinne unserer Kinder nicht hinbekommen habe. Aber vor allem wegen Punkt 1. ging es einfach nicht.

Edit: Was wirklich gar nicht geht, ist, die Kinder als Sprachrohr zu benutzen. Versucht mein Ex immer wieder. Da schalte ich mich immer sofort ein und wiederhole gebetsmühlenartig, dass er diese Dinge über mich klären soll.

x 5 #363


M
Zitat von SonnenschWein:
Da würde ich mir halt mehr Zusammenarbeit wünschen.
Mal was unter Eltern besprechen können.
Aber dieser Wunsch geht leider seit Jahren ins Leere

Man möchte ja auch mal eine zweite Meinung haben, weil Kindererziehung nun mal eine große Verantwortung ist - aus der er sich dann wohl rausnimmt.

x 3 #364


M
Zitat von Violettsloth:
Und mir ist das auch zu blöd, ihn immer wieder an seine Pflichten zu erinnern. Ist halt so, wie es ist. War ja in der Ehe auch nicht anders, also kann ich da nichts erwarten.

Über die Zeit während der Ehe kann ich mich diesbezüglich nicht beschweren. Jetzt merkt man, dass er entweder sein Niveau gern hoch halten möchte, es aber nicht schafft, oder im anderen Extrem, sich komplett rausnimmt.
So oder so ist kein Verlass. Wenn ich mich von vorn herein nicht auf ihn verlasse, bin ich nicht enttäuscht.

#365


M
Zitat von Caecilia:
Das Thema "Erziehungspartnerschaft" habe ich hier auch irgendwann aufgegeben. Nicht wegen meines Ex - ich selbst habe den Kontakt irgendwann auf das Nötigste beschränkt, aus folgenden Gründen:

Genau wie bei mir. Alle vier Gründe kann ich komplett bestätigen.
Hinzu kommt, dass auch meine Jungs nicht so richtig mit ihm reden können. Neulich war der Große stinkig auf seinen Papa und wollte ihn am liebsten sofort anrufen und das mitteilen (er ist wie ich, Konflikte sollen nicht lange brodeln.) Dann war er noch böser, weil sein Papa nicht mehr bei uns ist und er es nicht sofort direkt klären kann, und ein Anruf dazu führt, dass "diese Frau" das mitbekommt.
Mein Kleiner meinte, er könne seinem Vater nichts sagen, was ihn stört, weil er nie seine Ruhe mit ihm hat. Sein Kumpel geht ihm mittlerweile auf die Nerven.

x 1 #366


S
Zitat von Caecilia:
Da schalte ich mich immer sofort ein und wiederhole gebetsmühlenartig, dass er diese Dinge über mich klären soll.

Genauso war es bei mir auch.
Bis ich eben dieses Jahr die Gebetsmühle in den Schrank gestellt habe 😬

x 1 #367


Liv225
Zitat von Maura:
Mein Kleiner meinte, er könne seinem Vater nichts sagen, was ihn stört

Jaaa, das findet meiner auch schlimm. Keine Eklusivzeit und immer „diese Frau“ im Schlepptau.

Schade. Man hat ja auch in der Familie mal nur was mit einem Kind gemacht.

Liebe @Maura, ich wünsche Dir so sehr, dass es sich regelt und er/Ex Dir nicht so im Weg steht, wieder mehr „zu sich“ kommt und es sich für Dich und die Jungs gut regelt.

Ich hab mit der Zeit.. wie Du gesagt hast… gelernt, alles allein zu regeln, mich nicht mehr zu verlassen, um nicht enttäuscht zu werden.
Immer gelingt es nicht, aber meistens.

x 3 #368


C
Zitat von Maura:
Man möchte ja auch mal eine zweite Meinung haben, weil Kindererziehung nun mal eine große Verantwortung ist - aus der er sich dann wohl rausnimmt.

Genau das. Während der Beziehung haben wir uns da als Elternteam insgesamt super ergänzt - und die Gespräche haben mir (und dem Ex, glaube ich, auch) fast immer geholfen, eine gute und "vernünftige" Linie zu finden. Einfach so als Kompass, um abzugleichen, ob man in einer bestimmten Situation vielleicht überreagiert, um sich gegenseitig wieder einzunorden u.s.w.. Und das Teilen der Verantwortung hat total entlastet. Die fühle ich seit der Trennung schwer auf meinen Schultern lasten.
Zitat:
Über die Zeit während der Ehe kann ich mich diesbezüglich nicht beschweren. Jetzt merkt man, dass er entweder sein Niveau gern hoch halten möchte, es aber nicht schafft, oder im anderen Extrem, sich komplett rausnimmt.
So oder so ist kein Verlass.

Das war hier auch so. Mein Ex war bis zur Trennung ein wirklich guter Vater, da kann ich, so ätzend er sich auch danach benommen hat, nichts auf ihn kommen lassen. Umso härter trifft es einen, wenn das dann wegbricht. Vielleicht ist das sogar für diejenigen, wo der Vater sich nie viel gekümmert hat, einfacher zu akzeptieren.

Mein Ex kümmert sich zwar, aber wie bei dir ist kein Verlass auf ihn - er macht, wenn er gerade in Stimmung ist, den Kindern irgendwelche gigantischen Ankündigungen / Versprechungen (Reisen etc.), die dann sowieso nie zustande kommen. Oft wirkt, ich kann es nicht anders sagen, der Umgang auf mich von seiner Seite auch eher wie eine (moralische) "Pflicht", die er halt erfüllen muss - nicht wie ein Bedürfnis. Vielleicht tue ich ihm da aber auch Unrecht, keine Ahnung.

x 1 #369


Violettsloth
Zitat von Maura:
Über die Zeit während der Ehe kann ich mich diesbezüglich nicht beschweren.

Also bei uns war es schon so, dass er durchaus auch alles gemacht hat als Vater. Aber eben nur, wenn man es ihm gesagt hat. Blieb die Anweisung aus, fühlte er sich nicht zuständig und kümmerte sich lieber um sich selbst. Er riss sich auch nie um Dinge. Hat es jemand anderer übernommen, war er auch fein damit. Und so ist es heute immer noch. Läuft doch, was ich denn wolle? Er würde sich sicher mehr beteiligen und übernehmen, wenn ich ihn dazu auffordere, ihm Aufgaben übertrage. Er selbst sieht halt seine Zuständigkeit einfach nicht. Es hat mich in der Ehe schon angekotzt, dass ich immer für alles die Verantwortung hatte und er brav nebenher lief und nur auf Aufforderung was gemacht hat. Da ich das jetzt nicht mehr mache, sieht man ihn eben völlig ungeschönt.
Zitat von Caecilia:
Oft wirkt, ich kann es nicht anders sagen, der Umgang auf mich von seiner Seite auch eher wie eine (moralische) "Pflicht", die er halt erfüllen muss - nicht wie ein Bedürfnis

So empfinde ich das bei uns auch. Ein Bedürfnis ist es bei ihm ganz sicher nicht. Höchstens das Bedürfnis, vor anderen nicht ganz wie der letzte Pfosten dazustehen.
Zitat von SonnenschWein:
denkt, ich will ihm immer nur böses

Oh ja, das ist hier auch so. Ich will ihn ja nur anmeckern 😅 Ich Böse.
Er kann sich einfach auch selbst null reflektieren. Als ich ihn letztes Jahr wegen den Herbstferien anschrieb und fragte, wie eine Beteiligung seinerseits da aussieht, meinte er doch tatsächlich, was ich mich so anstellen würde, ich könne ihn doch da mal ruhig dran erinnern, das hätte er schließlich nicht auf dem Schirm, wann Ferien sind. Und außerdem hätte ich doch auch die sechs Wochen Sommerferien gut ohne ihn rum bekommen. Und nur, weil ich jetzt nicht mehr genügend Urlaub mehr hätte, würde ich ihn anmeckern. Diese Denkweise muss man sich erstmal reinziehen. Da fällt mir regelmäßig die Klappe runter.

x 3 #370


Liv225
Zitat von Caecilia:
Genau das. Während der Beziehung haben wir uns da als Elternteam insgesamt super ergänzt - und die Gespräche

*unterschreib

Jaa, so wars. Es war so schön zu zweit die Großen großzuziehen, verläßlich.

Das ist der Punkt, den ich auch nach den Jahren noch schwer finde.
Fremdverlieben mag es geben… Aber für die Kinder nicht mehr da zu sein… werde ich nie verstehen.

x 3 #371


M
Zitat von SonnenschWein:
Bis ich eben dieses Jahr die Gebetsmühle in den Schrank gestellt habe

Bei mir geht es zwar nicht darum, dass Dinge nur über die Kinder geklärt werden, aber die Gebetsmühle habe ich noch vor dem Auszug in den Schrank gestellt. (Vielleicht habe ich sie ihm auch heimlich ins Gepäck geschmuggelt, wie so manchen Müll, den er einfach dalassen wollte - in seinen Schubladen und Schränken und im Schuppen: Paperschnipsel, leere Taschentücherpackungen, benutzte Taschentücher, Umzugskartons von der Buhle (sie arbeitet im Supermarkt))

Aber zurück zum Thema:
Ich habe keine Lust, ihn aufzuklären, was die Jungs mir erzählen. Er würde mir sowieso nicht glauben. Und wenn er nicht selbst merkt, wie es den beiden geht, dann kann oder möchte ich nichts machen, weil er es nicht ändern wird. Vor dem Auszug habe ich ihm ins Gewissen geredet, dass es für die beiden noch schwieriger ist, wenn er sich keine eigene Wohnung nimmt. Dass er für ihre Kinder eingespannt wird, unsere Jungs eifersüchtig sind usw. Er meinte nur, dass müsse ja nicht so sein, nach dem Motto "Wird schon (mit der Brechstange)".

Nun, es ist so, ich weiß das, er merkt es nicht. Vielleicht wird er es noch. Ich habe ihm jetzt gesagt, dass der Rhythmus egal ist, weil es für die Jungs so oder so blöd ist. Vielleicht sagen sie es ihm irgendwann.
Mein kleiner Sohn fragte ihn neulich, ob er seinen Ausflug am kommenden eigentlichen Papawochenende nicht an einem anderen machen könne. Nein, das war einGeburtstagsgeschenk.

Das ist so ungerecht, er macht sich einen schönen Pärchenlenz und ich habe kaum Zeit für mich. Ich weiß, dass ich sie mir nehmen könnte, indem ich Verwandte und Bekannte für die Kinder einspanne. Da spielt aber diese Depri-stimmung mit rein. Ich kann kaum voraus planen, was mir gut tun würde.

#372


M
Zitat von Violettsloth:
Ein Bedürfnis ist es bei ihm ganz sicher nicht. Höchstens das Bedürfnis, vor anderen nicht ganz wie der letzte Pfosten dazustehen.

Bei meinem Ex weiß ich das nicht, aber Taten sagen mehr als Worte, und die Taten sprechen dagegen, dass es um dje Kinder geht.
Während der Ehe hat er bis zum Schluss den fürsorglichen Ehemann gemimt, daher kann ich ihm nicht einschätzen.

Zitat von Violettsloth:
Oh ja, das ist hier auch so. Ich will ihn ja nur anmeckern Ich Böse.

Lt. seiner Trennungslegende habe ich ihn oll behandelt und immer nur gemeckert (interessant, dass er die Kinder bei mir lässt und noch mit mir befreundet bleiben wollte). Wie sollte es jetzt anders sein, wo ich wirklich sauer auf ihn bin? Bevor er auszog, habe ich aufgehört mit ihm zu reden. Ich hatte nichts mehr zu sagen. Ich bin rausgegangen, wenn er ins Zimmer kam. Da fragte er mich mehrmals, was denn sei? Ja, nix. Alles in Ordnung! 🙄

#373


M
Zitat von Liv225:
Das ist der Punkt, den ich auch nach den Jahren noch schwer finde.
Fremdverlieben mag es geben… Aber für die Kinder nicht mehr da zu sein… werde ich nie verstehen.

Ich bin ja ein Kopfmensch und kann mich nicht reinversetzen, wie man denken kann, dass es mit der Neuen auf Dauer von heute auf morgen besser wird. Das gute Team war man doch auch, weil man sich vertraut hat und Gefühle hatte. Nur weil die Schmetterlinge weg sind, ist das kein Trennungsgrund, wenn sonst alles läuft. Das ist eine Lebenskrise. Ich weiß nicht, wie man sich so dumm da rein manövrieren kann. Das muss jetzt klappen mit den beiden!

Es hört sich fast an, als säße man in einer langjährigen Ehe auf einer tickenden Zeitbombe. Wenn man Glück hat, dann hält es, ansonsten hat einer aus Langeweile eine Affäre oder trennt sich gleich ganz, weil der oder die "Richtige" schöne Augen macht. Statt mal dran zu arbeiten und zu akzeptieren, dass der Spruch "in guten wie in schlechten Zeiten" ernst gemeint ist.

x 1 #374


M
Und außerdem frage ich mich immer, ob auch mein kleiner Sohn rückblickend realisieren wird, was da eigentlich passiert ist. Sein Papa zieht aus und sofort zu einer anderen. Das betrachtet er jetzt noch ganz unschuldig. Aber in ein paar Jahren wird es ihm doch klar werden.
Mein Ex hat schon angekündigt, dass er es nicht erwarten kann, den Jungs später "seine" Wahrheit zu erzählen bzw. "meine" Wahrheit richtig zu stellen. Die Fakten sprechen für sich.

#375


A


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