×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

693

Trennung nach 27 Jahren

M
Zitat von Heffalump:
Wollte Ex ganz am Anfang auch, quasi von gleich auf jetzt. Da hab ich mir auch nur gedacht, Freunde gehen mit einem nicht so um, wie er es tat

Genau das denke ich auch. Mein Ex meinte das anfangs auch. So wie er sich verhält, glaube ich nicht, dass er noch Wert auf Freundschaft legt.
Manchmal frage ich mich, wie das wird, wenn die Kinder erwachsen sind und Geburtstag feiern oder heiraten.

x 3 #286


Heffalump
Zitat von Maura:
glaube ich nicht, dass er noch Wert auf Freundschaft legt.

Ich glaube, die wissen nicht, wie man Freundschaft lebt

x 3 #287


A


Trennung nach 27 Jahren

x 3


C
Zitat von Maura:
Genau das denke ich auch. Mein Ex meinte das anfangs auch. So wie er sich verhält, glaube ich nicht, dass er noch Wert auf Freundschaft legt. ...

Ich habe auch kein Freundschafts-Dingens mit meinem Ex. Habe, nachdem die Formalitäten mit Trennung und Kindern durch waren, recht schnell geschaut, dass ich Land gewinne - es war einfach unerträglich. Hätte ich vorher auch nicht gedacht und mich immer gewundert, warum die meisten Paare nach einer Trennung nicht mehr "befreundet" sind.

Am Anfang dachte ich, dass ich das Freundschafts-Dingens auf jeden Fall durchziehen muss, (a) weil ich souverän sein wollte und (b) wegen der Kinder. Schnell habe ich aber realisiert, dass Grund (a) Bullsh... ist. Grund (b) natürlich nicht - und nach wie vor würde ich auf meinen Ex zugehen, wenn ich den Eindruck hätte, dass das für die Kinder (oder auch nur eines von ihnen) absolut kriegsentscheidend wäre. Mein Eindruck ist aber, dass eine Freundschaft zwischen ihrem Vater und mir (bzw. auch nur Kontakt zwischen uns) für die Kinder zwar schön wäre, dass es für sie aber auch keine Katastrophe ist, dass es das nicht gibt.

Was ich tue: Ich rede niemals schlecht über ihren Vater oder Next (und sende auch, soweit wie irgend möglich, keine entsprechenden nonverbalen Signale) und streue in unsere Unterhaltungen häufig nette Anekdoten / Erinnerungen über ihn und aus unserer gemeinsamen Familienzeit ein. Bei Festen etc. der Kinder ist selbstverständlich ein netter und freundlicher Umgang möglich. Ich glaube, das reicht bzw. ist ganz einfach "good enough".

x 6 #288


M
Zitat von Caecilia:
Am Anfang dachte ich, dass ich das Freundschafts-Dingens auf jeden Fall durchziehen muss, (a) weil ich souverän sein wollte und (b) wegen der Kinder.

Souverän kann man auch ohne Freundschaft sein. Ich denke mir das so: er hat mir die Ehe aufgekündigt und sich von meinem Vertrauten Nr. 1 zu jemandem entwickelt, der mir das Leben anscheinend gerne schwer machen möchte. Er könnte mich auch in Ruhe lassen und selbst souverän zurücktreten und schauen, was er angerichtet hat. Er kann mir Zeit lassen und aufhören, mich gemeinsam mit seiner Neuen vor den Kindern kleinmachen zu wollen. Er könnte aufhören, seine grenzenlose, einzigartige Liebe über Social Media breitzutreten, wie er es mit unserer Ehe nie getan hat, was mich nachträglich noch zusätzlich vor anderen demütigt. Ich schaue es mir nie selbst an, aber andere halten sich mit Mitteilungen darüber nicht immer zurück.
Wenn ich es schaffe, nicht gehässig zu werden, bin ich souverän genug. Eine Freundschaft würde ich unter den Umständen eher als unsouverän bewerten.

Zitat von Caecilia:
Mein Eindruck ist aber, dass eine Freundschaft zwischen ihrem Vater und mir (bzw. auch nur Kontakt zwischen uns) für die Kinder zwar schön wäre, dass es für sie aber auch keine Katastrophe ist, dass es das nicht gibt.

Wichtig ist, wie man sich verhält, falls man sich sieht. Bei uns ist die Trennung 6 Monate her. Ich bin den beiden noch nie als Paar begegnet. Davor graut es mir schon. Ich hoffe, ich sehe an diesem Tag blendend aus, falls es zufällig passiert.
Diese Frau hatte schon immer einen selbstzufriedenen Gesichtsausdruck, der wird jetzt nicht besser bei mir ankommen. Ihr gegenüber werde ich nie freundschaftliche Gefühle haben. Allein daran scheitert eine Freundschaft mit dem Ex.
Hat hier irgendwer eigentlich schonmal erlebt, dass der oder die Ex nach einer evtl. Trennung von der Nächsten ankam, um sich zu entschuldigen? Ich meine nicht, ankommen, um einen zurück haben zu wollen. Ich glaube, wenn die beiden nicht mehr zusammen wären und er sich oder beide zusammen sich entschuldigen würden, könnte ich mir vorstellen, bei besonderen Anlässen gemeinsam am Tisch zu sitzen. Mit der Nächsten wäre ich noch eher bereit, zu reden.

Zitat von Caecilia:
Ich rede niemals schlecht über ihren Vater oder Next (und sende auch, soweit wie irgend möglich, keine entsprechenden nonverbalen Signale) und streue in unsere Unterhaltungen häufig nette Anekdoten / Erinnerungen über ihn und aus unserer gemeinsamen Familienzeit ein.

Mein großer Sohn erzählt mir ab und zu kleine Spitzen, die die beiden über mich ablassen. Da schaffe ich es nicht, nonverbale Signale zu unterdrücken. Ich erkläre ihm dann immer, aus welchem Grund die beiden das brauchen. Das lässt sie natürlich nicht im besten Licht dastehen. Ich rede also nicht schlecht, aber auf Nachfrage ehrlich. Mein Sohn hasst es, mit neutralen Floskeln abgespeist zu werden, wenn er sich über dieses Verhalten auskotzen muss.
Wenn meine Eltern mit irgendwelchen Spitzen gegen meinen Ex anfangen, würge ich das aber ab. Das verbitte ich mir. Ich würde auch nie über meinen Ex vor den Kindern mit einem evtl. neuen Partner lästern oder ihn lästern lassen.

Mir fällt noch diese Anekdote ein, due mein Sohn mir erzählte: als er anfangs sehr wütend auf seinen Vater war wegen der Art der Trennung und dies seinem Vater sagte, meinte mein Ex zu ihm, er sei stolz, dass er selbst es geschafft habe, unserem Sohn so tolle Werte beigebracht zu haben (dass unser Sohn das Verhalten seines Vaters falsch findet). Über diese Äußerung ist mein Sohn immernoch si fassungslos, dass er es mir des öfteren erzählte mit begleitenden Kotzgeräuschen.

x 4 #289


Heffalump
Zitat von Maura:
wie er es mit unserer Ehe nie getan hat, was mich nachträglich noch zusätzlich vor anderen demütigt

Wolltest du echt ne Ehe führen, wo jedes Detail nach außen dringt?

Hat mein Dödel auch mit Zimtschnecke gemacht, zur Anfangsphase, ihrer beider Lybe

x 1 #290


S
Zitat von Taja1976:
Weil Wir Charakter haben und lieben.

Man nennt es toxisches Verständnis …..

Man entschuldigt Dinge des anderen die dann für ein selbst dadurch giftig werden.

x 2 #291


Liv225
Zitat von Maura:
Hat hier irgendwer eigentlich schonmal erlebt, dass der oder die Ex nach einer evtl. Trennung von der Nächsten ankam, um sich zu entschuldigen

Ich glaube nicht…

Das hab ich auch mal gedacht, wie er das hinterrücks angezettelt hat, wie er sich benommen hat…
Nach einiger Zeit könnte er doch als ehemals vertrautester Freund, Vertrauter aus Jahrzehnten sich dafür entschuldigen.
Nicht DASS er gegangen ist, sondern wie…
Wird wohl nicht passieren… er ist ein komplett anderer.
Zum Glück ists mir mittlerweile egal.
🫂

x 3 #292


M
Zitat von Heffalump:
Wolltest du echt ne Ehe führen, wo jedes Detail nach außen dringt?

Nein, natürlich nicht - ich weiß auch gar nicht, ob es 2004 schon so etwas gab wie Insta. Ich denke nicht.
Trotzdem. Er ist ein anderer Mensch. Sprachnachrichten nerven ihn tierisch. Jetzt ist er die ganze Zeit nur dabei im Urlaub mit den Jungs Sprachnachrichten hin und her zu versenden. Das erzählt mir mein Sohn... und der Gute sagt seinem Vater auch direkt ins Gesicht, dass ihn das nervt. Er darf sich das Gesäusel auch anhören. Ich warte darauf, dass er künftig gern Fasching feiert, Pärchensitze im Kino benutzt (zwei seiner verhassten Dinge), raucht und Motorrad fährt. Jedem das Seine, aber er muss sich all die Jahre tierisch verstellt haben.

#293