rinchen
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Eure Worte sind die Wahrheit die ich brauche.
Auch zu wissen, dass es noch andere gibt, die das selbe durchmach(t)en, hilft ungemein.
Meine Familie hilft mir so sehr. Sie sind für mich da und hören mir zu. Verstehen mich und bekräftigen mich in meiner Entscheidung. Alle stehen hinter mir, ich bin so froh darum.
Heute war ich bei meinem Bruder und ich habe seine neue Freundin kennen gelernt. Ich habe immer wieder an meine eigene "(Ex-)Beziehung" gedacht, als ich die beiden gesehen habe. Aber am meisten habe ich gelacht und gescherzt, und das, obwohl zwei Stunden zuvor allein zuhause die Welt unterging und ich dachte ich könnte nie wieder glücklich sein.
Ich habe mich um eine Wohnung auf Zeit gekümmert. Ich möchte eigentlich zurück "nach Hause", in meine Heimat. Aber meine Arbeit hält mich davon ab. Ich verdiene sehr gut und meine Kolleginnen sind toll. Die Entscheidung, wo ich jetzt im Moment sein möchte, kann ich nicht endgültig treffen. Deshalb denke ich, dass dieser Zeitpuffer mir gut tun wird. Vielleicht kann ich in ein paar Monaten besser entscheiden. So plötzlich vollkommen die Segel zu streichen, das wäre zu viel auf einmal.
Am Samstag habe ich den Besichtigungstermin, und direkt am 01.11. könnte ich einziehen. In ein paar Monaten könnte ich dann mit hoffentlich klarem Kopf entscheiden, wo ich hingehöre.
Soll ich mir jemanden mitnehmen? Meinen Vater, meinen Bruder? Damit ich nicht "rückfällig werde"? Ich muss noch einmal in die Wohnung, meine Sachen holen. Die letzten Worte wechseln. Wird es einfacher sein, wenn ich jemanden "da" habe? Oder soll ich es alleine durchziehen?
Ich habe Angst davor. Wir waren so lange zusammen und ich gehöre eigentlich zu ihm. Ich möchte es einfach hinter mich bringen, am liebsten würde ich ihn gar nicht mehr sehen, damit ich nicht in Versuchung gerate. Auf der anderen Seite fühle ich mich Schuldig, nach der langen Zeit einen "würdigen Abschied" zu finden.