Margerite
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Zitat von Mohnblume_:Aber ich gönne ihm sein Glück nicht und auch nicht die Leichtigkeit und Schnelle in der er es findet.
es trifft einen Punkt mir, an dem ich denke, dass die Tatsache, wie leicht er jemanden findet, zeigt was für ein toller Mensch er ist und die Tatsache, dass ich alleine bin nur bestätigt, dass ich das Problem in der Beziehung war.
Dann wäre es an der Zeit, eingepflanzte Denkmuster allmählich zu verändern. Das geht indem man das innere Programm, das ja immer dasselbe sagt (du minderwertig, er hochwertig) bemerkt und sich sagt: Falsch, so ist das nicht. Es lliegt nicht allein an mir, es ist in erster Linie sein Problem, dass er nun wie ein pubertierender Gockel rumspaziert und sich lächerlich macht. Es ändert nichts an meinem Wert, wenn er jetzt seine MLC ausleben muss.
Und das sagst du dir jedes Mal. Sag dir immer: Stopp, das denke ich nur, aber es ist nicht wahr. Es ist nur ein eingeübtes Programm und Programme kann man ändern.
Du wirst staunen, wie oft du genau das Falsche denkst.
Wenn man dranbleibt, verändert sich allmählich auch die innere Bewertung und Wahrnehmung. Das Gehirn muss allmählich dahin trainiert werden, dass es den Fehler nicht bei dir sucht und dass das, was er jetzt tut, nichts mit deinem Wert zu tun hat.
Du hast Freunde und die sind hilfreich, bringen dich manchmal auf andere Gedanken, aber sie können nicht deine Denkweise ändern. Das ist deine Angelegenheit, wenn dir etwas daran liegt, dein Selbstwertgefühl zu stärken.
Es ist mühsam, aber lohnend und es dauert seine Zeit, weil man eingeübte Muster nicht so leicht wieder los wird. Aber wenn du das pflegst, erreichst du, dass du irgendwann drüber stehst und es dir nichts ausmacht wenn er Nextnext usw. abschleppt.
Wie er vorgeht, zeigt doch nur seine Hilflosigkeit und seine Oberflächlichkeit.
Was ist daran erstrebenswert, von der angeblichen Seelenverwandten zur Nextnext zu wechseln und diese nun auf ein Podest zu stellen, bis auch sie seinen Idealen nicht standhält? Was er macht, dient allein seiner Selbstbestätigung und dahinter steckt wahrscheinlich der hilflose Mann, der merkt, dass er allmählich älter wird, was er unbedingt übertönen muss. Und damit sein inneres Programm wieder stimmt, sucht er sich die Nächste, die halbwegs passt, bis auch sie wieder passé ist.
Den Typen nimmt doch keiner mehr ernst und irgendwann wird ihm bewusst werden wie lächerlich er sich gemacht hat.
Er ist so schnell und so leichtfertig, weil er oberflächlich ist und es ihm nur darum, geht, IRGENDEINE Frau an der Seite zu haben. Das ist das W'ichtigste, denn bliebe er allein, kämen womöglich unerfreuliche Gedanken auf, die er unbedingt vermeiden will. Er schaut da nicht groß, ob die Frau überhaupt zu ihm passt, Hauptsache, sie ist ansehnlich und entspricht seinem Bild von einer Frau. Nummer eins hat ihn ja schon abgeschoben, weil er ihr offenbar nicht taugte. Das solltest du dir auch mal vor Augen halten.
Er ist der Depp, der älter wird und nicht damit umgehen kann und nicht du! ER hat eine Heidenangst davor, irgendwann nicht mehr anzukommen, zu alt zu werden und nicht mehr attraktiv zu sein.
Wenn du es ihm gleich tun wirst, dann geh auf Tinder. Aber ehrlich gesagt sehe ich dich da nicht, dass du dort deine Haut zu Markte trägst nur um irgendeinen Menschen männlichen Geschlechts zu finden, der dich bestätigt ehe das Kartenhaus wieder zusammen fällt.
Wachse an dem, was jetzt passiert ist. Dann wirst du davon profitieren und irgendwann wieder zufrieden und in dir ruhend werden ohne dass du die Zufuhr von außen brauchst, die eh nie genug ist. Und wenn genügend Zeit vergangen ist, wird dich auch nicht mehr interessieren was er tut und mit wem, weil es eh langweilig ist.
Wenn mir einer gesagt hätte, er wird dir eines Tages gleichgültig sein, hätte ich gesagt: Nein, niemals. Er wird immer ein Bestandteil meines Lebens sein, auch wenn unser beider Leben getrennt verläuft. Er wird immer wichtig sein.
2 Jahre später, das erste persönliches Wiedersehen löste einen Schock aus und ich fiel vorübergehend wieder in eine Traurigkeit zurück und dachte mit Wehmut an das vergangene Schöne, das Schlechte blendete ich dabei aus. Aber der Schock verging doch recht schnell und ich sagte mir, du hast was vor, also mach das anstatt Gedanken Raum zu geben die dir nicht nützen.
Und irgendwann merkte ich dann sehr erstaunt, dass er nicht mehr wichtig war und es mir tatsächlich gleichgültig war, ob es ihm gut oder schlecht geht, mit wem er lebt und was er macht und tut.
Irgendwann fand ich meine Mitte wieder und er spielte keine Rolle mehr. Wir sehen uns ab und an nur in dienstlichem Rahmen, sagen kurz hallo, wenn wir uns über den Weg laufen und jeder geht seiner Wege. Keiner hat Interesse an einem Smalltalk.Er ist ein mir flüchtig bekannter Kollege, der mich nicht weiter interessiert.
Bei dir wird es wegen der Kinder Überschneidungen geben, aber damit muss man dann halt umzugehen lernen., indem man die Dialoge auf das Zweckdienliche beschränkt.
Was du jetzt machst, dass du noch jede Information die ihn angeht, aufsaugst und dir damit gezielt seltst weh tust, wird mit der Zeit weniger werden. Mit entsprechender Gedankenhygiene könnte man diesen Vorgang beschleunigen.