Kamikazeherz85
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heute geht es mir um das Verhalten des Verlassers nach der Trennung.
Hier im Forum liest man ganz häufig, dass sich der Mensch, der die Trennung ausspricht, danach völlig zurückzieht und sich quasi tot stellt. Dass er auf keinen Kontaktversuch des einstigen Partners reagiert und Fragen, die dem Verlassenen bei der Akzeptanz und der Verarbeitung der Trennung helfen könnten, einfach ignoriert. Oder dass er, falls er dann doch mal reagiert, distanziert und eiskalt ist. Aber warum ist das so? Was hat der Verlasser davon? Sollte es ihm nicht ein Anliegen sein, der Person, die er ja (hoffentlich) mal geliebt hat, die Trennung so einfach wie möglich zu machen? Und dazu gehört in meinen Augen auch, dass man den anderen nicht wie Luft behandelt und offene Fragen beantwortet, sofern man das kann. Oder, wenn man das nicht kann oder will, das dem verlassenen Partner zumindest (freundlich) mitteilt und ihn nicht einfach mit Ignoranz straft. Denn das ist tatsächlich eine Strafe für den Verlassenen - zumindest empfinde ich das so.
Wenn ich jemanden verlasse, weiß ich, dass ich diesem Menschen (für gewöhnlich) sehr wehtue. Dann versuche ich doch, ihm die Trennung und die Zeit danach so einfach wie möglich zu machen. Und wenn er mir eine Nachricht schreibt, in der er mich bittet, ihm noch ein paar Fragen zu beantworten, weil er ansonsten nicht weiterkommt und nicht abschließen kann, dann versuche ich doch, ihm diesen Gefallen noch zu tun. Schließlich habe ich als Verlasser ja auch was davon, wenn mein Expartner endlich abschließen kann - und sei es nur, dass er mich endlich in Ruhe lässt.
Aber warum tauchen so viele Verlasser nach der Trennung einfach ab und sind nicht bereit, dem einstigen Partner noch ein letztes Mal zu helfen? Könnt ihr mir das erklären?