Ich komm mal auf der Sachebene an; hier etwas zu klären ist meiner Erfahrung nach einfacher, als mit der emotionalen Belastung umzugehen
Warst Du schon bei einem (Fach!)Anwalt für Familienrecht und hast Dich beraten lassen? Bei so kurzer Ehe wie bei Euch würde ich mir keine großen Gedanken über den Zugewinnausgleich machen, das kann nicht die Welt sein, zumal ja diverse Faktoren noch eine Rolle spielen. Bevor ein Notar für irgendwelche Vereinbarungen eingeschaltet wird, würde ich die ~ 250 Euro für eine Erstberatung ausgeben. U. U. ist nämlich der Notar teurer als die Summe, die Du ihr vielleicht als Ausgleich zahlen muss.
Das kann Dir aber nur ein Anwalt berechnen.
Deine Wohnsituation ist tatsächlich sehr verzwickt, da weiß ich nicht wirklich einen Rat. Über vergossene Milch zu jammern nützt Nix, aber so wie Du die Umstände beschreibst, ist es extrem schwierig. Ich hatte eine wirklich liebe Schwiegermutter (sie lebt nicht mehr), aber die Küche hätte ich never ever mit ihr teilen wollen, da hätten wir uns mit Sicherheit in die Haare bekommen.
Vielleicht gibt es doch eine Möglichkeit, irgendwo mindestens eine Kochnische einzubauen? Wobei das bei 45 qm natürlich sportlich ist. Aber so hättest Du zumindest die Option, die Wohnung irgendwann zu vermieten. Denn mal ehrlich: Das Haus zu übernehmen mit Hinblick auf eine evtl. Familiengründung war bei der Größe der zur Verfügung stehenden Wohnfläche nicht wirklich gründlich überdacht
Aktuell nützen Dir aber mögliche Umbaupläne nichts, Deine Frau ist weg. Dein Kummer tut mir sehr leid und ich drück Dir alle Daumen, dass es vielleicht doch wieder etwas wird bei Euch beiden.
Ihr war beide sehr jung (Ihr seid immer noch sehr jung!) beim Kennenlernen, 18 und 22. Da entwickelt man sich noch und manchmal leider auch in unterschiedliche Richtungen, einiges sieht man 10 Jahre später oft anders oder hat Belastungen (mit der Mutter/Schwiegermutter unter einem Dach ist mMn eine) völlig unterschätzt.
Ich wünsche Dir, dass Ihr einen guten Weg findet, so oder so
🍀