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Trennung nach 14 Jahren Er war mein Retter

ZeldaFan
Zitat von Waldfee47:
Versuche herauszufinden, was Dir gut tut. Treffen mit einer Freundin? Sport? Das ist sicher nicht einfach beim noch Zusammenleben.. auch wenn man plötzlich ohne Zärtlichkeiten miteinander wohnt, dort wo lange Jahre Zärtlichkeit war... ich kann mir das schwer vorstellen und finde das traurig. Und das Lernen in dieser Situation ist sicher auch eine Herausforderung?
Herzliche Grüße

Danke

Genau das versuche ich jetzt endlich. Das machen was mir gut tut. Ich war die letzten Tage gar nicht motiviert dazu, weil ich einfach zu sehr in der Trauer war. Jetzt mache ich es und ich fühle mich endlich wieder gut und ein wenig glücklich und zufrieden. Ich habe so langsam mit der Trennung abgeschlossen. Es ist immer noch sehr schwer und ich denke es wird noch Monate dauern da wirklich komplett von wegzukommen. Und ja, natürlich ist es schwierig aus den Gewohnheiten rauszukommen. Ich vermisse ihn natürlich hin und wieder mal und dann ist es wirklich sehr schwierig seinen Impulsen nicht nachzugeben. Auf die Uni konnte ich mich noch nicht ganz so gut konzentrieren wie üblich aber ich denke dadurch, dass ich mir jetzt endlich versuche etwas Gutes zu tun, wird die Konzentration wieder stärker werden da ich mehr zur Ruhe komme.

x 5 #226


Löwenzeh
Zitat von Hansl:
Ich persönlich denke nicht, daß Du es alleine bewältigen kannst, ein eigenständiges Leben zu führen.

Ich persönlich denke, die Angst zu versagen ist riesig und lähmend -
und die eigentliche Herausforderung.

Eigenständig leben ist nicht so schwer.
Tausendmal leichter als schlechtes Elternhaus.

Muss man halt probiert haben, um es zu wissen.

x 1 #227


A


Trennung nach 14 Jahren Er war mein Retter

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Löwenzeh
Zitat von ZeldaFan:
Ich bin der festen Überzeugung, dass es absolut nichts bringt, vollwertig in der Arbeitswelt zu stehen, wenn man noch in krankhaften Mustern feststeckt oder mit sich selbst nicht klarkommt.

Ich bin der festen Überzeugung, das ist deine Angst, die statt Wegen Gründe sucht und findet.
Wer etwas will, findet Wege.
Wer nicht will, findet Gründe.

Mir hat die Arbeit und das Zur-Arbeit-Gehen erst aus den krankhaften Mustern (allen voran VERMEIDUNG) geholfen. Und dadurch auch dabei mit mir klarzukommen.
Deine feste Überzeugung, etwas abzulehnen, was du noch gar nicht kennen gelernt hast, ist Vermeidung.
Ausschluss der einzigen sinnvollen Lösung.

Denn nach dem Abschluss heißt es dann: ich muss ja erst noch besser klarkommen und mich aus Mustern befreien, die von meinem täglichen Verhalten aufrecht erhalten werden...

Zitat von ZeldaFan:
Man sollte schon zusehen, dass man ein gesundes Fundament hat und mit sich zufrieden ist.

Das gibt dir ein Arbeitsplatz, an dem du täglich kleine Erfolgserlebnisse hast. Kollegen, die du magst und die dich mögen. Tagesstruktur.
Finanzielle Autonomie. Selbstständige Problemlösung und sehr viel mehr generieren und erlernen die meisten über ihre Arbeit.
Das gibt Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit.

Du machst es dir schwer bis unmöglich, indem du das nicht zumindest probierst.

x 4 #228


U
Zitat von Löwenzeh:
Ich bin der festen Überzeugung, das ist deine Angst, die statt Wegen Gründe sucht und findet. Wer etwas will, findet Wege. Wer nicht will, findet ...

Genau. Paar Stunden bei Lidl an der Kasse sitzen das ist schnell gelernt
Die Ware scannen, rechnen muß man auch nicht mehr und das Kleingeld rausgeben. Dafür braucht es weder Therapie noch Studium.
Aber ja, wir leben in einem Land wo man ja auch nicht zwingend arbeiten muß und es bequem mögich ist, sich von anderen finanzieren zu lassen.

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Stella31
Zitat von ZeldaFan:
Ich bin der festen Überzeugung, dass es absolut nichts bringt, vollwertig in der Arbeitswelt zu stehen, wenn man noch in krankhaften Mustern feststeckt oder mit sich selbst nicht klarkommt. Man sollte schon zusehen, dass man ein gesundes Fundament hat und mit sich zufrieden ist.

Wenn das so allgemein wäre, könnte kaum jemand arbeiten gehen!

Gerade kann Arbeit sogar sehr gut dazu beitragen, zufrieden, gesünder und glücklicher zu werden.
Und das nicht nur im erlernten Beruf.

Ich höre da bei dir heraus, dass du dir Idealvorstellungen machst und solange diese nicht vorhanden sind, hast du einen Grund, stehen zu bleiben.

Du kannst nach Abgabe der Bachelor Arbeit,die ja so lange nicht mehr dauern dürfte, direkt einen Job annehmen. Und wenn es nur ein Minijob ist.

Du hast in deinem ganzen Leben, soweit ich lesen konnte, nie auch nur irgendeinen Job gemacht.
Das ist ein Luxus, den sich keiner in meinem Umfeld leisten konnte und auch nicht wollte.

Schon im Teeny Alter war es normal, Zeitungen auszutragen oder irgendwo mitzuhelfen, um sich den ein oder anderen Euro dazu zu verdienen.
Das macht ja auch was mit dem Selbstwert.
Das eigene Geld zu haben, unabhängig von irgendwem.

Und dass du, aufgrund deines Studiums mit Kusshand irgendwo genommen wirst, kannst du in heutiger Zeit ebenfalls vergessen.

In meinem Freundeskreis sind bestausgebildete Menschen mit Masterstudium, etlichen Qualifikationen und diversen Skills, die um befristete Arbeitsplätze kämpfen und jährlich wieder Bangen, ob der Vertrag verlängert wird.

Mit deiner Einstellung sehe ich dich da leider nicht im Sattel.
Das mag hart klingen, aber dir einfach nur freundlich zustimmen, bringt dich auch nicht weiter.

Zudem klingt deine Ambivalenz aus deinen Nachrichten ziemlich raus.
Gerade noch verzweifelt und in starker Trauer, bist du einen Tag später schon wieder ziemlich glücklich. Die Bachelor Arbeit, auf die du dich voll konzentrierst und die dich in Beschlag nimmt, hast du dann doch nicht so richtig weitermachen können. Und mal ist dein Ex dein Retter, dann hält er dich klein.
Puh!

x 6 #230


Löwenzeh
Zitat von ZeldaFan:
Ich habe so langsam mit der Trennung abgeschlossen

Nein. Das ist wie Ebbe und Flut.
Genieß die Ebbe, aber es wird auch noch massig fluten.

Zitat von ZeldaFan:
ich denke es wird noch Monate dauern da wirklich komplett von wegzukommen.

Ich denke eher Jahre.
Aber ich fand nur das erste schmerzhaft.
Dann hab ich jahrelang eher verdrängt.

Heute (8 Jahre später) erinnere ich mich gerne an meinen Ex.
Wir waren nur 3 Jahre zusammen.
Nach dem Schmerz kann man das Schöne sehen, das einen voran gebracht hat.
Aber das dauert lange, zumindest bei mir.

Zitat von ZeldaFan:
aber ich denke dadurch, dass ich mir jetzt endlich versuche etwas Gutes zu tun, wird die Konzentration wieder stärker werden da ich mehr zur Ruhe komme.


Das versuchst du - heißt, du weißt gar nicht, was dir gut tut, richtig?

Also unternimmst du jetzt Dinge, von denen Leute behaupten "Das tut gut".
Und erwartest im Umkehrschluss, dass du zur Ruhe kommst UND gesteigerte Konzentration hast.
Ich höre: Druck, DRUCK, DRUCK!

ICH MUSS ENTSPANNEN!
DAMIT ICH MICH KONZENTRIEREN KANN!
ICH MUSS, MUSS, MUSS.

Was
willst du?
Sind Unternehmungen das Richtige für dich persönlich, um zur Ruhe zu kommen?
Unterstützt du deine Konzentrationsfähigkeit auch auf rein körperlicher Ebene?
Ausreichend Schlaf, ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung?

Wenn du nicht die richtigen Grundbedingungen schaffst, kannst du dich endlos abstrampeln, ohne je vom Fleck zu kommen.

Glaube es einer, die sich selbst zehn Jahre lang im Kreis drehte;
ganz ohne Narzissten und Retter.
Nur ich - und kein Plan, wo es lang ging .

Unbedingt arbeiten zu wollen und es mir abzuverlangen war mein Heil aus dem selbstgemachten Elend.

Und es macht mir große Freude, selbst wenn der Arbeitstag mal doof ist.
Die Freude ziehe ich nämlich nicht aus der Tätigkeit per se; der tollste Job kann dich unglücklich machen.

Arbeit ist nicht nur Skla., Schinderei, Notwendigkeit, Zeitnot.


Es ist auch Selbstverwirklichung, Freizeitveredler, Struktur, Inhalt, Einkommens-, Wissens- und Informationsquelle. Entwicklung.

Die Freude ziehe aus mir, meiner eigenen Kraft und meinem Tatendrang, meiner Kompetenz und Hilfsbereitschaft, die man mir komplimentiert; ich ziehe Freude aus der Vorfreude auf den Feierabend. Daran, bei der Arbeit in Gedanken Zuhause zu hängen. Zu überlegen, was ich essen will, lange bevor ich Hunger habe und tatsächlich kochen muss.
Ziehe Freude daraus, körperlich in Bewegung zu sein und geistig auf Abwegen.

War es nicht Einstein, der proklamierte, dass er bei einer "geistlosen" Tätigkeit wie händischer Arbeit, die besten Gedanken und Ideen hatte?
Irgendein Genie sagte jedenfalls mal sowas.

Ich kenne den Zustand mentaler Anödung, zu dem geistlose Tätigkeiten über Stunden hinweg führt.
Und es beflügelt wirklich die Kreativität.
Wieviele Lieder und Gedichte, Texte und Bücher ich in Gedanken geschrieben habe 😂
Und die besten Ideen?
Kamen mir auf der Arbeit, wenn ich doch zu 100% an den Gewinn meines liebenden Arbeitgebers denken sollte...😆

x 1 #231


D
@ZeldaFan

welche Firma würde dir eine Jobzusage machen ohne Abschluß, der noch Aussteht.
Firmen benötigen AN sofort und nicht mit Eintritt ungewiss

#232


U
Mittlerweile halte ich das Thema hier für Fake.
So weltfremd kann einfach niemand heutzutage mehr sein.

x 1 #233


alleswirdbesser
Zitat von Stella31:
Das ist ein Luxus, den sich keiner in meinem Umfeld leisten konnte und auch nicht wollte.

Und tut sich im Lebenslauf leider nicht gut. Denke ich zumindest. Aber auf die paar Wochen oder Monate kommt es auch nicht mehr an.

x 2 #234


Löwenzeh
Zitat von Stella31:
Das ist ein Luxus, den sich keiner in meinem Umfeld leisten konnte und auch nicht wollte.

Gut für diejenigen.
Wie man sieht, ist es ein Luxus, der einen teuer zu stehen kommt.

x 1 #235


Stella31
Zitat von alleswirdbesser:
Aber auf die paar Wochen oder Monate kommt es auch nicht mehr an.

Oder Jahre 🙈

x 1 #236


ZeldaFan
Hallo ihr Lieben,

ich dachte, ich melde mich nach der Woche mal wieder mit einem kleinen Update bei euch. Wer meine letzten Beiträge kennt, weiß ja, wie schwer die Anfangszeit war.

Die letzten Wochen waren (und sind) ein absolutes Auf und Ab. Mal geht es mir richtig gut und es klappt super, mich emotional von ihm zu distanzieren – und dann gibt es wieder Tage und Nächte, an denen mich die 14 gemeinsamen Jahre mit voller Wucht einholen und der Schmerz extrem tief sitzt.

Was aktuell total verrückt ist: Wir reden immer noch sehr viel miteinander und kommen im Alltag wirklich gut zurecht. Es ist alles recht locker zwischen uns geworden und teilweise verstehen wir uns jetzt, wo der Beziehungsdruck weg ist, sogar besser als noch während der Partnerschaft. Das ist manchmal schwer zu greifen, aber gleichzeitig hilft es mir extrem bei einer ganz wichtigen Erkenntnis: Von Tag zu Tag verstehe ich mehr, warum diese Trennung genau das Richtige für uns ist.
Wir müssen beide lernen, endlich auf eigenen Beinen zu stehen. Wir müssen lernen, wie es ist, alleine zu wohnen und als eigenständige Individuen zu existieren – und nicht immer nur als dieses festgefügte "Wir", das wir unser halbes Leben lang waren.

Mir ist in der letzten Zeit etwas wahnsinnig Wichtiges über mich selbst bewusst geworden: Ich habe mich in dieser Beziehung komplett verloren. Ich hatte damals einfach nicht den Mut, ihm zu zeigen, was ich eigentlich mag. Obwohl er sogar danach gefragt hat, habe ich mich aus Unsicherheit einfach an alles gewöhnt, was ihm gefiel. Ich habe irgendwann angefangen, das zu mögen, was er mochte, anstatt mich zu trauen, mal wirklich ich selbst zu sein.
So weh das alles manchmal noch tut, sehe ich jetzt diese riesige Chance: Ich darf mich endlich komplett neu entdecken. Ich lerne jetzt die Version von mir kennen, die ich nie ausleben konnte.

Und genau aus dieser Entwicklung heraus lassen wir uns beide die Zukunft offen. Niemand von uns schließt aus, dass irgendwann in der Zukunft vielleicht doch wieder etwas aus uns werden könnte. Aber das kann und darf nur passieren, nachdem wir beide an uns gearbeitet haben, einzeln gewachsen sind und gelernt haben, auf eigenen Beinen zu stehen. Niemand weiß, was kommt – das wird uns die Zeit zeigen.

Für mich liegt der Fokus jetzt aber erstmal zu 100 % auf meiner eigenen Zukunft. Mein Studium steht kurz vor dem Abschluss, ich sitze intensiv an meiner Bachelorarbeit und fange an, mich für Jobs zu bewerben. Er wird voraussichtlich im Oktober/November ausziehen. Das gibt mir jetzt genau das richtige Zeitfenster, um meinen Abschluss zu machen, mir einen Job zu suchen und mein komplett eigenes Fundament zu gießen, bevor sich unsere Wege räumlich trennen.
Es ist verdammt viel zu tun und mein Herz ist oft noch sehr schwer, aber ich merke, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Danke fürs Lesen und für euren ganzen Zuspruch in der letzten Zeit!

x 11 #237


Löwenzeh

alleswirdbesser
@ZeldaFan in einem anderen Faden hast du heute berichtet, dass ihr eure Beziehung zum Schluss geöffnet habt und dass es danach Berg ab ging. Auch dass er eine feste Gespielin hätte, du auch? Irgendwie sehe ich den Trennungsgrund nach dieser Info noch mal aus einer anderen Perspektive. Habe ich es hier überlesen oder hast du es bisher gar nicht erwähnt?

x 3 #239


U
@alleswirdbesser
Ich hab mich auch darüber gewundert. Wo doch ihr Partner so kaputt und depressiv geworden ist weil er sie dauernd betüddeln musste.

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A


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