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Verlassen nach fast 30 Jahren

M
Zitat von Mohnblume_:
Aber ich gönne ihm sein Glück nicht und auch nicht die Leichtigkeit und Schnelle in der er es findet.
es trifft einen Punkt mir, an dem ich denke, dass die Tatsache, wie leicht er jemanden findet, zeigt was für ein toller Mensch er ist und die Tatsache, dass ich alleine bin nur bestätigt, dass ich das Problem in der Beziehung war.

Dann wäre es an der Zeit, eingepflanzte Denkmuster allmählich zu verändern. Das geht indem man das innere Programm, das ja immer dasselbe sagt (du minderwertig, er hochwertig) bemerkt und sich sagt: Falsch, so ist das nicht. Es lliegt nicht allein an mir, es ist in erster Linie sein Problem, dass er nun wie ein pubertierender Gockel rumspaziert und sich lächerlich macht. Es ändert nichts an meinem Wert, wenn er jetzt seine MLC ausleben muss.
Und das sagst du dir jedes Mal. Sag dir immer: Stopp, das denke ich nur, aber es ist nicht wahr. Es ist nur ein eingeübtes Programm und Programme kann man ändern.
Du wirst staunen, wie oft du genau das Falsche denkst.

Wenn man dranbleibt, verändert sich allmählich auch die innere Bewertung und Wahrnehmung. Das Gehirn muss allmählich dahin trainiert werden, dass es den Fehler nicht bei dir sucht und dass das, was er jetzt tut, nichts mit deinem Wert zu tun hat.

Du hast Freunde und die sind hilfreich, bringen dich manchmal auf andere Gedanken, aber sie können nicht deine Denkweise ändern. Das ist deine Angelegenheit, wenn dir etwas daran liegt, dein Selbstwertgefühl zu stärken.
Es ist mühsam, aber lohnend und es dauert seine Zeit, weil man eingeübte Muster nicht so leicht wieder los wird. Aber wenn du das pflegst, erreichst du, dass du irgendwann drüber stehst und es dir nichts ausmacht wenn er Nextnext usw. abschleppt.
Wie er vorgeht, zeigt doch nur seine Hilflosigkeit und seine Oberflächlichkeit.

Was ist daran erstrebenswert, von der angeblichen Seelenverwandten zur Nextnext zu wechseln und diese nun auf ein Podest zu stellen, bis auch sie seinen Idealen nicht standhält? Was er macht, dient allein seiner Selbstbestätigung und dahinter steckt wahrscheinlich der hilflose Mann, der merkt, dass er allmählich älter wird, was er unbedingt übertönen muss. Und damit sein inneres Programm wieder stimmt, sucht er sich die Nächste, die halbwegs passt, bis auch sie wieder passé ist.
Den Typen nimmt doch keiner mehr ernst und irgendwann wird ihm bewusst werden wie lächerlich er sich gemacht hat.

Er ist so schnell und so leichtfertig, weil er oberflächlich ist und es ihm nur darum, geht, IRGENDEINE Frau an der Seite zu haben. Das ist das W'ichtigste, denn bliebe er allein, kämen womöglich unerfreuliche Gedanken auf, die er unbedingt vermeiden will. Er schaut da nicht groß, ob die Frau überhaupt zu ihm passt, Hauptsache, sie ist ansehnlich und entspricht seinem Bild von einer Frau. Nummer eins hat ihn ja schon abgeschoben, weil er ihr offenbar nicht taugte. Das solltest du dir auch mal vor Augen halten.
Er ist der Depp, der älter wird und nicht damit umgehen kann und nicht du! ER hat eine Heidenangst davor, irgendwann nicht mehr anzukommen, zu alt zu werden und nicht mehr attraktiv zu sein.

Wenn du es ihm gleich tun wirst, dann geh auf Tinder. Aber ehrlich gesagt sehe ich dich da nicht, dass du dort deine Haut zu Markte trägst nur um irgendeinen Menschen männlichen Geschlechts zu finden, der dich bestätigt ehe das Kartenhaus wieder zusammen fällt.
Wachse an dem, was jetzt passiert ist. Dann wirst du davon profitieren und irgendwann wieder zufrieden und in dir ruhend werden ohne dass du die Zufuhr von außen brauchst, die eh nie genug ist. Und wenn genügend Zeit vergangen ist, wird dich auch nicht mehr interessieren was er tut und mit wem, weil es eh langweilig ist.

Wenn mir einer gesagt hätte, er wird dir eines Tages gleichgültig sein, hätte ich gesagt: Nein, niemals. Er wird immer ein Bestandteil meines Lebens sein, auch wenn unser beider Leben getrennt verläuft. Er wird immer wichtig sein.

2 Jahre später, das erste persönliches Wiedersehen löste einen Schock aus und ich fiel vorübergehend wieder in eine Traurigkeit zurück und dachte mit Wehmut an das vergangene Schöne, das Schlechte blendete ich dabei aus. Aber der Schock verging doch recht schnell und ich sagte mir, du hast was vor, also mach das anstatt Gedanken Raum zu geben die dir nicht nützen.
Und irgendwann merkte ich dann sehr erstaunt, dass er nicht mehr wichtig war und es mir tatsächlich gleichgültig war, ob es ihm gut oder schlecht geht, mit wem er lebt und was er macht und tut.
Irgendwann fand ich meine Mitte wieder und er spielte keine Rolle mehr. Wir sehen uns ab und an nur in dienstlichem Rahmen, sagen kurz hallo, wenn wir uns über den Weg laufen und jeder geht seiner Wege. Keiner hat Interesse an einem Smalltalk.Er ist ein mir flüchtig bekannter Kollege, der mich nicht weiter interessiert.

Bei dir wird es wegen der Kinder Überschneidungen geben, aber damit muss man dann halt umzugehen lernen., indem man die Dialoge auf das Zweckdienliche beschränkt.

Was du jetzt machst, dass du noch jede Information die ihn angeht, aufsaugst und dir damit gezielt seltst weh tust, wird mit der Zeit weniger werden. Mit entsprechender Gedankenhygiene könnte man diesen Vorgang beschleunigen.

x 2 #676


M
Zitat von Mohnblume_:
Die Frage ist eher, was ich dann mit dem Geld mache. Also auf dem Konto liegen lassen hilft mir ja nicht.
Ich sollte ich ja auch um meine altesvorsorge kümmern. Aber ich hab da keine Ahnung von. Und ihn will ich natürlich nicht fragen. Und er spekuliert auch sehr risikoreich weil bei ihm immer genug Geld nachkommt, weil er so viel verdient

Riskante Spekulatonen sollte man vermeiden, wenn man sich nicht auskennt und außerdem ist die Gefahr hoch dass man sich verzockt. Aber man kann Geld z.B..in Aktienfonds anlegen, die Zinsen abwerfen und die breiter aufgestellt sind. Heißt, selbst wenn ein paar Aktien sinken, sind immer noch welche dabei, die stabil bleiben bzw. den Verlust der schlechter laufenden ausgleichen. Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht und ordentlich Geld auf der Seite. Nur Aktienfonds sind auch nicht ratsam, aber es gibt viele Möglichkeiten, Geld anzulegen das dann auch Rendite aufwirft.

Es gibt auch Firmen, die gezielt auf Frauen ausgerichtet sind, die sich nicht mit dem Thema Geldanlage beschäftigt haben, weil sie alles dem Mann überlassen haben. Z.B. helma-sick.de, die auch Videos dazu veröffentlicht hat.

Aber darüber kannst du dann nachdenken, wenn klar ist, dass du Geld bekommst und wieviel.

#677


A


Verlassen nach fast 30 Jahren

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hotte
Zitat von MissLilly:
Der langjährige Lebensgefährte einer Freundin von mir äußerte seine Wünsche und Fantasien ziemlich deutlich. Als meine Freundin seinen Wunsch nach einem 3er klar ablehnte und ihm deutlich versicherte das es mit ihr (in diesem Leben) niemals einen 3er geben wird und sie ebenso klar sagte, dass er sich in diesem ...

Ja, in diesem Fall sehe ich das Problem tatsächlich auf seiten des Mannes. Die Frage ist ob er danach seinen 3er bekommen hat oder ob er in Wirklichkeit einfach nur mal "was anderes" machen wollte.

#678


M
Hallo,

Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten.

Nur kurz zu dem „beide Partner sind schuld“.
Ja, sehe ich grundsätzlich auch so.
Aber jetzt kommt das aber. Mein Mann hat deutlich kommuniziert, was er will und ich habe das so gut es geht umgesetzt. Aber als die Neue in seinem Kopf Form angenommen hat, warmes fast so, als würde er immer wieder neue Dinge „ausgraben“, die ihn stören. Den Hintergrund kannte ich natürlich nicht und hab es dann ab einem bestimmten Punkt auch nicht mehr verstanden.

Hat sich so angefühlt, als würde er alles auf 30 Jahre ausgraben, was ihn mal gestört hat. Was er schön fand, ist immer weiter in den Hintergrund gewandert. Und spätestens an der Stelle, hätte er mir die Wahrheit sagen müssen, anstatt so zu tun, als würde er an unsere Ehe arbeiten. Die „Arbeit“ war dann doch eher einseitig.

Und wenn man der Verlasser ist, kann man ja locker sagen „hat halt nicht mehr gepasst“.

x 3 #679


hotte
@Mohnblume_

Zitat von Mohnblume_:
Und wenn man der Verlasser ist, kann man ja locker sagen „hat halt nicht mehr gepasst“.

Ich denke das ist unabhängig ob man verlassen wurde oder verlassen hat. Für mich war der Punkt an dem ich mir das ehrlich eingestehen konnte ein Meilenstein bei der verarbeitung. Es ist eine Sache ob man anerkennt das da "irgendwas" dazu geführt hat das es sich änderte oder ob man die ganze zeit, fast schon zwanghaft (so war es bei mir), nach Antworten sucht. Das auf "es hat einfach nicht mehr zusammengepasst" abgrenzen bindet weniger emotionale und Gedankliche ressourcen und hilft bei der Heilung. Und ja, natürlich darf es immer noch weh tun... aber es wird besser mit der Zeit.

Zitat von Mohnblume_:
Hat sich so angefühlt, als würde er alles auf 30 Jahre ausgraben, was ihn mal gestört hat. Was er schön fand, ist immer weiter in den Hintergrund gewandert. Und spätestens an der Stelle, hätte er mir die Wahrheit sagen müssen, anstatt so zu tun, als würde er an unsere Ehe arbeiten. Die „Arbeit“ war dann doch eher einseitig.

Ganz ehrlich, da war doch viel mehr im argen als nur der geäußerte Wunsch?! Der unerfüllte Wunsch war vielleicht der Auslöser (keine Rechtfertigung) aber es klingt für mich so das sich im Laufe eurer gemeinsamen Zeit vieles auf- bzw. angestaut hat das sich dann in dieser Konfliktsituation entladen hat. Dummerweise muss ich zugeben das dies ein bekanntes Muster für Männer ist, die oftmals nicht über ihre Gefühle und Empfindungen reden und bei denen es dann irgendwann raus bricht.

Ich habe es bei meiner Trennung so erlebt das es mein Ex war die mir alles mögliche aus der gesamten 18 jährigen Ehe "vorgeworfen" hat inkl. dem (zugegeben) sehr missglückten Heiratsantrag.

#680


M
Zitat von hotte:
Ich habe es bei meiner Trennung so erlebt das es mein Ex war die mir alles mögliche aus der gesamten 18 jährigen Ehe "vorgeworfen" hat inkl. dem (zugegeben) sehr missglückten Heiratsantrag.

Das kommt mir alles so bekannt vor. Also hat er 18 Jahre die Hölle durchlitten (bei uns sind es im August 18 Jahre) oder es ist einiges an den Haaren herbeigezogen. In so einer langen Zeitspanne läuft doch nicht alles perfekt - das liegt an beiden Partnern. Nicht daran arbeiten zu wollen, kann auch an beiden liegen, liegt aber in den hier geschilderten Fällen eher an einem. Ein missglückter Heiratsantrag könnte auch eine schöne Geschichte sein, die man irgendwann den Enkeln erzählt.

x 1 #681


Rheinländer
Nochmal ich🙂

Zitat von hotte:
Hier ist in meinen Augen zu differenzieren... Fremdgehen bedeuted in der Regel das dem fremdgehenden Partner etwas "gefehlt" hat.

Hotte, ich glaube, wir unterscheiden hier zwei verschiedene Ebenen.
Ich halte es für wichtig, Ursache und Verantwortung voneinander zu trennen. Eine schwierige oder unglückliche Beziehung kann eine Ursache für Unzufriedenheit sein. Sie macht den anderen Partner aber nicht verantwortlich für die Entscheidung, fremdzugehen.
Fremdgehen ist eine eigenverantwortliche Handlung. Wer diesen Schritt geht, trägt dafür auch die Verantwortung. Dem betrogenen Partner eine Mitschuld zuzuschreiben, halte ich für eine unzulässige Verschiebung von Verantwortung.
Der Grund, weshalb ich auf diesem Punkt so beharre, ist folgender:
Zitat von Mohnblume_:
Er hat in den letzten Wochen eine Frau gefunden, die ihm emotional bei der Entscheidung „geholfen“ hat und er verbringt jede freie Minute bei ihr. Zu mir ist es neutral bis kalt. Erinnerungen lassen ihn kalt. Nach eigener Aussage ist er glücklich wie noch nie.

Genau deshalb beschäftigt mich diese Diskussion. Mohnblume fragt sich seit Tagen, Wochen, Monaten , ob sie durch ihr Verhalten eine Mitschuld an seinem Fremdgehen oder an seiner Entscheidung trägt.
Meine Antwort darauf lautet ganz klar: Nein.
An allgemeinen Problemen innerhalb einer Partnerschaft können selbstverständlich beide Partner ihren Anteil haben. Ein Vertrauensbruch ist jedoch keine gemeinsame Entscheidung, sondern die bewusste Handlung eines Einzelnen.
Er hätte seine Unzufriedenheit ansprechen, an der Beziehung arbeiten oder sich fair trennen können. Stattdessen hat er sich zunächst einer anderen Frau zugewandt und anschließend die Beziehung beendet. Für diese Entscheidung trägt ausschließlich er die Verantwortung.
Probleme in einer Beziehung können beide Partner mitverursachen. Ein Vertrauensbruch ist jedoch keine gemeinsame Entscheidung, sondern die bewusste Handlung eines Einzelnen – und dafür trägt auch nur dieser die Verantwortung.

Und ganz persönlich an dich, @mohnblume: Beschäftige dich keine Millisekunde mit deinem vermeintlichen Anteil an seinem Fremdgehen. Es lohnt sich nicht. Du hast nichts falsch gemacht, was dieses Verhalten rechtfertigen würde – geh deinen Weg weiter und sei gut zu dir.

x 8 #682


Heloise
Zitat von Mohnblume_:
Nur kurz zu dem „beide Partner sind schuld“.
Ja, sehe ich grundsätzlich auch so.
Aber jetzt kommt das aber. Mein Mann hat deutlich kommuniziert, was er will und ich habe das so gut es geht umgesetzt. Aber als die Neue in seinem Kopf Form angenommen hat, warmes

Ich finde es immer wieder schade und überhaupt nicht zielführend, wenn du dich immer wieder auf diese rückläufige Kommunikation einlässt. Das kannst du in 2-4 Jahren immer noch machen, wenn du einen kühlen „Draufblick“ hast, als wenn du das jetzt so emotionsgeladen machst. Was bringt dir das jetzt? Das hält dich gedanklich gefangen, du verlierst den Blick auf das Wesentliche und die Prioritäten.

Es ist, wie es ist und die Klärung der Schuldfrage bringt dir jetzt genau NULL

#683


M
Mein NM hat das alles als Altlasten bezeichnet. Auf die er keinen Bock mehr hat. Die Dame von der Eheberatung hat ihm dann gesagt, dass man die immer mitnimmt, nur anders damit umgeht.

Bei der Trennung hat er gesagt, dass es da einfach keinen Bock mehr drauf hat. Er will unbeschwert leben, ohne zeternde Frau, ohne „Themen“….. hat er jetzt.

Es bleibt, dass er mich schon lange nicht mehr in seinen Kopf schauen lassen. Und das finde ich sehr traurig. Er wollte uns nicht mehr die Chance geben. Er war schon bei der Next.

Und natürlich ist alles locker, wenn man keine Alltagsthemen hat, alles neu ist, man nicht son über „alles“ geredet hat.. laut seiner Familie schaut er wohlwollen zurück „wir hatten eine schöne Zeit, jetzt kommt eine neue….“.

Und das tut mir schon sehr weh. Er hat nicht unter mir gelitten. Er will „nur“ noch mehr vom Leben. Und da passe ich nicht rein. Aber bis er das endgültig entschieden hat, war ich gut genug. Und dafür, mich 20 Jahre um die Kinder zu kümmern, während. Er Karriere macht.

x 5 #684


M
Und zu tinder und flirten.
Da hab ich Angst vor.ich hab keine Ahnung, wie man flirtet und will auch nicht vom nächsten Mann ausgenutzt werden. Ja, der Gedanke ist nett, Bestätigung zu bekommen, aber ich könnte mich da nicht drauf einlassen.

x 2 #685


M
Zitat von Mohnblume_:
Hat sich so angefühlt, als würde er alles auf 30 Jahre ausgraben, was ihn mal gestört hat. Was er schön fand, ist immer weiter in den Hintergrund gewandert.

Ist doch ganz einfach. Er lebt jetzt anders und um das vor sich und anderen zu rechtfertigen, greift er zur Taktik der Abwertung. Ach, diese 30 Jahre mit Mohnblume - ja, langweilig und eingefahren. Da und dort hat sie mich gernervt und tut es noch und diese Angewohnheit immer alles negativ zu sehen. Und da war dies und das was nicht gepasst hat.

Er tut alles dafür um sein Tun vor sich zu rechtfertigen und dafür muss er seine bisherige Lebensführung mit Familie und so in Frage stellen. Ich hatte ja recht zu gehen, es ist das einzig Richtige, denn diese Ehe ist doch keinen Pfifferling mehr wert.
Und so weiter und so weiter und so fort.
Und damit er es auch hübsch einfach hat, kramt er noch Kleinigkeiten hervor. Du hast doch IMMER ... du warst doch IMMER das, was du nicht sein solltest. Und damals, da hast Du ....

Ich lebe jetzt, wie ich schon längst leben hätte sollen und es war für mich der einzige Weg Mohnblume zu verlassen. Ich will leben, das Leben auskosten, genießen und mit der alten Mohnblume an der Backe geht das nicht. Also muss ich tabula rasa machen und von dort weg kommen, damit ich endlich, endlich frei bin.

Abwertung des Alten, Übersehen dessen, was positiv war dienen nur dazu, das Neue in einem umso helleren Licht erstrahlen zu lassen. Eine beliebte Taktik bei innerlich unsicheren Menschen die sich ihr jetziges Leben schön reden müssen. Und damit es auch '"schön" bliebt, gräbt man uralte Dinge aus und macht Sachen schlecht, von denen man damals gar nicht wusste, dass sie nicht das non plus ultra waren. Da werden halt dann Dinge vorgeschoben und der Fokus wird auf das Schlechte gelegt, damit die innere Bilanz wieder halbwegs stimmt. Ich musste ja gehen, das war doch kein Leben mehr, das war doch nur ein Dahinvegetieren ....
Ärgere dich nicht darüber, es ist die Taktik jedes Verlassers, das alte Leben schlecht zu machen, damit das neue um so mehr glänzen kann. Bis sie dann merken, dass auch das alte Leben seine Vorteile hatte. Aber dazu ist es zu früh. Da er jetzt seine Pubertät nachholt, kann das lange Zeit dauern, in der er sich mit diversen Ladies abgibt und damit fleißig sein zu kurz gekommenes Ego füttert.

Dieser Mann ist kein Mann, er ist ein Männchen. Ein haltloser Vogel der sich finanziell gut aufgestellt hat, aber dafür die Qualitäten, die einen Mann ausmachen, nicht entwickelt hat. Ein Großtuer der es nötig hat sich seine Ration Selbstwert wo anders abzuholen. Sei es über Geld, sei es über Frauen. Für so was habe ich nur Verachtung übrig,

Zitat von Mohnblume_:
Es bleibt, dass er mich schon lange nicht mehr in seinen Kopf schauen lassen. Und das finde ich sehr traurig

Ganz ehrlich, in seinen Kopf möchte ich nicht schauen. Denn da sähe ich nur ein zu kurz gekommenes Bürschchen, das sich jetzt aufplustern muss, damit es was gilt. Aber dazu dienen ja die Selbstlügen mit denen man sich selbst hilft. Jetzt hat er halt andere "Themen" die mehr gelten. Er muss jetzt Nextnext gefallen damit die ihn nicht auch noch abserviert.

Was glaubst du denn, warum er schon die Nextnext hat? Um die Schmach zu überdecken, sucht er sich nun eine Neue, mit der er glücklich wie noch nie ist. Armer Mann der sich eines Tages selbst anschauen wird, aber das wird dich dann hoffentlich nicht mehr interessieren, weil dein eigenes Leben wichtiger ist als im alten zu verharren und dir zu sagen, was du alles verloren hast.
Du wirst auch was gewinnen, aber dafür wirst du auch was tun müssen. Nur trauern und dem Ex. hinterher zu schauen wird kein Gewinn sein.

Du scheinst sehr wenig über menschliche Mechanismen zu wissen, sonst könntest du die Orientierungslosigkeit deines Noch-Mannes dahinter erkennen. Wie er sich jetzt erhöhen muss, sich kurz nach der Seelenverwandten die nächste an Land zieht, wie er sich lächerlich macht ohne dass er es merkt und wie er sich aufplustern muss um das schwache Ego zu füttern. Nichts als Selbstbestätigung und das von außen weil er in sich keine Stabilität findet.

Was hast du an diesem schwachen Idioten nur gefunden? Brauchst du einen Mann, der dir sagt, wie du zu sein hast, damit du seinem Ideal von Weiblichkeit entsprichst? Bist du nicht mehr als das?

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hotte
Zitat von Rheinländer:
Nochmal ich🙂 Hotte, ich glaube, wir unterscheiden hier zwei verschiedene Ebenen. Ich halte es für wichtig, Ursache und Verantwortung voneinander zu trennen. Eine schwierige oder unglückliche Beziehung kann eine Ursache für Unzufriedenheit sein. Sie macht den anderen Partner aber nicht verantwortlich für ...

Danke für das aufdröseln. Ich glaube wir sind tatsächlich relativ nah beieinander denn eine "Schuld" sehe ich hier bei Mohnblume tatsächlich nicht.

Natürlich ist es die Verantwortung des Fremdgehers also auch da sind wir tatsächlich auf der gleichen linie.

x 1 #687


hotte
Zitat von Mohnblume_:
Und zu tinder und flirten. Da hab ich Angst vor.ich hab keine Ahnung, wie man flirtet und will auch nicht vom nächsten Mann ausgenutzt werden. Ja, der Gedanke ist nett, Bestätigung zu bekommen, aber ich könnte mich da nicht drauf einlassen.

Hmm.... ich glaube ich verstehe was du schreibst... in einem anderen post hast du davon geschrieben das du "angst" hat an einem event auf GemeinsamErleben teilzunehmen.

Also geht es grundsätzlich darum neue Menschen kennenzulernen? Hast du Angst abgelehnt zu werden oder was spielt da rein?

#688


Liv225
Ich möchte bei @Rheinländer unterschreiben.

Ganz genau so sehe ich das auch.
Da ist die Augenhöhe komplett verloren gegangen.

Das hatten wir hier ja schon oft, sich auseinander leben , sich fremd verlieben … kann vorkommen…
Aber nicht dieses Hintergehen und Lügen.

Und dann auch noch dem anderen irgendeine Schuld zuweisen, lächerliche Sachen hochholen, was denn angeblich so schlecht war.

Bei mir war es zum Beispiel das falsch verpackte Geschenk zum 50. (etwas, was er sich sehr gewünscht hatte) Oder die Heimfahrt vom KH nach einer Op, wo ich angeblich jedes Schlagloch extra genommen habe.
Nur lächerlich. 🙄

Schau wirklich auf Dich… so gut es geht nach vorne, nicht auf die Aussagen und das Verhalten, was er gerade an den Tag legt, @Mohnblume_

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M
Zitat von Mohnblume_:
Er will „nur“ noch mehr vom Leben. Und da passe ich nicht rein. Aber bis er das endgültig entschieden hat, war ich gut genug. Und dafür, mich 20 Jahre um die Kinder zu kümmern, während. Er Karriere macht.

Das alles war auch deine Entscheidung und das fällt dir jetzt auf die Füße. Klar, als das neue Leben noch nicht sicher und in trockenen Tüchern war, gab es keinen Grund das alte als Sicherheitsnetz nicht zu behalten. Bleib ich mal noch bis ich weiß wohin die Reise geht, es ist ja nicht alles schlecht. Und Mohnblume merkt eh nichts, die ist gutgläubig und naiv.

Dass du keine Karriere gemacht hast, war auch deine Entscheidung. Du wolltest lieber die Karriere am heimischen Herd und den Kindern und jetzt geht dir auf, dass ein Mann keine Altersvorsorge ist.
Ich kenne einige Frauen, die nach diesem Prinzip leben. Ob sie glücklich sind oder nicht weiß ich nicht, denn so tief kann ich nicht reinschauen. Abitur zu machen, dann zu studieren und dann das Studium nicht beruflich umzusetzen, zwingt dir keiner auf. Die Karriere hast du ihm überlassen und ja auch davon profitiert, denn finanzielle Sicherheit war ja gegeben.

Meine Mutter war auch eine Frau die sich über Familie und Haushalt definierte. Aber sie hatte ja auch nur eine marginale Schulbildung und keinen richtigen Beruf erlent Ich habe kürzlich ein altes Buch gefunden, das sie aufgehoben hatte. Es ging darum, was eine Frau im Haushalt alles können muss, wie man kocht, die Wäsche pflegt und ausbessert, richtig putzt usw. Es war ja wichtig dem Mann ein gutes und problemfreies Zuhause zu schaffen, was man selbst wollte, wusste man nicht. 1954 war eine andere Zeit. Nach dem Krieg hatten alle Frauen nur ein Ziel, einen halbwegs passenden Versorger und Ehemann zu finden. Dann kamen die Kinder und die Frauen waren glücklich.
Ja, von wegen. Mir fiel immer wieder schon als Kind auf, dass viele Frauen eher unglücklich und unzufrieden waren mit ihrem Los. Es war daher für mich nie erstrebenswert diesem "Vorbild" nachzueifern.
Ich wollte nie abhängig von Jemandem sein und sagte immer: eine Frau muss sich selbst versorgen können, denn ein Mann ist keine Altersversicherung.

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