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Unterschied Freundschaft + und Beziehung

alleswirdbesser
Zitat von Hermine47:
ok ! viel anderes bleibt ja dann an Plänen auch nicht übrig wenn die "Üblichen" wegfallen.

Was ist denn der übliche Plan? Und wenn das das Zusammenziehen wäre, hat man dann keine Pläne mehr, sobald das passiert?

x 1 #106


Hermine47
Zitat von So-What:
Was verändert es für Dich an der Beziehung, qualitativ, werthaltig, positiv (und negativ)?

Genau darum mache ich mir ab und an Gedanken. Wenn ich Themen wie Diese, nicht nur hier verfolge.
Auch wenn ich jetzt 2 Jahre single bin und aktuell nicht "suche" überlege ich mir doch wie meine Zukunft aussehen kann/soll.
In meiner letzten "Beziehung" wohnten wir auch nicht zusammen und lustigerweise war es auch die die am Längsten hielt.
Auch wir haben uns fast täglich gesehen (ohne Sex) , übernachteten aber nie beim jeweils anderen und so gingen meine Gefühle mit der Zeit flöten, weil die Nähe/das Zusammengehörigkeitsgefühl fehlte.
Selbstverständlich ist eine Beziehung viel mehr als nur eine gemeinsame Adresse < die kann ja auch nur eine Wg sein,
nicht wenige Beziehungen sind das auch > nur noch Wg`s.
In dieser letzten "Beziehung" planten wir eben "nur" gemeinsame Urlaube, in denen es dann auch Sex und Nähe gab.
Ich bin mir auch nicht sicher ob ich für eine neue Beziehung meine eigene Wohnung aufgeben möchte/würde ...
ich weiß aktuell nur das ich Nähe und Alltag in einer Beziehung brauche, das heisst nicht 24/7 aber doch etwas mehr als nur alle 2-3 Monate wenn man zusammen in den Urlaub fährt.
Vor dieser Beziehung hatte ich eine 3monatige F+ mit dieser gab es mehr gemeinsame Unternehmungen/Interessen als später dann mit der Beziehung, auch fanden regelmässig Übernachtungen beim jeweils anderen statt. So kann ich also widerlegen das es die Unternehmungen nur gab um an das Eine zu kommen. In unserem Fall war das Käse denn das Eine gab es von Beginn an - und es war fantastisch 🤣 Man kann aber auch nicht nur den ganzen lieben langen Tag in der Kiste liegen 😉
Was es verändert kommt wohl vorwiegend auf die beteiligten Partner an.
Ich bin z.b. ein Mensch der sich eine gewisse Planung/Struktur wünscht, dazu war mein ExPartner nicht in der Lage.
Er wollte gerne "spontan entscheiden" wann er bei mir nächtigt.
Auch mache ich mir darüber Gedanken wie Verantwortung für den anderen übernehmen zusammen passt mit dem oft zitierten Rückzugsort den eine eigene Wohnung bietet.
Ist die Gefahr nicht doch sehr groß sich gerade dann zurück zu ziehen, wenn es schwierig wird und Verantwortung übernommen werden müsste ?

x 1 #107


A


Unterschied Freundschaft + und Beziehung

x 3


Hermine47
Zitat von alleswirdbesser:
Was ist denn der übliche Plan?


Na die üblichen Pläne sind eben Dinge wie ein Kind anschaffen (oder mehrere), Heirat , Hausbau und Co.
Bis zu einem gewissen Alter (vielleicht).
Ich bin jetzt auch ü50 und mache mir Gedanken welche Pläne das noch sein könnten, in meinem Alter.
Gerade weil ganz viele in dem Alter ein Zusammenwohnen/ziehen ausschließen.
So kann man ja noch nicht mal ein gemeinsames Haustier anschaffen weil es dann zwischen den Haushalten immer
hin und herziehen würde. Als Bsp. jetzt.

Ich weiß nicht mehr, wer es genau geschrieben hat; aber ein gravierender Unterschied von Partnerschaft und F+ ist tatsächlich der das ich meinen Partner in Entscheidungen mit einbeziehe und die nicht für mich alleine treffe,
so wie es mein Ex z.b. getan hat.

x 2 #108


alleswirdbesser
Zitat von Hermine47:
Na die üblichen Pläne sind eben Dinge wie ein Kind anschaffen (oder mehrere), Heirat , Hausbau und Co.
Bis zu einem gewissen Alter (vielleicht).
Ich bin jetzt auch ü50 und mache mir Gedanken welche Pläne das noch sein könnten, in meinem Alter.

Ich bin nicht viel jünger als du und habe solche Pläne auch hinter mir, sie sind bei der Partnerwahl und Beziehungsgestaltung nicht mehr relevant. Und sollten wir eines Tages doch überlegen zusammen zu ziehen, so wäre mir dann eine ganz neue Immobilie lieber, als dass ich bei ihm einziehen würde (ich selbst wohne zur Miete und so gesehen wäre das naheliegend, dass ich es einfacher hätte zu ihm zu ziehen), aber mir inzwischen zu risikoreich). Man hat halt in der Regel schon ein paar Erfahrungen gesammelt in dem Alter und ich stelle nun fest, dass man nicht zusammen wohnen muss. Früher war es anders. Ich weiß auch schon an welchem Punkt es zwischen uns krachen würde, sollte es eines Tages soweit sein und er nicht bereit es zu ändern. Aktuell beeinflusst es mein Leben aber gar nicht und sein Zuhause ist sein Reich, da müssen wir gar nicht darüber sprechen. Natürlich hatte ich das mal angemerkt und er meinte es wäre doch klar, dass es dann anders wäre.

#109


J
Zitat von alleswirdbesser:
Ich finde das mittlerweile ganz angenehm getrennte Haushalte zu haben und wir nennen es Beziehung.

Getrennte Haushalte hat nichts mit getrennte Leben zu tun. Wenn ihr jetzt von den 7 Tagen dennoch 2 - 7 in einem Haushalt lebt. Egal ob bei ihr oder ihm. Und wie schon gesagt wurde ein gewisser Rückzugsort. Das passiert sicher oft wenn man 24/7 aufeinander sitzt und das mindestens einer von beiden eigentlich nicht haben möchte, also die Freiheit.
Ich fand es schön als du gesagt hast täglich mindestens 10 minuten gesehen, das ist doch Verbindung. Ob man danach in ein Haushalt geht oder in getrennte oder abwechselnd ist doch egal.
Zitat von Worrior:
Viele langjährige Beziehungen, die gesund, stabil und funktional waren scheitern plötzlich beim zusammenziehen.
Es ist eine ganz andere Beziehungssituation plötzlich einen Partner tagtäglich um sich zu haben.

Je nach dem wie weit man ins Alter schaut fände ich es schon richtig schön, dass ich im Alter für jemand an einem Tag wo es schlecht geht da wäre. Ich denke ich könnte es mir nie verzeihen, wenn meine Partnerin etwas passiert im schlimmsten Fall stirbt und ich es hätte verhindern können wen wir zusammen gelebt hätten. Aber jeder muss es für sich entscheiden und die Entscheidung muss zum Partner passen.
Zitat von So-What:
Wir wohnen halt nur nicht offiziell zusammen und haben das auch nicht geplant.

Wenn ihr damit fein seit, ist das doch für euch okay. Wie Worrior geschrieben hat, es kann dann die Beziehung zerstören.

#110


alleswirdbesser
Zitat von J_Eulenspiegel:
Ich fand es schön als du gesagt hast täglich mindestens 10 minuten gesehen,

Das war ich nicht 😉

#111


alleswirdbesser
Zitat von J_Eulenspiegel:
Je nach dem wie weit man ins Alter schaut fände ich es schon richtig schön, dass ich im Alter für jemand an einem Tag wo es schlecht geht da wäre. Ich denke ich könnte es mir nie verzeihen, wenn meine Partnerin etwas passiert im schlimmsten Fall stirbt und ich es hätte verhindern können wen wir zusammen gelebt hätten. Aber jeder muss es für sich entscheiden und die Entscheidung muss zum Partner passen.

Am Ende des Tages bleibt ja sowieso immer nur einer übrig und stirbt, wenn niemand 24/7 aufpasst.

#112


J
Zitat von alleswirdbesser:
Und sollten wir eines Tages doch überlegen zusammen zu ziehen, so wäre mir dann eine ganz neue Immobilie lieber, als dass ich bei ihm einziehen würde (ich selbst wohne zur Miete und so gesehen wäre das naheliegend, dass ich es einfacher hätte zu ihm zu ziehen), aber mir inzwischen zu risikoreich)

Ich verstehe das nicht ganz, wenn ihr zusammen zieht, egal ob in eine neue oder bestehende Immobilie, dann muss bei einer Trennung immer eine 2. Wohnung gesucht werden.
Ich habe auch ein Haus, das würde bedeute, dass ich mein Haus aufgeben müsste hhmm, dann lieber nicht zusammen ziehen 😂

#113


J
Zitat von alleswirdbesser:
Das war ich nicht 😉

Stimmt das war @So-What

#114


alleswirdbesser
Zitat von J_Eulenspiegel:
Ich verstehe das nicht ganz, wenn ihr zusammen zieht, egal ob in eine neue oder bestehende Immobilie, dann muss bei einer Trennung immer eine 2. ...

Wenn ich in sein Eigentum ziehe bin zu 100% ich diejenige, die wieder mit nichts dasteht.

#115


J
Zitat von alleswirdbesser:
Wenn ich in sein Eigentum ziehe bin zu 100% ich diejenige, die wieder mit nichts dasteht.

Das kann ich nachvollziehen.
Wenn ihr also gemeinsam eine neue Wohnung holt dann nur zu 50% 😱

#116


alleswirdbesser
@J_Eulenspiegel dann bin es nicht zwingend ich 😉, die auszieht, allerdings kein Eigentum, das wäre ja noch schlimmer das als nicht verheiratete hinterher auseinander zu nehmen.

Zum Beispiel könnte er sein Haus vermieten und bei mir einziehen. Bei Trennung bin ich Safe und er zieht wieder in sein Haus ein, Eigenbedarf halt. Aber wir planen tatsächlich nicht.

x 1 #117


So-What
Zitat von Hermine47:
Genau darum mache ich mir ab und an Gedanken. Wenn ich Themen wie Diese, nicht nur hier verfolge.
Auch wenn ich jetzt 2 Jahre single bin und aktuell nicht "suche" überlege ich mir doch wie meine Zukunft aussehen kann/soll.
In meiner letzten "Beziehung" wohnten wir auch nicht zusammen und lustigerweise war es auch die die am Längsten hielt.
Auch wir haben uns fast täglich gesehen (ohne Sex) , übernachteten aber nie beim jeweils anderen und so gingen meine Gefühle mit der Zeit flöten, weil die Nähe/das Zusammengehörigkeitsgefühl fehlte.
Selbstverständlich ist eine Beziehung viel mehr als nur eine gemeinsame Adresse < die kann ja auch nur eine Wg sein,
nicht wenige Beziehungen sind das auch > nur noch Wg`s.
In dieser letzten "Beziehung" planten wir eben "nur" gemeinsame Urlaube, in denen es dann auch Sex und Nähe gab.
Ich bin mir auch nicht sicher ob ich für eine neue Beziehung meine eigene Wohnung aufgeben möchte/würde ...
ich weiß aktuell nur das ich Nähe und Alltag in einer Beziehung brauche, das heisst nicht 24/7 aber doch etwas mehr als nur alle 2-3 Monate wenn man zusammen in den Urlaub fährt.
Vor dieser Beziehung hatte ich eine 3monatige F+ mit dieser gab es mehr gemeinsame Unternehmungen/Interessen als später dann mit der Beziehung, auch fanden regelmässig Übernachtungen beim jeweils anderen statt. So kann ich also widerlegen das es die Unternehmungen nur gab um an das Eine zu kommen. In unserem Fall war das Käse denn das Eine gab es von Beginn an - und es war fantastisch Man kann aber auch nicht nur den ganzen lieben langen Tag in der Kiste liegen
Was es verändert kommt wohl vorwiegend auf die beteiligten Partner an.
Ich bin z.b. ein Mensch der sich eine gewisse Planung/Struktur wünscht, dazu war mein ExPartner nicht in der Lage.
Er wollte gerne "spontan entscheiden" wann er bei mir nächtigt.
Auch mache ich mir darüber Gedanken wie Verantwortung für den anderen übernehmen zusammen passt mit dem oft zitierten Rückzugsort den eine eigene Wohnung bietet.
Ist die Gefahr nicht doch sehr groß sich gerade dann zurück zu ziehen, wenn es schwierig wird und Verantwortung übernommen werden müsste ?

Ich verstehe Deine Gedanken. Uns prägen ja alle Erfahrungen und unsere Persönlichkeit. Ich habe nun die Erfahrung gemacht, dass für mich persönlich eine LAT-Beziehung besser funktioniert als eine von der Allgemeinheit gesehen übliche.

Dass es Nähe und Alltag gibt, sollte natürlich nicht dem Urlaub vorbehalten sein. Und Nähe wiederum bedeutet nicht, dass man sich räumlich im selben Raum befindet. Nähe geht ja viel tiefer. Wie Du schon selbst geschrieben hast, gibt es Beziehungen, in denen man räumlich eng beieinander und doch weit weg voneinander ist.

So wie Du Deine Ex-Beziehung beschreibst, klingt das auch sehr seltsam. Wieso gab es keinen Sex und keine Übernachtungen?

Der Partner muss halt mal grundsätzlich passen. Passen hört sich auch doof an. Die Gefühle füreinander müssen stimmen um diese Nähe zuzulassen und zu geben. Unabhängig vom Wohnort. Man kann trotz allem füreinander Verantwortung übernehmen. Aber was heißt das jetzt wieder? Irgendwie klingt das alles immer so abstrakt.
Ich bin eine Freundin von Selbstverantwortung. Für mich MUSS niemand Verantwortung übernehmen. (Das muss ich für ein minderjähriges Kind. Und das WILL ich auch, wenn es minderjährig ist und je nach Situation auch darüber hinaus.) Natürlich ist man füreinander da, wenn man sich liebt. Freiwillig. Das fängt aber nicht damit an, dass man seine Klamotten bringt.

Mein Partner und ich sind beide Planer und brauchen Struktur. Das fängt aber nicht in vier Wänden an. Wir haben sogar eine ziemlich feste Struktur, weil ich das eben auch sehr brauche. Spontanität und Überraschungen sind nicht so mein Ding. Wir haben auch keine Geheimnisse voreinander und besitzen Schlüssel. Er ist öfter bei mir, was dem geschuldet ist, dass dort ein noch nicht ganz volljähriges Kind wohnt und ich dann eben nachts nicht ständig weg sein will. Und er fühlt sich dort auch wie zuhause. Er mäht auch mal meinen Rasen, wenn ich keine Zeit habe oder benutzt mein Auto usw. Wir haben auch feste Rituale.

Und nein, niemand rennt weg, wenn es schwierig wird. Das ist nicht Sinn der Sache. Ich gehöre sogar zu den Menschen, dass ich sehr unruhig und anhänglich werden, wenn es schwierig wird. Und ungeduldig. Dann brauche ich ihn sogar um mich. Als Halt, Ratgeber oder um zu klären, was auch immer gerade schwierig ist.

Ich brauche nur manchmal Zeit ohne Menschen um mich. Bei mir ist viel los, ich bin in der Regel sehr gesellig, habe viele gute Bekannte und auch gute Freunde, mit denen allen ich immer auch gerne Zeit verbringe. Außerdem bin ich in verschiedenen Vereinen aktiv und da ist noch das Pubertier, der auch Termine, Pflichten und Überraschungen mit sich bringt und manchmal noch Unterstützung braucht. Hin und wieder brauche ich Stille und nur mich allein. Das ist bei ihm auch so.

Es klingt, als wäre es bei Dir einfach nicht der richtige Partner gewesen.

x 1 #118


Hermine47
Zitat von J_Eulenspiegel:
Ich fand es schön als du gesagt hast täglich mindestens 10 minuten gesehen, das ist doch Verbindung. Ob man danach in ein Haushalt geht oder in getrennte oder abwechselnd ist doch egal.


in meinem Fall war es das leider nicht, egal
aber vielleicht wäre das mit einer anderen Person, die sich mir gegenüber verbindlicher verhalten hätte,
auch anders gewesen.
Wer weiß ...

#119


Cagy
hallo...Eulenspiegel ,
Zitat von J_Eulenspiegel:
Was ist eure Meinung dazu?

Meine Meinung ist, daß es völlig egal ist wie andere fühlen und denken und leben.
Tatsächlich ist *jeder seines Glückes Schmied* und zum Gelingen einer Partnerschaft in der BEIDE Partner ein erfülltes und glückliches Leben haben zählt nur, was beide als glückbringend empfinden.
Was für den einen unersetzbar ist...ist dem anderen schlichtweg egal.....was und wie das Umfeld darüber denkt ist nebensächlich.

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