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Verlustangst, Trennung wg Rauchverhalten?

M
@leunenschmidt
Keine Ahnung was man dir so richtig raten soll...

Da ich deinen ersten Thread sehr gut kenne (war da seit dem ersten Beitrag dabei), kann ich Dir auch hier kein sehr gutes Zeugnis ausstellen. Liest Du deine eigenen Beiträge? Zunächst mal tut es mir sicherlich sehr leid, welche Erfahrungen du wegen des Rauchens machen musstest und die Verluste, die Du deswegen erleiden musstest. Man muss vielleicht aber auch dazusagen, dass man auch ohne Rauchen Lungenkrebs bekommen kann. Daher lässt es sich nicht immer nur auf das Rauchen schieben, obwohl natürlich das Rauchen diese Krankheiten begünstigt. Was ich Dir glaube, dass Du keine Raucherin an deiner Seite willst, weil Du es eklig findest. Beim ganzen Rest, sorry, vermute ich einen anderen Grund.

Und wieder bist Du an diesem Punkt, an dem Du auf ein recht banales Thema völlig überzogen reagierst. Schläge in den Magen, Panikattacken etc, das kennen wir doch schon vom ersten Thread und auch da ging es Dir doch, wenn Du ehrlich bist, darum Kontrolle zurückzugewinnen und Schuldgefühle einzuimpfen. Ich rate Dir ganz ehrlich, dass Du eine Therapie machen solltest. Auch wenn Du damit mal nur deine Traumata des Raucherthemas aufarbeiten solltest. Was Du jetzt machst ist total übergriffig, passiv aggressiv, kontrollsüchtig und emotional erpressend. Sorry.

Zitat von Felica2024:
Bei allem Respekt und Verständnis für Ängste und Panikattacken....aber das Ausmaß Deiner Reaktion sollte Dir zu denken geben....

Das war schon im ersten Faden so. Anfänglich verständlich und dann je länger je mehr ungesund...

Zitat von HeavyDreamy:
Aus meiner Sicht würdest du ihr damit indirekt eher Schuldgefühle machen.

Ich denke, und das ist nur meine Meinung, soll ja das Ziel sein. Die Texte triefen davon und von irgendwelchen Erwartungshaltungen. Z.b als er 2 mal auf die Toilette musste um seine Panik zu kontrollieren, weil sie 1 Zig. geraucht hat. Da war seine Erwartung eigtl, dass sie sich mal erkundigt was er genau hat und dann ist sie noch so "doof" und hat keine Idee warum er Schläge in der Magengrube, Zittern, Herzrasen etc hat...

Zitat von leunenschmidt:
Die Zig./Vape wichtiger als mich sieht.

Darum gehts Dir. Es geht um deinen Selbstwert. Du hoffst, dass Du sie solange nervst bis sie das Rauchen läsdt und Du dann das Gefühl von Bestätigung hast. So a la, wow ich bin ihr echt wichtig, sodass sie sogar ihre Sucht meinetwegen überwunden hat...

Sorry für die deutlichen Worte

x 7 #46


K
Zitat von Besserwisser60:
Merke: Was nicht gut tut, kann weg und diese Frau, egal aus welchen Gründen, scheint dir nicht gut zu tun, sondern dich in deinem ungesunden Muster eher zu bestätigen, bzw. dich zu verwirren, was auch deine Konzentrationsprobleme erklärt.

Naja, in diesem speziellen Fall sehe ich das anders. Er schreibt ja schon selbst, dass er aufgrund mehrerer extrem negativen (für ihn wahrscheinlich eher taumatischen) Erfahrungen eine Riesen-Baustelle im Hinblick auf Rauchen zu haben. Das ist nicht vergleichbar mit Menschen, die Raucher als Partner einfach ablehnen. Da wäre ich dann eher bei Dir.

Er schreibt nicht ein einziges Mal (jedenfalls hab ich´s nicht gelesen), dass ihn das Rauchen stört, weil er den Geruch ablehnt, das Küssen mit Raucheratem eklig findet oder ähnliches.... ihn triggert das Wissen um das, was mit Menschen passiert, die aufgrund des Rauchens später an Krebs, COPD erkranken. Er hat massive Angst vor den Folgen, die nicht ihn betreffen, sondern seine Partnerin.

Daher kann man hier für mein Verständnis nicht sagen "was mir nicht gut tut, kann weg". Das könnte man natürlich so machen, aber er ist jetzt mit ihr zusammen. Und ich halte es für extremst lohnenswert, wenn er hier seine Herausforderung angeht und damit evtl. eine Partnerschaft mit dieser Frau - mit der es ansonsten megamässig läuft - weiterhin möglich ist, anstatt in die Vermeidung zu gehen. Ich sehe hier weniger den Selbstschutz, als eher die Vermeidung.

x 3 #47


A


Verlustangst, Trennung wg Rauchverhalten?

x 3


Besserwisser60
Zitat von KlausHeinrich:
Naja, in diesem speziellen Fall sehe ich das anders

Genau das macht die Vielfalt des Forums aus! Entspannter Smiley

x 2 #48


K
@Besserwisser60 Und das Schöne ist, dass beide Meinungen ihren Stellenwert haben und sich deswegen keiner an die Gurgel geht Lachendes Gesicht 👍

x 3 #49


E-Claire
Zitat von Mann1989:
Darum gehts Dir. Es geht um deinen Selbstwert. Du hoffst, dass Du sie solange nervst bis sie das Rauchen läsdt und Du dann das Gefühl von Bestätigung hast. So a la, wow ich bin ihr echt wichtig, sodass sie sogar ihre Sucht meinetwegen überwunden hat...

Naja, dann wird aber doch auch recht schnell das nächste Thema gefunden, an dem man sich abarbeiten kann...

#50


T
Zitat von leunenschmidt:
1: Ich lerne irgendwie damit umzugehen - aktuell unvorstellbar, so wie es mir jedes mal geht (und es wird schlimmer, je näher wir uns kommen

Wird nicht passieren. Das Ablehnen vom Rauchen ist ein Teil von Dir. Du müsstest einen (wichtigen) Teil deines Selbst aufgeben um ihr Verhalten zu akzeptieren. Mir kommt es vor, dass Du auch noch ein gewisses Helfersyndrom, bzw. deine Mission darin siehst, sie vom Rauchen zu befreien. Das sieht insgesamt sehr nach Co-Abhängigkeit aus, wie von E-Clair schon festgestellt. Hineingerutscht bist du, da Du selbst viele Raucher in deiner Umgebung hattest und so du hast nicht nur eine Ablehnung gegen das Rauchen sondern auch einen unterbewussten Rettungsdrang entwickelt.

Zitat von leunenschmidt:
2: sie hört wirklich auf. Das kann ich nicht Verlangen, es muss von ihr kommen. Ich habe kein Recht ihr etwas zu verbieten und soweit ich lesen konnte, muss der Wunsch vom Raucher selbst kommen, ansonsten keine Chance.

Das wird in dieser Konstellation leider auch nicht klappen. Wie Du richtig schreibst: Du kannst nicht erwarten, dass sie sich für dich ändert. Drum: Prüfe wer sich ewig bindet! Man kann sich schon für den Partner ändern, aber nur von sich heraus. Sie weiß, dass sie ein Problem, eine Schwäche hat. Nun die Frage: Hat sie es bis jetzt geschafft da selbst von loszukommen? Ist dein Verhalten für sie eine Unterstützung in ihrer Situation? Oder werden deine Bemerkungen eher zu einer weiteren Belastung? Sie fühlt deine Ablehnung, sie findet nicht die Kraft aufzuhören, also wird ihre Selbstanklage größer, und eben die Last, die sie zu tragen hat. Das treibt sie noch mehr in die einfache "Auszeit", in den Endorphin-Kick.


Zitat von leunenschmidt:
3: wir müssen uns trennen, da ich sonst dauerhaft in Alarmbereitschaft bin und leide, psychisch wie körperlich. Aber der Gedanke es deswegen zu beenden obwohl alles andere perfekt ist, bringt mich um.

Genau das ist leider hier mM die einzige Lösung. Ich rate eigentlich sehr selten zur Trennung, weil ich fest daran Glaube, dass eine Beziehung an Problem wachsen kann, aber ist bereits in der Anfangsphase eine (Co-)Abhängigkeitsdynamik die sich eher aufschaukeln wird. Dass ihr jetzt schon eure Emotionen nicht besprechen könnt, bis hin zu Panikattacken spricht eine deutlich Sprache.

4. (Meine Prognose - ich hoffe ich liege falsch) Du wirst dich nicht trennen - da Co-Abhängig. Sieht wird sich irgendwann
trennen, wenn sie meint es geht so nicht mehr weiter mit dir. Möglicherweise aber auch spät, je nachdem, wie Co-Co-Abhängig ist. (Weiß nicht, ob es den Begriff so gibt.)

x 1 #51


Sonnenschein85
Zitat von Thomi:
Wird nicht passieren. Das Ablehnen vom Rauchen ist ein Teil von Dir. Du müsstest einen (wichtigen) Teil deines Selbst aufgeben um ihr Verhalten zu ...

Ich befürchte auch das sie sich trennen könnte, wenn ihr das alles zu sehr auf den Geist geht und sie sich zu sehr eingeschränkt fühlt.

Anscheinend will sie auf die Zig. hin und wieder nicht verzichten

Könntest du dich damit arrangieren, weil sie es extrem herunter gefahren hat? Gibt es etwas was du gegen die extremen Ängste tun könntest? Bist du generell in Therapie, entschuldige, falls ich es überlesen haben sollte.
Und hast du sonst noch andere Ängste, die sehr stark sind?

x 2 #52


Brennessl
lieber @leunenschmidt !

vielleicht würde es dir helfen die situation zu relativieren, bzw. zu sehen, dass das ausmaß ihres rauchverhaltens eigentlich ziemlich gering ist.

zuletzt fünf wochen komplett ohne, dann ein glimmstengel und ein zug vom vaper.

ich würde sie als gelegenheitsraucherin einstufen und wenn sie das weiter so selten betreibt, ist ihre gesundheit wohl eher minimal beeinflusst.

es ist schon ein unterschied ob sich jemand bereits vor dem frühstück eine anraucht und dann den ganzen tag durchgängig oder ob man ab und an mal zugreift.

(ich hab auch jahrelang stark geraucht, dann jahre nichts und halte es jetzt auch so, manchmal in gesellschaft tschike ich die ein oder andere, dann wieder wochenlang nix. das ist ein kompromiss mit dem ich gut leben kann, weil ich denke dass mir das nicht erheblich schadet. ganz kann ichs eben auch nicht lassen)


Zitat von leunenschmidt:
Die letzten 5 Wochen, als sie nichts anrührte, nicht mal das Thema erwähnte oder so, sondern im Gegenteil den Rauch von anderen Rauchern wegen des Gestanks weggepustet hat, waren wundervoll. Selbst ich hab nichtmehr dran gedacht, weil es halt kein Thema mehr wahr. Und dann vor nun 4 Tagen vollkommen ohne Vorwarnung die Zig und 2 Tage später ein paar Züge an der Vape.
Und das war das erste mal, dass ich richtig ne Panikattacke bekommen habe und plötzlich die Zweifel bekomme.


bist du denn wegen deiner panikattacken in behandlung?

ich will deine reaktion nicht ins lächerliche ziehen, trotzdem scheint sie mir in dem zusammenhang überzogen. deswegen würde ich dir raten dieses thema mal therapeutisch zu behandeln, falls noch nicht geschehen.

es geht ja hier um verlustängste, auch da gehört meiner meinung hingeschaut.


vielleicht könnt ihr euch einigen?

sprich deine ängste offen und und bitte sie oder frage sie ob sie es schaffen könnte in deiner gegenwart nicht zu rauchen. das wäre eventuell ein anfang.

dann sehen ob du deine panik irgendwie in den griff bekommen kannst.

geht aufeinander zu in dem jeder versucht seinen teil beizutragen.

x 4 #53


DieSeherin
hallo @leunenschmidt ich bin selber starke raucherin und das schon sehr lange und kann dir nur sagen, dass es sooo wichtig wäre, ihr das ganze ausmaß deiner abneigung genau zu erklären!

Zitat von leunenschmidt:
aber wenn ich wüsste, dass sie wirklich versucht es zu lassen, aber einbricht, wenn ein Trigger da ist, dann wäre es für mich irgendwie tragbarer als wenn sie sich aktiv dazu entscheidet es nicht sein lassen zu wollen.


wie oft wollte ich schon aufhören, es wirklich sein lassen, aber das durchzuhalten, ist halt nicht einfach damit getan, dass man sich aktiv entscheidet, das sein zu lassen.

Zitat von leunenschmidt:
Alles was ich bisher getan habe, sind diese Kommentare, wenn sie spontan zugegriffen hat.


und genau funktioniert so nicht! wenn es eine chance gibt, dass sie es von herzen probiert, dann nur, wenn du ganz offen darüber sprichst, dass dich das nicht einfach nur nervt, sie dich nicht nervt, sondern das viel, viel tiefer liegt!

Zitat von Lukrethia:
ich finde halt diese passiv aggressiven Kommentare, wenn sie raucht, kontraproduktiv. Sie ärgert sich drüber, raucht aber trotzdem und du verschaffst dir so kein Gehör. Lass das sein und sprich mit ihr unter vier Augen drüber


ja, erzähl ihr, was du für verluste erlitten hast, welche erlebnisse das immer wieder hochholt, dass du ihr ja gerne ihre gelegentlichen "ausrutscher" tolerieren würdest, aber das psychisch nicht erträgst.

und dann solltest du sie eher ab und zu motivieren und nicht rummotzen.

x 2 #54


F
Zitat von DieSeherin:
aber das durchzuhalten, ist halt nicht einfach damit getan, dass man sich aktiv entscheidet, das sein zu lassen.

Natürlich. Wie sonst?

#55


Lukrethia
Zitat von Felica2024:
Natürlich. Wie sonst?

Weil etwas entscheiden und etwas tun bzw nicht tun 2 Paar Schuhe sind. So hätte ich es verstanden.

x 2 #56


Brennessl
ich möchte noch etwas hinzufügen.


Zitat von leunenschmidt:
Es hat mich nicht wirklich gestört und es war auch nicht super exzessiv. wobei sie gevaped und dann paar mal am Tag eine Zig. geraucht hat.Sie hat es auch irgendwie geschafft, dass sie nicht danach roch.
Sehr früh nachdem wir uns kannten fing sie an, aufzuhören und mir das auch erzählt.


als ihr euch kennengelernt habt hat sie (wenn ich richtig verstanden habe) noch mehr geraucht und sich dann bemüht aufzuhören bzw. sich einzuschränken.

vielleicht kannst du diese versuche ihrerseits anfangen mehr zu honorieren anstatt dich auf ihre seltenen rückfälle festzubeißen.

ihr einfach mal sagen: "toll, dass du es 5 wochen geschafft hast, ich bin stolz auf dich!" ö.ä.

sowas motiviert x-mal mehr als sarkastische bemerkungen. die rufen eher trotzreaktionen hevor und machen druck.

x 4 #57


F
Zitat von Lukrethia:
Weil etwas entscheiden und etwas tun bzw nicht tun 2 Paar Schuhe sind. So hätte ich es verstanden.

Ja, ich auch. Aber dann ist das Nichttun ja die Entscheidung.

x 1 #58


Sonnenschein85
Genau, vielleicht ist motivieren hier auch besser als kritisieren. Wenn sie mal ein paar Tage nicht raucht, dass du ihr auch sagst, du bist stolz auf sie und es anerkennst. Entscheiden muss sie natürlich trotzdem weiterhin selbst. Aber vielleicht ist sie dann motivierter, als wenn sie nur Kritik erntet.

#59


GreenTara
Eine Entscheidung durchzusetzen braucht Willenskraft. Und die Sucht ist eine starke, oftmals übermächtige Gegnerin der Willenskraft.
Von daher stelle ich den Anspruch: Wenn ihr doch bewusst ist, dass mein Trauma getriggert wird, in Frage.
Genauso könnte die Freundin denken:
Wieso soll ich meine Sucht überwinden? Dann kann er doch genauso gut sein Trauma überwinden.
Da geht nur eines: Die eigenen Belange nach vorne stellen.

#60


A


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