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Trennung nach 14 Jahren Er war mein Retter

A
Wenn man mit 32 die Bakk-Arbeit schreibt, hat man vielleicht eine Vorlesung pro Semester besucht. Wenn überhaupt. Ohne Job, wohlgemerkt. Dazwischen geht man einkaufen, hin und wieder kommt der Rauchfangkehrer vorbei, und im Sommer geht’s mal an den Badeteich.

Was genau ist da also so fordernd, welcher herausfordernde Alltag musste da organisiert werden, dass der eine am Rand des Nervenkollaps steht - und die andere sich total ohnmächtig fühlt?

x 2 #76


A
Zitat von ZeldaFan:
mein Abschluss, mein Auszug und mein eigenes, selbstbestimmtes Leben.

Zitat von Akelei76:
Wie viel Zeit wird da ins Land gehen? Was schätzt du?

Ich versuche es jetzt ein 3. Mal - vielleicht hast du es bisher überlesen!?

Wie schätzt du die Zeitlinie ein bis du ausziehen kannst?

Ansonsten kriege ich deine Beiträge irgendwie nicht zusammen: Einerseits hast du viel gemacht, anderseits ist er im Burnout. Ihr habt beide Jahre, um Jahre verloren wegen des Themas.

Und ich frage dich jetzt ganz direkt (auch mit Blick auf deinen Forennamen): Raucht ihr? Ist das ein Thema?

x 2 #77


A


Trennung nach 14 Jahren Er war mein Retter

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alleswirdbesser
Zitat von Akelei76:
Wie schätzt du die Zeitlinie ein bis du ausziehen kannst?

Zitat:
Zu der Frage, wie lange das dauert: Ich stehe kurz vor dem Abschluss, danach suche ich einen Job. Das kann Wochen oder Monate dauern. Bis dahin leben wir in unserer WG-

x 5 #78


Marloni
@ZeldaFan Erstmal tut mir das sehr leid, dass du das gerade durchmachen musst. Ich selbst wurde vor nicht ganz vier Wochen von meiner Freundin verlassen nach 8,5 Jahren Beziehung, Zukunftsplänen und ganz viel Liebe. Was mir extrem hilft sind Podcasts zu dem Thema um zu verstehen was da eigentlich gerade bei mir passiert, auch körperlich und was und wie mein Gehirn da eigentlich verarbeitet. Das nimmt dem ganzen etwas die Macht. Denn man liebt nicht nur einen Menschen sondern auch die ganze Atmosphäre drum herum, die gemeinsamen Routinen, die Orte, das sind auch alles Dinge an die man bindet und nach so langer Zeit ist das einfach ein kleinschrittiger Prozess das zu verarbeiten. Aber mir hilft es auch mich darauf zu fokussieren, dass ich nicht nur Teil meiner Ex bin sondern auch selbst ein Mensch mit Interessen, Freunden und Familie. Ich bin auch jemand der sich sehr stark an seinen Partner bindet und das möchte ich jetzt auch reflektieren, denn ich möchte mich zwar in Zukunft auch wieder auf eine Partnerin voll und ganz einlassen können aber ich möchte auch mehr bei mir bleiben und mich nicht emotional so sehr abhängig machen. Man muss sein Leben auf mehrere Säulen stützen und nicht nur auf eine romantische Beziehung. So wird die liebe auch freier. Das wäre mein Rat an dich, versuch Dinge zu finden die dir gefallen und dich begeistern, probier was neues aus und versuch etwas selbstständiger zu werden. Meine Ex hat für mich auch viele Dinge geregelt, Papierkram und Versicherungen und jetzt hab ich mir letzte Woche das erste Mal eine eigene Hausratsversicherung gemacht und das hat mich richtig stolz gemacht 😅 und Gib dir Zeit, sei geduldig und fair mit dir. Vorwürfe bringen dich nicht vorran. Leb im hier und jetzt, die Vergangenheit kannst dich nicht mehr ändern und die Zukunft nicht kontrollieren, du kannst nur jetzt im Moment versuchen dir was Gutes zu tun.

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Waldfee47
Zitat von ZeldaFan:
Danke fürs Zuhören.

Du wirst das schaffen, dessen bin ich mir sicher. Nicht mehr so sicher bin ich mir, nachdem ich jetzt mehr von Euch gelesen habe, ob es gut wäre, wenn ihr irgendwann wieder zusammen kommen würdet. Ich glaube, du musst auf eigenen Beinen stehen, vielleicht will er dich gar nicht so "stark" haben, denn dann "brauchst" du ihn ja nicht mehr. Ich finde es toll und bewundernswert, dass Du studierst, in all der Situation. Für Deine Prüfungen wünsche ich Dir alles Gute. Manchmal dauert es eben etwas länger... das Wichtigste ist, dass am Ende alles gut wird. (für dich)

x 3 #80


A
Zitat von ZeldaFan:
Aber diese absolute Hingabe hatte einen furchtbaren Preis. Er hat immer nur für mich funktioniert, mir den Rücken freigehalten und dabei völlig vergessen, an sich selbst zu denken. Er hat alles gegeben, bis er komplett ausgebrannt ist. Der Stress und das ständige "Für-mich-da-sein" haben ihn so sehr belastet, dass er sogar einen Tinnitus bekommen hat.

Welcher Stress denn? Wofür hat er dir denn den Rücken freigehalten? Fürs Einkaufen und Kochen?

Zitat von ZeldaFan:
Er hat mich zudem durch mein Studium getrieben und mich jeden Tag zum Lernen motiviert, weil ich aus mir heraus den Antrieb nicht fand.

Sei mir nicht bös, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass du jeden Tag gelernt hast. Fast 30 Semester für ein 6semestriges Bakkalaureat?

Und ansonsten blieb ja nur der Haushalt und die Freizeitgestaltung. Was organisiert man denn sonst schon groß?

Zitat von ZeldaFan:
Ich habe erst auf einer Klassenfahrt in der Grundschule gelernt, wie man sich ein Brötchen schmiert – geschweige denn, wie man duscht. Meine Mutter hat einfach jeden Tag alles für mich gemacht, ohne den Sinn dahinter zu sehen, mir etwas beizubringen.

Ich konnte in der Grundschule auch keine Brötchen schmieren und halte das für absolut normal, dass in dem Alter die Mama das macht. Ich könnte mich auch nicht erinnern, dass meine Eltern in dem Alter gesteigerten Wert auf meine eigene Meinung gelegt hätten..

Zitat von ZeldaFan:
Während er den Bereich Freizeitplanung und Orga übernommen hat, habe ich zu 100 % den kompletten Haushalt, das Einkaufen und das Kochen getragen. Er musste sich in 14 Jahren nie um diese Dinge kümmern.


Er steht am Rand des Nervenzusammenbruchs wegen eurer Freizeitplanung? Habt ihr irgendwelche aufwändigen Hobbys wie Turnierreiten oä? Oder reden wir da von „Er hat mal das mit den Konzertkarten gecheckt.“

Zitat von ZeldaFan:
Er studiert mittlerweile seit 12 Jahren, weil er sich extrem auf mich konzentriert und sein eigenes Studium vernachlässigt hat. Er muss nun wegen eines Prüfungsordnungswechsels Klausuren wiederholen und verliert bald seinen Werkstudentenjob.

Er studiert seit 24 Semester, weil er eure Freizeit aufwändig organisieren musste? Und hat mit 32 einen Werkstudentenjob, weil er dich so oft trösten musste?

Kann’s nicht eher sein, dass er in Wahrheit auch nicht so viel macht und jetzt die Schuld auf dich schiebt?

x 5 #81


Heloise
@Arnika

Ich wette, es gibt auch irgendeine komplizierte psychologische Diagnose und Krankheit, für das, was landläufig einfach „Faulheit“ genannt wird. Und wenn man sich mit gleichaltrigen Bekannten m, Schulfreunden etc. vergleicht, dann mit 32 in die erste sinnkrise fällt, manche haben da schon Häuser gebaut/gekauft und mehrere Kinder. Da muss dann mal ein anderer Schuldiger her, notfalls die Eltern.

x 2 #82


A
@Heloise Mir ist das alles überhaupt nicht klar. Ein Prüfungsordnungswechsel kommt ja jetzt auch nicht überraschend- das wird Jahre im Voraus angekündigt. Dazu ein kleiner Teilzeitjob.. Da studiert man eben vorher schnell fertig, um sich das Nachholen zu ersparen. Was genau soll an ihr und „der Alltags-Organisation“ (ohne Haushalt!) so zermürbend gewesen sein, und gleichzeitig er die große Rettung und Mentor (?!?) - außer sie ist BL, Histrionikerin oä. Dann könnte man es verstehen.

Ansonsten ist das ja für einen ewigen Studenten, der sich nicht mal um den Haushalt kümmern muss, schon ein bisschen viel der Ehre. Wenn er wenigstens irgendwie erfolgreich wäre, aber so? Oder er hat jahrelange Gehirnwäsche mit ihr gemacht, wie super er nicht angeblich ist.. Checks echt nicht. Weder das mit den Eltern, dem Mentor noch der chronischen Überforderung beider bei einem doch sehr gemächlichen Alltag.

Und mit 18 ist ja kaum jemand wirklich selbstständig. Das lernt man ja erst wirklich, wenn man das Elternhaus und Hotel Mama verlassen hat..

#83


Heloise
Zitat von Arnika:
Ansonsten ist das ja für einen ewigen Studenten, der sich nicht mal um den Haushalt kümmern muss, schon ein bisschen viel der Ehre. Wenn er wenigstens irgendwie erfolgreich wäre, aber so?

Ich hoffe mal nicht, dass sowas häufiger vorkommt und das unser akademischer Nachwuchs sein soll.

Mein Sohn ist jetzt 26 und der hat seit 2 Jahren seinen Master. Ich kann mich nicht erinnern, ihm gezeigt zu haben, wie man ein Brötchen schmiert aber irgendwie hat er es in dieser dysfunktionalen Familie unter der Fuchtel einer Alleinerziehenden geschafft, ab der 3. Klasse seine Brotbüchse selber zu befüllen.

x 1 #84


A
@Heloise Ich könnte mich auch nicht erinnern, dass mir mal jemand gezeigt hätte, wie man ein Brötchen schmiert. Vielleicht hab ich’s mir ganz allein beigebracht, vielleicht aus dem TV abgeguckt. War jetzt nicht so der prägende Moment. Ob das schon toxisch ist?

x 1 #85


alleswirdbesser
Zitat von Arnika:
Und mit 18 ist ja kaum jemand wirklich selbstständig. Das lernt man ja erst wirklich, wenn man das E

Da ist definitiv was dran.

x 1 #86


A
Zitat von alleswirdbesser:
Zu der Frage, wie lange das dauert: Ich stehe kurz vor dem Abschluss, danach suche ich einen Job. Das kann Wochen oder Monate dauern. Bis dahin leben wir in unserer WG-

@alleswirdbesser Danke, dass du das zitiert hast. ich hatte es überlesen.

Also @ZeldaFan Du planst noch Monate in der WG zu leben? Entschuldige bitte aber das ist doch nicht dein Ernst. Besonders nach dem Streit mit deinem Ex muss dir dich klar sein, dass das eine ganz miese Idee ist.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du hier weiterschreibst und dich von den "Damen" die sich nur lustig machen nicht abhalten lässt.

x 1 #87


A
@Akelei76 Sagt ausgerechnet der, der ihr ein Dro. unterstellt…

Vielleicht irrt sie sich - und er hat sie immer kleingehalten. Hab sogar schon an eine dependente Persönlichkeitsstörung gedacht, weil sie ihn gar so in den Himmel lobt, der einen furchtbaren Preis zahlen musste- und sich selbst gar so abhängig zeigt.

Ist schon ein bisschen gar viel Drama für Alltagsbewältigung. Kann man beim Duschen eigentlich was falsch machen? Könnte mich auch nicht erinnern, dass mir das mal beigebracht wurde.

Das ist ja schon etwas sehr krass

Zitat von ZeldaFan:
Um sich selbst irgendwie zu retten und nicht komplett unterzugehen, musste er sich emotional extrem von mir distanzieren. Durch diese harte, notwendige Distanz weiß er nun selbst nicht mehr, wie sehr er mich überhaupt noch liebt.


Wie muss man sich dann das Zusammenleben vor der Trennung vorstellen?

Oder sie verheimlicht uns was, womit sie ihn tatsächlich so zermürbte.

#88


Winza
Kopfschüttelnder Smiley

#89


Löwenzeh
@ZeldaFan

Mir kam beim Lesen der Posts hier ein Gedanke:

Ihr wart einander ein Anker.
Der sich wie Halt anfühlte und auch war.
Aber ihr habt euch auch benutzt, um am Fleck zu bleiben. Euch im Hafen festgehalten und nie das Meer gewagt.
Denn das macht Angst.
Und in der bestärkt ihr euch ungünstig, getriggert von Kindheitsschemata, die aufgelöst werden müssen.

Vielleicht macht ihr das jetzt einfach.
Jeder für sich.

Du bist bereit.
Fühlt sich vielleicht anders an; aber ich lese es zwischen den Zeilen.

Wag dich ins Meer.
Es ist nicht nur unkontrollierbar-
es ist wunderschön.
Lebendig.

Komm leben.
Lang genug gewartet.

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A


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