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Unterschiedliche Ansichten im Bereich Abgrenzung

E-Claire
🤷‍♀
Ich fände es hilfreich, ein bissl die überbordenden Emotionen zurückzunehmen und zum konkreten Fall zurückzukehren.

Zitat von tauris:
Das Schlafzimmer ist der Kernbereich der Paarbeziehung. Wenn dieser Raum jederzeit für Dritte (auch Kinder) offensteht, signalisiert das – oft unbewusst –, dass die Paarebene der Elternebene untergeordnet ist. Für eine gesunde Entwicklung MÜSSEN Kinder lernen und für eine Jugendliche sind wir hier SPÄT dran, dass Eltern auch ein Eigenleben als Paar haben.

Das Schlafzimmer ist aber nicht mehr jederzeit für das Kind geöffnet. Nach einem Gespräch, in dem die TE ihr Unbehagen mitgeteilt hat, gibt es nunmehr die Abmachung, dass wenn die Freundin da ist, die Tochter nicht mehr dort Zuflucht suchen kann.

Ob es sich bei dem Verhalten der Tochter um ein tatsächlich schon regressives oder einfach noch nicht so weit sein handelt, lässt sich aus der Ferne nicht beurteilen.

Wir können hier nur versuchen @LiebesLeben, Fragen und Meinungen mit an die Hand zu geben, die es ihr erlauben zu schauen, woher denn das weiterhin anhaltende Unbehagen kommt.

x 2 #226


A
Zitat von J_Eulenspiegel:
Ich denke, dass auf die Tochter geschaut werden muss


Ja, sehe ich auch so. Das Kind gehört in den Fokus. Die neue Freundin kann es sich einrichten wie sie möchte, wenn es ihr nicht gutgeht.

Das Kind ist wichtiger als das Befinden einer Frau, die erst seit kurzem im Familienverband ist und NULL Kompromisse sucht.

Das Kind braucht und sucht offenbar viel viel Nähe. Da gehört hingeschaut. Die Partnerin ist, finde ich, zweitrangig. Ganz einfach

#227


A


Unterschiedliche Ansichten im Bereich Abgrenzung

x 3


tauris
@FloraVita
Es ist spannend zu sehen, wie emotional dieses Thema besetzt ist. Doch bei allem Respekt vor individuellen Bedürfnissen: Es geht mir hier nicht darum, Kinder in „Schablonen“ zu pressen, sondern um die Frage, welche Verantwortung wir als Erwachsene für die gesunde Entwicklung von Jugendlichen tragen.
In einer Patchwork-Situation ist das Schlafzimmer nicht nur ein Ort für Nähe, sondern das Fundament der neuen Paarbeziehung. Wenn dieses Fundament keine klaren Grenzen hat, signalisiert das – oft unbewusst –, dass die Paarebene der Elternebene bedingungslos untergeordnet ist. Für eine gesunde Entwicklung müssen Kinder lernen (und mit 14 sind wir hier tatsächlich spät dran), dass Eltern ein Eigenleben als Paar haben.
Warum ich hier so deutlich werde: Was oft als „individuelles Bedürfnis“ des Kindes deklariert wird, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen häufig als eine ungesunde Dynamik:
Reviermarkierung & Triangulation: Das Eindringen in den intimsten Raum ist oft ein unbewusster Versuch, die Vorrangstellung gegenüber der neuen Partnerin zu prüfen. Wenn der Vater dann ins Kinderzimmer ausweicht, ist das ein „Sieg“ in einem Wettbewerbsspiel, das der Tochter eine Rolle aufbürdet, die sie in diesem Alter nicht einnehmen sollte – die der Konkurrentin.
In deinem Beitrag sprichst Du von „intakten Familien“ - von einer intakten Familie ist aber in diesem Fall nicht die Rede.

Fehlende Schranke: Es ist ein essenzieller psychologischer Schritt, dass der Vater den „Schutzraum“ klar markiert. Er muss ihr verdeutlichen, dass sie die geliebte Tochter ist, aber eben nicht die Partnerin. Geschieht das nicht, kann das massive Folgen für ihre eigene soziale und sexuelle Identitätsfindung haben.
Liebe bedeutet für mich nicht nur Festhalten, sondern auch das Ermöglichen von Freiheit. Wer diese notwendige Ablösung aus egoistischen Gründen oder falscher Rücksichtnahme verhindert, hält das Kind in einer emotionalen Abhängigkeit gefangen, die seiner Reifung im Weg steht.

Und noch ein kleiner Wink auf Augenhöhe: Man kann das natürlich als „Schablonendenken“ abtun, wenn man sich von fachlichen Begriffen provoziert fühlt. Aber statt mich als „Ute Möchtegern“ in eine Schublade zu stecken, könnten wir uns doch auf dem Niveau austauschen, worum es eigentlich geht: Wie wir Jugendliche darin unterstützen, echte Autonomie zu entwickeln, anstatt sie in kindlichen Regressionsmustern zu bestätigen.
Wahre Geborgenheit sollte die Entwicklung zur Selbstständigkeit stützen – nicht ersetzen.

x 1 #228


ElGatoRojo
Zitat von tauris:
sondern um die Frage, welche Verantwortung wir als Erwachsene für die gesunde Entwicklung von Jugendlichen tragen.

Zitat von tauris:
Für eine gesunde Entwicklung müssen Kinder lernen (und mit 14 sind wir hier tatsächlich spät dran), dass Eltern ein Eigenleben als Paar haben.

Zitat von tauris:
dass sie die geliebte Tochter ist, aber eben nicht die Partnerin. Geschieht das nicht, kann das massive Folgen für ihre eigene soziale und sexuelle Identitätsfindung haben.

zu allen drei Zitaten: 👍🎯

x 1 #229


Fenjal
Was mir seltsam vorkommt, es werden überhaupt keine Grenzen gesetzt.
Was sollte eine 14jährige veranlassen beim Vater im Bett zu schlafen?

Umgekehrt ist es doch oft so, dass sich Teenies den Eintritt in ihr Zimmer verbitten, selbst zum Saubermachen die Eltern rausschicken, das muss dann von den Erwachsenen akzeptiert werden.

Eine 14 jährige muss ihre Grenzen kennen, sie wird,auch nicht mehr am Schnuller nuckeln.
Was ich manchmal hier lese, lässt mich den Kopf schütteln, mit 14 wäre ich niemals zu einem Erwachsenen ins Bett gekrochen, eher habe ich mich nachts rausgeschlichen und geguckt was da so rumkrabbelt oder läuft. 👍

x 2 #230


GreenTara
Zitat von E-Claire:
Nach einem Gespräch, in dem die TE ihr Unbehagen mitgeteilt hat, gibt es nunmehr die Abmachung, dass wenn die Freundin da ist, die Tochter nicht mehr dort Zuflucht suchen kann.

Ja, aber nach dem dies geregelt ist, ist es auf einmal die Bettwäsche.
Für den weiteren Verlauf Ihres schrittweisen Verdrängungsversuches hat sie ja schon angekündigt, dass es ihr nicht altersgemäß erscheint.
Obwohl der Vater klar und deutlich auf seiner Beziehungsgestaltung zu seiner Tochter besteht, gibt sich die TE kampfbereit
Zitat von Liebeleben:
, wenn ihr euch wegen einer Unstimmigkeit oder einem Gegenwind sofort trennt, wenn alles andere super passt und ihr richtig verliebt seid dann wundert mich vieles hier im Forum nicht…

Alles andere als was? Das Intimleben ist doch ein wesentlicher Bestandteil einer Paarbeziehung, und der Vater hat deutlich signalisiert, dass ihm der Duft der Bettwäsche nicht so heilig ist.
Und da erscheint mir der Satz wenn andere sich sofort trennen, doch sehr kampfbereit. Die Tochter soll weichen. Schritt für Schritt zurückgedrängt werden.

#231


tauris
@Akelei76

Es geht nicht darum, das Kind gegen die Partnerin auszuspielen. Das Kindeswohl steht außer Frage – aber zum Wohl eines 14-jährigen Mädchens gehört es auch, dass es lernt, gesunde Grenzen zu akzeptieren und die Privatsphäre von Erwachsenen zu respektieren.

Wenn eine Partnerin sich im intimsten Bereich der Beziehung unwohl fühlt, ist das kein ‚Egoismus‘, sondern ein Alarmzeichen dafür, dass die Rollenverteilung im Haus nicht mehr stimmt. Eine Partnerschaft, in der ein Partner sich permanent hintenanstellt, wird auf Dauer nicht halten – und unter einer gescheiterten Beziehung leidet am Ende das Kind am meisten. Echte Liebe zum Kind bedeutet hier, ihm die Sicherheit einer stabilen Paarbeziehung vorzuleben, anstatt es in ein Wettbewerbsverhältnis mit der Partnerin zu bringen.

Das Unbehagen von @liebelebeb ist der Beweis dafür, dass hier etwas „schief“ hängt. Es ist kein Zeichen von Schwäche oder mangelnder Liebe zum Kind, sondern ein gesundes Einfordern von notwendiger Struktur.

x 2 #232


ElGatoRojo
Nun - heile heile Welt und Kinder lange kindlich behandeln hat natürlich auch mit gewissem Egoismus, Harmoniebedürfnis und ein wenig auch Verlustangst von Müttern zu tun, wenn man die Vehemenz bedenkt, mit der hier das enge Verhältnis Vater - Tochter so verteidigt wird. Die Frage ist eben, ob das übermäßig lange Behüten und Begöschen dem Kind wirklich hilft, in ein freies, selbstbestimmtes und auch aktiv-erfolgreiches Leben hinein zu kommen oder ob es nicht dadurch Jahre verdaddelt, bevor es da ist, wo seine Altergenossen schon sind.

x 1 #233


GreenTara
Zitat von tauris:

Das Unbehagen von @liebelebeb ist der Beweis dafür, dass hier etwas „schief“ hängt. Es ist kein Zeichen von Schwäche oder mangelnder Liebe zum Kind, sondern ein gesundes Einfordern von notwendiger Struktur

Der Vater sieht es aber nun einmal anders. Das ist Fakt, und da hilft einfordern nichts. Und unsere Bewertung dazu auch nicht.

x 1 #234


A
Zitat von tauris:
Es geht nicht darum, das Kind gegen die Partnerin auszuspielen. Das Kindeswohl steht außer Frage – aber zum Wohl eines 14-jährigen Mädchens gehört es auch, dass es lernt, gesunde Grenzen zu akzeptieren und die Privatsphäre von Erwachsenen zu respektieren.

Was ist eigentlich deine Expertise zu dem Thema? Interessiert mich ehrlich.


Zitat von tauris:
Wenn eine Partnerin sich im intimsten Bereich der Beziehung unwohl fühlt, ist das kein ‚Egoismus‘, sondern ein Alarmzeichen dafür, dass die Rollenverteilung im Haus nicht mehr stimmt.

Richtig, aber das ist nicht ihr zuHause und nicht ihre Familie. Dann muss sie gehen. Erwachsene unabhängige Menschen können das.

Die TE hat keine Erziehungsberechtigten und ist frei in ihren Entscheidungen und in ihrem Handlungsspielraum.


Zitat von tauris:
Echte Liebe zum Kind bedeutet hier, ihm die Sicherheit einer stabilen Paarbeziehung vorzuleben, anstatt es in ein Wettbewerbsverhältnis mit der Partnerin zu bringen.

Erstens ist die Beziehung noch zu frisch und zweitens bringt die Te den Wettbewerb da rein. Der Vater hat klar zum Ausdruck gebracht, wo seine Prio liegt. Nur die TE handelt nicht danach. Zwinkerndes Gesicht

x 2 #235


ElGatoRojo
Zitat von Akelei76:
Erstens ist die Beziehung noch zu frisch und zweitens bringt die Te den Wettbewerb da rein. Der Vater hat klar zum Ausdruck gebracht, wo seine Prio liegt. Nur die TE handelt nicht danach.

Sicher - eigentlich ist die Sache ganz einfach. Warum sollte eine Frau mit diesem Mann eine Beziehung beginnen, der seine Priorität im Elterrnverhältnis hat und mit seiner Geliebten um die Bedingungen ihrer Paarzeit herumfeilscht. Respektlos ihr gegenüber.

x 3 #236


A
Zitat von ElGatoRojo:
Sicher - eigentlich ist die Sache ganz einfach. Warum sollte eine Frau mit diesem Mann eine Beziehung beginnen, der seine Priorität im Elterrnverhältnis hat und mit seiner Geliebten um die Bedingungen ihrer Paarzeit herumfeilscht. Respektlos ihr gegenüber.

Ich mags gar nicht werten.

Ist wie mit einer Speisekarte: Ich gehe in ein Lokal. Schaue in die Karte. Mir sagt nicht zu, dass jedes Gericht nur mit Fleisch zu haben ist - als Beispiel.

Dann bringt es doch nichts zu maulen, zu sagen: ohne Fleisch wäre es gut. Wenn der Wirt es nicht ändert, muss ich gehen.

Sorry, mir fällt auf die Schnelle nichts besseres ein.

So ist es hier. Eigentlich ganz einfach.

x 1 #237


tauris
@Akelei76

Was ist eigentlich deine Expertise zu dem Thema? Interessiert mich ehrlich.

Eine berufliche- mehr werde ich dazu nicht preisgeben um meine Anonymität zu wahren.

#238


Fenjal
Zitat von tauris:
Das Unbehagen von @liebelebeb ist der Beweis dafür, dass hier etwas „schief“ hängt

Völlig richtig, die Te ist nachvollziehbar.
Wenn mir mein Freund sagen würde, dass seine 14 Jähtrige bei ihm nächtigt, würde ich ihn fragen ob er mich verschaukelt.
Ein derartiger Mann, der keine Grenzen setzt, wäre für mich grenzwertig.
Als nächstes kommt, die 14 Jährige übernachtet bei dir, hallo, so jemand möchte nur lieb Kind sein und das macht eine Partnerschaft problematisch.
Als Partnerin möchte man ernst genommen werden und eine 14 Jährige darf nicht dominieren, Respekt vor Erwachsenen sollte man gelernt haben

x 2 #239


E
Zitat von Akelei76:
Ja, sehe ich auch so. Das Kind gehört in den Fokus. Die neue Freundin kann es sich einrichten wie sie möchte, wenn es ihr nicht gutgeht. Das Kind ...

Und bist du der Meinung, dass man dem Kind aus der Ferne einzig und alleine auf der Basis der Erzählungen einer anderen Person geholfen werden kann? Ich nämlich nicht.

Die TE ist diejenige, die nach Hilfe in diesem Forum gesucht hat, daher mein Ansprechpartner. Dies völlig in den Hintergrund zu stellen, um nicht zu sagen komplett zu ignorieren, halte ich für nicht zielführend und ein kleines bisschen respektlos.

#240


A


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