Zitat von Hermine47: Genau darum mache ich mir ab und an Gedanken. Wenn ich Themen wie Diese, nicht nur hier verfolge.
Auch wenn ich jetzt 2 Jahre single bin und aktuell nicht "suche" überlege ich mir doch wie meine Zukunft aussehen kann/soll.
In meiner letzten "Beziehung" wohnten wir auch nicht zusammen und lustigerweise war es auch die die am Längsten hielt.
Auch wir haben uns fast täglich gesehen (ohne Sex) , übernachteten aber nie beim jeweils anderen und so gingen meine Gefühle mit der Zeit flöten, weil die Nähe/das Zusammengehörigkeitsgefühl fehlte.
Selbstverständlich ist eine Beziehung viel mehr als nur eine gemeinsame Adresse < die kann ja auch nur eine Wg sein,
nicht wenige Beziehungen sind das auch > nur noch Wg`s.
In dieser letzten "Beziehung" planten wir eben "nur" gemeinsame Urlaube, in denen es dann auch Sex und Nähe gab.
Ich bin mir auch nicht sicher ob ich für eine neue Beziehung meine eigene Wohnung aufgeben möchte/würde ...
ich weiß aktuell nur das ich Nähe und Alltag in einer Beziehung brauche, das heisst nicht 24/7 aber doch etwas mehr als nur alle 2-3 Monate wenn man zusammen in den Urlaub fährt.
Vor dieser Beziehung hatte ich eine 3monatige F+ mit dieser gab es mehr gemeinsame Unternehmungen/Interessen als später dann mit der Beziehung, auch fanden regelmässig Übernachtungen beim jeweils anderen statt. So kann ich also widerlegen das es die Unternehmungen nur gab um an das Eine zu kommen. In unserem Fall war das Käse denn das Eine gab es von Beginn an - und es war fantastisch Man kann aber auch nicht nur den ganzen lieben langen Tag in der Kiste liegen
Was es verändert kommt wohl vorwiegend auf die beteiligten Partner an.
Ich bin z.b. ein Mensch der sich eine gewisse Planung/Struktur wünscht, dazu war mein ExPartner nicht in der Lage.
Er wollte gerne "spontan entscheiden" wann er bei mir nächtigt.
Auch mache ich mir darüber Gedanken wie Verantwortung für den anderen übernehmen zusammen passt mit dem oft zitierten Rückzugsort den eine eigene Wohnung bietet.
Ist die Gefahr nicht doch sehr groß sich gerade dann zurück zu ziehen, wenn es schwierig wird und Verantwortung übernommen werden müsste ?
Ich verstehe Deine Gedanken. Uns prägen ja alle Erfahrungen und unsere Persönlichkeit. Ich habe nun die Erfahrung gemacht, dass für mich persönlich eine LAT-Beziehung besser funktioniert als eine von der Allgemeinheit gesehen übliche.
Dass es Nähe und Alltag gibt, sollte natürlich nicht dem Urlaub vorbehalten sein. Und Nähe wiederum bedeutet nicht, dass man sich räumlich im selben Raum befindet. Nähe geht ja viel tiefer. Wie Du schon selbst geschrieben hast, gibt es Beziehungen, in denen man räumlich eng beieinander und doch weit weg voneinander ist.
So wie Du Deine Ex-Beziehung beschreibst, klingt das auch sehr seltsam. Wieso gab es keinen Sex und keine Übernachtungen?
Der Partner muss halt mal grundsätzlich passen. Passen hört sich auch doof an. Die Gefühle füreinander müssen stimmen um diese Nähe zuzulassen und zu geben. Unabhängig vom Wohnort. Man kann trotz allem füreinander Verantwortung übernehmen. Aber was heißt das jetzt wieder? Irgendwie klingt das alles immer so abstrakt.
Ich bin eine Freundin von Selbstverantwortung. Für mich MUSS niemand Verantwortung übernehmen. (Das muss ich für ein minderjähriges Kind. Und das WILL ich auch, wenn es minderjährig ist und je nach Situation auch darüber hinaus.) Natürlich ist man füreinander da, wenn man sich liebt. Freiwillig. Das fängt aber nicht damit an, dass man seine Klamotten bringt.
Mein Partner und ich sind beide Planer und brauchen Struktur. Das fängt aber nicht in vier Wänden an. Wir haben sogar eine ziemlich feste Struktur, weil ich das eben auch sehr brauche. Spontanität und Überraschungen sind nicht so mein Ding. Wir haben auch keine Geheimnisse voreinander und besitzen Schlüssel. Er ist öfter bei mir, was dem geschuldet ist, dass dort ein noch nicht ganz volljähriges Kind wohnt und ich dann eben nachts nicht ständig weg sein will. Und er fühlt sich dort auch wie zuhause. Er mäht auch mal meinen Rasen, wenn ich keine Zeit habe oder benutzt mein Auto usw. Wir haben auch feste Rituale.
Und nein, niemand rennt weg, wenn es schwierig wird. Das ist nicht Sinn der Sache. Ich gehöre sogar zu den Menschen, dass ich sehr unruhig und anhänglich werden, wenn es schwierig wird. Und ungeduldig. Dann brauche ich ihn sogar um mich. Als Halt, Ratgeber oder um zu klären, was auch immer gerade schwierig ist.
Ich brauche nur manchmal Zeit ohne Menschen um mich. Bei mir ist viel los, ich bin in der Regel sehr gesellig, habe viele gute Bekannte und auch gute Freunde, mit denen allen ich immer auch gerne Zeit verbringe. Außerdem bin ich in verschiedenen Vereinen aktiv und da ist noch das Pubertier, der auch Termine, Pflichten und Überraschungen mit sich bringt und manchmal noch Unterstützung braucht. Hin und wieder brauche ich Stille und nur mich allein. Das ist bei ihm auch so.
Es klingt, als wäre es bei Dir einfach nicht der richtige Partner gewesen.