SugarMami
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seit ca. einem halben Jahr lese ich mit und habe überlegt, ob ich schreibe oder nicht.
Bei mir ist es etwas anders. Ich bin die unglückliche Ehefrau (29), die ihren Mann (31) "betrügt" und mit der Affäre (38) gerne eine Zukunft hätte.
Ich will es nicht zu lange halten, verusche aber die Ausgangssituation darzustellen:
Mein Mann und ich sind seit 6 Jahren zusammen und seit gut einem Jahr verheiratet. Im August habe ich unseren Sohn zur Welt gebracht (war kein Kind der Liebe, sondern des Kalenders - S. haben wir kaum, es macht mir keinen Spaß). Ich bin seit längerer Zeit sehr unglücklich. Mein Mann ist immer nur am jammern, egal bei was, ihm geht's permanent schlecht, kriegt seinen Ar. nicht hoch, hockt 24/7 am PC, unternimmt nichts mit mir und ist permanent schlecht gelaunt. Wir reden immer aneinander vorbei und teilen keine Interessen mehr. Wenn er aber zu seinem Freund will, geht's ihm wunderbar. Für mich interessiert er sich nicht, auch für unser Kind nicht besonders. Unser Tag ist so: Baby und ich sind im Wohnzimmer oder einkaufen oder Kaffee trinken und er sitzt von morgens bis er ins Bett geht im Büro. Er war Kfz Mechaniker und macht im Moment eine Umschulung, wegen Bandscheibenvorfälle.
Ich hatte schon Zweifel an der Hochzeit, hätte aber mein Leben mit ihm so gelebt und die Situation so akzeptiert. Er hilft mir bei nichts, hat sich in der Schwangerschaft nicht gekümmert (habe bis zur Entbindung den Haushalt geschmissen und trotz, dass er Urlaub hatte, musste meine Schwester mich nach der Geburt bei allem unterstützen). Ich habe die Missstände und was mich stört so oft angesprochen, aber es ändert sich einfach nichts. Als Spitze des Eisbergs hat er bei einem Streit in der Schwangerschaft gesagt ich und das Kind seien der größte Fehler in seinem Leben und ich solle abtreiben. Er hat sich dafür zwar entschuldigt aber im Herzen bleibt es und irgendwie denke ich, dass das schon so gemeint war.
Nun zur Affäre: ihn habe ich auf der Arbeit kennen gelernt. Wir haben uns von Anfang an gut unterhalten, mehr aber nicht. Dann als ich aus dem Hochzeitsurlaub zurück kam, hat er beiläufig erzählt, dass sich seine Frau von ihm getrennt hat. Das tat mir so leid, dass ich ihm meine Unterstützung angeboten habe. Anfänglich haben wir über das interne Chat Programm geschrieben und später dann über WhatsApp, waren reden, spazieren, Kaffee trinken usw.
Für beide war klar, dass es eine normale Freundschaft ist. Irgendwann war ich dann bei ihm als er mir sagte, dass er sich verliebt hat. Mir ging es genau so. Er ist so mega aufmerksam, tut so vieles für mich, ist für mich da, geht mit mir Kaffee trinken (was mein Mann nicht macht), würde sich ein Bein für mich und den kleinen ausreißen, wir teilen den selben Humor, haben immer Gesprächsthemen und lachen viel zusammen. Er gibt lieber als zu nehmen. Mein Mann nimmt ausschließlich.
Seine Töchter mögen mich auch und ich sie.
Er ist grundsätzlich nicht mein Typ aber mein Herz schlägt für ihn.
Wir hatten keinen S. aber andere Intimitäten.
Mir tut das richtig weh. Auf der einen Seite würde ich so gerne mit ihm mein Leben teilen, nochmal mit ihm Kinder kriegen und einfach glücklich sein und auf der anderen Seite will ich meinen Mann nicht verlassen, weil ich ihm nicht weh tun will oder gar schuld, dass er seine Umschulung nicht packt oder sonst was. Und ein schlechtes Gewissen habe ich auch.
Ich habe absolut keine Ahnung, was ich machen soll.
Ich weiß zwar, dass mir niemand wirklich helfen kann aber vielleicht habt ihr eine Meinung zu dieser Situation oder Tipps?
Ich danke euch schon Mal und Bitte darum, mich nicht zu verurteilen.