Lampe10
Gast
seit ca. 3 Monaten treffe ich mich mit einer Frau. Wir sind beide 30 Jahre alt und haben uns über eine App kennengelernt.
Ich hatte schon von Anfang an ein komisches Bauchgefühl, weil schon aus dem Chat hervorging, dass sie andere Lebensziele verfolgt.
Aus Einsamkeit und Neugier habe ich mich dennoch mit ihr getroffen.
Ich habe nach dem ersten Treffen eine starke Anziehung gespürt, jedoch hat dieses Gefühl mir Angst gemacht, v.a. wegen den o.g. unterschiedlichen Lebenszielen.
Sie hat dann nicht mehr locker gelassen und immer weiter nach Treffen gefragt. Ich konnte nicht widerstehen. Ich versuchte anfangs emotionale Distanz zu wahren, bis sie mich dann zu sich nachhause zum Übernachten eingeladen hat. Ab dem Zeitpunkt war ich verloren.
Seitdem haben wir uns jede Woche mehrmals getroffen und wir waren auch schon für eine Woche im Urlaub.
Ständig habe ich dieses ungute Bauchgefühl mit mir rumgetragen: "Wohin soll das mit uns führen? Wir sind zu unterschiedlich". Diese Unterschiede beziehen v.a. auf Dinge wie Karriere (-> Lebensstandards) und zukünftiger Wohnort.
Im Nachhinein betrachtet ging vieles zu schnell. Sex, gemeinsamer Urlaub, sie fing auch schon an davon zu reden zusammen zu ziehen und mich Freunden und Familie vorzustellen. Sie hätte gefühlt alles für mich getan, wenn ich irgendwas gebraucht hätte.
Manchmal schaute ich sie an und stellte mir die Frage, wer diese Person eigentlich ist, zu der ich emotional schon so gebunden bin. Einerseits fand ich es schön, zum anderen fühlte ich mich ersetzbar.
In letzter Zeit fing sie dann an bestimmte Charaktereigenschaften an mir zu bemängeln. Ich sei faul, unambitioniert, zu negativ eingestellt. Sie sagte, dass so jemand nicht zu ihr passen würde. Daraufhin gab es eine Diskussion, wo ich ihr geraten habe, darüber nachzudenken, ob ich der richtige für sie bin. Ihr Fazit war, dass jemand mit so einer Einstellung nicht zu ihr passen würde. Das Gespräch war zuende und ich wollte gehen. Sie wollte, dass ich bleibe und ich konnte wieder nicht nein sagen.
Das ist eine Woche her und seitdem ist das Bauchgefühl, das ich mit mir rumtrage, noch schlechter. Deswegen habe ich sie nochmal darauf angesprochen. Sie hat dann recht genau aufgezählt, was sie sich von einem Mann wüscht. Sie möchte v.a. einen Mann der sie wie eine Prinzessin behandelt, sie auf Händen trägt und ihr jeden Wunsch von den Augen abliest. Sie würde all das auch für den Partner tun. Ehrlich gesagt sehe ich mich nicht in dieser Beschreibung. Sie hat auch gesagt, dass sie glaubt, ich sei aufgrund meiner Erziehung (jüngstes Kind) zu verwöhnt.
Ich bin bereit viel zu geben, aber nur solange ich mich dafür nicht verbiegen muss. Das gibt mir das Gefühl, dass sie mich nie wirklich dafür lieben kann wer ich bin.
Aktuell kann ich nicht klar denken, deswegen würde mich eure neutrale Sicht von außen auf die Sache interessieren.