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Verheiratet, aber in wen anderes verliebt

M
Zitat von LuneVerte:
nur weil er nicht gut handelt gleich auch böswillig und herzlos ist.


Ich möchte das hier mal heraus greifen und darauf eingehen, denn ich glaube, dass das überwiegend der Fall ist. Menschen sind mMn eher selten absichtlich und gezielt böswillig oder herzlos. Meist steckt eine innere Not dahinter, so wie jetzt auch bei dir. Da scheint mir viel innere Not, Verzweiflung und Zerrissenheit vorhanden zu sein, und auch Angst, von der du ja hier schreibst.

Gleichzeitig ist ja durchaus bewusst, dass du deinem Mann gegenüber nicht fair handelst, und du holst dir hier Feedback ein.
Deine Angst vor dem, was ausgelöst werden könnte, scheint größer zu sein als dein Bedürfnis nach Ehrlichkeit und Fairness und Klarheit. Gleichzeitig weißt du, dass das auf Dauer nicht gut gehen kann und wird. Solange du nichts tust, steckst du fest, es bewegt sich nichts, Druck und Schmerz werden größer.
Wäre es nicht zumindest wert, mit deinem Mann ins Gespräch zu gehen? Ihm erst mal zumindest ehrlich mitzuteilen, welche Zweifel du hegst? Wieso erscheint das momentan (noch) schlimmer als einfach zu verharren?


Zitat von LuneVerte:
die Werte, die sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben (was ich hier nicht weiter ausführen werde, da es um politische Einstellungen geht und feministische Grundeinstellungen und ich keine Lust habe hier darüber zu diskutieren, da es nichts mit diesem Thema zu tun ha


Für mein Empfinden hat es durchaus sehr, sehr viel mit dem Thema hier zu tun. Werte sind doch eine ganz zentrale und essenzielle Frage. Und zwar sowohl für dich selbst, als auch für die Beziehung zu deinem Mann, und nicht zuletzt für die zu deiner Familie. Dazu kommen mir ein paar Fragen in den Sinn, nicht, um sie hier beantwortet zu bekommen, sondern vielleicht für dich selbst betrachtenswert:

welche sind hierzu meine persönlichen Werte, für die ich einstehen möchte, auch wenn der Preis ein Abbruch der Verbindung ist?
können meine Werte und die des/ der anderen nebeneinander stehen und gegenseitig respektiert werden, während wir gleichzeitig in wohlwollender Verbindung bleiben können? oder sind die Unterschiede so stark, dass ich die Verbindung auflösen möchte?
was is stärker: meine Angst vor Trennung der Verbindung und Verbindungslosigkeit oder mein Bedürfnis, für meine Werte zu stehen?
Zitat von LuneVerte:
nur weil er nicht gut handelt gleich auch böswillig und herzlos ist.


Ich möchte das hier mal heraus greifen und darauf eingehen, denn ich glaube, dass das überwiegend der Fall ist. Menschen sind mMn eher selten absichtlich und gezielt böswillig oder herzlos. Meist steckt eine innere Not dahinter, so wie jetzt auch bei dir. Da scheint mir viel innere Not, Verzweiflung und Zerrissenheit vorhanden zu sein, und auch Angst, von der du ja hier schreibst.

Gleichzeitig ist ja durchaus bewusst, dass du deinem Mann gegenüber nicht fair handelst, und du holst dir hier Feedback ein.
Deine Angst vor dem, was ausgelöst werden könnte, scheint größer zu sein als dein Bedürfnis nach Ehrlichkeit und Fairness. Gleichzeitig weißt du, dass das auf Dauer nicht gut gehen kann und wird. Solange du nichts tust, steckst du fest, es bewegt sich nichts, Druck und Schmerz werden größer.
Wäre es nicht zumindest wert, mit deinem Mann ins Gespräch zu gehen? Ihm erst mal zumindest ehrlich mitzuteilen, welche Zweifel du hegst?
Solange du nichts tust, steckst du fest, es bewegt sich nichts.

Zitat von LuneVerte die Werte, die sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben (was ich hier nicht weiter ausführen werde, da es um politische Einstellungen geht und feministische Grundeinstellungen und ich keine Lust habe hier darüber zu diskutieren, da es nichts mit diesem Thema zu tun ha

Für mein Empfinden hat es durchaus sehr, sehr viel mit dem Thema hier zu tun. Werte sind doch eine ganz zentrale und essenzielle Frage. Und zwar sowohl für dich selbst, als auch für die Beziehung zu deinem Mann, und nicht zuletzt für die zu deiner Familie. Dazu kommen mir ein paar Fragen in den Sinn, nicht, um sie hier beantwortet zu bekommen, sondern vielleicht für dich selbst betrachtenswert:

welche sind hierzu meine persönlichen Werte, für die ich einstehen möchte, auch wenn der Preis ein Abbruch der Verbindung ist?
können meine Werte und die des/ der anderen nebeneinander stehen und gegenseitig respektiert werden, während wir gleichzeitig in wohlwollender Verbindung bleiben können? oder sind die Unterschiede so stark, dass ich die Verbindung auflösen möchte?
was is

Zitat von LuneVerte:
die Werte, die sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben (was ich hier nicht weiter ausführen werde, da es um politische Einstellungen geht und feministische Grundeinstellungen und ich keine Lust habe hier darüber zu diskutieren, da es nichts mit diesem Thema zu tun ha


Für mein Empfinden hat es durchaus sehr, sehr viel mit dem Thema hier zu tun. Werte sind doch eine ganz zentrale und essenzielle Frage. Und zwar sowohl für dich selbst, als auch für die Beziehung zu deinem Mann, und nicht zuletzt für die zu deiner Familie. Dazu kommen mir ein paar Fragen in den Sinn, nicht, um sie hier beantwortet zu bekommen, sondern vielleicht für dich selbst betrachtenswert:

welche sind hierzu meine persönlichen Werte, für die ich einstehen möchte, auch wenn der Preis ein Abbruch der Verbindung ist?
können meine Werte und die des/ der anderen nebeneinander stehen und gegenseitig respektiert werden, während wir gleichzeitig in wohlwollender Verbindung bleiben können? oder sind die Unterschiede so stark, dass ich die Verbindung auflösen möchte?
was is stärker: meine Angst vor Trennung der Verbindung und Verbindungslosigkeit oder mein Bedürfnis, für meine Werte zu stehen?

Das ist schon ein ziemlich großes Paket, wenn durch Trennung vom Partner auch die Verbindung zur Familie abzubrechen droht. Außer einer Reihe von Fragen habe ich auch keine Tipps für dich, und bei den Fragen geht es mir wie gesagt nicht um die Beantwortung hier im Forum. was mir auch durch den Kopf geht, ist, dass es letztendlich um Schmerz geht. Du bist in einem Dilemma, und egal was passiert, es ist immer mit Schmerz verbunden. Auch dazu hab ich noch ein paar Impulse:

Bei welcher Variante gibt es Aussichten, dass der Schmerz irgendwann vergeht und wieder ein zufriedenes Leben möglich ist?

Ist es die, dass du bei deinem Mann bleibst, ihr an eurer Beziehung arbeitet - gegebenenfalls mit Hilfe von außen - und wieder zueinander findet?

Oder ist es die, dass du deinen Mann verlässt, erst mal eine Reihe von Hürden und Schmerzen zu überwinden hast, dann aber ein zufriedenes Leben führen kannst?

Oder ist es vielleicht die, das alles bleibt, wie es ist, du die Dinge nicht ansprichst und lernst, mit dem inneren Schmerz zu leben? (wäre nicht meins, aber darum geht es ja hier nicht)

Oder gibt es noch eine ganz andere?

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute!

x 2 #106


M
Entschuldigung, dass das hier doppelt erscheint, ich habe es versucht zu ändern. Das klappt aber irgendwie nicht

#107


A


Verheiratet, aber in wen anderes verliebt

x 3


Brennessl
liebe @LuneVerte !


Zitat von LuneVerte:
Ich habe super spät noch einmal ein Studium begonnen und bin seitdem finanziell abhängig. Zudem habe ich nie alleine gelebt und das macht mir Angst. Ich weiß wie man einen Haushalt und alles führt, aber ich war halt nie allein


laut profil bist du 32 und seit 12 jahren mit deinem mann zusammen, heißt du warst damals 20 und bist wahrscheinlich (verzeih und korregiere mich wenn ich irre) direkt vom elternhaus in einen gemeinsamen haushalt gezogen.

dass du jetzt angst hast aus diesem konstrukt auszusteigen kann ich nachvollziehen, zumal der druck seitens deiner familie wirklich stark zu sein scheint.

ich möchte dir raten die jetzige situation als chance zu sehen dein leben mehr selbstständig zu gestalten.

unabhängig von diesem tom, überlege dir wie du weiter leben möchtest. ob und wie du es schaffen könntest deine ängste zu überwinden und wo du dir dazu hilfe holen könntest.


so schwer es anfangs scheint, es gibt immer einen weg und auf den kopf gefallen scheinst du ja nicht zu sein. 😉

ich denke du bist konditioniert, einerseits durch den familiären hintergrund und möglicherweise auch durch deine eigenen glaubenssätze. diese muster musst du durchbrechen.

du liebe, das leben ist kurz, zu kurz um in einer situation zu verharren die dich unglücklich macht. es geht nicht darum was andere von dir denken, es geht um dich.


ich verstehe deine angst und dass diese dich lähmt, nichts desto trotz ist es an dir den ersten schritt zu machen. und ich garantiere dir, mit jedem hindernis das du überwindest wird es dir besser gehen.

anfang 30 ist so ein tolles alter. lass diese jahre nicht ungenutzt vorüberziehen.

ich wünsche dir mut und alles liebe. 💕

x 4 #108


aequum
@Yoffi
Die Auslegung unterscheidet sich in unterschiedlichste Kategorien, Jenachdem wie die Glaubenssätze interpretiert und gelebt werden.

Aktuell gibt es selbst hier in DE noch die klassische Zwangsehe. Da wird kurz mal Urlaub im Heimatland gemacht und während des Urlaubs eines der Kinder verheiratet.

Z.B. wenn die Kinder hier in DE bereits eine längere Beziehung mit dm Wissen der Eltern führen, wird von der Familie erwartet und forciert, dass das Paar zumindest heiratet, einfach um den Schein zu wahren und um keine "Schande" über die betroffen Familien zu bringen.

Mir wurde immer wieder erklärt, dass sich die Toleranz, dessen was akzeptiert wird, abhängig von der Gegend ist, in der man aufwächst.
Striktere Regeln gibt es oftmals in den ländlichen Gebieten wogegen es in den Großstädten desöfteren gemäßigter zu geht.

Natürlich spielen auch Dinge wie Bildung, Wohlstand und Status eine Rolle.

x 3 #109


A
Zitat von stream:
Sie hat schon abgeschlossen. Hätte sie genug Geld, wäre sie schon längst weg.

Kennst du sie? Nein?

Aber gleiches Recht für alle: Ich kenne dich auch nicht, kombiniere aus dem von dir geschriebenen, dass du ein verbitterter, verlassener Mann bist, der glaubt, er kenne ALLLLLLE Frauen. So arm.

Kann ich ja behaupten, genau wie Du behaupten kannst, um was er der TE geht.

#110


A
Zitat von Luto:
der Burner des Morgens. 😆🤣

Das ist dem Alter geschuldet. 🤫

#111