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Trennung nach 18 Jahren, jetzt wieder Kontakt

Atomicblue
@hotte

Danke für deine Offenheit.
Und es zeigt dass Du Dich unbedingt mit diesen Baustellen befassen musst.

Ich sehe es zB bei mir ähnlich, da sind auch Baustellen zB mit meiner (toxischen) Mutter. Da sind zwei Kinder. Und ich nehme mich da nicht raus dass auch ich meine Fehler gemacht habe in der Ehe.
Das möchte ich aufarbeiten, wenn der Umzug durch ist.

Meine Schwiegermutter meinte gestern zu mir, dass ich wahrscheinlich auch oft zu gutmütig war. Er hat zu viel gearbeitet, sar zu viel unterwegs und da hätte ich vielleicht Grenzen ziehen müssen. Aber ich wollte ihn unterstützen und vielleicht war das mein Fehler. Meine Schwägerin hätte ihren anderen Sohn etwas fester im Griff, die sagt dem schon wo es langgeht und wenn ihr was nicht passt.
Das ist auch so ein Ding aus meiner Kindheit…sei „brav“ und dann wirst Du gemocht. Kante zeigen war nicht erwünscht..

Aber das fasse ich zB nicht als böse Kritik auf sondern als konstruktive Kritik.

Meine Schwiegis judgen und bashen mich nicht. Sie mögen mich sehr und haben mir gestern klar gesagt dass ich auch in Zukunft immer willkommen bin. Auch wenn ich mal Urlaub habe und hier raus muss soll ich anrufen, Zimmer ist immer frei für die Kids und mich.

Ich möchte auch keinen Krieg zwischen dem Nochmann und mir.
Aber aktuell schwebt der auf Wolke 7 mit seiner neuen. Und wenn er hier ist, dann verzieht er sich in sein Büro. Oder geht früh schlafen.
Und alles was ich aktuell machen kann, ist dass ich die Kinder und auch mich stabil halte. Ich habe nun auch eine Wohnung, heute renoviere ich weiter.

Alles weitere wird die Zeit zeigen.

Ich nutze aber diese Zeit um auch mich selber zu hinterfragen. Höre beim Streichen gute Podcasts. Halte auch mal inne, trinke einen Tee und denke nach.
Ich möchte auch ein Tagebuch mit diesen Gedanken führen.

Sollte der Nochmann irgendwann auf mich zukommen…ich würde definitiv auf eine Paartherapie bestehen. Ohne auf ein Revival zu hoffen, sondern ich würde es erst mal ohne Erwartungen angehen.

Ein Revival wäre auch hier harte Arbeit und ich glaube aktuell überhaupt nicht daran.
Wichtiger ist mir eine gute Eltern-Beziehung wegen der gemeinsamen Kinder. Aber auch das muss reifen.

Der Abstand ist aktuell das beste, auch wenn der Cut sehr sehr weh tat.
Das Wohnungen besichtigen war schon hart - es hatte nicht dieses „Vorfreudige“, wie wenn man in eine neue Stadt zieht oder mit einem Partner zusammenzieht.
Es hatte was schweres.

Als ich die Zusage bekam habe ich mich auch nur semi gefreut und dachte beim Unterschreiben des Mietvertrages und der ersten Überweisung nur „Tja…das war es jetzt“

Mich sprechen viele an dass die neue Küche schön wird und die Wohnung so toll sei..Aber ich kriege maximal ein sparsames Lächeln und ein „Mmmh“ raus.

x 3 #31


E
Hallo @hotte,

Du bezeichnest dich selbst als Overthinker, das ist ungünstig. Wie wäre es, die letzten Tage des Jahres dazu nutzen, Billanz zu ziehen? Ohne Kontakt nach draußen, realistisch und rational. Was kann ich? Was muss ich noch lernen? Welche sind meine Stärken und Schwächen etc. Also in diesem Sinne. Klarheit schaffen. Nicht bezuich was es war, sondern unmittelbar auf dich bezogen. Du schreibst einiges über deine Themen und scheinst sie auch zu kennen. Das ist schon mal toll. Damit kann man (also du) was anfangen. Was mir fehlt ist ein commitment, was du gedenkt zu tun, um deine Entwicklung zu fördern. Unabhängig von ihr, deine ex spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.

Mich schleicht das Gefühl, dass du einen rebound willst, nur weil du dich nicht so attraktiv empfindest auf der Partnermarkt. Das gibst du auch teilweise zu. Es mag womöglich auch stimmen, dass dein jetziges ich nicht ein Sechser im Lotto ist (schwaches Selbstbewusstsein, Altlasten, weiß nicht, was er will etc). Das ist aber nicht dein wahres ich, das ist nur das, was du momentan (und vermutlich in den letzten Jahren) wählst zu leben.

Rationalität hilft. Realismus hilft auch. Aber der Wille zu Weiterentwicklung muss da sein und der Biss auch, denn es ist ein Lager und mühsamer Weg. Sich vorzustellen, dass man in 3 Monaten, eine nennenswerte Entwicklung durchgemacht hat, ist in meinen Augen ein Witz. Und in 3 Wochen lächerlich. Sorry.

Es gibt keine Abkürzung. Wer was nachhaltig verändern will, muss bereit sein, harte Arbeit zu leisten. Das ist meine Erfahrung.

Ein Rebound ist in meinen Augen nur ein Pflaster, wo eine OP notwendig wäre...... Wenn du das eingesehen hast, reden wir weiter. Jetzt wäre es verschwendete Zeit, wenn ich über das wie schreiben würde.

x 2 #32


A


Trennung nach 18 Jahren, jetzt wieder Kontakt

x 3


Atomicblue
Zitat von Ella:
Ein Rebound ist in meinen Augen nur ein Pflaster, wo eine OP notwendig wäre......


Und das wäre eine große OP, die beide wollen müssen. Mit allen unangenehmen Symptomen und Schmerzen.

x 1 #33


Atomicblue
P@hotte

Ich möchte noch ergänzen:

Die Gründe spielen dabei auch eine sehr gewichtige Rolle und gerade wenn Du mit deinem Selbstwert kämpfst, ein Overthinker bist und es auch gerne allen recht machen möchtest…das sind die wichtigsten Punkte an denen Du arbeiten musst.

Es sind deine Baustellen.

Denn bei der Trennung geht es nicht nur um das „warum“ sondern auch um das „wie“.
Mein NM zum Beispiel hat sich da echt nicht mit Ruhm bekleckert, dass er da sofort eine Neue hatte die wohl auch sehr lange im Verborgenen lieg und die er allen als „gute Bekannte“ verkauft hat. Da lief definitiv mehr und zwar auch schon als er die Trennung nicht ausgesprochen hatte. Da war auch ein heimlicher Urlaub mit ihr und ich will nicht wissen was noch alles…

Und da muss man sich auch selber im Klaren sein, was man eigentlich da bereit ist alles zu verzeihen…
Das ist teilweise echt harter Tobak und das hat Wunden hinterlassen.
Sehr tiefe Wunden.

Oder um es anders darzustellen - das ist kein kleiner Blechschaden oder Kratzer, den ein „Beulendoktor“ wieder aus der Karosserie rausziehen oder polieren kann…das hier ist ein Totalschaden. Mit kaputtem Glas und Verformungen und Verknautschungen und der Bordcomputer nur noch schwach flackernd mit heraushängenden Kabeln und Drähten…und ob man das wieder komplett reparieren kann bezweifle ich. Mit viel Geduld und Sensibilität - und viel viel Zeit! - vielleicht, und auch nur wenn man es wirklich möchte - aber es werden Narben bleiben.

x 2 #34


Femira
Hey Hotte, danke für deine Offenheit auch von mir. 🙂
Das sind ja alles Dinge, die man gut angehen kann.
Zitat von hotte:
Ich sehne mich ultimativ nach dauerhafter Sicherheit (in Sinne von im Alter keine Flaschen sammeln zu müssen

Gut, dann ab und schaffe dir finanzielle Bildung drauf. Finanztipp zum Beispiel hat gute und verständliche Bücher, einen tollen Blogg und sogar einen kostenlosen Kurs. Fang an. Ohne Partnerin hast du Zeit ohne Ende.
Zitat von hotte:
einigermassen gesund zu sein soweit ich das beeinflussen kann)

Machst du Sport? Ausdauer und Kraft/Dehnung ist aus empirischer Sicht eine unschlagbare Mischung. Wer zwischen 2 1/2 und 7 1/2 h Sport in der Woche macht, hat bessere Herz und Kreislaufwerte und eine geringere Chance auf Depression. Was machst du?

Zitat von hotte:
seelenfrieden ohne die ganze zeit über alles und jeden nachzudenken.

Dann hilft Yoga. Unbedingt. Meditation auch, aber mit Yoga ist es leichter.

x 3 #35


Vajana
@hotte : Du scheinst gerade unbedingt auf die Reunion zu hoffen und diese zu wollen. Kann das sein?

Dazu kann ich dir sagen: Mein Freund und ich sind in der Reunion. Wir waren 1,5 Jahre zusammen, dann trennte er sich. So haben wir ganze 2 Jahre jeweils als single weitergelebt und kleine Schritte aufeinander zugemacht. Der start der Reunion ist nun etwa 2,5 Jahre her. Aber weisst du was? Es droht uns schon wieder auf die Füsse zu fallen! Wir sind kein neues rosa Paar. Wir sind keine neuen Menschen. Unsere beiden gemeinsamen Kinder sind noch nicht in der Schule. Wir haben wirklich viel Frust, wenig bis keine Romantik und dazu die Verantwortung. Aktuell bin ich am in mich reinhören ob ich das alles noch kann und will. Ich will sagen: auch das happy End ist nicht immer das schöne rosa Wölckchen. Es will sehr gut überlegt sein.

x 3 #36


alleswirdbesser
Zitat von Vajana:
Unsere beiden gemeinsamen Kinder

Ich habe deine letzten Threads ein bisschen mitverfolgt. Ist noch ein Kind dazugekommen? Es lief doch alles andere als gut. Glaube er hat mehr Zeit mit seinem Freund verbracht als mit euch.

x 1 #37


Vajana
@alleswirdbesser als er so viel Zeit mit dem damaligen "Freund" verbrachte ( von dem er nach all der Arbeit übrigens nichts mehr hörte) waren wir getrennt. Wir fanden wieder zusammen, es gab erneut eine schöne rosa Phase (ja man ist immer so blöd ich weiss) und dann kam unser Nachzügler. Und damit auch mein Klick Moment. Ich kenne nun unser grösstes Thema. Die enorme Veränderung mit einem Baby. Jetzt wiederholt sich quasi alles und ich realisiere es. Dass wir weniger Probleme mit uns hatten, als dass er eher vor der "Babyzeit" flüchtet. Er sagte es so nie aber jetzt ergibt 1+1 eben 2 und ich komme mir dumm vor aber nunja. Dies ist dann die meine Baustelle die ich bearbeiten muss damit mir sowas möglichst nie wieder passiert. In Sachen Mann. In Sachen Kinder wusste ich dass das Thema für mich nun durch ist und habe nach der Geburt Nägel mit Köpfen gemacht.

#38


alleswirdbesser
@Vajana das tut mir leid. Jetzt lässt er dich mit zwei kleinen Kindern hängen.

x 1 #39


hotte
@Ella

Zitat von Ella:
Rationalität hilft. Realismus hilft auch. Aber der Wille zu Weiterentwicklung muss da sein und der Biss auch, denn es ist ein Lager und mühsamer Weg. Sich vorzustellen, dass man in 3 Monaten, eine nennenswerte Entwicklung durchgemacht hat, ist in meinen Augen ein Witz. Und in 3 Wochen lächerlich. Sorry.

Seit März diesen Jahres bin ich in der Selbstreflektion, wir hatten da auch mit einer Eheberatung bei einer Psychologin angefangen die ich nach ausspruch der Trennung selber weiter besucht habe. Dazu habe ich im Mai eine Verhaltentherapie angefangen. Ungefähr seit der Zeit gehe ich auch zu einer regelmässigen Männergruppe eines Coaches und habe mich bei zwei Selbsthilfegruppen angemeldet (eine davon mittlerweile aber auch wieder aufgegeben).

Ich kann es verstehen das du so denkst, aber wie gesagt, es ist schon etwas mehr Zeit als nur 3 wochen oder so.

Zitat von Ella:
Es gibt keine Abkürzung. Wer was nachhaltig verändern will, muss bereit sein, harte Arbeit zu leisten. Das ist meine Erfahrung.

Das musste ich leider auch feststellen. Aber, und das halte ich für ganz wichtig, ich möchte nicht "etwas" nachhaltig verändern sondern mich selbst. Den das ist das einzige was ich wirklich beeinflussen kann.

x 1 #40


hotte
@Femira
Zitat von Femira:
Gut, dann ab und schaffe dir finanzielle Bildung drauf. Finanztipp zum Beispiel hat gute und verständliche Bücher, einen tollen Blogg und sogar einen kostenlosen Kurs. Fang an. Ohne Partnerin hast du Zeit ohne Ende.

Aktuell habe ich ein Haus und habe bei der Trennung (dank Unterstützung durch die Familie) die Möglichkeit gehabt meine Frau auszuzahlen. Aktuell ist das meine geplante Altersvorsorge aber es frisst halt auch viel Verantwortung und auch monatliche Mittel.


Zitat von Femira:
Machst du Sport? Ausdauer und Kraft/Dehnung ist aus empirischer Sicht eine unschlagbare Mischung. Wer zwischen 2 1/2 und 7 1/2 h Sport in der Woche macht, hat bessere Herz und Kreislaufwerte und eine geringere Chance auf Depression. Was machst du?

Ich habe im Monat laut meiner Fitnessapp zwischen 220k und 270k Schritte und rund 2300 bis 2700 aktivminuten pro monat. in den letzten Monaten bin ich mehr gewalkt als für Muskelaufbau ins Studio zu gehen aber ja, das mache ich auch. Im Sommer fahre ich gerne Fahrrad.


Zitat von Femira:
Dann hilft Yoga. Unbedingt. Meditation auch, aber mit Yoga ist es leichter.

Das habe ich auch schon oft gehört. Bei Yoga muss ich immer pupsen, das ist mir ein wenig unangenehm und für Meditation schaffe ich es noch nicht meinen Geist lange genug ruhig zu bekommen.

Aktuell hilft auch der Sport nur kurz. Ich gehe raus und schaffe es tatsächlich das Gefühl loszulassen aber sobald ich wieder zu Hause bin kommt das wieder. Ich denke das liegt daran das ich aktuell Urlaub habe und alleine im großen Haus bin. Im neuen Jahr gehe ich endlich wieder arbeiten und rechne damit das es deutlich besser wird.

#41


hotte
Zitat von Vajana:
@hotte : Du scheinst gerade unbedingt auf die Reunion zu hoffen und diese zu wollen. Kann das sein? Dazu kann ich dir sagen: Mein Freund und ich sind in der Reunion. Wir waren 1,5 Jahre zusammen, dann trennte er sich. So haben wir ganze 2 Jahre jeweils als single weitergelebt und kleine Schritte aufeinander zugemacht. ...

Ja, tatsächlich würde ich mir das wünschen. Ich habe mich für die Trennung entschieden (es war ein rationales Gespräch wo wir uns beide darauf geeinigt hatten) weil ich das Gefühl hatte von ihr nicht respektiert zu werden. Ich bin aktuell allerdings auch nicht mehr so sicher ob das wirklich das beste für MICH ist. Ist gerade alles etwas kompliziert und ich traue meinen eigenen Emotionen nicht.

x 2 #42


Vajana
@hotte das schöne ist ja, dass du Zeit hast. Komm wie geplant selbst auf die Beine und schaue dabei immer wieder was du fühlst und willst. Oft hat man ein tolles Bauchgefühl. Man muss "nur" darauf hören. Da wären wir dann bei meinem Beitragszitat zwinkern

#43


Vajana
@alleswirdbesser danke sehr. Aber ich sehe auch meine Anteile / Verantwortung. Er ist schlicht überfordert. Das entbindet ihn nicht da er es auch gerade auf sich bezogen hätte besser wissen müssen. Jedoch wäre es da auch zu leicht gedacht ihn als Schurke ins Licht zu rücken.

x 2 #44


Femira
Zitat von hotte:
Im neuen Jahr gehe ich endlich wieder arbeiten und rechne damit das es deutlich besser wird.

Also du hast für jeden Tipp eine Ausrede 🤣

Das nennt sich Widerstand in der Psychologie.
Ich kann dir zeigen, was ich meine.
Zitat von Femira:
Ich sehne mich ultimativ nach dauerhafter Sicherheit (in Sinne von im Alter keine Flaschen sammeln zu müssen

Das Zitat ist von dir. Sry, dass da Femira steht. Dafür gebe ich dir einen Tipp und du antwortest
Zitat von hotte:
Aktuell ist das meine geplante Altersvorsorge

Ah. Also war das erste Verarsche? Ich denk nicht, sondern du willst den Popo nicht hoch bekommen. 😁
Und so machst du das mit allen Tipps hier.
Weißt du, Menschen haben Angst vor Veränderungen. Jedenfalls die meisten von uns. Von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist es, wie stark diese Angst ist. Und wie groß diese Angst wird eben in den Widerständen sicjtbar. Die meisten, die hier aufschlagen, spüren, dass sie in einer Veränderung stecken. Sie sind verzweifelt und bereit, sicj zu ändern, weil sie spüren, dass sie müssen. Die Widerstände sind dann kleiner.
Da du dich aber noch an deiner Ex klammerst und dir Hoffnungsschlösser baust, bist du nicht sehr bereit, etwas zu ändern. Damit verhinderst du aber auch, dass es für euch nochmal etwas werden kann. Deshalb schau mal, ob du was an deinen Widerständen lösen kannst.

Im Übrigen ist deine Altersvorsorge nicht sehr informiert gewählt. Deswegen möchte ich dir noch einmal nahe legen, dir finanzielle Bildung drauf zu schaffen. Hier ist die Begründung dazu
https://gerd-kommer.de/blog/mieten-oder-kaufen/

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