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Verlassen nach fast 30 Jahren

MissLilly
Zitat von Mohnblume_:
Mein Mann hat mich nach fast 30 Jahren vor 2 Wochen verlassen


Zitat von Mohnblume_:
Er hat mir einen üblen Scheidungsvertrag vorgelegt, den er und seine Freunde total fair finden.

Ja, aber den hat er sicherlich nicht innerhalb der letzten 14 Tage erstellt!
Du solltest dir da mehr Zeit lassen … vielmehr Zeit 😉

#16


hotte
Zitat von Mohnblume_:
Wenn ich mir jetzt etwas Neues suche und die Probezeit nicht schaffe, dann stehe ich ohne alles da.

Aber was wenn du es schaffst? Zwinkerndes Gesicht

Aktuell sieht alles düster und doof aus... aber denk immer daran das es auch nur ne vorbeiziehende Wolke sein kann die die Sonne gerade verdeckt!

Zitat von Mohnblume_:
Mein Mann würde mich für einige Jahre unterstützen, aber dann wäre er raus und würde Kohle ohne Ende machen. Und ich stehe beschissen da. Wie kann es sein, dass er in 6 Jahren alles Geld, das er verdient für sich hat, nachdem ich 20 Jahre unsere Kinder betreut habe und er auf Dienstreisen war und Karriere gemacht hat.

Das ist gesetzlich geregelt... es gibt ja den Trennungsunterhalt der bis zur Scheidung fällig wird und dann noch den nachehelichen unterhalt. Nachehelicher Unterhalt wird ich glaube für 1/3 bis 1/4 der Ehezeit fällig. Also in deinem Fall etwas zwische 7,5 und 10 Jahren. Die Berechnung erfolgt ganz grob das eure (netto) einkommen zusammengerechnet werden und dann 3/7 dir und der Rest ihm zusteht. Aus den jeweiligen differenzen zu dem nettoeinkommen und dem selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen ergibt sich das was du von ihm bekommst. Das was ich hier geschrieben habe ist alles nur "gefährliches Halbwissen". Genaue infos kann dir ein Fachanwalt für Familienrecht oder eine Beratungsstelle geben.

Kindesunterhalt ist hiervon nochmal separat, kann sich aber mindernd auswirken wenn du dadurch halt die Grenze des selbstbehaltes erreicht wird.

Dazu kommt ja auch noch der Versorgungsausgleich, d.h. die erworbenen Rentenpunkte während eurer Ehe werden zusammengerechnet und dann hälftig unter euch beiden aufgeteilt. Da sind unter anderem auch "Bonuspunkte" für die Zeit der Kinderbetreuung drin.

Auch wenn das jetzt vielleicht doof rüber kommt, aber es liegt in deiner Verantwortung für dich zu sorgen. Ich verstehe das es in vielen, vor allem klassischen rollenmodell basierten, Beziehungen so ist das die Frau weniger Karriere macht um für Kind und Haushalt zu sorgen. Klar sind wir nicht mehr die jüngsten aber das kann in einigen Berufen auch ein vorteil sein und für ne Umschulung ist es ja nie zu spät. Dummerweise denken wir in jungen Jahren nicht oder nur selten an später aber auch dafür dürfen wir selbst die Verantwortung übernehmen. Ich hoffe und wünsche dir das du einen Weg findest der für dich passt und deine Sorgen nicht wahr werden lässt.

Zitat von Mohnblume_:
Wie ist es, wenn ich einen 2. Teilzeit Job mache? Der wird doch dann total hoch versteuert, oder? Macht das dann überhaupt Sinn. Und wenn er mir im trennungsjahr so viel Geld geben muss, dass wir gleich viel haben, teilen wir uns dann ab dem Punkt die Kosten für die Kinder?

Du hast gerade tonnenweise Fragen und ich glaube es wäre wirklich super hilfreich für dich wenn du dich mal an eine Beratungsstelle für Frauen wendest. Ich denke die Caritas, AWO oder ähnliche haben Beratungsangebote für Frauen in deiner Situation und da bekommst du dann fundierte und verlässliche Antworten.

#17


A


Verlassen nach fast 30 Jahren

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Gorch_Fock
Moin Moohnblume, die Tatsache, dass er nach zwei Wochen Trennung bereits einen Ehevertrag präsentiert, zeigt, dass alles über Monate vorbereitet war. Es geht bei Trennungen letztlich nur um Geld. Themen, mit denen sich Frauen oft nicht ausreichend beschäftigen, gerade in Langzeitehen.

Wichtig: NICHTS unterschreiben in der aktuellen Phase ohne das DEIN eigener (!) Anwalt es mit Dir besprochen hat. Immer wieder gibt es Fälle wo der Anwalt des Ex-Partners als konstengünstiger "Freund" angesehen wird. Ein Anwalt darf nur seinen Mandaten zum Vorteil beraten.

Ein Ehevertrag kann dann gut sein, wenn ihn beide Parteien auf Augenhöhe schließen. Dazu brauchst Du aber die anwaltliche Beratung beim Fachanwalt für FamRecht.

#18


hotte
Zitat von MissLilly:
Ja, aber den hat er sicherlich nicht innerhalb der letzten 14 Tage erstellt! Du solltest dir da mehr Zeit lassen … vielmehr Zeit 😉

Ich habe für den ersten Entwurf einer Scheidungsfolgenvereinbarung 3 Tage gebraucht. Also innerhalb von 14 Tagen kann man schon etwas zusammenzimmern.

Das Problem hier ist das die TE augenscheinlich keinen Überblick hat was ihr genau zusteht und deshalb gerade absolut nichts ohne Anwaltliche Beratung unterschreiben sollte.

Bei uns war es so das ich die Vereinbarung erstellt habe, dann hat sie sich einen Anwalt gesucht, der hatte noch anmerkungen, final hab ich mich auch nochmal durch einen (anderen) anwalt beraten lassen (da wir eine einvernehmliche Scheidung anstreben hat nur sie den offiziellen Scheidungsanwalt) bevor das dann zum Notar ging und unterschrieben wurde.

#19


Gorch_Fock
Mohn, und mach Dich mal gerade auf der Straße. Was interessiert Dich das Gerede? Er hat die Affaire eingegangen, die Affairwnfrau die in eine Ehe einsteigt ist auch nicht besser. Affairen funktionieren bei Affairenfrauen nur über sog. Rechtfertigungen. Er har ihr also erzählt, dass ihr seit 2015 keinen Sechs mehr hat, Du frigide bist, etc. Erst mit solchen Geschichten gehen Frauen überhaupt in Affairen. Daher: die Lügen laufen schon viel länger, sie sind für Dich ohne Belang.

#20


A
Zitat von Mohnblume_:
Mein Definition des Leben fehlt.

Du definierst dich und dein Leben einzig und allein über eine Partnerschaft? Wie wäre es, wenn du jetzt damit beginnst, auf eigenen Beinen zu stehen und Selbstverantwortung für dein Leben zu übernehmen?

#21