ImKreis
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Es wird nicht viel Neues in dieser Bilanz kommen, nur die Bestätigung des Satzes, dass man aus jeder Trennung gestärkt hervorgehen kann. Dass man vieles lernt. Und dass alles einen Sinn hat. Diese Dinge hört man immer wieder doch am Anfang ist es nicht zu glauben. Jeder Tag ist endlos. Der Schmerz ist kaum auszuhalten. Und die Vorstellung, dass Licht am Ende des Tunnels kommt, ist unmöglich.
Irgendwann geht es tatsächlich besser, Rückfälle kommen trotzdem stündlich. Und man fragt sich immer wieder, warum, wieso und was soll mir das alles nutzen und mir soll ich daran wachsen. Doch wenn einmal die echte Reflexion einsetzt, wenn irgendwann einmal Klarheit zurück ins Gehirn kommt und nicht die schlechten Gefühle alles überlagern, dann ist es Zeit zum Nachdenken. Ich kann jedem raten, es zuzulassen.
Ich bin durch eine Gefühlsachterbahn gegangen, wie ich sie nur selten vorher erlebt hatte. Und das, obwohl ich eigentlich selbst die Trennung wollte. Wie schlimm muss es für Menschen sein, die die Trennung nicht wollen? Aber wer bereit ist, zu lernen und zu akzeptieren und irgendwann auch einmal loslassen kann, der wird viel über sich selbst erfahren.
Am Ende dieses Jahres muss ich sagen, dass es eines der wertvollsten Jahre der letzten Zeit war. Und ich weiß nun, dass ich tatsächlich gestärkt bin und dass ich vieles über mich weiß. Ich kann nicht ausschließen irgendwann einmal wieder unter einer Trennung schlimm zu leiden. Aber ich habe nun einige Werkzeuge für mich entdeckt, wie ich das Leiden positiv nutzen kann und wie ich auch die Leidenszeit verkürzen kann und die Phase des Loslassens besser einleite.
Glaubt mir, Leute, so schlimm auch Tag 1, Woche 1 und Monat 1 sind, ihr könnt stärker aus der Trennung herausgehen, als ihr vorher wart. Irgendwann macht es klick und dann muss man dran bleiben, Rückschläge akzeptieren aber immer 1 Schritt mehr nach vorne gehen, als man zurück gegangen ist.
