Liebe Ella
Du klingst sehr traurig.
Und das darfst du auch sein.
Wenn eine langjährige Beziehung nicht einvernehmlich zu Ende geht, ist es auch traurig.
Für den, der verlassen wird, stellt es alles auf den Kopf.
Es tut mir sehr leid.
Ja, du darfst traurig sein, aber du solltest nicht deinen eigenen Wert anzweifeln.
Denn eines ist sicher, zum Zerbrechen einer Beziehung gehören beide.
Nicht du alleine warst für ein Gelingen verantwortlich.
Zitat von Ellatraurig: Ich weiß nur noch dass er erzählt hat dass ich so launisch, zickig war, unserer streits zu eh nichts geführt haben. Wie lange er mich schon nicht mehr liebt variierte zwischen einem halben Jahr und zwei Jahren. Also ich habe die ganze schuld aufgelastet bekommen und den Schuh habe ich mir erstmal angezogen.
Naja, du wirst nicht grundlos schlechte Laune gehabt haben.
Zudem, wenn es ihn störte, warum suchte er dann kein Gespräch genau zu diesem Zeitpunkt?
"Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden."
Somit zieh dir den Schuh nicht an, es sei denn er zieht den anderen an.
Für mich klingen seine Vorwürfe nur nach lahmem Erklärungsnotstand und der Versuch das eigene schlechte Gewissen zu beruhigen.
Aber dafür bist du nicht zuständig.
Zitat von Ellatraurig: ich habe das meiste alleine gewuppt. Ich weiß das ich Fehler gemacht habe das ich launisch war aber Hilfe oder Verständnis habe ich nicht bekommen,
Kein Mensch ist fehlerfrei - übrigens auch dein NM nicht.
Lass dir nicht die alleinige Verantwortung aufbürden.
Und gib nicht die Verantwortung für dein Leben ab.
Momentan trifft er die Entscheidungen und du lebst damit.
Warum?
Auch du entscheidest!
Zitat von Ellatraurig: ich weiß es ist nicht gut was ich da mache aber ein gutes Verhältnis zu haben wäre für die Kinder auch wichtig.
Warum glaubst du, dass dein Vorgehen falsch ist?
Hält dein NM seine Taten für richtig?
Entscheidungen, die du jetzt getroffen hast, sind schon deswegen okay, weil es eben deine eigenen sind.
Ja, momentan bist du im Panikmodus und versuchst alles, um eure Partnerschaft zu retten.
Auch wenn es vielleicht letztendlich nicht funktioniert, ist es dennoch verständlich.
Sei’s drum.
Wie geht’s jetzt weiter?
Zitat von Ellatraurig: Die Betreuung der Mädels wollten wir uns teilen bzw. alles findet unten bei uns statt, gemeinsame Mahlzeiten usw.
Zitat von Ellatraurig: er wäre dafür das gesamte Geld was gespart wurde auftzuteilen und dann ein gemeinsames Konto machen wo alles was die Familie betrifft bezahlt wird und der Rest bezahlt jeder selbst.
Möglicherweise ist das ein Weg.
Aber ist es der beste Weg für dich?
Vielleicht investierst du etwas Geld in eine juristische Beratung, bevor du diesbezüglich irgendwelche Zusagen machst.
Zustimmen kannst du immer noch.