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Unterschiedliche Ansichten im Bereich Abgrenzung

Korval
Ich habe bei der ganzen Sache irgendwie ein merkwürdiges Gefühl... Es werden zwei Stränge zum selben Thema aufgemacht weil das erste "schon längere Zeit" zurückliegt (es sind 2-3 Monate, von länger kann keine Rede sein), und beim ersten wurde ein Kompromiss gefunden der jetzt plötzlich nicht mehr ausreicht, die TE antwortet meiner Meinung nach nur unzureichend auf die Beiträge und wenn, dann sind diese aus meiner Sicht total nichtssagend. Da scheint ja jemand das Drama zu lieben und hat es hiermit auch im Forum erzeugt- Chapeau! 👏

Aber um doch mal etwas verwertbares beizusteuern für den Fall das es doch so ist: Das die Tochter mit fast 14 Jahren das Bett des Vaters aufsucht obwohl sie ja ein eigenes hat muss irgendwo eine Ursache haben und da würde ich als Vater mal genauer hinschauen. Ist sie mit irgendetwas überfordert? Hat sie (Trennungs)Ängste? Fühlt sie sich irgendwie ausgegrenzt? Ich finde es zu kurz gegriffen zu sagen "Ja lasst sie doch wenn sie das Bedürfnis hat", genau so aber auch das man da gleich irgendeine ungesunde Beziehung der beiden reininterpretiert. Es wäre interessant zu wissen wie lange das schon geht, also ob das von Anfang an so war oder erst Einzug hielt als die neue Frau ins Leben kam. Ist das jede Nacht der Fall? Wird da irgendwas kommuniziert oder besprochen (also sagt sie irgendwas oder kommt sie wortlos ins Bett als wäre es selbstverständlich)? Die Tochter steckt in diesem Alter mitten in der Pubertät, weiß mit ihren Hormonen und der Entwicklung vielleicht nicht wohin, ist dadurch womöglich auch ein wenig kopflos. Das einfach laufen zu lassen fände ich falsch, es muss auf jeden Fall mal zum Thema gemacht werden- und nicht in der Nacht wenn sie kommt, sondern am Tag. Und vor allem: Nicht von der Frau die da von außen dazugekommen ist, sondern vom Vater der da als Steuermann fungieren muss um den Kahn in gute Gewässer zu geleiten.

x 3 #241


A
Zitat von tauris:
@Akelei76 Was ist eigentlich deine Expertise zu dem Thema? Interessiert mich ehrlich. Eine berufliche- mehr werde ich dazu nicht preisgeben um meine Anonymität zu wahren.

Ah mit einer Gegenfrage antworten. Sehr höflich.

Lass stecken. Wir beiden sprechen ab hier nicht mehr weiter. Ist mir zu blöd. Du hast Recht und gut ist. 😉

#242


A


Unterschiedliche Ansichten im Bereich Abgrenzung

x 3


A
Zitat von Korval:
ch habe bei der ganzen Sache irgendwie ein merkwürdiges Gefühl... Es werden zwei Stränge zum selben Thema aufgemacht weil das erste "schon längere Zeit" zurückliegt (es sind 2-3 Monate, von länger kann keine Rede sein), und beim ersten wurde ein Kompromiss gefunden der jetzt plötzlich nicht mehr ausreicht, die TE antwortet meiner Meinung nach nur unzureichend auf die Beiträge und wenn, dann sind diese aus meiner Sicht total nichtssagend. Da scheint ja jemand das Drama zu lieben und hat es hiermit auch im Forum erzeugt- Chapeau!

Guter Punkt. Hast was von Ragebite.

Sei es wie es ist. Langweilt mich hier.Alles wurde schon gesagt. Mehrfach.

x 1 #243


A
Zitat von Ella:
Und bist du der Meinung, dass man dem Kind aus der Ferne einzig und alleine auf der Basis der Erzählungen einer anderen Person geholfen werden kann? Ich nämlich nicht.

Ich kann deiner Herleitung nicht folgen. Sorry.

#244


ElGatoRojo
Zitat von Korval:
Es wäre interessant zu wissen wie lange das schon geht, also ob das von Anfang an so war oder erst Einzug hielt als die neue Frau ins Leben kam.

In der Tat, völlig richtig. Was der Hintergrund der ganzen Sache ist kommt in den Informationen zu kurz. Wie das so ist - man kann nur auf das reagieren, was die Menschen schreiben.

x 2 #245


S
Zitat von tauris:
Ich möchte ungern belehren- allerdings sind die Folgen dieses missbräuchlichen Verhaltens ( das ist es aus psychologischer Sicht tatsächlich ) gravierend. Das kann ich so nicht stehen lassen.

Ich kann das auch nicht so stehen lassen und bin schockiert. Also weil mein Sohn (13) auch öfters im Bett bei mir schläft ist das Missbrauch?

Sorry, du solltest deine pauschalen Äußerungen mal überdenken...

...slo ich bin hier erstmal raus!

x 3 #246


FloraVita
Zitat von tauris:
Es geht mir hier nicht darum, Kinder in „Schablonen“ zu pressen, sondern um die Frage, welche Verantwortung wir als Erwachsene für die gesunde Entwicklung von Jugendlichen tragen.


Meiner Meinung nach schon, wenn du schreibst wie eine 14 jährige zu sein hat und ihr sogar, ohne sie zu kennen und mit ihr gesprochen zu haben, Revierkämpfe unterstellst. Ob bewusst oder unbewusst.
Das Mädchen durfte zu ihrem Vater hin, wenn sie das Bedürfnis nach elterlicher Nähe und Wärme hatte. Als die neue Partnerin ihre Grenze aufzeigte ( erster Thread und in dem Fall nachvollziehbar), sah die Tochter es ein und akzeptierte es. Du interpretierst es als Sieg des Kindes im Revierkampf und drängst sie hiermit in eine Rolle, die ihr höchstwahrscheinlich nicht entspricht.

Zitat von tauris:
In deinem Beitrag sprichst Du von „intakten Familien“ - von einer intakten Familie ist aber in diesem Fall nicht die Rede.


Ändert aber nichts daran, dass 13, 14 jährige auch in intakten Familien noch Nähe suchen, wenn sie sie brauchen. So wie das Mädchen hier auch.

Zitat von tauris:
Er muss ihr verdeutlichen, dass sie die geliebte Tochter ist, aber eben nicht die Partnerin. Geschieht das nicht, kann das massive Folgen für ihre eigene soziale und sexuelle Identitätsfindung haben.


Das muss er nicht. Weil es hier, auch laut TE, keine Anzeichen dafür gibt und rein auf Eltern-Kind Ebene beruht. Pathologieren tun das hier einige User.

Zitat von tauris:
Liebe bedeutet für mich nicht nur Festhalten, sondern auch das Ermöglichen von Freiheit.


Und diese Freiheit nimmt sich das Kind und ermöglicht der Vater. Von Festhalten kann hier gar keine Rede sein.

x 2 #247


tauris
@Akelei76 das hast du falsch verstanden 🤭 ich habe deine Frage kopiert und darauf geantwortet. Deine Reaktion verstehe ich allerdings nicht- Du darfst die Frage stellen? Der andere nicht?

#248


M
@tauris

Ich finde es wichtig, zwischen „mögliche Dynamiken mitdenken“ und „konkrete problematische Dynamiken unterstellen“ zu unterscheiden.

Natürlich sollte man Warnsignale oder Grenzthemen ernst nehmen und aufmerksam hinschauen, wenn ein Verhalten ungewöhnlich wirkt oder Beteiligte sich unwohl fühlen. Das ist völlig legitim.

Aber aus der Ferne, anhand dieser weniger Informationen, so weitreichende entwicklungspsychologische oder gar sexualisierte Interpretationen abzuleiten, halte ich für schwierig und ehrlich gesagt eher unprofessionell.

Begriffe wie „Triangulation“, „Reviermarkierung“, „Konkurrentin“ oder Hinweise auf ein „Inzesttabu“ sind sehr starke Deutungen. Solche Konzepte können in bestimmten Kontexten relevant sein, aber sie ohne genaue Kenntnis der Familiendynamik quasi als wahrscheinlich darzustellen, erzeugt unnötig Angst und kann normale Bindungs- oder Unsicherheitsreaktionen pathologisieren.

Gerade in Patchwork- oder Trennungssituationen können Kinder und Jugendliche zeitweise regressiver reagieren und wieder mehr Nähe suchen, ohne dass daraus automatisch eine ungesunde oder sexualisierte Dynamik folgt.

Gleichzeitig sollte man es schaffen lernen, altersgerechte Grenzen und Privatsphären zu respektieren.

Ich finde daher: aufmerksam sein ja, vorschnelle Diagnosen oder Unterstellungen nein!

Der Thread hat wirklich eine ungute Entwicklung genommen.

x 3 #249


FloraVita
Zitat von Manchmal_Hexe:
Aber aus der Ferne, anhand dieser weniger Informationen, so weitreichende entwicklungspsychologische oder gar sexualisierte Interpretationen abzuleiten, halte ich für schwierig und ehrlich gesagt eher unprofessionell.

Begriffe wie „Triangulation“, „Reviermarkierung“, „Konkurrentin“ oder Hinweise auf ein „Inzesttabu“ sind sehr starke Deutungen. Solche Konzepte können in bestimmten Kontexten relevant sein, aber sie ohne genaue Kenntnis der Familiendynamik quasi als wahrscheinlich darzustellen, erzeugt unnötig Angst und kann normale Bindungs- oder Unsicherheitsreaktionen pathologisieren.


Genau das! Danke!

x 1 #250


tauris
@Schnuddel74
Es ist schade, dass meine Ausführungen so missverstanden werden. Niemand spricht hier von Missbrauch. Das ist ein extrem schwerer Vorwurf, den ich weder erhoben habe noch so stehen lassen möchte.
Worum es mir geht, ist die psychologische Ebene der Abgrenzung. Es gibt einen großen Unterschied zwischen ‚Geborgenheit geben‘ und einer Dynamik, in der die Grenzen zwischen der Paarebene und der Kindebene verschwimmen.
Ein paar Punkte zur Klärung:
Entwicklungsschritte: In der Pubertät ist die Ablösung vom Elternhaus die zentrale Aufgabe. Wenn ein fast erwachsener Jugendlicher regelmäßig Schutz im elterlichen Bett sucht, lohnt es sich, hinzuschauen: Was fehlt ihm an anderer Stelle, um diese Sicherheit in sich selbst oder in seiner Autonomie zu finden?
Der Kontext macht den Unterschied: Es ist ein Unterschied, ob ein Kind nach einem Albtraum Trost sucht oder ob es ein Dauergast im Elternbett ist um zwei Extreme zu benennen

Struktur ist kein Verbot: Klare Grenzen im Schlafzimmer haben nichts mit Liebesentzug zu tun. Im Gegenteil: Sie geben dem Jugendlichen die Sicherheit, dass die Erwachsenen ihre Paarbeziehung im Griff haben und er nicht die Rolle eines ‚Puffers‘ oder ‚Partnersatzes‘ einnehmen muss.

Mein Ziel ist es nicht zu pauschalisieren, sondern für eine gesunde Balance zu werben. Ein Kind braucht Wurzeln (Bindung), aber eben auch Flügel (Autonomie). Wenn die Wurzeln so eng geschlungen sind, dass sie das Wachstum der Flügel behindern, wird es für die spätere Selbstständigkeit schwierig.
Ich lade dazu ein, den Fokus wieder auf die Frage zu legen: Wie unterstützen wir @Liebeleben dabei die Integrität unserer Partnerschaften schützen und gleichzeitig mit Ihrem Partner nach den Ursachen zu forschen warum die Tochter ein so ausgeprägtes Nähebedürfnis hat.

x 1 #251


M
@tauris
Zitat von tauris:
Es ist schade, dass meine Ausführungen so missverstanden werden. Niemand spricht hier von Missbrauch.

So verstehe ich es besser, vielen Dank für die Klarstellung, auch wenn ich nicht direkt angesprochen war. Zwinkerndes Gesicht

x 1 #252


tauris
@Manchmal_Hexe
Ich stimme zu: Niemand möchte aus der Ferne ‚diagnostizieren‘. Aber wir diskutieren hier über eine konkrete Situation, in der eine erwachsene Frau eine klare Grenze zieht, die missachtet wird.
Fachbegriffe wie Triangulation oder Grenzverschiebung sind keine Unterstellungen, sondern bewährte Konzepte, um zu verstehen, warum eine Situation so festgefahren ist. Wenn wir diese Dynamiken nicht beim Namen nennen, laufen wir Gefahr, ein Verhalten zu normalisieren, das zulasten der Autonomie des Jugendlichen und der Stabilität des Paares geht.
Natürlich kann Nähe ein Ausdruck von Unsicherheit sein. Aber gerade dann ist es die Aufgabe der Eltern, diese Unsicherheit nicht durch das Einreißen von Privatsphäre aufzufangen, sondern durch das Vermitteln von Selbstvertrauen im eigenen Raum.
Es geht nicht um Angstmacherei, sondern um Wachsamkeit für die Rollenklarheit. Ein Patchwork-System braucht diese Klarheit dringender als jedes andere, damit aus der neuen Konstellation eine echte Bereicherung für das Kind wird und keine dauerhafte Belastungsprobe für das Paar.

x 1 #253


ElGatoRojo
Zitat von Schnuddel74:
Ich kann das auch nicht so stehen lassen und bin schockiert. Also weil mein Sohn (13) auch öfters im Bett bei mir schläft ist das Missbrauch? Sorry, du solltest deine pauschalen Äußerungen mal überdenken...

Warum willst du missverstehen? Es kommt doch eher darauf an, wie Aussenstehende urteilen. Und mit Tochter und Vater ist eben mehr Aufregungspotential.

Zitat von Manchmal_Hexe:
Der Thread hat wirklich eine ungute Entwicklung genommen.

Aha -- weil nicht alle Gedanken eitel Sonmnenschein sind? Ist ja auch kein Wunder, weil das ein komplxes Thema in der Tennager-Übergangsphase ist. Zu viele Beiträge wollen mir hier eine "heile heile Gänschen"-Welt vorgaukeln.

x 1 #254


FloraVita
Zitat von Schnuddel74:
Ich kann das auch nicht so stehen lassen und bin schockiert. Also weil mein Sohn (13) auch öfters im Bett bei mir schläft ist das Missbrauch? Sorry, du solltest deine pauschalen Äußerungen mal überdenken... ...slo ich bin hier erstmal raus!


Nimm es dir nicht zu nahe zu Herzen. Während ich mich überhaupt nicht erinnern kann jemals im Elternbett geschlafen zu haben, schlief mein Bruder auch mit 13 noch manchmal bei ihnen. Er ist (und war schon immer) ein selbstbewusster, mental stabiler, selbständiger, couragierter Mann, der sein zweites Standbein ohne diese Charaktereigenschaften hätte nicht ausüben können.
Ihr macht das schon so, wie es für euch und vor allem für dein Kind richtig ist.

#255


A


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