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Trennung von Narzissten

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Fühle dich umarmt.
Das mit dem ignorieren und anschweigen finde ich persönlich am schlimmsten. Einer der untersten Karten, die man ziehen kann. Was müssen die sich klein fühlen, dass sie ihren Willen nur mit solchen Mitteln glauben, erreichen zu können. Grausam.

03.10.2020 23:12 • #31


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Oh ja bitte. Ich habe richtig Angst, dass ich aus diesem Frust nicht mehr heraus komme. Ich habe mir immer geschworen, dass ich mich von so was nicht mitnehmen lasse, nicht abstumpfe. Aber jetzt fühle ich mich, als hättre mir jemand mein Energielicht einfach ausgepustet. Meine Ausstrahlung ist schlicht nicht mehr vorhanden. Ich will nicht mehr fühlen. Keine Liebe, keinen Hass. Im Moment fühle ich aber beides. Es klebt so an mir und das ist schrecklich. Ich trete gefühlt auf der Stelle.

03.10.2020 23:15 • #32



Trennung von Narzissten

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Leider wohnt der Ex gleich um die Ecke und ich kann auch nicht so schnell umziehen, aus diversen Gründen. Deshalb passe ich meinen Rhythmus so an, dass ich immer dann unterwegs bin, wenn ich glaube, er ist arbeiten. Diesbezülich hat er da relativ feste Zeiten. Aber dann muss ich natürlich noch darauf achten, wann die Kinder von der Schule heim kehren. Und wenn er seine Feierabendzeit hat, traue ich mich nicht raus. Ist ja auch wichtig, ohne das jemand toxisch sein muss, dass man sich erst mal nicht unbedingt begegnen sollte. Und in meinem /unseren Fall erst Recht. Ansonsten gehe ich tatsächlich öfter mal recht weite Strecken und powere mich aus. Zuhause mache ich auch noch mal Sport. Aber dennoch, ich bin so dermaßen unter Strom.. Ich habe auch Kopfschmerzen. Ich bin verzweifelt. Mein Sohn leidet gerade sehr unter seinem kontrollsüchtigen, narzisstischen Vater, was auch noch mal sehr an mir nagt. Ich kann erst mal nichts unternehmen, weil mein Sohn aus Angst, jede Hilfe ablehnt. Er ist vierzehn und hat von dem jahrelangen Terror schon genug gehabt. Mit Narzissten ist nun mal keine Einigung möglich und nun möchte ich das auch nicht mehr. Aber mein Sohn tut mir Leid, sehr Leid. Ich hoffe, dass er seinem Vater irgendwann die Stirn bietet. Er hat nichts falsch gemacht.
Ich habe nun so viele, toxische Beziehungen durch und nun ist jetzt der Groschen gefallen. Irgendwie sehe ich plötzlich vieles sehr viel klarer, ich kann mich leichter lösen, ohne diese Verlustangst. Vieles hat sich bei mir so positiv verändert. Ich bin so dankbar darüber. Ich kann jetzt aktiv an dem Feinschliff arbeiten. Jedoch aber erst, wenn ich aus dieser schrecklich bremsenden Energielosigkeit raus bin. Ich bin innerlich super aufgekratzt, aber gleichzeitig mit jeder Kleinigkeit überfordert. Ich will das nicht mehr. Und ich will nicht mehr wütend sein. Ich will meinen Frieden schließen und nach vorne sehen, bitte.

03.10.2020 23:26 • #33


Samsung1


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Ich kann es zumindest ein Stückweit nachvollziehen. Ich bin auch der Meinung meine Ex ist eine Narzisstin. Sie zeigt die typischen Anzeichen und hat auch die Vergangenheit die so eine Störung sehr fördert.

Leider ist es noch schwerer so Leute loszulassen. Aber du bist echt schon stark, du hast es selbst beendet, dies hätte ich wohl nicht geschaft. Ich wurde vor vollendete Tatsachen gestellt, als bei mir die Energie leer war, den einen leeren Akku brauchen diese Menschen nicht.

Natürlich kann dir da keiner wirklich viel helfen außer zuzuhören und einen Erfahrungsaustausch stattfinden zu lassen.

Ich kann dir nur sagen, du scheinst wirklich stark zu sein, da du für dich entschieden hast, dass du es so nicht mehr willst. Viele Menschen schaffen dies lange lange lange Zeit nicht.

Natürlich darfst mir auch eine PN schreiben wenn du möchtest.

03.10.2020 23:57 • x 1 #34


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Danke dir. Das tut gut zu lesen, in Anbetracht der Tatsache, dass ich mich derzeit total schwach fühle- Aber vielleicht bin ich das tatsächlich gar nicht so, wie ich es gerade empfinde.
Ich habe auch irgendwo neulich gesehen, dass sogar empfohlen wird, dass man sich selbst von dem Narzissten löst und nicht anders rum. Also nicht darauf zu warten, bis er es tut, weil man da ja sicher in ein noch tieferes Loch fällt. Und das bin ich auch so schon genug. Ich muss hart gegen meine Selbstvorwürfe kämpfen, weil ich mir soviel hab bieten lassen und mir immer wieder sagen, dass dies einen höheren Grund hatte, dass mir das alles unbewusst war und ich deshalb nichts dafür kann. Jetzt ist es mir bewusst und nun würde ich auch eindeutig Mitschuld tragen, wenn ich so etwas trotzdem dulden würde. Ich bin mir sicher, dass ich mir solchen in Zukunft besser vom Leib halten kann. Irgendwann, wenn man zu viel mitgemacht hat und immer weniger von dir übergeblieben ist, kommt ein Wendepunkt, glaube ich. Und dann passiert das Gegenteil und man wird stärker, als man es zuvor jemals war. Aber natürlich muss man erst mal heilen und wieder Kraft schöpfen.
Ich glaube, wenn man nur die Schuld bei dem anderen sucht, ohne zu sich selbst zu hinterfragen, sich selbst zu fragen, wo die eigenen Denkfehler liegen, dass man so jemandem die Chance gab, einen so oft und lange zu verletzen, dann hat man einfach etwas nicht verstanden und verpasst eine Chance auf einen großen Entwicklungsschritt in der Persönlichkeit. Es geht ja auch nicht nur um Wachstum, sondern um Freiheit. Ich hatte Ketten, die mir nicht bewusst waren. Durch meine Unsicherheiten habe ich viel, viel zu viel darüber nachgedacht, was andere denken könnten. Ich habe meine Entscheidungen nach Außen getroffen. Zum Beispiel, ob jemand Anderes denken könnte, ob ich mich anstellen könnte, wenn ich mich soundso entscheide, anstatt in mich reinzuhören, ob es sich für mich richtig anfühlt. Das kam eindeutig aus meinem Elternahaus. Meine Mutter war hochnarzisstisch, das weiß ich jetzt und suggerierte mir immer, dass ich falsch fühle, falsch denke, falsch entscheide, nicht gut bin. Das habe ich mitgenommen. Ich weiß jetzt, dass ich alles entscheiden darf, was ich will, auch wenn es anderen nicht passt. Jedoch läuft niemand in meinen Schuhen und auch ich laufe nicht in den Schuhen anderer. Es wird schon Gründe für die Entscheidungen anderer geben.
Nicht jeder muss aber gleich schlimme Vergangenheitserfahrungen gemacht haben, wenn er mit einem Narzissten zusammen war. Vielleicht reicht da auch schon, dass wir als Kind naiv beigebracht bekommen zu haben, deinen Nächsten zu lieben und dass in jedem etwas gutes steckt. Ich jedenfalls werde meinen Kindern das nicht beibringen. Ich werde ihnen beibringen, dass es bösartige Menschen gibt und dass sie das meist selbst nicht merken (ein Kranker weiß nicht, dass er krank ist) und nichts dafür können, aber das es besser ist, sich von ihnen fern zu halten. Denn es geht immer auf deine Gesundheit. Immer. Es gibt Ratschläge und Videos zum Umgang mit Narzissten, von denen ich aber absolut nichts halte. Das hilft vielleicht vorübergehend, wenn es gerade nicht anders möglich ist und man gezwungen ist, sich mit einem Narzissten auseinander zu setzen. Aber sicher nicht als Dauerlösung. Der Umgang mit ihnen macht durch ihr Verhalten immer was mit einem und da kommt man früher oder später an seine Grenzen. Man wird wütend, schlecht gelaunt und kommunizieren kann man es ja auch nicht, weil Narzissten einen schwindelig reden, aber niemals zielführend. Und das raubt dann auch noch mal Energie. Deswegen, jeder der sagt, man solle das weite suchen, hat absolut Recht. Auf den sollte man auch hören. Man sollte sich so gut wie es möglich ist, von Narzissten fern halten.

04.10.2020 07:12 • x 2 #35


Heffalump

Heffalump


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Zitat von Dasisaberuncool:
Ich werde ihnen beibringen, dass es bösartige Menschen gibt

Nimm deinen Kindern aber nicht den Mut, sich zu testen und Erfahrungen zu machen.


Zitat von Dasisaberuncool:
Man sollte sich so gut wie es möglich ist, von Narzissten fern halten

Man begegnet Ihnen über all, in der Schule, als Arzt oder Anwalt. Aber auch als Briefträger - in jeder Form und Geschlecht

04.10.2020 07:20 • #36


Samsung1


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Ich denke es ist absolut normal, dass man erst die Schuld bei sich sucht. Dieses Verhalten wurde einem ja lange genug in der "Beziehung" antrainiert. Mir wurde klar gemacht, dass ich durch mein Verhalten schuld bin, wenn meine Partnerin mich anlügt.

Wenn einem aber klar wird, dass man nicht die Hauptschuld trägt sondern, dass man hätte machen können was man wollte und es hätte nicht funktioniert, fällt es leichter.

Ich denke aber auch du solltest deinen Kindern nicht das Vertrauen zu anderen Menschen nehmen, da kannst du echt viel kaputt machen. Sie sollten eher lernen, zwischen den Zeilen zu lesen und sich ihr eigenes Bild von Menschen zu machen.

Ich denke du bist auf dem richtigen Weg. Zieh aus dem erlebten eigene Stärke und versuch daraus zu lernen.

04.10.2020 07:26 • #37


Zweizelgänger

Zweizelgänger


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Zitat von jaqen_h_ghar:
Die Ambulanzen dieser Kliniken bieten meistens nur eine sehr basale Anbindung. Mehr als Rezepte und ein paar Minuten offenes Ohr ist da oft nicht drin.

Das mag teilweise stimmen, ist aber nicht allgemein so. Es gibt in den Kliniken auch zum Teil einen, speziell für solche Situationen, eingerichteten Psychologischen-Dienst.

04.10.2020 07:33 • #38


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Ich werde ihnen nicht den Mut nehmen. Ich habe ihnen gesagt, dass es ganz wichtig ist, auf ihr Bauchgefühl zu hören.

Ja, ich weiß, dass es sie überall gibt, natürlich. Man kann sich aber entsprechend verhalten, wenn man es weiß. Und den Arzt wechseln kann man auch.

04.10.2020 07:34 • #39


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Ich war selbst mal Patient in solch einer Klinik, vor fast 20 Jahren und habe einen ganz tollen Therapeuten gehabt. Das ist schade und traurig, wenn einem das Gefühl vermittelt wird, dass man beiseite geschoben wird. Das ist gerade da sehr schade. Aber leider gibt es auch dort Menschen, die die Wichtigkeit verfehlen.

04.10.2020 07:36 • #40


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Das kam bestimmt falsch von mir rüber, gerade, was ich meinen Kindern vermitteln will.
Ich möchte ihnen natürlich nicht die Möglichkeiten nehmen, Vertrauen zu können. Meinen Kindern lasse ich da ihren eigenen Weg. Trotzdem ist es gut, dass ich das noch mal von euch gesagt kriege. Danke.

04.10.2020 07:39 • x 1 #41


Binaneu


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Ach ja, das fiel mir noch ein..
Es gibt noch den sozialpsychiatrischen Dienst.
Der mag überall unterschiedlich organisiert sein.
Zumindest hier bei uns, hat der zweimal die Woche eine offene Sprechstunde.
Da kann man einfach hingehen, ohne Termin.
Zur Überbrückung der schwierigsten Zeit, bis Du einen Therapieplatz bekommst, könnte das vielleicht eine " erste Hilfe" sein.

Kannst Dich ja mal informieren, wie die in Deiner Stadt oder Deinem Landkreis arbeiten, ob es ein vergleichbares Angebot gibt.

04.10.2020 07:46 • #42


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Ach ja, stimmt! Diesen Dient hatte ich ja total vergessen.
Da informiere ich mich jetzt mal. Danke!

04.10.2020 07:50 • x 1 #43


jaqen_h_ghar


Mal so ganz nebenbei:
Es fällt bei einer größeren Anzahl von Antworten der TE schwer, den jeweiligen Bezug zu den vorherigen Beiträgen zu erkennen bzw. zuzuordnen. Also bitte mal bisschen Zitieren üben - das macht es für alle Beteiligten einfacher.

04.10.2020 08:29 • x 3 #44


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Zitat von jaqen_h_ghar:
Mal so ganz nebenbei:
Es fällt bei einer größeren Anzahl von Antworten der TE schwer, den jeweiligen Bezug zu den vorherigen Beiträgen zu erkennen bzw. zuzuordnen. Also bitte mal bisschen Zitieren üben - das macht es für alle Beteiligten einfacher.

Du darfst mich auch gerne persönlich ansprechen, ohne in der dritten Person zu sprechen.
Vielleicht selbst auch mal lernen, solche Dinge anders zu kommunizieren, weil ich das tatsächlich noch nicht kann. Da könnte man auch Tipps geben, oder auch einfach nicht mehr hier antworten. So einfach.

04.10.2020 08:36 • #45



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