Zitat von ZeldaFan: Ich habe so langsam mit der Trennung abgeschlossen
Nein. Das ist wie Ebbe und Flut.
Genieß die Ebbe, aber es wird auch noch massig fluten.
Zitat von ZeldaFan: ich denke es wird noch Monate dauern da wirklich komplett von wegzukommen.
Ich denke eher Jahre.
Aber ich fand nur das erste schmerzhaft.
Dann hab ich jahrelang eher verdrängt.
Heute (8 Jahre später) erinnere ich mich gerne an meinen Ex.
Wir waren nur 3 Jahre zusammen.
Nach dem Schmerz kann man das Schöne sehen, das einen voran gebracht hat.
Aber das dauert lange, zumindest bei mir.
Zitat von ZeldaFan: aber ich denke dadurch, dass ich mir jetzt endlich versuche etwas Gutes zu tun, wird die Konzentration wieder stärker werden da ich mehr zur Ruhe komme.
Das versuchst du - heißt, du weißt gar nicht, was dir gut tut, richtig?
Also unternimmst du jetzt Dinge, von denen Leute behaupten "Das tut gut".
Und
erwartest im Umkehrschluss, dass du zur Ruhe kommst UND gesteigerte Konzentration hast.
Ich höre: Druck, DRUCK,
DRUCK!
ICH MUSS ENTSPANNEN!
DAMIT ICH MICH KONZENTRIEREN KANN!
ICH MUSS, MUSS, MUSS.
Was willst du?
Sind Unternehmungen das Richtige für dich persönlich, um zur Ruhe zu kommen?
Unterstützt du deine Konzentrationsfähigkeit auch auf rein körperlicher Ebene?
Ausreichend Schlaf, ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung?
Wenn du nicht die richtigen Grundbedingungen schaffst, kannst du dich endlos abstrampeln, ohne je vom Fleck zu kommen.
Glaube es einer, die sich selbst zehn Jahre lang im Kreis drehte;
ganz ohne Narzissten und Retter.
Nur ich - und kein Plan, wo es lang ging .
Unbedingt arbeiten zu wollen und es mir abzuverlangen war mein Heil aus dem selbstgemachten Elend.
Und es macht mir große Freude, selbst wenn der Arbeitstag mal doof ist.
Die Freude ziehe ich nämlich nicht aus der Tätigkeit per se; der tollste Job kann dich unglücklich machen.
Arbeit ist nicht nur Skla., Schinderei, Notwendigkeit, Zeitnot.
Es ist auch Selbstverwirklichung, Freizeitveredler, Struktur, Inhalt, Einkommens-, Wissens- und Informationsquelle. Entwicklung.
Die Freude ziehe aus mir, meiner eigenen Kraft und meinem Tatendrang, meiner Kompetenz und Hilfsbereitschaft, die man mir komplimentiert; ich ziehe Freude aus der Vorfreude auf den Feierabend. Daran, bei der Arbeit in Gedanken Zuhause zu hängen. Zu überlegen, was ich essen will, lange bevor ich Hunger habe und tatsächlich kochen muss.
Ziehe Freude daraus, körperlich in Bewegung zu sein und geistig auf Abwegen.
War es nicht Einstein, der proklamierte, dass er bei einer "geistlosen" Tätigkeit wie händischer Arbeit, die besten Gedanken und Ideen hatte?
Irgendein Genie sagte jedenfalls mal sowas.
Ich kenne den Zustand mentaler Anödung, zu dem geistlose Tätigkeiten über Stunden hinweg führt.
Und es beflügelt wirklich die Kreativität.
Wieviele Lieder und Gedichte, Texte und Bücher ich in Gedanken geschrieben habe
😂Und die besten Ideen?
Kamen mir auf der Arbeit, wenn ich doch zu 100% an den Gewinn meines liebenden Arbeitgebers denken sollte...
😆