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Trennung nach 14 Jahren Er war mein Retter

ZeldaFan
Unsere Dynamik zu Hause war ja schon immer so mit solchen Streitereien also die paar Monate zusammenleben macht es jetzt wirklich nicht mehr aus...

x 2 #106


Stella31
Trotz deiner Erklärungen wird das Bild für mich auch nicht klarer.
Du gehst auch nicht auf die langjährige Studiersituation deines Freundes ein.

Wenn man ca. 12-14 Jahre studiert und dann noch keinen Bachelor hat, dann sind doch gravierendere Probleme vorhanden als mehrere Wechsel des Studienfaches.

Denn du hast weder irgendeinen, zeitraubenden Extrajob, dein Ex hat offenbar auch keine weiteren, anstrengenden Tätigkeiten gehabt und sich "nur" um eure, vermutlich sehr großzügig vorhandene Freizeit gekümmert.
Denn den Haushalt hast ja ausschließlich du gemacht.

Wie man da ausbrennen kann, erschließt sich mir nicht.
Werde doch mal konkret!

Du versuchst in jedem Post deine schlimme Kindheit für dein jetziges Leben und das Scheitern deiner Beziehung heranzuziehen.
Aber wie das zusammen hängt, krieg ich nicht zusammen.

x 6 #107


A


Trennung nach 14 Jahren Er war mein Retter

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Heloise
Zitat von ZeldaFan:
Hallo zusammen, ich möchte mich noch einmal kurz zu Wort melden, um zwei Dinge aufzuklären, die hier teilweise völlig falsch interpretiert wurden. ...

Und nochmal: 1.) Du bist kein Einzelfall!
2.) du bist seit 14 Jahren selber für dein Leben verantwortlich.
3.) Einfluss auf das, was du nicht gelernt hast, hattest du seit 2 Jahrzenten!

Ja, solche Eltern gibts, ich hatte selber solche. Nur leider ohne finanzielle Unterstützung. Auch Nix Studium. Raus ausm Haus und Sorge selber für deine Brötchen. Wäre das für dich besser gewesen?

x 5 #108


A
Zitat von ZeldaFan:
Unsere Dynamik zu Hause war ja schon immer so mit solchen Streitereien also die paar Monate zusammenleben macht es jetzt wirklich nicht mehr aus...

Nimm dein Leben in die Hand und mache niemanden verantwortlich dafür , wenn
etwas schiefläuft .
Ruh dich nicht auf deiner Vergangenheit aus , du bist für dein Leben verantwortlich und niemand sonst .

x 1 #109


Arnika
Menschliche Kinder besitzen Spiegelneuronen. Sie beobachten ab dem Kleinkindalter jeden Tag, wie die Eltern eine Gabel benutzen, sich waschen, Türen öffnen oder Essen zubereiten. Ein Kind ahmt das ganz automatisch im Spiel und im Alltag nach. Jedes normale Kind kommt zudem im Alter von 2 bis 4 Jahren in die "Selber-machen-Phase". Kinder wollen das Brötchen selbst schmieren, sie wollen die Seife selbst halten. Natürlich geht die Marmelade auch daneben. Aber man müsste ein Kind aktiv im Keller einsperren oder ihm physisch die Hände fesseln, um zu verhindern, dass es diese alltäglichen Dinge durch bloßes Zusehen lernt.

Das Argument scheitert doch an der einfachsten Naturwissenschaft und Entwicklungsbiologie. Ein Kind ahmt nach. Ein Kind lernt automatisch duschen. Ein Kind versteht die Sprache, die zu Hause gesprochen wird. Ein Kind begreift irgendwann automatisch, wie es geht, sich ein Brötchen zu schmieren durch bloßes Zugucken.

Und ja, mag sein, dass deine Eltern unterkühlt und kritisch sind. Aber gleichzeitig wirken sie eher zu weich auf mich. Spätestens mit Mitte 20 stellen einem, wenn mans selbst verbummelt, die meisten Eltern doch die Rute ins Fenster, studiere fertig - und such dir nebenbei einen Job.

Wie stellst du dir eigentlich vor, wenn du erstmal lauter Jobabsagen bekommst? Muss er dich dann auch noch dauernd kümmern und dich trösten, obwohl ihm ja selbst das Wasser bis zum Hals steht?

x 6 #110


Ouabain
Zitat von Brightness2:
Immerhin interessieren sich deine Eltern heute so stark für dich, dass sie dir dein Leben finanzieren. Genau das würden viele Eltern verweigern.

Können sie nicht. Rechtlich sind Eltern verpflichtet, die erste Berufsausbildung bis zum Abschluss zu finanzieren. Das gilt auch für ein Studium

x 4 #111


Arnika
@Ouabain Das stimmt so nicht. Sowohl nach österreichischem als auch nach deutschem Recht ist die gesetzliche Unterhaltspflicht an eine ganz klare Bedingung geknüpft: Das Studium muss ernsthaft und zielstrebig verfolgt werden. Bei 30 Semestern für einen Bachelor, auch nach Fachwechsel, ist diese Bedingung meilenweit verfehlt. Da geht’s um 1-2 Toleranzsemester.

Wer für einen 6-semestrigen Bachelor die fünffache Zeit benötigt, studiert juristisch gesehen als „Bummelstudent“. In dem Moment, in dem die Zielstrebigkeit wegbricht, erlischt der gesetzliche Unterhaltsanspruch gegenüber den Eltern komplett.

Das ist von ihren Eltern also eine reine nachsichtige Gefälligkeit.

Würden die Eltern die Zahlungen von heute auf morgen einstellen, hätte sie vor keinem Familiengericht der Welt eine Chance, diesen Unterhalt einzuklagen.
Jeder Familienrichter würde ihr bei der Aktenlage (32 Jahre, 30 Semester, kein Job) sagen: „Gehen Sie arbeiten.“

x 6 #112


Stella31
Zitat von Ouabain:
Rechtlich sind Eltern verpflichtet, die erste Berufsausbildung bis zum Abschluss zu finanzieren. Das gilt auch für ein Studium

Von der ersten Ausbildung ist ja nicht mehr die Rede, nachdem die TE ihrer eigenen Aussage nach mehrfach das Fach gewechselt hat.
Außerdem ist mit 32 längst kein Anspruch mehr auf Finanzierung durch die Eltern vorhanden.

x 3 #113


Ouabain
Zitat von Arnika:
In dem Moment, in dem die Zielstrebigkeit wegbricht, erlischt der gesetzliche Unterhaltsanspruch gegenüber den Eltern komplett.

Läuft auf ein Gerichtsverfahren hinaus. Und Gerichte tendieren dazu , großzügig zu sein. Also - großzügig mit dem Geld der Eltern.

Das Alter spielt keine Rolle. Fachwechsel sind erlaubt. Auch Abbrüche von Ausbildungen. Nach Meinung von Gerichten dürfen junge Menschen sich irren.

x 2 #114


Arnika
@Ouabain Rechtlich gesehen ist sie schon seit mindestens 10 Jahren selbsterhaltungsfähig – sie weigert sich nur, es umzusetzen. Und ja, junge Menschen dürfen irren und ihr Studium wechseln. Aber jung in dem Sinne ist sie ja nicht mehr. Das geht mit ü30 niemals durch. Ist ja auch nicht so, als würde sie jetzt knapp vor dem Doktor der Medizin stehen.

Und warum sie nicht zumindest kellnert, damit wenigstens irgendwas im Lebenslauf steht. Ich kenne niemanden, der sich neben dem Studium nicht bereits zumindest irgendeine Berufserfahrung angeeignet und etwas Geld verdient hätte. Außer einem, der hat aber Medizin summa com laude in der Mindeststudiendauer durchgezogen. Und sowas müssen einem dann eigentlich nicht mehr die Eltern oder der Freund erklären.

x 3 #115


Balu85
Zitat von Ouabain:
Nach Meinung von Gerichten dürfen junge Menschen sich irren.

Das erklärt so manche Ehe....aber mit Ü30 ist man nicht mehr jung. Früher war es bei uns üblich mit ca 20 ein Kind zu haben. Wie hat diese Generation das nur gemacht. Mit Job, für sich und die Familie sorgend, ohne die ganzen modernen Helferlein. Irre....das es der Mensch überhaupt aus der Höhle geschafft hat grenzt schon an ein Wunder.

x 7 #116


B
@Ouabain nö, solange die Eltern freiwillig ihr 32-jähriges Kind, das den Hauhalt des ebenfalls Langzeitstudenten erwerbslos schmeißt, alimentieren, steht auch kein Prozess ins Haus. Die Frage, die sich stellt, wie kommt es, dass ich mich als 32-Jährige einerseits über meine Eltern beklage, die mich gefühlt in Abhängigkeit halten wollten und andererseits die finanzielle Abhängigkeit von den Eltern als gegeben widerstandslos annehme.
Zitat:
Nach Meinung von Gerichten dürfen junge Menschen sich irren.

Kommt auf die Richter an, was mit 25 noch als Identitätssuche durchgeht, wird im Alter von fast Mitte 30 irgendwann auch für die bestgläubigen Menschen als Verweigerung oder Bequemlichkeit geframt.

@ZeldaFan Magst du mal auf die Frage eingehen, warum du dich gezwungen fühlst, mit deinem Ex so lange noch zusammen zu leben, obwohl ihr beide finanziell unabhängig agiert? Warum du lieber den Haushalt schmeißt, statt durch einen Job aus der finanziellen Abhängigkeit von deinen -von dir- so stark kritisierten und pathologisierten Eltern rauszukommen?

x 2 #117


Arnika
Zitat von Brightness2:
Die Frage, die sich stellt, wie kommt es, dass ich mich als 32-Jährige einerseits über meine Eltern beklage, die mich gefühlt in Abhängigkeit halten wollten und andererseits die finanzielle Abhängigkeit von den Eltern als gegeben widerstandslos annehme.

Ja, das frage ich mich auch. Auch dass sie sich beschwert, dass sie die Eltern kritisieren. Wen wundert das bei dem Lebenswandel? Mag ja sein, dass sie es in der Kindheit übertrieben haben. Aber sie hätte ihnen ja auch beweisen können, dass sie zB einen Teilzeitjob und Studium in absehbarer Zeit - wie fast jeder andere auch - schafft.

#118


alleswirdbesser
Zitat von Arnika:
Menschliche Kinder besitzen Spiegelneuronen. Sie beobachten ab dem Kleinkindalter jeden Tag, wie die Eltern eine Gabel benutzen, sich waschen, Türen ...

Ich bin gerade am grübeln, möchte aber nicht so sehr ins Detail gehen, da es auch um meine Kinder geht.

Ich finde es hängt auch viel vom Kind und seiner Persönlichkeit ab, was es sich bis zur Volljährigkeit eineignet, eineignen möchte und was es tut oder später umsetzt, während es bis zum Auszug alles mitbekommen hat, aber selbst nie gemacht hat. Mein Sohn konnte irgendwann alles selbst, obwohl er zu Hause nie etwas gemacht hat. Es gab da so einige Auseinandersetzungen dazu, oh ja. Bei den Mädels habe ich nicht so die Energie für die Auseinandersetzungen und mache den Haushalt allein. Aber sie bekommen ja mit wie das geht. Die eine hat immer ein aufgeräumtes Zimmer, die andere ist ein Chaosqueen, die eine kocht nicht, macht höchstens Spiegelei, die andere kocht und bäckt gern und das hat sie irgendwann einfach von sich aus angefangen. Und ich bin mir sicher, wenn sie eines Tages allein Leben, ist das, was sie hier gesehen, aber nie selbst gemacht haben, nicht vergessen. Sie werden es bestimmt packen. Brot schmieren für die Schule tat ich, solange sie welches wollten, aber beim Frühstücken haben sie das allein gemacht und ich kann mich nicht an gezieltes beibringen erinnern, genauso das duschen. Alles kam irgendwie von selbst, spätestens beim DLRG, aber ich glaube sie konnten das auch so. Sie badeten damals aber lieber. Ich überlege gerade, ob ich als Mutter ebenfalls versagt haben soll. Denn gezieltes beibringen aller möglichen Sachen gab es so nicht. Es hat sich irgendwie immer ergeben. Kinder fragen, machen nach, schauen zu…. War ein natürlicher Prozess. Meine zwei können sich zum Beispiel perfekt schminken, das haben sie sich vor Jahren selbst beigebracht, denn ich kann das nicht mal.

x 8 #119


D
Ich bin gerade erst über den Thread gestolpert.
Hast du ihn mal gefragt, wie es ihm mit der Trennung geht?
Denn wenn ein Mensch sich so verbiegt, geht eine Trennung vermutlich auch an ihm alles andere als Spurlos vorbei.
Ich wünsche dir und ihm (Ich kenne halt auch seine Seite) ganz viel Kraft und hoffe sehr, ihr schafft es Freunde zu bleiben.

x 1 #120


A


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