Zitat von leslunes:ich bin davon überzeugt dass dieser Zwang zur s.Treue auch mit kulturell bedingt ist (Kirche, S. nur zur Fortpflanzung, Besitz- Erbansprüche usw)
Du vergisst mMn etwas ganz Entscheidendes: Der "Zwang zur Treue", wie du es nennst, ist nämlich gar kein Zwang. Niemand zwingt Menschen, die eine Beziehung eingehen, zur s. Treue.
Aber...treu sein zu
wollen ist die
freiwillige , und eben nicht erzwungene, Grundlage der allermeisten Beziehungen.
Zitat von leslunes:Dieser Zwang zur Treue ist für mich sehr befremdlich und die Anzahl der Fremdgeher bestätigt für mich nur, dass die Mehrheit sich selbst belügt und eben nicht eingestehen will, dass ein Partner von einer anderen Person S. angezogen sein kann.
Ich glaube, dass das den allermeisten bewusst ist (also dass man auch andere Personen s..uell anziehend finden kann).
In den meisten Affären geht es aber ja gar nicht vorrangig um die S. Sondern um Gefühle, um Verliebtheit, um Kompensation von Dingen, die in der "Haupt"Beziehung verschütt gegangen sind.
Dazu kommt aber auch noch etwas anderes: Wie du sagst "Den Besitzanspruch weglassen".
Also ein betrogener Partner soll diesen Besitzanspruch vergessen.
Wie ist es aber mit dem betrügenden Partner? Gönnt der seinem Partner die gleiche Freiheit?
Nee! Da greift nämlich bei den allermeisten der gleiche Besitzanspruch. Wer seinen Partner betrügt will ja in den allermeisten Fällen nicht automatisch, dass der Partner dasselbe macht. Und wenn der Betrüger betrogen wird, ist er komischerweise genauso down, wie alle anderen.
Zitat von leslunes:Der Partner "gehört" mir nicht, schon gar nicht S.
Natürlich gehört mir der Partner nicht. Sein Körper, seine S.
Aber...wenn ich eine monogame Beziehung abmache, dann sage ich
freiwillig "Ich teile meinen Körper und meine S. nur mit dir". Und darum geht man nun eben
nicht davon aus, dass man den Partner mit jemand anderem "teilt".